Autor Thema: TB-OP im Ruhrgebiet, bitte um eure Hilfe bei meiner Entscheidung  (Gelesen 53961 mal)

ex.pectus

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Re: TB-OP im Ruhrgebiet, bitte um eure Hilfe bei meiner Entscheidung
« Antwort #105 am: 03. März 2013, 13:12:34 »
Bodyplethysmographie:
VCIn 3,33 l (57%), FEV1 3,36 l (73%), Tiffeneau-Index 99,4 (122%), TLCO 1,34 mmol/min/kPa/l (82,5%)

Blutgasanalyse (ohne Sauerstoff):
pO2 102 mmHg, pCO2 39,1 mmHg, pH 7,442, HCO3-26,7 mmol.

Dazu noch ein paar Anmerkungen (als medizinischer Laie, wie gesagt).

In einem Buch zur Lungenfunktionsprüfung steht: Eine erniedrigte Vitalkapzität (VCIn) (<80% vom Soll) zusammen mit einer normalen oder gar erhöhten relativen Einsekundenkapazität (Tiffeneau-Index) spricht für das Vorliegen einer restriktiven Ventilationsstörung. Definiert ist die Restriktion durch eine Totale Lungenkapazität (TLC) unterhalb der 5. Perzentile des Sollwertes. Den eigentlichen Nachweis einer Restriktion erhält man nur über die Messung der TLC (mittels Bodyplethysmographie).

Bei 1,85 cm, männlich TLC Soll = 7,70l und 5. Perzentile = 6,55l.

Im Befund ist die VCIn <80%, sogar 57%, und der Tiffenau-Index liegt deutlich über 100%, hier 122%. Somit besteht also der Verdacht einer restriktiven Ventilationsstörung.

Und obwohl ja schon eine Bodyplethysmographie durchgeführt wurde, bei der die Totale Lungenkapazität (TLC) ja mitbestimmt wird, wird der Wert nicht im Arztbrief genannt. Hast du den Ausdruck der Bodyplethysmographie mit der TLC?

Restriktive Ventilationsstörungen werden als parenchymal bzw. pulmonal oder extraparenchymal
bzw. extrapulmonal unterschieden.
  • Typische parenchymale/pulmonale Ursachen sind:
    Lungenfibrose, Alveolitis, Pneumonie, Pneumonitis, Silikose, zystische Fibrose (Mukoviszidose),
    Linksherzinsuffizienz
  • Typische extraparenchymale/extrapulmonale Ursachen sind:
    Adipositas, Kyphoskoliose, Trichterbrust, Pleuraerguss, Pleuraverschwartung, Pneumothorax,
    Pleuramesotheliom, Zwerchfellparese, neuromuskuläre Erkrankungen, Myopathien

Im Arztbrief heißt es: unauffällige Parenchymsituation, keine palpatorischen Auffälligkeiten, keine auskultatorischen Auffälligkeiten

Mit den Werten der Blutgasanalyse kann ich leider nicht viel anfangen. Vielleicht ist darin noch irgend ein Hinweis auf eine andere Ursache für die verminderten Lungenwerte als die Trichterbrust.

Aber irgendwie schon sehr merkwürdig, dass im Arztbrief die Lungenwerte nicht wirklich "befundet" werden. Es fehlt der Verdacht auf die Restriktion, genauer dessen Bestätigung oder Ausschluss. Die TLC wird nicht angegeben. Wozu wurde denn überhaupt eine Bodyplethysmographie gemacht?

In welche Richtung geht denn der Befund des Lungenfacharztes? Wird dort eine Restriktion bzw. restriktive Ventilationsstörung genannt? Und als Ursache die Trichterbrust?
« Letzte Änderung: 04. März 2013, 16:11:36 von ex.pectus »
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Re: TB-OP im Ruhrgebiet, bitte um eure Hilfe bei meiner Entscheidung
« Antwort #106 am: 03. März 2013, 14:02:04 »
Ich habe die Werte der Bodyplethysmographie vom Arztbrief des Dr. Hecker komplett angegeben. Mehr Werte oder Befunde stehen da nicht drin.
Die Kurven und Grafiken der Bodyplethysmographie habe ich nie bekommen.

Die Lungenfunktionsprüfung beim Dr. Hecker wurde gemacht, um zu sehen, ob die Trichterbrust zu Lungenfunktionseinschränkunge n führt.
Und als dann diese Einschränkungen gefunden wurden, meinte Dr. Hecker, dass es wohl nicht von der Trichterbrust kommt, warum auch immer, sagte er nicht genauer. Daher steht ja auch in seinem Ambulanzbrief, dass ich damit unbedingt zum Lungenfacharzt gehen soll und das überprüfen lassen soll.
Und genau das sagte er mir auch, als ich ihm gegenüber saß als wir die Befunde besprachen.

Dr. Dichmann der Lungenfacharzt sagt, Ursache für die Lungeneinschränkung ist eindeutig die Trichterbrust, so wie das Amen in der Kirche. Man würde sich als MDK an mir vergehen, wenn man die OP ablehnt. Es könnte später zu Rechtsherzinsuffizienz führen. Und für ihn war die Auswertung der Befunde eindeutig, und zwar das, was mir beim Einatmen und Belüften fehlt, zeigt sich auch an anderen Werten des Atemwiderstands, die dann erhöht sind, oder so ähnlich.
Für ihn ist das alles eindeutig und passt perfekt zusammen.
Und Dr. Dichmann meinte auch, da könne man auch nichts anderes machen ausser der OP. Da helfen keine Medikamente oder anderes, da muss die Ursache beseitigt werden, da muss die TB operiert werden, damit alle Bereiche der Lunge wieder belüftet werden, die jetzt nicht belüftet werden. Sonst können in den unbelüfteten Bereichen der Lunge auch die Lungenbläschen absterben. Und die Teile der Lunge bleiben unbelüftet, die sich nicht ausdehnen können. Und das sind halt manche Bereiche der Lunge, wo die TB verhindert, dass sich die gesamte Lunge ausdehnen kann. Halt mechanisch zu wenig Platz im Brustkorb für eine volle Lungenausdehnung, wie es bei vielen TB-Patienten der Fall ist.

Den Ambulanzbrief vom Dr. Dichmann kann ich wohl dann Mittwoch hoffe ich mal abholen bei ihm in der Praxis, dann werde ich es noch genauer wissen und dann hier im Forum aufführen.
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Re: TB-OP im Ruhrgebiet, bitte um eure Hilfe bei meiner Entscheidung
« Antwort #107 am: 03. März 2013, 15:52:25 »
Die Lungenfunktionsprüfung beim Dr. Hecker wurde gemacht, um zu sehen, ob die Trichterbrust zu Lungenfunktionseinschränkunge n führt.

Prinzipiell könnte man auch in einem ersten Schritt durch eine "Hilfsperson" auch nur einen Test machen lassen, um zu sehen, ob alle Lungenwerte im grünen Bereich sind. Wenn sie nicht im grünen Bereich sind, muss man zum Fachmann. So ähnlich läuft das ja bei einem Spirometrie-Test beim Hausarzt ab. Wenn der Test auffällige Werte liefert, muss man zum Lungenfacharzt. Gegen so ein Vorgehen wäre nichts zu sagen.

Bei dir war es aber etwas anders:

Es wurde nicht nur eine einfache Spirometrie gemacht, sondern eine Bodyplethysmographie mit Blutgasanalyse zusätzlich Thorax-Röntgen, CT, körperliche Untersuchung (Lunge abhören). Also alles was man braucht, um eine qualifizierte Diagnose zu stellen.

Die Untersuchungen wurden nicht nur durch einen Allgemeinarzt durchgeführt, sondern durch einen Thoraxchirurgen (Chefarzt). Der ist zwar formal kein Lungenfacharzt, aber er sollte trotzdem von der Lunge Ahnung haben.

Und als Ergebnis kam nicht nur heraus, dass die Werte nicht in Ordnung sind und durch einen Fachmann abgeklärt werden sollten. Aus dem Arztbrief ergibt sich, dass die vertretbare OP-Indikation nicht mit den schlechten Lungenfunktionswerten begründet bzw. gestützt wird. Und im Gespräch mit dir meint der Arzt auch noch deutlicher, dass es wohl nicht von der Trichterbrust kommt.

Also ich würde Dr. Hecker nochmal konkret fragen, wie er zu der Meinung kommt. Warum soll es nicht an der TB liegen (= "restriktive Ventilationsstörung als Folge der Trichterbrust") bzw. was denn sonst seine vermutete Ursache ist (= konkret mögliche Verdachtsdiagnosen bei den vorliegenden sonstigen Befunden).

Und als dann diese Einschränkungen gefunden wurden, meinte Dr. Hecker, dass es wohl nicht von der Trichterbrust kommt, warum auch immer, sagte er nicht genauer. Daher steht ja auch in seinem Ambulanzbrief, dass ich damit unbedingt zum Lungenfacharzt gehen soll und das überprüfen lassen soll.

Etwas von einem Fachmann überprüfen lassen, ist ja sicher nie verkehrt und ohne weiteres richtig.

Aber für die Meinung, dass es nicht von der Trichterbrust kommt, müsste man ja doch auch eine Begründung haben, insbesondere, wenn diese OP-Indikation beim Kostenübernahmeantrag indirekt ausschließt. (Wie gesagt, ich würde nochmal nachfragen).

Dr. Dichmann der Lungenfacharzt sagt, Ursache für die Lungeneinschränkung ist eindeutig die Trichterbrust, so wie das Amen in der Kirche. Man würde sich als MDK an mir vergehen, wenn man die OP ablehnt.

Hast du Dr. Dichmann eigentlich auch den Arztbrief von Dr. Hecker gezeigt? Hat er etwas dazu gesagt? Aber schon aus standesrechtlichen Gründen dürfte er sicher nicht so deutliche Worte wählen.

Alles sehr merkwürdig für mich mit Dr. Hecker. Wenn er gesagt hatte, dass die Lungewerte zwar wegen der TB so schlecht sind, aber wenig Hoffnung besteht, dass sich daran durch die OP entscheidend etwas bessert, würde das für mich viel mehr Sinn machen. Aber zu meinen, dass es wohl gar nicht an der TB liegt, erscheint mir sehr abwegig.
« Letzte Änderung: 03. März 2013, 16:04:40 von ex.pectus »
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Re: TB-OP im Ruhrgebiet, bitte um eure Hilfe bei meiner Entscheidung
« Antwort #108 am: 03. März 2013, 16:41:56 »
Ja das mit Dr. Hecker kommt mir komisch vor. Am liebsten würde ich den Mann einfach hinter mir lassen, ihn auch nicht nochmal fragen.
Er wirkt inkompetent, das passt alles nicht zusammen ,was er sagt. Scheint wenig Erfahrung zu haben bei der Antragstellung für TB-OPs, wenn er sich bei so einem Antrag so dumm anstellt. Das wiederum gibt mir zu denken, denn wenn er viele TB-OPs schon gemacht hätte, dann wüsste er auch besser, wie solche Anträge gestellt werden müssen.

Dr. Hecker schien auch keine andere Theorie zu haben, woher das mit der Lunge sonst kommen kann.

Dr. Dichmann habe ich den Ambulanzbrief von Dr. Hecker gezeigt, er hat ihn sich kopiert.

Ich weiss nicht mehr, was er sagte. Aber es fehlt laut ihm auf jeden Fall das mit der Lunge und dem Herzen.
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Re: TB-OP im Ruhrgebiet, bitte um eure Hilfe bei meiner Entscheidung
« Antwort #109 am: 03. März 2013, 18:34:45 »
Am liebsten würde ich den Mann einfach hinter mir lassen, ihn auch nicht nochmal fragen.

Einerseits verständlich.

weil mich interessiert das einfach, [...]

Anderseits würde mich eben auch interessieren, was denn nun genau hinter seiner Vermutung steckt, dass es wohl nicht von der TB kommt. Wirklich Inkompetenz auf hohem Niveau? Oder irgendetwas, was Dr. Dichmann übersehen hat?

Und es gibt einen dritten Grund:
und als ich das dem dr. lützenberg vorhin sagte, meinte er, dann hat der antrag viel mehr Chance auf Genehmigung. also sieht er es genauso wie dr. dichmann, also 2 blasen ins gleiche horn, nur dr. hecker hat den antrag halt nicht so gut formuliert, dass für den MDK die körperliche Notwendigkeit der OP rüberkommt.

Es ist ja nicht ganz klar, in welches Horn Dr. Hecker bläst. Ich würde also Dr. Hecker fragen, ob er sich der Einschätzung von Dr. Dichmann anschließt. Dann ist es auch für den MDK klarer und eindeutiger.

Scheint wenig Erfahrung zu haben bei der Antragstellung für TB-OPs, wenn er sich bei so einem Antrag so dumm anstellt. Das wiederum gibt mir zu denken, denn wenn er viele TB-OPs schon gemacht hätte, dann wüsste er auch besser, wie solche Anträge gestellt werden müssen.

Die Kernkompetenz eines Chirurgen ist natürlich gut operieren zu können.
Und nur, weil man heutzutage mit sehr viel Schreibkram zu tun hat, folgt daraus nicht, dass man darin auch irgendwie gut wird. Da kommt doch in der Regel keiner zum Arzt und sagt, den Arztbrief hast du schlecht geschrieben, das muss besser werden. Wenn der Patient nicht wieder kommt, wer weiß schon, woran das liegt. Und wenn er wiederkommt, weil er Probleme mit der Kostenübernahme hat, dann liegt das am "bösen" MDK. Selbstkritik ist ja nicht gerade weit verbreitet.
Für Dr. Dichmann war es ja auch gleich der MDK, der sich an dir vergehen würde, und nicht der Verfasser der eingereichten Unterlagen.
« Letzte Änderung: 03. März 2013, 18:52:30 von ex.pectus »
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Re: TB-OP im Ruhrgebiet, bitte um eure Hilfe bei meiner Entscheidung
« Antwort #110 am: 03. März 2013, 19:05:41 »
Dr. Hecker hat keine Vermutung geäussert, was es ausser der TB als Ursache sein könnte für meine schlechten Lungenwerte.

Dr. Dichmann meinte es so, dass sich der MDK an mir vergehen würde, wenn der MDK die OP nicht übernehmen würde, auch nach seinem (also Dr. Dichmanns Brief).

Also wenn der MDK nach dem Brief vom Dr. Hecker und nach dem Brief von Dr. Dichmann die OP ablehnen würde, meinte Dr. Dichmann, würde sich der MDK an mir vergehen, so habe ich das verstanden.

Dr. Dichmann hat sich ja den Ambulanzbrief angeschaut und die Bodyplethysmographie gemacht und dann habe ich die Aussage vom Dr. Dichmann ja dem Dr. Lützenberg am Telefon auch erzählt, und er meinte, das stimmt exakt. Also dass meine Lungenwerte zu cor pulmonale führen können und das zu Rechtsherzinsuffizienz langfristig. Und das wenn man diese Diagnose in einen Arztbrief schreiben würde, den man zur krankenkasse schickt, dann die Chance auf Kostenübernahme viel viel grösser und besser wäre als mit dem Ambulanzbrief von Dr. Hecker, den ich Dr. Lützenberg ja auch per E-Mail geschickt hatte.
« Letzte Änderung: 03. März 2013, 19:09:09 von tomsschulte »
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Re: TB-OP im Ruhrgebiet, bitte um eure Hilfe bei meiner Entscheidung
« Antwort #111 am: 03. März 2013, 19:21:12 »
Mal ganz simpel gefragt, in welchem Fall sind die Chancen einer Kostenübernahme höher?

a) 2 Ärzte machen sich widersprechende bzw. widersprüchliche Angaben, wobei der 2. Arzt deutlich pathetischer ist als der 1.
b) 2 Ärzte machen keine sich widersprechenden bzw. widersprüchlichen Angaben

Dass sich die Chancen durch Dr. Dichmann erhöht haben, ist ja wohl keine Frage.
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Re: TB-OP im Ruhrgebiet, bitte um eure Hilfe bei meiner Entscheidung
« Antwort #112 am: 03. März 2013, 19:26:57 »
vater meinte heute noch, ich sollte doch der Krankenkasse sagen, dass sie den dr. hecker-brief gar nicht zum MDK schicken sollen.

wäre das ratsam? dann hätte ich nur den dr. dichmann-brief, der dann zum MDK geschickt wird.

dann müsste ich morgen in Duisburg bei der fachabteilung der krankenkasse anrufen und dort sagen, dass sie den dr. hecker-brief gar nicht zur kasse schicken sollen, die warten ja sowieso auf den Brief vom dr. dichmann und schicken erst wenn BEIDE BRIEFE da sind, dann die briefe zum MDK.

und bis vorgestern war der Brief vom dr. hecker bei der frau aus Duisburg noch gar nicht auf dem PC, warum auch immer. kommt da immer nur zu Verzögerungen. das wird ja nach Berlin geschickt, und dort eingescannt, und dann bekommt die frau aus Duisburg das als eine art E-Mail auf ihren PC, wenn es in Berlin eingescannt wurde.
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Re: TB-OP im Ruhrgebiet, bitte um eure Hilfe bei meiner Entscheidung
« Antwort #113 am: 03. März 2013, 20:11:33 »
vater meinte heute noch, ich sollte doch der Krankenkasse sagen, dass sie den dr. hecker-brief gar nicht zum MDK schicken sollen.

Und was sagt man der KK als Erklärung?

Wenn man zwischen dem TB-Patienten auf der einen Seite und dem MDK auf der anderen Seite zwei verschiedene Lager mit Interessengegensätzen sehen will, dann gehört die KK ja wohl eindeutig zur Seite des MDK.

Und wenn es nach den Verschwörungstheoretikern geht, suchen manche Krankenkassen nur nach Gründen, um eine TB-OP ablehnen zu können.

Außerdem: Den Arztbrief von Dr. Dichmann hast du ja noch nicht, oder? Vielleicht gibt es da auch noch Überraschungen oder er nimmt ausdrücklich auf den Brief von Dr. Hecker Bezug, so dass spätestens dann danach gefragt wird.
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Re: TB-OP im Ruhrgebiet, bitte um eure Hilfe bei meiner Entscheidung
« Antwort #114 am: 03. März 2013, 20:18:02 »
Ja genau, dann lass ich erstmal alles so wie es ist. und ich warte erstmal dienstag oder mittwoch ab, was dr. dichmann geschrieben hat. dann wird das alles bestimmt schon gut laufen.

Es wird immer gesagt, dass der MDK unabhängig ist, nicht einer bestimmten Krankenkasse angehört, und somit seine Urteile ohne Beeinflussung der Krankenkasse abgibt. Trotzdem denke ich, dass der MDK doch so entscheidet, dass der krankenkasse in den meisten fällen keine grossen kosten entstehen.
« Letzte Änderung: 03. März 2013, 20:51:28 von tomsschulte »
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annaj

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Re: TB-OP im Ruhrgebiet, bitte um eure Hilfe bei meiner Entscheidung
« Antwort #115 am: 03. März 2013, 20:54:12 »
Ambulanzbrief

....Der Patient schildert extreme soziale Kompetenzschwierigkeiten, da er sich mit freiem Oberkörper weder gegenüber dem "anderen Geschlecht" noch in sozialem Umfeld (Sauna, Sport, Schwimmbad) bewegt.

Der Adeos-Winkel beträgt 24,58, sodass hier von einer grenzwertigen Trichterbrustkonfiguration für eine technisch mögliche und auch indizierbare OP nach Nuss besteht.

Aufgrund der eingeschränkten respiratorischen Leistungsfähigkeit besteht die Indikation zur Überprüfung der Genese der ventilatorischen Einschränkung durch einen Facharzt für Lungenheilkunde. Hinsichtlich der psychosozialen Einschränkungsempfindung des Patienten ist die OP-Indikation vertretbar.

Ich bitte um Zusage der Kostenübernahme für eine Standardtrichterbrustoperatio n nach Nuss, Implantation eines pectus bar, stationärer Aufenthalt ca. fünf Tage.

Ich würde auf jeden fall den brief mitschicken! Dr. Hecker spricht nicht gegen ein op, sondern für. Hattest du nicht eine eingeschränkte lungenkapazität, deswegen warst du auch beim lungenarzt..? Auch wenn der hallerindex grenzwärtig (in sinne der kk) ist, wäre es trotzdem eine hilfe bezüglich deine lungenkapazität.

Du solltest vor ein op daran arbeiten in gewicht zuzulegen... Wenn du "normal" viel isst, aber trotzdem untergewichtig bist, würde ich stark annehmen das dein körper nicht die nahrung die du tatsächlich isst gut verarbeiten kann und sich deswegen nicht aufnehmen kann. Unverträglichkeiten kommen mehr und mehr häufig vor, die lebensmittel haben sich stark verändert und tuen uns einfach nicht gut. Ein thema die ich schon öfters erwähnt habe, also kannst du nachschauen was ich vorher geschrieben habe, es steht für den anfang alles da. Auf meine nahme klicken, dann hast du alle beiträge auf ein überblick...
Weiblich.
1989-2011/01 Silikonimplantat. (16 J)
2011/03 Nuss-OP (modifiziert), dr. Lützenberg, Berlin Charité. (fast 39 J)
2013/08 Stabentfernung, dr. Lützenberg, Uniklinik Magdeburg. Zusätzlich würde grossflächig Muskeln versetzt (versuch Brustrekonstruktion, Knorpel wurde abgeschliffen usw)
2014/04 Brustrekonstruktion, Silikon in beide Brüste. Kleine Korrektur 2014/09 bei dr. Lützenberg.

tomsschulte

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Re: TB-OP im Ruhrgebiet, bitte um eure Hilfe bei meiner Entscheidung
« Antwort #116 am: 03. März 2013, 20:58:59 »
ja genau, ich vertrage alle Lebensmittel wunderbar. wenn ich mal nicht so verspannt war, habe ich immer gemerkt, nehm ich rasant zu. manchmal 500 gramm pro tag. Ich habe im Jahr 2008 in 2 Wochen ungefähr 4-5 kg zugenommen, als ich nicht mehr so verspannt war, weil ich Protonenpumpenhemmer, Entschäumer für den Darm genommen habe und ich meine mich erinnern zu können, die Saugglocke regelmässig aufgesetzt habe. Die Saugglocke hat nun der User "tblerverzweifelt" bekommen, wenn ich hoffentlich bald die OP habe, brauch ich die Saugglocke ja nicht unbedingt. Denn langfristige Erfolge habe ich ja sowieso nie gehabt mit der Saugglocke.


Wenn ich nicht so verspannt bin im Nacken, Rücken und Becken, ist die Peristaltik von Speiseröhre, Magen und Darm besser, dann kommt das Essen besser an. Das habe ich schon oft im Leben gemerkt.




und mir fiel noch ein, was dr. hecker auch noch gesagt hat, und zwar dass ich durch eine OP der Trichterbrust nur 2 cm gewinnen könnte. Das konnte man wohl auf dem Röntgenbild sehen, welches im Profil gemacht wurde. Oder auch auf den CT-Bildern kann man das sehen.
Wenn man sich jedoch meine Fotos hier anschaut im Forum, dann hört sich 2 cm vielleicht nicht viel an, aber da der Trichter so grossflächig ist, würde das optisch und bestimmt auch funktionell doch so einiges bringen.
Somit war und ist er von der OP bei mir nicht selber überzeugt, glaube ich. Und das macht dann alles noch weniger Sinn bei ihm, da stimmt wirklich gar nichts bei ihm.
Er schreibt einen schlecht gemachten Ambulanzbrief, er steht selber nicht hinter der OP, ist menschlich eine null, so dass ich mich da nicht wohlgefühlt habe, hat nicht so viel Erfahrung bei TB-OPs, ich vertrau ihm nicht.

Also da ist Dr. Lützenberg ja 1000 mal netter, erfahrener mit den OPs, freundlicher, einfach viel passender finde ich. Bei ihm stimmt einfach viel mehr, was stimmen sollte.
« Letzte Änderung: 03. März 2013, 22:13:33 von tomsschulte »
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Re: TB-OP im Ruhrgebiet, bitte um eure Hilfe bei meiner Entscheidung
« Antwort #117 am: 03. März 2013, 22:18:00 »
[...]technisch mögliche und auch indizierbare OP nach Nuss besteht.
[...]ist die OP-Indikation vertretbar.
[...]Ich bitte um Zusage der Kostenübernahme für eine Standardtrichterbrustoperatio n nach Nuss, Implantation eines pectus bar, stationärer Aufenthalt ca. fünf Tage.

Ich würde auf jeden fall den brief mitschicken!

Er ist ja auch schon geschickt (nur eben noch nicht da, jedenfalls bis vor kurzem). Und von Zurückfordern oder Verschweigen halte ich auch nichts.

Aber so ein merkwürdiger Arztbrief sollte wirklich eine Mahnung für andere sein, dass man sich einen Arztbrief erst aushändigen lässt und erst nach Prüfung zur KK schickt (es sei denn der Arzt versichert einem glaubhaft, dass er besondere Beziehungen für die Genehmigung hat).

Dr. Hecker spricht nicht gegen ein op, sondern für.

Das wäre ja sonst auch noch schöner.

Aber bei allen (!), bei denen eine Kostenübernahme abgelehnt worden ist, müsste ja eigentlich immer (!) eine Befürwortung des TB-Chirurgen dabei gewesen sein, der die OP mehr oder weniger empfohlen hat. Und bei allen (!), bei denen die Kostenübernahme dann trotzdem abgelehnt wurde, hat eine solche Empfehlung/Befürwortung des TB-Chirurgen nichts genutzt. Leider!

Klar, wenn man nichts besseres hat oder besseres bekommt, dann ist so ein Brief besser als nichts. Und wenn einem nichts anderes bleibt, als zu Hoffen, dann sollte man auch immer das beste Hoffen. Aber bei tomschulte war ja TB-OP-mäßig viel mehr Potential, dass durch dieses Brief eher gefährdet als gefördert wird.

Hattest du nicht eine eingeschränkte lungenkapazität, deswegen warst du auch beim lungenarzt..? Auch wenn der hallerindex grenzwärtig (in sinne der kk) ist, wäre es trotzdem eine hilfe bezüglich deine lungenkapazität.

Zu solch einer vermeidbaren Frage (ist nicht gegen dich gerichtet anna, sondern wird dem MDK auch so gehen) kann es nur kommen, weil diese Frage nicht schon im ersten Brief klar beantwortet wurde. Jetzt hängt es davon ab, wie klar der Lungenfacharzt sich dazu schriftlich in seinem Brief äußern wird und somit den ersten Brief korrigiert/klarstellt.
Und wenn jemand, der Thoraxchirurg ist, eine Lungenfunktionsprüfung mit allem drum und dran macht, diese Frage offen läßt, dann macht das keinen guten Eindruck, sondern eher misstrauisch. Das führt zu Spekulationen oder Missverständnisse, finde ich.

Und apropos: Weiß jemand, was ein Adeos-Winkel ist? google kennt den nicht im Zusammenhang mit Trichterbrust. Vielleicht Schreibfehler?
« Letzte Änderung: 03. März 2013, 22:25:30 von ex.pectus »
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Re: TB-OP im Ruhrgebiet, bitte um eure Hilfe bei meiner Entscheidung
« Antwort #118 am: 03. März 2013, 23:03:12 »
Die Frau von der Fachabteilung in Duisburg hat mich heute am 04.03.2013 angerufen, da der Ambulanzbrief vom Dr. Hecker endlich auf ihrem PC ist.

Ich werde mir in den nächsten Tagen den Brief vom Dr. Dichmann abholen bei ihm in der Praxis, und werde dann den Brief hier posten, so dass jeder sich ein Bild davon machen, was er der Kasse geschrieben hat. Ich hoffe mal, dass das mal aussagekräftiger ist, als der Brief von Dr. Hecker.

Aber ich glaube schon, denn Dr. Dichmann war richtig engagiert bei der Sache, wirkte eher wie ein Vater als wie ein glatter Versicherungsvertreter ohne Humor und Herz, wie Dr. Hecker.






Ich war heute beim Hausarzt und habe dort ein Ruhe-EKG machen lassen.

Der Befund lautet:
normofrequenter Sinusrhythmus
Linkstyp
periphere Niedervoltage
sonst unauffälliges EKG



Auswertedaten
Dauer (ms)

QRS  95
P  109
PQ  138
QT  374
QTc  437 (112%)
QTc-Disp.  40

Achsenlage

QRS  -10°
P  80°
T  64°

Herzfrequenz

Mittelwert  82
mittl. RR  731
« Letzte Änderung: 04. März 2013, 17:47:45 von tomsschulte »
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UpsUpsUps

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« Antwort #119 am: 05. März 2013, 19:40:32 »
Ich verstehe nicht warum du immer die Ärzte nach dem Charakter beurteilst. Das ist doch eigentlich egal? Ein Beispiel: Ich mag meine Hautärztin nicht trotzdem habe ich jetzt fast keine Akne mehr. Ergibt nicht viel Sinn das du jedem nach dem Charakter beurteilst. Menschen sind ja unterschiedlich und es kommt auch drauf an wie sich jemand gerade fühlt. Die ersten Eindrücke die du von einem Arzt bekommst sind irrelevant für die Entscheidung das du dich bei diesem operierst.
Alter 22
Männlich
OP Methode: Ich glaube eine Mischung aus Erlangen und Ravitch.
2019 Nachkorrektur mit Silikon Implantat