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Autor Thema: Was macht Prof. Schaarschmidt anders?  (Gelesen 36094 mal)

tbblabla

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Re: Was macht Prof. Schaarschmidt anders?
« Antwort #30 am: 14. April 2012, 00:39:34 »

Allergie-Test kann ich dir auch was erzählen.

Und wie gesagt, dass ist alles die Wahrheit, was ich hier schreibe.
Denn mir würde es hier auch gar nichts bringen, Lügen oder sonst etwas zu erzählen.

Ich habe gerade nachgeschaut, in meinem Bericht habe ich tatsächlich nichts über den Allergie-Test geschrieben.
Dann hole ich das hier mal kurz nach.

Am Tag vor der OP wurde ich gefragt, ob ich Allergien gegen Münzen/Metall hätte. (Weiß ich jetzt nicht mehr ganz genau).

Dann wurde ein Pseudo-Allergietest durchgeführt, undzwar wurde mir dann irgend so ein "Metall-Teil", in etwa in der Größe einer Münze an den Oberarm geklebt, und ich sollte es halt den ganzen Tag tragen, um dann am Abend zu gucken, ob die Haut anschlägt.

Ich habe es dann aber verloren, weil das nicht wirklich festgeklebt war.
Und dann durfte ich einfach eine Armbanduhr anziehen als Ersatz für das verloren "Metall-Teil".

Und dann war natürlich auch nichts, ich trage sowieso immer eine Uhr.

Das zum Thema Allergie-Test.

Wundert mich kaum etwas bei der Massenabfertigung an Patienten.



Und Lob an dich ex.pectus, du machst das echt gut, hinterfragst alles usw. Weiter so.

« Letzte Änderung: 14. April 2012, 00:44:31 von tbblabla »
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dachucky

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Re: Was macht Prof. Schaarschmidt anders?
« Antwort #31 am: 14. April 2012, 13:40:14 »

Ich denk doch es ist besser das die ärzte den Bügel entfernen, die ihn auch rein gebracht haben oder?

Ich weiß auch nicht warum aufeinmal soviele Negative Dinge "Gesucht" werden in berlin buch.

Wenn man sucht findet man immer was, sucht ihr evt. auch mal in anderen Kliniken nach fehlern?

Grob geschätzt wenn ich die berichte anschau, find ich berlin buch am positivsten.
Und so waren auch meine Erfahrungen, abgesehen von der Delle rechts ist alles bestens gelaufen.

Abgesehen von 2 Schwestern auf der Kinderstation waren auch alle freundlich und kompetent.
2 Schwestern waren unfreundlich, so ne dicke alte kleine  und ne blonde große molligere ^^
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neochaos

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Re: Was macht Prof. Schaarschmidt anders?
« Antwort #32 am: 14. April 2012, 19:25:11 »

Ich wurde 2008 in Buch operiert und habe mich stets in besten Händen gefühlt. Mir kam Schaarschmidt wie ein etwas unorganisierter, aber liebenswerter und professioneller Chirurg vor. Bei mir wurden sämtliche Voruntersuchungen und auch ein Allergietest gefordert. Als mein Termin wegen Notfällen mehrmals in der letzten Minute verschoben werden musste, ist er am Abend vor dem tatsächlichen Termin nochmal zu mir ins Zimmer gekommen und hat sich persönlich bei mir entschuldigt. Da habe ich das Gefühl gehabt, dass ihm seine Patienten auch am Herzen liegen.

Dass er vor allem im Hinblick auf seinen internationalen Ruf vielleicht in den letzten Jahren seit meiner OP seine Kapazitäten und Fähigkeiten hier und da überschätzt hat, halte ich für vorstellbar - Ärzte sind eben auch keine Götter. Vielleicht hätte er auch mit seinen Problemfällen besser umgehen müssen, dazu kann ich persönlich nichts sagen. Und ja, er macht vor allem im englischsprachigen Raum "Werbung" - wenn man das so nennen will - in dem er sich hier und da in Foren beteiligt.

Klar ist jedoch auch, dass auf der anderen Seite Kliniken wie Erlangen jahrelang eine Schneise der Verwüstung hinter sich gelassen haben, die zahllose Patienten betroffen hat - und die meisten davon sind nicht einmal in diesem Forum präsent. Und auch im Ausland hört man immer wieder von schlimmen OP-Fehlgriffen, weil den Chirurgen die Erfahrung oder Kenntnis fehlt. Von Fachärzten, besonders älteren, werden immer noch Falschinformationen zur TB verbreitet (mir schlug man damals noch Ravitch vor, eine Alternative gäbe es laut Aussage des Internisten nicht), und somit tun sich vermutlich jedes Jahr viele TB-Patienten Risiken an, die vermutlich um ein Vielfaches größer sind als eine OP in Buch. Sollte man seine Energie nicht lieber darauf konzentrieren?

Klar ist Kritik angebracht, und in Buch hat sich womöglich in den letzten Jahren einiges verändert. Aber Anschuldigungen, wie etwa, dass Schaarschmidt hier inoffizielle PR-Propaganda betreibt (was sich ja auch als falsch erwiesen hat), sind ja nun wirklich haarsträubend lächerlich. Der Mann muss seinen Ruf nicht verteidigen - das machen seine Patienten für ihn, und das aus gutem Grund.
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annaj

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Re: Was macht Prof. Schaarschmidt anders?
« Antwort #33 am: 14. April 2012, 19:45:39 »

sehr selten reagieren patineten auf metallimplantate, die sollen eig. ziemlich sicher sein. Wenn man nickelallergie hat, dann weiss man es auch, dafür finde ich die tests meistens überflüssig. Charité hat bei mir nur gefragt, also kein test gemacht.

Ich finde nicht das wir hier eine ungerechte kritik ausüben. Manchmal ist es gut sachen unter die lupe zu nehmen, wer kritik gut umsetzt kann besser werden. Und da prof. Schaarschmidt meint, er verbessert sein technik ständig, dann ist diese kritik für ihm doch gold wert.
Und was Val hier im forum betrifft, warum er immer wieder alle andere kliniken als wertlos behauptet, und Helios sei der einzige richtige (sonst wirst du es bereuen-bedrohung), da habe ich kein bisschen schlechtes gewissen dass ich ihm als prof. Schaarschmidt verwechsele. Der ton kam mir irgendwie bekannt vor.

« Letzte Änderung: 18. Mai 2012, 18:44:30 von annaj »
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ex.pectus

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Re: Was macht Prof. Schaarschmidt anders?
« Antwort #34 am: 14. April 2012, 21:22:30 »

Als mein Termin wegen Notfällen mehrmals in der letzten Minute verschoben werden musste, ist er am Abend vor dem tatsächlichen Termin nochmal zu mir ins Zimmer gekommen und hat sich persönlich bei mir entschuldigt. Da habe ich das Gefühl gehabt, dass ihm seine Patienten auch am Herzen liegen.

Natürlich ist es ein schönes Gefühl, wenn man im Lotto gewonnen hat und sich alle Geldsorgen in Luft aufgelöst haben. Aber bedeutet das, dass Lotto-Spielen eine empfehlenswerte Methode ist, um seine Geldprobleme zu lösen?

Dass du neochaos (neben vielen anderen) ein gutes Gefühl hattest, bedeutet für alle anderen, die diese gute Gefühl nicht hatten, genau was?

Das was du neochaos beschreibst, ist eine oft gehörte Anekdote, nämlich dass der Professor manchmal noch spät abends durch die Station geht und sich mit den Patienten unterhält. Das will ich gar nicht schlecht machen.

Aus deinem Erlebnis, neochaos, aber zu schlußfolgern, dass der Professor extra deswegen zu dir ins Zimmer gekommen ist, weil er sich entschuldigen wollte und er sich dazu verpflichtet gefühlt hätte, weil ihm seine Patienten am Herzen liegen, halte ich für falsch. Oder wie erklärst du dir, dass man immer wieder von seinen Patienten lesen kann, dass er sie im Regen stehen lassen hat?

Läßt sich folgende Erfahrung einer Patientin auch nur irgendwie erklären, geschweige denn rechtfertigen? Wenn ja, wie? "Bei meinem letzten Aufenthalt haben sich vor allem auch die "ausländischen" Patienten aus Australien etc. im Stich gelassen gefühlt. Erst 9 Tage nach OP ist er bei uns aufgetaucht, aber auch nur weil wir uns ca. 20 x schon beschwert hatten..."

Nach welchen Kriterien wählt der Professor aus, um welche Patienten er sich kümmert und um welche nicht? Gibt es da irgendein System oder ist das reine Glückssache wie beim Lotto-Spielen? OK, die Wahrscheinlichkeiten sind anders, aber ist das Prinzip das gleiche?

(Es müsste ja nicht immer gleich der Professor sein, aber bezüglich Trichterbrust-OP-Probleme ist Berlin-Buch quasi eine One-Man-Show.)

Klar ist jedoch auch, dass auf der anderen Seite Kliniken wie Erlangen jahrelang eine Schneise der Verwüstung hinter sich gelassen haben, die zahllose Patienten betroffen hat - und die meisten davon sind nicht einmal in diesem Forum präsent. Und auch im Ausland hört man immer wieder von schlimmen OP-Fehlgriffen, weil den Chirurgen die Erfahrung oder Kenntnis fehlt. Von Fachärzten, besonders älteren, werden immer noch Falschinformationen zur TB verbreitet (mir schlug man damals noch Ravitch vor, eine Alternative gäbe es laut Aussage des Internisten nicht), und somit tun sich vermutlich jedes Jahr viele TB-Patienten Risiken an, die vermutlich um ein Vielfaches größer sind als eine OP in Buch. Sollte man seine Energie nicht lieber darauf konzentrieren?

Da ich in Berlin-Buch operiert wurde, kann ich auch nur dazu etwas aus eigener Erfahrung sagen.
« Letzte Änderung: 15. April 2012, 00:24:24 von ex.pectus »
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Re: Was macht Prof. Schaarschmidt anders?
« Antwort #35 am: 14. April 2012, 22:58:15 »

Ich denk doch es ist besser das die ärzte den Bügel entfernen, die ihn auch rein gebracht haben oder?

Das wäre aber auch in Berlin-Buch meist nur Zufall. Denn Prof. Schaarschmidt ist sowieso nicht bei jeder Bügelentfernung dabei und die anderen Chirurgen wechseln auch bzw. du kennst die sowieso nicht.

Ich weiß auch nicht warum aufeinmal soviele Negative Dinge "Gesucht" werden in berlin buch.

Viele negative Dinge sind nicht neu, sondern uralt. Und sie sind auch nicht neu an die Öffentlichkeit gelangt, d.h. auch die Berichte darüber sind uralt. Wenn einem das neu vorkommt, dann handelt es sich nur um ein selektives Wahrnehmungsproblem.

Wenn man sucht findet man immer was, sucht ihr evt. auch mal in anderen Kliniken nach fehlern?

Ausgangspunkt war ja nicht die Suche nach irgendwelchen Fehlern, sondern sinngemäß die Behauptung, dass bestimmte Fehler in Berlin-Buch gar nicht vorkommen, also die Behauptung, dass Berlin-Buch besser als andere ist. Wenn sich herausstellt, dass das nicht stimmt, heißt das natürlich nicht, dass in Wirklichkeit die anderen besser sind. Es heißt nur, dass man Berlin-Buch bzw. Prof. Schaarschmidt nicht alles glauben kann.

Grob geschätzt wenn ich die berichte anschau, find ich berlin buch am positivsten.

Ja, und?
Manche wollen aber nicht nur grob geschätzt wissen, welche Klinik am meisten positive Berichte hat.
Manche wollen auch wissen, ob sie sich überhaupt für eine OP entscheiden sollen. Dafür ist unter Umständen nicht ganz unwichtig, dass die gemachten Aussagen zutreffen und sich nicht als falsch herausstellen.
« Letzte Änderung: 14. April 2012, 23:32:26 von ex.pectus »
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dachucky

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Re: Was macht Prof. Schaarschmidt anders?
« Antwort #36 am: 15. April 2012, 00:40:13 »

Ich denk doch es ist besser das die ärzte den Bügel entfernen, die ihn auch rein gebracht haben oder?

Das wäre aber auch in Berlin-Buch meist nur Zufall. Denn Prof. Schaarschmidt ist sowieso nicht bei jeder Bügelentfernung dabei und die anderen Chirurgen wechseln auch bzw. du kennst die sowieso nicht.

Ich weiß auch nicht warum aufeinmal soviele Negative Dinge "Gesucht" werden in berlin buch.

Viele negative Dinge sind nicht neu, sondern uralt. Und sie sind auch nicht neu an die Öffentlichkeit gelangt, d.h. auch die Berichte darüber sind uralt. Wenn einem das neu vorkommt, dann handelt es sich nur um ein selektives Wahrnehmungsproblem.

Wenn man sucht findet man immer was, sucht ihr evt. auch mal in anderen Kliniken nach fehlern?

Ausgangspunkt war ja nicht die Suche nach irgendwelchen Fehlern, sondern sinngemäß die Behauptung, dass bestimmte Fehler in Berlin-Buch gar nicht vorkommen, also die Behauptung, dass Berlin-Buch besser als andere ist. Wenn sich herausstellt, dass das nicht stimmt, heißt das natürlich nicht, dass in Wirklichkeit die anderen besser sind. Es heißt nur, dass man Berlin-Buch bzw. Prof. Schaarschmidt nicht alles glauben kann.

Grob geschätzt wenn ich die berichte anschau, find ich berlin buch am positivsten.

Ja, und?
Manche wollen aber nicht nur grob geschätzt wissen, welche Klinik am meisten positive Berichte hat.
Manche wollen auch wissen, ob sie sich überhaupt für eine OP entscheiden sollen. Dafür ist unter Umständen nicht ganz unwichtig, dass die gemachten Aussagen zutreffen und sich nicht als falsch herausstellen.

Was halt auffällt sind die zur Zeit gehäuften negativen Diskussionsthemen über den Professor/ Berlin buch.
Als ich auf diese Seite gestoßén bin, waren soweit ich mich errinern kann fast nur positive Threads über den
Prof und die Klinik im auffällig im Vordergrund.
( Also so hab ich das wahrgenommen, wehalb ich mich auch für Buch entschieden hab
trotz der fast 700 Km ).

Das mit der bügelentfernung das es nicht der Prof selber macht, kann ja sein.
Doch die Ärzte von Buch sind mit dieser methode des bügels eher vertraut als die anderer kliniken,
da in Buch ja bestimmte Dinge anders gemacht werden.
( So hab ich das verstanden, da es sich ja um eine Modifizierte Methode handelt ).

Ok manche wollen es nicht grob geschätzt haben, aber wenn es keine andere möglichkeit gibt und der Wille zur OP,
 größer ist als das Risiko bzw. der Wille zur Entscheidung mit TB weiterzuleben.

Könnte man es dann rein prozentual gesehen entscheiden?
Klingt vielleicht seltsam, aber ist auch nachvollziehbar das man die Chance einschätzt, ob es gut läuft oder nicht.
Schief gehen kann immer etwas, egal wo und bei was, doch. . .

Da wäre doch Berlin buch die beste option, oder irr ich mich da?

Eigentlich wollte ich mich bei dieser Diskussion nicht beteiligen, doch die behauptung das der Prof hier propaganda macht unter anderem Anonym find ich auch schon ziemlich krass.
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Re: Was macht Prof. Schaarschmidt anders?
« Antwort #37 am: 15. April 2012, 01:13:28 »

Da wäre doch Berlin buch die beste option, oder irr ich mich da?

Bügelentfernung im Buch ist ein option, wenn es die beste ist, kann man nicht so sagen. Andere chirurgen haben redo's von prof. Schaarschmidt gemacht, also kennen die seine arbeit.

Eigentlich wollte ich mich bei dieser Diskussion nicht beteiligen, doch die behauptung das der Prof hier propaganda macht unter anderem Anonym find ich auch schon ziemlich krass.

ich hatte inzwischen auch kontakt mit Val, er ist nicht prof. Schaarschmidt.

« Letzte Änderung: 18. Mai 2012, 18:46:33 von annaj »
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Re: Was macht Prof. Schaarschmidt anders?
« Antwort #38 am: 16. April 2012, 00:01:17 »

Und ja, er macht vor allem im englischsprachigen Raum "Werbung" - wenn man das so nennen will - in dem er sich hier und da in Foren beteiligt.

Wo beteiligt er sich denn an Diskussionen um der Sache willen?

Ich habe mir heute mal die Diskussionen hier im Forum angeguckt und bin gleich über einen Diskussionsbeitrag von ihm gestolpert, den ich entsprechend kommentiert habe, siehe hier.

Worum ging es in dem Beitrag? Um eine ehrliche Antwort auf eine Frage oder darum, die spezielle Bügelfixierung anzupreisen?

Es ist doch überhaupt nicht von der Hand zu weisen, dass sich Prof. Schaarschmidt damit einen Wettbewerbsvorteil gegenüber anderen Ärzten verschafft hat. Und zwar in der Weise, dass er überhaupt wahrgenommen wird und sich TB-Patienten an ihn wenden. Durch solche Beiträge bekommt er einfach mehr TB-Patienten als seine Kollegen.

Aber wo sind solche TB-Patienten, wie sie Prof. Schaarschmidt in seinem Beitrag als Beispiele genannt hat, die selber in Erfahrungsberichten davon schreiben, dass sie ihren Sport nach 4 Wochen (verbotenerweise) oder nach 7 Wochen wieder voll durchgezogen haben?

Wo ist quasi die Bestätigung durch seine Patienten, dass die Werbung auch wahr und zutreffend ist? Kann es sein, dass es kein einziges bestätigendes Beispiel für Prof. Schaarschmidts Aussagen gibt aber jede Menge Gegenbeispiele ?

Und für das englische Forum sieht die Bilanz noch schlechter aus. Die peinlichen Einträge, wo offensichtlich an den Fragen vorbei einfach nur plumpe Werbung gemacht wird, sind in der deutlichen Mehrzahl.

Im Prinzip ist mir das vollkommen egal, ob er dort Werbung macht und die Leute permanent auffordert, ihm Bilder zu schicken (um sich dann später bei ihm operieren zu lassen). Man muss das eben nur berücksichtigen, wenn man die Patientennachfrage als Gradmesser für irgendeinen Ruf nehmen will.
Schon mal auf die Idee gekommen, dass manche Ärzte es gar nicht mit ihrem Gewissen vereinbaren könnten, TB-Patienten kurz nach einer TB-OP wieder zurück nach Australien zu schicken, u.a. wegen Komplikationen.
Trauriges Beispiel eines von Prof. Schaarschmidt behandelten Australiers, siehe Bar visible under skin - Again. Der Beitrag ist vielleicht auch für die interessant, die meinen Metall-Allergien sind selten. Klar, sie sind selten. Und ich weiß nicht, ob es sich dabei um eine Allergie handelt, aber der Verdacht scheint mir nicht abwegig.

Der Mann muss seinen Ruf nicht verteidigen - das machen seine Patienten für ihn, und das aus gutem Grund.

Wie ist denn sein Ruf eigentlich genau?

Dass man mit der Nuss-Methode sehr ansehnliche Ergebnisse hinbekommt, ist das jetzt ein spezieller Verdienst von Prof. Schaarschmidt oder liegt das an der Nuss-Methode, die weltweit von vielen anderen Kollegen angewendet wird.

Oder anders gefragt: Wer ruft denn eigentlich wen? Oft genug noch geht der Ruf vom Professor aus.
« Letzte Änderung: 16. April 2012, 00:47:29 von ex.pectus »
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neochaos

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Re: Was macht Prof. Schaarschmidt anders?
« Antwort #39 am: 16. April 2012, 06:05:19 »

Zu mir persönlich kann ich nur sagen - ich habe nach 8 Wochen (vorsichtig) wieder mit dem Kraftsport angefangen. Und auch zu deiner anderen Aussage in einem Thread hier, es wäre "absurd" dass man den Bügel "vergisst" muss ich sagen - genau so ist es mir und bestimmt auch vielen anderen ergangen. Dass es auch gegenteilige Fälle gibt sollte jedem vernünftigen Menschen klar sein, jeder erholt sich unterschiedlich gut.

Hast du dir schonmal überlegt, dass von den 1xxx Fällen, die Schaarschmidt operiert, möglicherweise einfach so viele zufrieden sind, dass sie keine Lust und keinen Grund mehr dazu haben, sich weiterhin in TB-Foren rumzutreiben um irgendwelche Behauptungen zu "bestätigen"? So ist es jedenfalls mir persönlich ergangen, nach meiner OP war ich auch jahrelang nicht mehr hier - wofür auch, wenn's mir gut geht? - und habe jetzt nur noch einmal durch Zufall reingeschaut. Es liegt doch auf der Hand, dass die einschlägigen Foren genau vor allem von den Personen genutzt werden, die Probleme haben oder sich beschweren möchten. Das ist nicht nur bei Nuss-OPs so sondern bei so ziemlich allen Produkten und Dienstleistungen auf der Welt und sagt überhaupt NICHTS über die Menge der Patienten aus, die tatsächlich zufrieden sind.

Und mit deiner Aussage zu Schaarschmidts "Ruf" lehnst du dich nun WIRKLICH ganz weit aus dem Fenster, um deinen Schaarschmidt-Kreuzzug (aus welchen Gründen auch immer) auf Teufel komm raus fortzuführen. Der Mann hat jahrelang einen makellosen und exzellenten Ruf gehabt (v.a. eben auch hier, wie bereits in diesem Thread diskutiert wurde). Willst du mir wirklich sagen, dass dies völlig grundlos und unangebracht ist/war und sich nur aus seinen Marketing-Fähigkeiten ergab? Dass die Nuss-Methode gute Ergebnisse bringt, ist auch alles andere als selbstverständlich - noch vor ein paar Jahren gabs bei Pectusinfo immer wieder oft Threads über Bügelverrutschungen, Fälle, bei denen Bügel wegen extremen Schmerzen o.ä. wieder rausgenommen werden mussten, mangelhafte kosmetische Ergebnisse und so weiter. Willst du wirklich behaupten, dass der operierende Chirurg für das Ergebnis der Nuss-OP keinen Unterschied macht?

Also bitte...Kritik an Schaarschmidt ist angebracht, aber so langsam wird's albern.
« Letzte Änderung: 16. April 2012, 06:07:20 von neochaos »
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ex.pectus

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Re: Was macht Prof. Schaarschmidt anders?
« Antwort #40 am: 16. April 2012, 10:33:40 »

Zu mir persönlich kann ich nur sagen - ich habe nach 8 Wochen (vorsichtig) wieder mit dem Kraftsport angefangen.

also vorsichtig angefangen

Und auch zu deiner anderen Aussage in einem Thread hier, es wäre "absurd" dass man den Bügel "vergisst"

Wo soll ich das gesagt haben? Kann es sein, dass Du das mit einem Beitrag von Andre verwechselst?

muss ich sagen - genau so ist es mir und bestimmt auch vielen anderen ergangen.

Offenbar kennst Du den Unterschied zwischen folgenden Begriffen:
- vorsichtig anfangen und voll durchziehen
- manchmal vergessen und immer vergessen
- keiner, einer, manche, viele und alle

Um solche Unterschiede geht es, unter anderem.

Ich weiß nicht was schlimmer ist: Dass Prof. Schaarschmidt seine Patienten nicht realistisch über die Auswirkungen seiner OP aufklärt oder dass er seine Arbeit tatsächlich nicht realistisch einschätzen kann.

Dass es auch gegenteilige Fälle gibt sollte jedem vernünftigen Menschen klar sein, jeder erholt sich unterschiedlich gut.

Die Frage ist nicht, ob es gegenteilige Fälle gibt. Die Frage ist einzig und allein, ob seine Aussagen der Wahrheit entsprechen und zwar nicht irgendeiner spitzfindigen guttenbergschen oder wulffschen Wahrheit, sondern ob man sich als Patient auf sein Wort verlassen kann. Und zwar in jeder Hinsicht. Was nützt es mir, wenn mich ein Arzt über irgendetwas aufklärt, von dem ich noch keine Ahnung habe, und ich quasi schlauer sein muss, um zu Wissen, was ich von dem Werbegerede glauben kann und was nicht?
Bei einem Gebrauchtwagen-Kauf würden viele einem blauäugigen Kunden die Schuld geben, wenn er sich über den Tisch ziehen lässt, alles dem Verkäufer blind glaubt, sich nicht selbst schlau gemacht hat. Aber was haben diese Verkäufer-Vergleiche und Werbe-Entschuldigungen bei Ärzten verloren? Ist man als Patient selber schuld, wenn man die Aussage eines Professors nicht von anderen Ärzten gegenchecken lässt? Zu empfehlen ist das sicher, keine Frage, ganz meine Meinung. Aber ist das ein Freibrief für den Arzt, oder wie? Und was ist überhaupt, wenn der Professor so sagt und andere Ärzte anders? Wem kann man dann glauben? Bezüglich Leistungseinschränkungen und Leistungsverbesserungen ist es ja leider so, dass es da unterschiedliche Auffassungen in der Medizin gibt. Wenn sich der Professor zu solchen Dingen äußert, was kann man ihm dann glauben?
Oder wenn er sich zu den individuellen Risiken der OP oder zum individuellen möglichen optischen/ästhetischen Ergebnis äußert, kann man sich dann darauf verlassen?

Hast du dir schonmal überlegt, dass von den 1xxx Fällen, die Schaarschmidt operiert, möglicherweise einfach so viele zufrieden sind, dass sie keine Lust und keinen Grund mehr dazu haben, sich weiterhin in TB-Foren rumzutreiben um irgendwelche Behauptungen zu "bestätigen"?

Das, was du sagst, führt nur dazu, dass Schaarschmidt auf dem gleichen guten Niveau ist, wie die vielen anderen Ärzte, mit denen ihre Patienten zufrieden sind. Warum sollte ich das bestreiten? Das habe ich auch doch auch nie gemacht.

Es ist doch Schaarschmidt selber, der sagt, dass seine Methode besser ist als andere. Bei seiner Methode kann man nach 4 Wochen verbotenerweise den Vereinssport wieder konsequent durchziehen. Das war aber nur der erste Sportler. Dann gibt es noch mindestens 3 weitere, die den Sport nach 7 Wochen wieder konsequent durchgezogen haben. Das war im Jahr 2005.

Wenn ich mich jetzt darüber wunder, dass ich solche "Erfolgsmeldungen" nur von Prof. Schaarschmidt selber lese, dann wirft das ein schlechtes Licht auf mich?

Und es ist ja nicht so, dass man zu diesem Thema nur nichts zu lesen finden würde. Nein, das, was ich finde, widerspricht dem nur. So ist das!

Es liegt doch auf der Hand, dass die einschlägigen Foren genau vor allem von den Personen genutzt werden, die Probleme haben oder sich beschweren möchten.

Sollte man denken.
Aber wo sind alle die Patienten, deren Ärzte und Bügelfixierungsmethoden Prof. Schaarschmidt als schlechter darstellt?

Und mit deiner Aussage zu Schaarschmidts "Ruf" lehnst du dich nun WIRKLICH ganz weit aus dem Fenster, um deinen Schaarschmidt-Kreuzzug (aus welchen Gründen auch immer) auf Teufel komm raus fortzuführen. Der Mann hat jahrelang einen makellosen und exzellenten Ruf gehabt (v.a. eben auch hier, wie bereits in diesem Thread diskutiert wurde).

Ich kann dir nicht ganz folgen.
Reden wir hier von der Realität, von der Wahrnehmung, der verblassten Erinnerung oder irgendwelchen Legenden?

Nur mal eine Aussage über eine Schaarschmidt-OP aus dem Jahre 2006 hier in diesem Forum als Beispiel: "Oh Mann, deine OP klingt nach einer wahren Katastrophe", siehe hier Interessant ist aber nicht nur die dort genannte 1 OP, sondern alle 3 Fälle und 25-30 Leute haben es in sich.

Wieso denkst du, neochaos, Prof. Schaarschmidt einen makellosen Ruf andichten zu müssen? Oder sind Todesfälle und katastrophale OPs kein Makel oder spielen sie für den Ruf keine Rolle?

Willst du mir wirklich sagen, dass dies völlig grundlos und unangebracht ist/war und sich nur aus seinen Marketing-Fähigkeiten ergab?

Der Unterschied zwischen schwarz/weiß und den Schattierungen dazwischen ist dir bekannt?

Nur weil ich finde, dass vieles auf seine Marketing-Fähigkeiten zurückzuführen ist, heißt das doch noch lange nicht, dass er ein kompletter Hochstapler wäre. Überhaupt nicht.

Also bitte...Kritik an Schaarschmidt ist angebracht, aber so langsam wird's albern.

Ich finde es nicht albern, sondern schade, dass meine detaillierte Kritik als pauschaler Angriff verstanden wird, dem mit pauschalen Glaubensbekenntnissen begegnet wird.

In einer anderen wichtigen Frage, nämlich dem Risiko und der Sicherheit, wurde oftmals die These vertreten, dass es bei ihm sicherer wäre als bei anderen, unter anderem wegen seiner großen Erfahrung. Dazu habe ich gesagt, dass der zeitliche Verlauf der Todesfälle bei TB-OPs genau das Gegenteil widerspiegelt (Vereinfacht und rund gerechnet: Die ersten 5 bis 6 Jahre bzw. ersten 500 TB-OPs gibt es in Berlin-Buch keinen Todesfall, aber dann: durchschnittlich alle 1 1/2 bis 2 Jahre bzw. alle 175 bis 250 Fälle.) Mit zunehmender Erfahrung stieg also die Todesfallrate bei TB-OPs.
D.h. natürlich nicht, dass die Erfahrung eine Ursache für die steigende Todesfallrate ist, logisch. Es heißt erstmal nur, dass die Todesfallrate gestiegen ist, trotz der gestiegenen Erfahrung. Und man kann ja auch gerne darüber streiten, wie aussagekräftig die gestiegene Todesfallrate an sich ist. Was man aber nicht ersthaft machen kann, ist, das Gegenteil von dem zu behaupten, was Sache ist.

Übrigens: ...-rate ist ein relativer Wert. Die absolue Anzahl an OPs spielt dafür keine Rolle. Das wird herausgerechnet. Beispiel: Beim Vergleich der Säuglingssterblichkeitsrate verschiedener Länder spielt es keine, wieviele Säuglinge in den Ländern insgesamt geboren werden oder insgesamt sterben. Entscheidend ist das Verhältnis der gestorbenen zu den geborenen (also relativ, nicht absolut).
Die absolute Anzahl der durchgeführten TB-OPs spielt also nur für die Berechnung, nicht aber für den Vergleich der Todesfallraten eine Rolle. Somit spielt es für die Beurteilung und Bewertung der TB-OP-Todesfallraten auch keine Rolle, ob Prof. Schaarschmidt 500, 1000 oder 10.000 TB-OPs macht oder gemacht hat. Was aber sein kann, ist, dass sich eine zu hohe Anzahl von Operationen negativ auf die Rate auswirkt, bspw. wenn eben nicht mehr sorgfältig genug oder zu leichtfertig gearbeitet wird.

Du schreibst:

Ich kann mir gut vorstellen, dass Schaarschmidt aufgrund seines Erfolges vielleicht mit gewissen Patienten zu leichtfertig umgegangen ist. Ich halte es aber für stark unwahrscheinlich, dass anderen Kliniken (insbesondere mit großer OP-Anzahl) nicht auch schon, womöglich tödliche Fehler unterlaufen sind.

Es ist überhaupt nicht nötig, dieses Thema wieder ins nebulöse zu ziehen. Natürlich gab es auch in anderen Kliniken vereinzelt (seltenst) Todesfälle. Darüber gibt es sogar veröffentlichungen, die man ergooglen kann.

Mal abgesehen davon, dass ich deinen Erklärungsversuch, warum es in Berlin-Buch zu Todesfällen gekommen ist, für wenig schmeichelhaft oder Ruf-dienlich halte, interessiert die meisten ja wohl, wie sicher eine TB-OP in Berlin-Buch im Vergleich zu anderen erfahrenen TB-Kliniken ist.

Und wieso wirken sich die Todesfälle, von denen man weiß und deren zeitlichen Verlauf (d.h. Zunahme in den letzten Jahren) man kennt, für dich nicht entscheidend auf seine chirurgische Kompetenz und seinen Ruf aus? Wie hoch müsste die TB-OP-Todesfallrate erst werden, um an seinem "Ruf" zu kratzen, deiner Meinung nach?

Nur noch mal zur Erinnerung: TB-OPs kann man ja schlecht mit sonstigen OPs von lebensbedrochlich Verletzen oder Erkrankten vergleichen, die manchmal schon totgeweiht sind, bevor sie überhaupt auf dem OP-Tisch landen.

Abschließend muß ich nochmal auf den Vergleich mit dem Glück beim Lotto-Spielen zurückkommen. Du schreibst: "Ich kann mir gut vorstellen, dass Schaarschmidt aufgrund seines Erfolges vielleicht mit gewissen Patienten zu leichtfertig umgegangen ist. "

Gibt es dafür irgendein System, mit welchen Patienten er deiner Vorstellung nach zu leichtfertig umgeht und mit welchen nicht?

Wäre ja vielleicht vorher gut zu wissen.
« Letzte Änderung: 16. April 2012, 19:03:49 von ex.pectus »
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annaj

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Re: Was macht Prof. Schaarschmidt anders?
« Antwort #41 am: 16. April 2012, 19:07:23 »

Es liegt doch auf der Hand, dass die einschlägigen Foren genau vor allem von den Personen genutzt werden, die Probleme haben oder sich beschweren möchten.

Ich denke ex.pectus hat sehr viel info zu diesem forum beigetragen, und dabei leute geholfen. Ich finde die leute hier und auf andere ausländische tb-foren aufrichtig hilfsbereit, und für menschen die erst dachten die waren die einzige im welt mit tb, können dort erfarungen austauschen, eine feine sache. Ich würde das nicht unterschätzen. Persönlich habe ich ein bedürfnis, da ich 38 j mit tb gelebt habe, info über meine erfarungen im netz zu verbreiten, so dass junge menschen die unter tb leiden geholfen werden können. Es gibt tatsächlich sowas.
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Weiblich.
1989-2011/01 Silikonimplantat. (16 J)
2011/03 Nuss-OP (modifiziert), dr. Lützenberg, Berlin Charité. (fast 39 J)
2013/08 Stabentfernung, dr. Lützenberg, Uniklinik Magdeburg. Zusätzlich würde grossflächig Muskeln versetzt (versuch Brustrekonstruktion, Knorpel wurde abgeschliffen usw)
2014/04 Brustrekonstruktion, Silikon in beide Brüste. Kleine Korrektur 2014/09 bei dr. Lützenberg.

ex.pectus

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Re: Was macht Prof. Schaarschmidt anders?
« Antwort #42 am: 16. April 2012, 21:41:36 »

Und mit deiner Aussage zu Schaarschmidts "Ruf" lehnst du dich nun WIRKLICH ganz weit aus dem Fenster, um deinen Schaarschmidt-Kreuzzug (aus welchen Gründen auch immer) auf Teufel komm raus fortzuführen. Der Mann hat jahrelang einen makellosen und exzellenten Ruf gehabt

Es steht zwar schon so ähnlich im allerersten Beitrag in dieser Diskussion, aber hier nochmal deutlicher:

schaar aka Prof. Schaarschmidt schreibt am 04.01.2006 auf pectusinfo.com
Zitat
Dear Kayenrose,

where do you come from?
A problem in America seems to be, that they don´t send all their patients to one! supranational reference center, but that surgery is done by many surgeons with very different experience all over the country.

If you don´t find an adequate solution, it may help to go to Europe, where you get more experience and lower cost.
In Berlin we improved the Nuss method a great deal and did 435 cases so far ( 119 in 2005, age 12-41) , which is the second largest experience world-wide (for example we are the only hospital worldwide with a bar-dislocation rate of zero)...
(Hervorhebung von mir)

Es geht noch weiter. Ich kann aber nicht alles zitieren. Wer sich dafür interessiert, wie der internationale Ruf von Prof. Schaarschmidt mitentstanden ist, sollte sich das durchlesen.

Quasi zeitgleich im Januar 2006 gibt es die OP von zach bei der die Fäden am Bügel bzw. Rippe gerissen sind und der Bügel dadurch verrutscht, wodurch eine zweite OP im März 2006 nötig wird, beide in Berlin-Buch bei Prof. Schaarschmidt (siehe hier und detaillierter hier).

Trotzdem postet schaar aka Prof. Schaarschmidt im September 2006 erneut:
Zitat
We have developped a special bar fixation in Berlin and so far we have a zero bar dislocation rate in Berlin-Germany
(Hervorhebung von mir)

Mich macht das sprachlos.
Und es ist ja nicht nur der Umgang mit der Wahrheit, der da zum Ausdruck kommt.
Ich sehe darin auch einen nicht vorhandenen Respekt gegenüber seinen Patienten, und zwar nicht nur gegenüber denen, die bereits von einer bar dislocation betroffen waren, sondern auch denen gegenüber, die davon in Zukunft betroffen waren oder betroffen sein könnten.
« Letzte Änderung: 21. April 2012, 18:08:03 von ex.pectus »
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Re: Was macht Prof. Schaarschmidt anders?
« Antwort #43 am: 17. April 2012, 01:01:48 »

Hallo zusammen,

Was halt auffällt sind die zur Zeit gehäuften negativen Diskussionsthemen über den Professor/ Berlin buch.
Als ich auf diese Seite gestoßén bin, waren soweit ich mich errinern kann fast nur positive Threads über den
Prof und die Klinik im auffällig im Vordergrund.
Ich hatte es zu beginn des Threads schon mal gesagt, dass gerade diese kritische Auseinandersetzung mit der OP-Methode und den Kliniken allgemein und insbesondere mit der veränderten Methode von Schaar in Berlin-Buch macht dieses Forum so informativ und wertvoll. Es stimmt, vor ein paar Jahren war die Stimmung einhellig pro Nuss und Schaar, sodass eine Empfehlung zur OP für ratsuchende Betroffene schnell ausgesprochen war, ohne auch auf die Risiken hinzuweisen.

Könnte man es dann rein prozentual gesehen entscheiden?
Klingt vielleicht seltsam, aber ist auch nachvollziehbar das man die Chance einschätzt, ob es gut läuft oder nicht.
Schief gehen kann immer etwas, egal wo und bei was, doch. . .

Da wäre doch Berlin buch die beste option, oder irr ich mich da?
Das ist reine Statistik. Wenn eine Komplikation selten, d.h. bei 1 von 1000 Patienten auftritt, dann ist es nur logisch, dass dieser eine Fall bei >1000 durchgeführten OPs mit hoher Wahrscheinlichkeit auch eintritt. Sichere Vergleichszahlen gibt es jedoch nicht, da diese -immernoch- kleine Fallzahl nicht in den Qualitätsberichten aufgeführt wird.

Es ist überhaupt nicht nötig, dieses Thema wieder ins nebulöse zu ziehen. Natürlich gab es auch in anderen Kliniken vereinzelt (seltenst) Todesfälle. Darüber gibt es sogar veröffentlichungen, die man ergooglen kann.
Hast du dazu eine Quelle zum nachlesen? Ich weiß nur vom hören-sagen, dass es auch in anderen (deutschen) Kliniken Todesfälle gab.

Für mich sind es die Einzelberichte /-schicksale, welche mir ein Bild von OP-Methode und Operateur liefern. Im Fall von Berlin-Buch gibt es nun mal so einige, auch negative Berichte, die im Kontrast zu den Äußerungen von Schaar stehen. Aktuell mache ich mir große Sorgen, um den Australier mit wiederholten (!) Wundheilungsstörungen/Infektionen/Allergie. Komplikationen können immer auftreten, aber diese waren IMO vermeidbar. Es ist mir unbegreiflich, wie er überhaupt entlassen werden konnte, gerade im Hinblick auf die schweren Komplikationen vom letzten Aufenthalt vor einem Jahr.

Und mit deiner Aussage zu Schaarschmidts "Ruf" lehnst du dich nun WIRKLICH ganz weit aus dem Fenster, um deinen Schaarschmidt-Kreuzzug (aus welchen Gründen auch immer) auf Teufel komm raus fortzuführen. Der Mann hat jahrelang einen makellosen und exzellenten Ruf gehabt (v.a. eben auch hier, wie bereits in diesem Thread diskutiert wurde). [...]
Also bitte...Kritik an Schaarschmidt ist angebracht, aber so langsam wird's albern.
Ich verstehe diesen Thread nicht als Versuch hier auf Teufel komm raus etwas Kritisches zu finden, hilft es doch die  Äußerungen von Schaar besser einzuordnen.
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Re: Was macht Prof. Schaarschmidt anders?
« Antwort #44 am: 21. April 2012, 17:47:00 »

Hast du dazu eine Quelle zum nachlesen? Ich weiß nur vom hören-sagen, dass es auch in anderen (deutschen) Kliniken Todesfälle gab.

Von anderen deutschen Kliniken weiß ich nichts. Die Todesfälle, von denen ich weiß, waren im Ausland oder aber eben in Berlin-Buch bei Prof. Schaarschmidt. Mehr zu diesem Aspekt in folgender Forum-Diskussion Todesfälle bei Trichterbrust-OPs
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