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Operation am 02.04.2019 in Magdeburg bei Dr. Lützenberg

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Revilo:
Hallo Zusammen,
nachdem ich hier schon einige Berichte gelesen habe und bei mir nun auch bald die OP ansteht, möchte auch ich meine bisherigen Erfahrungen teilen.
Ich werde meinen Bericht etwas Gliedern, damit man sich die interessanten Passagen rauspicken kann.

1. Kurz zu mir:
Ich bin 24 Jahre alt und männlich, habe die TB schon seit mind. 10 Jahren (seitdem zumindest immer bewusst wahrgenommen), mein Hallerindex ist 3,8. Haltungsstörungen oder eine Skoliose habe ich glücklicherweise nicht.
Die TB macht mir vor allem beim Schlafen Probleme, da ich meistens auf der Seite schlafe und sich dann durch die seitliche Lage ein starker Druck auf das Brustbein aufbaut. Das führt dann meist so weit, dass ich nicht mehr liegen kann, Schmerzen habe und aufstehen muss. Desweiteren habe ich natürlich die üblichen Probleme beim Sport und bei Anstrengung (Gefühl, dass da eigentlich noch mehr Luft in die Lungen gehen müsste, schnell hoher Puls etc.).

2. Vorgeschichte zur operativen Behandlung
Bereits vor 6 Jahren habe ich mich mit dem Thema der OP beschäftigt. Damals war ich in zwei Krankenhäusern in meiner Heimatstadt. Allerdings fühlte ich mich in beiden nicht gut aufgehoben.
Im ersten war ich zum Erstgespräch und bin mit einem Termin für „vorgestern“ raus gegangen. Ich hatte den Eindruck der Arzt wollte mich am liebsten gleich im Gesprächszimmer operieren. Eine Kostenübernahme durch die Krankenkasse oder ähnliches wurde damals gar nicht erwähnt.
Im zweiten Krankenhaus wäre ich der erste Fall gewesen, man zeigte sich aber nicht abgeneigt die OP mal zu „probieren“…
Nach diesen Erfahrungen habe ich das Thema dann erstmal wieder verdrängt und nicht weiter darüber nachgedacht.

3. Der Weg nach Magdeburg
Da in den letzten Jahren die Beschwerden eher mehr als weniger geworden sind und ich mich auch in der Öffentlichkeit immer unwohler fühlte, drängte sich das Thema OP immer mal wieder in den Vordergrund.
Irgendwann begann ich dann zu Recherchieren und bin bei meiner Suche auf Prof. Dr. Schaarschmidt in Berlin gestoßen. Hier hatte ich allerdings einige Berichte gelesen, die gerade beim Thema Nachsorge dort noch Defizite aufzeigten. Nach weiterer Recherche stieß ich unter anderem hier im Forum auf den Namen Dr. Lützenberg und die positiven Erfahrungen.
Da inzwischen der Gedanke an die OP immer präsenter wurde, vereinbarte ich im Dezember 2017 einen Termin bei Dr. Lützenberg in Magdeburg zum Erstgespräch.

4. Der Weg zur OP (Kostenübernahme etc…)
Beim Erstgespräch verstärkte sich mein positiver Eindruck vom Doc noch weiter. Er erklärte mir in Ruhe nochmal die OP, machte sich erste Bilder und besprach dann das weitere Vorgehen mit mir.
Als nächstes Stand eine Untersuchung beim Pullmologen an (Lungenfunktion) und ein MRT sollte gemacht werden. Die Terminfindung hier gestaltete sich dann schwierig, so dass ich beide Befunde dann erst zur Jahresmitte 2018 vorliegen hatte. Nachdem Dr. Lützenberg die Berichte erhalten hatte, schrieb er mir noch einen Abschlussbericht mit der Empfehlung zur OP, da diese aus medizinischen Aspekten anzuraten wäre (auf Basis der Voruntersuchungen). Es zeigten sich unter anderem Einschränkungen in der Lungenfunktion und das mein Herz nicht gerade viel Platz in der Brust hat (die MRT Bilder haben mich hier schon sehr beunruhigt).
Mit den Unterlagen machte ich mich dann auf zur Krankenkasse (AOK Plus). Der Berater machte sich Kopien von allem und leitete alles an die entsprechende Abteilung weiter.
Nach Wochen des Wartens habe ich dann Ende August eine Rückmeldung erhalten, mit der Bitte noch die MRT Bilder und einen Kardiologischen Befund (Herzultraschall und Fahrrad fahren) nachzureichen. Terminiert war das Ganze bis Mitte Oktober. Das gestaltete sich äußerst problematisch, da ich bisher noch keinen Kardiologen aufgesucht hatte und die Wartezeit hier im Schnitt ein halbes Jahr+ betrug. Durch eine glückliche Fügung habe ich dann allerdings recht zeitnah noch einen Termin bekommen und konnte die Befunde einreichen.
Obwohl man mir bei der Krankenkasse gesagt hat, dass man die Frist von Mitte Oktober verlängern könne, denke ich im Nachgang, dass der MDK die Kostenübernahme abgelehnt hätte, wenn ich es nicht geschafft hätte die Unterlagen rechtzeitig einzureichen.
Im November letzten Jahres erhielt ich dann die Kostenübernahme. Danach war ich noch einmal in Magdeburg, hier haben wir unter anderem nochmal über den Kardiologen Befund gesprochen und nochmal die OP thematisiert. Bei mir sollen zwei Bögen eingesetzt werden und ein Schnitt auf dem Brustkorb wird wohl auch nötig sein. Allerdings meinte Dr. Lützenberg, dass der Trichter wohl gut zu korrigieren sei.

4. Heute
Nun ist das erste Gespräch in Magdeburg schon wieder über ein Jahr her, ich habe die Kostenübernahme in der Tasche und nächsten Dienstag ist es dann so weit. Mittlerweile steigen die Anspannung und auch die Angst. Gerade vor der Zeit nach der Narkose fürchte ich mich etwas, da ich nicht so recht einschätzen kann, was mich erwartet (Schmerzen und noch mehr Schmerzen, ich weiß…). In letzter Zeit häufen sich auch die Träume zum Thema OP, mein Unterbewusstsein scheint also ordentlich mit zu mischen.
Allerdings blicke ich auch positiv in die Zukunft. Sicher werden die nächsten Wochen hart, aber dafür habe ich dann hoffentlich den Rest meines Lebens Ruhe und keine Beschwerden mehr….

Danke für die Aufmerksamkeit an die, die bis hierhin gekommen sind. Abschließend möchte ich darauf hinweisen, dass ich aus eigenem Interesse für Magdeburg „geworben“ habe und nicht dazu gedrängt wurde o.ä. Ich werde versuchen die nächsten Wochen weitere Updates zu geben.
Sollten noch Fragen offen sein, einfach Fragen :)

xyz123:
Hallo Revilo,

ich wurde vor genau 4 Wochen in Berlin operiert und bin deutlich älter als Du (39). Ich möchte Dir bezüglich der Ängste, die Du geäußert hast, Mut machen: Die ersten 4-5 Tage waren auch bei mir hart (der PDK saß nicht richtig und die Opiate haben extreme Übelkeit verursacht, das Antidot dazu (Vomex) machte extrem schläfrig und benebelt), danach ging es aber jeden Tag mit großen Schritten aufwärts. Nach 8 Tagen fuhr ich schon nach Hause (ging nur, weil ich in Berlin wohne - die Fäden wurden dann an Tag 12 ambulant gezogen), an Tag 9 fuhr ich Fahrrad, an Tag 14 ging ich joggen, an Tag 15 ins Fitnessstudio auf diverse Ergometer. Nach etwa 2 Wochen machte sich der Bügel nur noch wenig bemerkbar.
Will sagen: Es kann auch alles recht unkompliziert laufen. Ich drücke Dir die Daumen für eine gelungene OP und eine schnelle Erholung!

Ina:
Hallo Revilo

Die Angst kann ich dir gut nachfühlen... aber nichtsdestotrotz bist du in Magdeburg ganz bestimmt in allerbesten Händen. Und die Zeit nach der OP wird wunderbar. ;-) Bin sehr gespannt auf deinen Bericht, denn ich plane den Eingriff ebenfalls in Magdeburg.

Augen zu, und durch: alles Gute, Revilo! :)

Framussen:
Lieber Revilo,

alles gute für die OP. Ich denke nach allem was man hört ist es der richtige Arzt. Du scheinst reflektiert und weißt ungefähr was auf dich zukommt, dass sind gute Voraussetzungen.

Ich hoffe auch bald Dr Lützenberg kennenzulernen! Hoffe er meldet sich bald :)

Beste Grüße und alles gute!

Revilo:
Hallo Leute,
Ich danke euch für die vielen lieben Worte :)
nun bin ich im Krankenhaus auf dem Zimmer und warte nur noch auf morgen. Gegen 11 Uhr mittags wird es wohl so weit sein und dann bin ich erstmal einen Tag auf der ITS. Die Op wird wohl ca 1 Stunde dauern.
Heute musste ich im Krankenhaus nochmal ein paar Runden laufen. Es musste nochmal angefertigt werden: EKG, Lungenfunktion, Röntgen, Bluttests und das Anästhesie Gespräch.
Gegen 10 heute morgen war ich hier und auf dem Zimmer war ich dann ca 16 Uhr.
Ein letztes Gespräch mit Dr Lützenberg gab es ebenfalls.
Nun heißt es warten und das letzte mal mit trichterbrust schlafen. Aufregung hält sich im Moment in Grenzen. Ich bin einfach froh, wenn ich es morgen hinter mir habe, diese Anspannung und die Ungewissheit machen einen echt fertig...

Ich denke Mitte/Ende der Woche werde ich mich wieder melden.

Bis dahin erstmal :)

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