Autor Thema: Tauchen und Versicherung  (Gelesen 5728 mal)

Jan

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Tauchen und Versicherung
« am: 02. Dezember 2003, 13:18:23 »
Hallo,

bin gerade auf diese Seite gestoßen da ich Informationen zwecks Tauchen und einer Krankenzusatzversicherung in Verbindung mit einer Trichterbrust gesucht habe.
Zum ersten möchte ich gern das Tauchen erlernen und weiß jetzt nicht so recht ob ich bei der Tauglichkeitsuntersuchung Probleme wegen meiner Trichterbrust bekommen könnte. Ich muß dazusagen (schreiben) das ich vor ca. 10 Jahren bei einem Orthopäden war der mir bescheinigte das ich keine gesundheitlichen Probleme zu erwarten habe, andererseits wurde ich bei der Bundeswehr ausgemustert und zwar beim Belastungstest. Ich selbst fühle mich Topfit, treibe auch Sport und kann konditionell keinen Unterschied zu anderen, in gleichem Maße, aktiven Personen feststellen außer das ich schneller einen "roten Kopf" bekomme.
Zum zweiten geht es um Krankenzusatzversicherungen oder Berufsunfähigkeitsversicherun gen. Da geht es mir um die Fragen im Antragsbogen nach einer Krankheit und einer Behinderung. Muß man eine Trichterbrust als eines von beiden einstufen? Ich sehe das nicht so, doch bin ich mir da nicht so sicher.
Könnt ihr mir weiterhelfen?

Jan

Marie

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« Antwort #1 am: 02. Dezember 2003, 13:53:44 »
Hallo Jan,

was die Zusatzkrankenversicherung, betrifft kann ich dir vielleicht weiterhelfen. Wir haben den Antrag auf eine Krankenhaustagegeldverischeru ng bei der Karstadt-Quelle-Versicherung gestellt.Die haben ein großes Angebot und sind g[nstig. Sie haben Jürgen nach Sichtung sämtlicher ärztlicher Atteste und einigem hin und heraufgenommen . Er hat ja das Problem, dass er einen durch die Trichterbrust verursachten sehr hohen belastungsabhängigen Blutdruck hat.Damit hatten die ein Problem. nicht mit der Trichterbrust . Aber gegen einen Aufpreis von 2€ monatlich hat er jetzt diese Krankenhaustagegeldversicheru ng, somit zahlt er einen monatlichen Beitrag von 5,33, den er jederzeit aufstocken kann, wenn er mal selber verdient . Wir haben auch noch eine Lebensversicherung abgeschlossen , da kann man ja dann die BUV dranhängen. Es gibt aber wenig Versicherungen, die einen mit so was aufnehmen. Musst Dich erkundigen. Wir haben sonst alle Versicherungen bei einem anderen Konzern- keine Chance gehabt!
Mach doch einfach diese Tauglichkeitsuntersuchung , dann siehst Du ja , was dabei rauskommt. Ist Dein Blutdruck in Ordnung_ Bei Juergen hat sich auch erst vor 2 Jahren dieser hohe Blutdruck geyeigt. war bis dahin immer in Ordnung. Wenns dich interessiert kannst dus in Erfahrungsberichte nachlesen.
Grüße
Marie

Anonymous

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« Antwort #2 am: 03. Dezember 2003, 10:51:10 »
hallo,

ich sehe das genau wie du, meine Trichterbrust hab ich eigentlich nie als Krankheit oder Behinderung gesehen.
Die Versicherungen könnten das allerdings anders betrachten. Die Trichterbrust steht im ICD10 der WHO, der Internationalen Klassifikation der Krankheiten. Ich könnte mir vorstellen, dass eine Versicherung die im Ernstfall nicht zahlen möchte, sich darauf berufen wird. Verschweigst du die TB und dir passiert unter Wasser etwas, das sich auf die Trichterbrust zurückführen lässt, hast du wohl schlechte Karten.
Ich bin nur medizinischer Laie, deshalb kann ich dir nur empfehlen, wegen dieser Sache mal mit deinem Hausarzt oÄ zu reden und dir gegebenenfalls, evtl auch von der Versicherung, etwas schriftlich geben zu lassen.

schönen Gruß,
   Tim

Jan

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« Antwort #3 am: 04. Dezember 2003, 23:16:17 »
Hallo Marie, Hallo Tim,

vielen Dank für Eure schnelle Antwort. Ist zwar nicht unbedingt positiv aber jetzt bin ich schon etwas schlauer.

An alle anderen: Hat von Euch keiner Erfahrungen mit dem Tauchen gemacht?

Gruß Jan

Anonymous

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« Antwort #4 am: 07. Dezember 2003, 22:56:14 »
hi jan,

falls du nach erfahrungen zum tauchen an sich fragst...
ich war diesen sommer in thailand. wir waren eine gruppe von sechs leuten dort und wir hatten einfach mal lust das tauchen auszuprobieren. also haben wir uns erkundigt und konnten bei einer tauchschule einen schnuppertag machen. d.h. ohne ärztliche voruntersuchung oder vorkenntnissen einfach direkt ins wasser. normalerweise hat man ja erst trockenübungen im swimmingpool etc.
ich hatte zunächst schon etwas bedenken zumal ich zu dem zeitpunkt dummerweise noch ne erkältung hatte...
um es kurz zu machen - es war einfach der hammer! schlußendlich hatte ich am wenigsten probleme und wollte immer weiter runter - der tauchlehrer hat uns aber nur auf 10 m gelassen... druckausgleich etc. hat prima geklappt. ich konnte keinerlei beeinträchtigungen feststellen... soviel zu meinem feeling.
will jetzt auch nen tauchschein machen, dann werd ich mich natürlich noch entspr. untersuchen lassen, aber mehr in allgemein-medizinscher hinsicht.

also hau rein und mach's einfach - über versicherungen hab ich mir da keine gedanken gemacht. bin ja noch jung und hab keine familie, also mach ich worauf ich bock hab!

enjoy it!
björn

Jan

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« Antwort #5 am: 08. Dezember 2003, 22:29:43 »
Hallo,

Björn danke für Deine Antwort, klingt sehr positiv! Was ich noch sagen muß: die Zusatzkrankenversicherung möchte ich im allgemeinen abschliessen, nicht unbedingt wegen des Tauchens sondern weil das wohl leider bald nötig sein wird wegen der "Gesundheitsreform".
Hier vielleicht noch etwas was Dich auch interessieren wird. Ich habe im www. einen "Tauchdoktor" gefunden und ihm diese Mail geschickt:

Subject: Tauchen mit Trichterbrust?

Hallo Herr Darwiche,

ich spiele schon seit langem mit dem Gedanken das Tauchen zu erlernen. Bis jetzt hat mich aber meine Trichterbrust immer davon abgehalten. Ich bin 27 Jahre und fühle mich topfit. In meiner Freizeit treibe ich viel Sport (1x Sqash und 3x Krafttraining pro Woche) und kann keine Beschwerden feststellen. Bedenken habe ich nur weil ich bei der Musterung zur Bundeswehr ausgemustert wurde. Ich war auch bei einem Orthopäden der die Trichterbrust nach dem Röntgen als unbedenklich einstufte da der Platz zwischen Wirbelsäule und Brustbein 12cm beträgt.
Mich interessiert nun ob Sie eventl. schon Erfahrungen auf diesem Gebiet haben und mir den Weg zur Tauglichkeitsuntersuchung empfehlen würden.


Die Antwort lautete:


So wie das Problem von Ihnen geschildert wird dürfte einem Tauchkurs nichts im Wege stehen. Im Wesentlichen können sich 2 Probleme aus tauchmedizinischer Sicht ergeben . Einerseits ein orthopädisches Problem, wobei ich jedoch davon ausgehe, dass Sie im Rahmen Ihres Krafttrainings auch die, das Brustbein stabilisierende, Brustmuskulatur trainieren, so dass dieses Problem bei Ihnen nicht ins Gewicht fällt. Zum Zweiten kann durch eine Trichterbrust die Lungenfunktion beeinträchtigt sein. Dies ist bei Ihnen ebenfalls nicht zu erwarten und lässt sich im Rahmen der tauchsportärztlichen Untersuchung abklären. Diese sollte jedoch nicht nur mit einer Lungenfunktionsuntersuchung, sondern mit einer sog. Bodyplethysmographie durchgeführt werden. Bei dieser Untersuchung kann zusätzlich die Totalkapazität also das komplette Lungenvolumen bestimmt werden. Wenn sich hier keine Einschränkung ergibt, kann Ihnen zum Tauchsport geraten werden. Sie können diese tauchsportärtzliche Untersuchung gerne bei mir durchführen lassen oder andernfalls bei einem tauchmedizinisch erfahrenen Kollegen. Wenn dieser Kollege keine Bodyplethysmographie durchführen kann, wird er Sie bitten diese bei einem Lungenfacharzt durchführen zu lassen.
Mit freundlichem Gruß
Kaid Darwiche

www.tauchdoktor.de <http://www.tauchdoktor.de/>

Jan

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« Antwort #6 am: 02. Februar 2004, 13:06:13 »
So, jetzt ist es gelungen, ich hab gerade erfahren das ich zum Sporttauchen "uneingeschränkt tauglich" bin.
Beim Lungenröntgen hat sich gezeigt das ich eine flächenmäßig übergroße Lunge habe, hat gar nicht auf ein Bild gepasst, ich mußte deshalb 2 x zum Röntgen :o) Ist wahrscheinlich zum einen auf die Trichterbrust und zum anderen auf den Sport zurückzuführen. Beim Belastungs-EKG gab es auch nicht's auszusetzen, außer das sich der Blutdruck etwas zögerlicher beruhigt.

Ich bin froh über den Befund und hab somit an meiner Trichterbrust auch nicht's auszusetzen.

Gruß an alle Betroffenen,

Jan

Anonymous

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« Antwort #7 am: 21. Februar 2004, 15:29:21 »
hallo
ich tauche zwar nicht (möchte ich aber vielleicht auch anfangen) aber ich bin bei der feuerwehr atemschutzgeräteträger. hab am anfang auch gedacht, das geht mit tb vielleicht nicht, aber nach der vorgeschriebenen tauglichkeitsuntersuchung (belastungs-ekg, seh- und hörtest, gleichgewichtstest, drogentest) vom sportarzt als voll tauglich eingestuft worden. diese untersuchung muss alle drei jahre wiederholt werden und bis jetzt hat's nie probleme gegeben, außer daß mein puls ziemlich schnell hoch geht, aber das beruhigt sich sehr schnell nach ende der belastung wieder. extraversicherung habe ich darum auch nicht abgeschlossen, da ich so einsatzfähig wie jeder andere auch bin.