Autor Thema: Erfahrungsbericht, August 2020, OP nach Nuss, Helios Klinikum Buch  (Gelesen 119 mal)

albatros

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Ich habe mich für diesen Bericht an keinem Bericht hier orientiert, sondern frei Schnauze geschrieben, was ich Freunden hierzu schreiben wollte. Daher ist es auch etwas persönlicher.

Fakten zu mir: 28, männlich

"03. August. Aufnahme in das Helios Klinikum Buch. Aufgrund der vielen Befunde, welche ich für die Krankenkasse einreichen musste, um die Kostenzusage zu erhalten, waren nur wenige Befunde notwendig. Darunter eine Echokardiographie, die tatsächlich weh tat und eine Stunde dauerte und natürlich eine Blutentnahme. Ob weitere Untersuchungen notwendig waren, weiß ich nicht mehr. Es erfolgte das Anästhesiegespräch, bei welchem ich erfuhr, dass ich eine Periduralanästhesie erhalte und mir ein Schmerzkatheter gelegt wird, mit welchem ich mir Schmerzmittel zuführen kann und welcher regelmäßig dieses pumpt. Ich erfuhr, dass mich nicht der Arzt operieren würde, zu welchem ich in die Sprechstunde ging und aufgrund dessen ich überhaupt in dieser Klinik war (Prof. Schaarschmidt), sondern eine Ärztin, welche annahm, dass 2 oder mehr Metallbügel eingesetzt werden müssten. Später (am nächsten Morgen?) kamen beide, diskutierten kurz, wie sie die Metallbügel einsetzen würden (höher und tiefer, als üblich) und dass es an der Zahl wohl zwei werden würden. Ich erfuhr, dass ich gar nicht auf der Kinderstation verbleiben würde, sondern circa 2-3 Tage auf der Intensivstation postoperativ betreut werden würde. Eine unangenehme Schwester gab mir einen Beutel und wies mich an, eine Inventarliste zu erstellen mit den Dingen, welche ich mit runter nehmen würde. Von den vielen eingepackten Dingen war das einzige, was ich in den darauf folgenden Tagen auf der Intensivstation nutzen konnte und wollte meine Waschtasche.

Am 04. August war die OP. Ich erhielt vor dem Runterfahren eine Beruhigungstablette, glaube ich. Ein Anästhesist stach mir eine Flexüle in die Hand. Es klappte nicht, es musste nochmal gestochen werden. Die zweite Flexüle wurde mir in den Hals gestochen, als ich bereits bewusstlos war. An die Gespräche, das Einleiten der Narkose, das Aufsetzen der Atemmaske kann ich mich nicht mehr erinnern. Ich wachte nach 18 Uhr in einem Raum auf der Intensivstation auf. Die folgenden Ausführungen werden sicher lückenhaft, weil ich mich aufgrund meiner Kondition oder der Schmerzmittel nicht gut erinnern kann. Zwischen meinen Rippen steckten auf beiden Seiten fingerbreite Schläuche. Pro Seite zwei. Durch sie floss eine blutige Flüssigkeit in Kanister. Außerdem hatte ich einen Blasenkatheter. Natürlich hatte ich Schmerzen. Ich erhielt starke Schmerzmittel, Opiate, und der Katheter in meinem Rücken gab alle paar Minuten Flüssigkeit ab, die in meinen anatomisch fragwürdig Wirbelkanal(?) floss. Das konnte ich spüren. Nachts lag ich mitunter stundenlang wach und hatte immense Schmerzen und Atemprobleme. Nicht immer halfen die Schmerzmittel ausreichend. In einer Nacht wurden mir drei Schmerzmittel, inklusive Morphium, gespritzt und es wurde kaum besser. Es dauerte vier Tage und zwei Untersuchungen durch zwei Ärztinnen, das festgestellt wurde, dass, aufgrund der Position der Bügel (wie ich sagte, wurden sie höher und tiefer eingesetzt, als üblich), der Bereich dazwischen zwar betäubt war, aber eben auch betroffene Stellen nicht betäubt waren. Bei der OP wurde übrigens der Brustmuskel abgetrennt und mit dem Bügelende vernäht und wieder angenäht, so, wie ich das verstanden habe. Aufgrund der umfassenden Schmerzen, auch im Schulterbereich, nahm ich an, es wurden mehr Muskeln aufgetrennt und neu vernäht. Die Drainage rechts lag wohl so ungünstig, dass ich mit jeder Einatmung einen stechenden Schmerz unter der Schulter hatte.

Ich wurde angehalten, so schnell wie möglich wieder auf die Beine zu kommen. Schon am zweiten Tag der OP. Ich probierte, auf der Bettkante zu sitzen für die Waschung. Es endete in Übelkeit. Der Pfleger war nicht schnell genug darin, mir etwas dagegen zu holen. Ich erbrach mich eine Tüte. Danach ging es mir besser. Generell waren alle nächsten Tage von Übelkeit begleitet, was sicher an meinen Kreislauf/Blutdruckproblemen und den Schmerzmitteln lag. In der nächsten Zeit gewann ich den Eindruck, nie wieder das Bett verlassen zu können. Ich weiß nicht wann, aber irgendwann konnte ich das Bett verlassen und habe erstmal geweint vor Freude. Das war vielleicht am übernächsten Tag. Insgesamt lag ich 6 Tage auf dieser Station. Eine Physiotherapeutin kam täglich und beschäftigte sich mit mir eine halbe Stunde. Ich fand sie sehr sympathisch und konnte mit ihr gut über die Situation (vor allem aber auch eine sehr unfreundliche Stationsärztin) reden. Sie brachte auch mal die Logopädin vor Ort mit, mit der ich mich etwas austauschte. Sowohl der Physiotherapeutin, als auch dem Pfleger, bereitete mein Zustand, als ich mich das erste Mal aufrichtete, Sorgen. Mein Puls schoss sofort auf 170(?), ich wurde kreidebleich, sie legten mich sofort wieder hin und lagerten die Beine hoch. Ich war desorientiert und panisch. Mein Blutdruck? Sollte den Ärzten vor Ort noch etwas Probleme bereiten, und ein paar Kaliumzugaben und Infusionen später war ich gut zu Fuß. Ich sollte stündlich mit drei Atemtrainern trainieren, was übrigens das Programm der nächsten 6 – 8 Wochen wurde. Ich war hoch motiviert, übte beständig, machte meine Bewegungsübungen. Ich lief auf der Station viel herum, damit das Wundsekret aus meinem Brustkorb gelangte. Keinen einzigen dieser Tage trug ich Wäsche; nur regelmäßig gewechselte OP Hemden. Und so schritt ich, mit Rollator, Blasenkatheterbeutel und Drainagebatterien durch den maximal 100 Gang, hin und her. Der Katheter im Rücken machte dabei ständig piepende Töne, was der leichtesten Behinderung seiner Arbeit geschuldet war. An diesem Ding verzweifelten regelmäßig Pflegefachkräfte, was mich doch sehr verwunderte bei einer Routine-OP für diese Klinik. Ich schweige mich mal zur Verpflegung, zur Situation auf der Station, dem Schlafmangel, dem Umgang und weiteren Strapazen und Schmerzen aus und gehe weiter im Geschehen.

Auf der Kinderstation... was war da eigtl. Ich weiß es schon gar nicht mehr. Zumindest besseres Essensangebot. Nach meiner Entlassung folgten wöchentliche Kontrollen. Die Fahrten dahin unternahm ich per uber, cambio und Taxi. Da kommt was zusammen und ich weiß immernoch nicht, wieviel die Krankenkasse mir noch erstatten wird (zuletzt war es eben nur ein Teil). Es waren sicher 6-8 Untersuchungstermine. Jedes Mal warten, Ultraschall, Pleuraergüsse. Vier Mal wurde ich punktiert. Das heißt, vier Mal saß ich mit dem Rücken über eine Stange gelengt vor einem Arzt, einer Ärztin und einer assistierenden Person. Pro Körperseite erhielt ich per Nadel eine oberflächliche und eine zweite tiefere Betäubung zwischen die Rippen. Anschließend wurde eine dicke Nadel in meinen Brustkorb in den Pleuraraum geschoben, der Erguss abgelassen oder durch Unterdruck (gegen Ende) heraus gezogen. Das erste Mal war ein Spaziergang, auch, wenn sich die Stellen nachher wie richtig fiese Wespenstiche anfühlten. Zweimal wurden beide Seiten punktiert, zweimal nur rechts. Die letzte Punktion war höchst traumatisch. Der Arzt erwischte die Knochenhaut und bewegte die Nadel auf dieser hin und her. So eine Punktion dauert pro Seite 10-15 Minuten. Es war extrem schmerzhaft. Ich bekam Schweißausbrüche, stöhnte, gegen Ende hin versuchte ich noch mit einem flehenden, verhauchten „Bitte...“ ein Ende einzuleiten. Die Punktion wurde beendet und dabei fast der gesamte Erguss raus geholt. Allerdings auch sicher die Lunge verletzt – eine permanente Gefahr – da ich hörte, dass Luftblasen im Punktat seien. In Reaktion auf die Behandlung brach ich auf der Liege zusammen, dissoziierte, hatte schwer zu kontrollierende Zuckungen und weinte 1-1 ½ Stunden unkontrollierbar.

Erwähnenswert bleiben sollte auch, dass nicht absehbar war, wie oft und wie lange ich Pleuraergüsse haben werden würde und dementsprechend wie oft und wie lange punktiert werden müsste. Um diese zu behandeln, half eigentlich nur Atemtherapie und Bewegung. Man kann sich also denken, dass ich jeden Tag mindestens einmal spazieren ging und stündlich mein Atemtraining machen. Und dennoch wuchsen die Ergüsse und es musste punktiert werden. Es war wie ein Kampf gegen Windmühlen ohne Aussicht auf Besserung. Zudem wurde ab einer Stelle vermutet, dass die Ergüsse in einer Bakterienbesiedelung verortet werden kann, durch ein Bakterium, dass entweder durch die Bügeleinsetzung oder durch die Punktionen selbst in meinen Körper gelang. Zuerst wurden im Kontext der Ergüsse eine Pleurodese im Kontext einer Thoraskopie diskutiert (wer wissen will, was das ist, und vor allem, wie schmerzhaft das auch noch geworden wäre, kann dazu im Internet viel lesen). Also einer chemisch-induzierten Verklebung der Pleurablätter durch eine hervorgerufene Entzündungsreaktion. Später wurde eine einwöchige Antibiose Dauerthema. Mein Leben bestand in diesem Zeitraum nur noch aus Schmerz (ich nahm mindestens 6 Wochen lang täglich 6 Schmerztabletten), Sorge und Angst, Recherchen zu weiteren Behandlungsansätzen für Pleuraergüsse und deren Ursachen und womöglicher Behandlungen bakterieller Besiedelungen. Mittlerweile ist der Pleuraerguss rechts fast verschwunden (letzte Woche wurde er nochmal größer, nach einem Abend mit Wein?). Die Fluktuationen in Anbetracht seiner Menge waren teilweise unberechenbar und es waren die seltsamsten Dinge, die ich unternahm, die zu dem gefühlten Eindruck führten, dass er endlich abnahm, was er sonographisch gesichert auch tat. So schlief ich bspw. Sicher ein paar Wochen mit hochgelagerten Beinen. Viel Schlaf hatte ich die ersten Wochen nicht. Im Kontext des Pleuraergussses musste ich jede Nacht mehrmals aufs Klo. Maximal 11mal musste ich pinkeln. Außerdem bin ich Seitenschläfer und durch die vernähten Bügel auf jeder Seite, die man auch sehen und fühlen kann, war dies weitesgehend undenkbar. Ich trug 7 ½ Wochen lang ein Korsett, das meine Brust stabilisieren sollte und auch etwas mit dem Schmerzmanagement half, aber weiterhin die Atmung einschränkte.

Aktuell hat sich meine Brust sehr leicht wieder deformiert. Es ist bei Weitem nicht so schlimm wie vorher, aber die Ernüchterung – nach all dem Leid – ist schon gegeben. Ich denke nicht, dass ich diese OP nochmal machen würde. Weiterhin habe ich viele Schmerzen. Ich spüre die Bügel bei jeder Bewegung von Armen und Brust und jeder Atembewegung. Ich spüre, wie sich Kräfteverhältnisse als Spannung und Druck über verschiedene Stellen in der Brust tagsüber verteilen. Ich weiß nicht, wie ich hiermit singen oder längere Phrasen sprechen soll und hoffe, die Schmerzen und die Atmung werden sich verbessern. Ich denke, das dauert noch ein paar Monate. Rechts ragt ein kleines Stück Bügel sogar zwischen den Rippen als sehr leichte Erhebung hervor. Da hab ich etwas Angst, dass das Metall die Zwischenrippenmuskulatur noch mehr beschädigen könnte.

Das war jetzt meine Kurzfassung. Ich bin diese Themen leid. Sie dominieren mein Leben seit August. Da war auch noch einiges mehr. Glücklicherweise habe ich auch sicher viel durch die Schmerzmittel vergessen oder einfach verdrängt."

Zusatz: Ich habe mir am 22. Oktober einen weiteren Termin für die Sprechstunde geben lassen. Die operierende Ärztin sah ich nach der OP genau einmal. Ansonsten kam ich mir wirklich vor, wie bei einer Massenabfertigung. Viele Pflegekräfte und Ärzte waren dennoch weitesgehend nett, bis auf ein paar schwarze Schafe. Nur fühlte ich mich mit vielem allein gelassen.

Eventuell poste ich später mehr, vllt. auch Bilder. Da ich gerade auch noch krank im Bett liege und das Niederschreiben schon so viel Zeit und Energie gekostet hat, werde ich den Threadpost erstmal beenden.

Bilder - vor der OP, nach der OP, aktuell
« Letzte Änderung: 13. Oktober 2020, 15:01:11 von albatros »
28, m
OP nach Nuss in Berlin-Buch mit 2 Bügeln: August 2020

albatros

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Re: Erfahrungsbericht, August 2020, OP nach Nuss, Helios Klinikum Buch
« Antwort #1 am: 13. Oktober 2020, 15:14:11 »
Ergänzung zum Beratungsgespräch bei Prof. Schaarschmidt: Er war zwar nett, wirkte aber auch eher so, als ginge es ihm eher darum, mich schnell unters Messer zu kriegen. Er holte einen Kollegen hinzu, mit dem er über mich redete. Ich fühlte mich eher vorgeführt, war aber aufgrund des medial-vermittelten Eindrucks von Expertise und guter Arbeit und aufgrund einer Empfehlung durch eine Krankenschwester ins Helios Klinikum Buch gekommen. Edit: Ganz vergessen. Auf die Frage hin, wie lange ich nach der OP Ausfalle: Eine Woche. Als Bauarbeiter zwei. Danach wäre alles wieder tutti. Wie man ja vllt. oben herauslesen kann, ist es das nicht.

Ich hänge jetzt noch ein Bild meiner aktuellen Brust bei. Die mediale linke Brustseite steht mittlerweile etwas ab (erinnert ewas an eine Kielbrust), und rechts und links hiervon sind kleine Kuhlen/Abflachungen entstanden. Vor der OP war meine Brust bereits asymmetrisch, aber ich habe den Eindruck, die rechte Seite steht nun noch stärker raus. Vllt. ja auch, weil die linke Seite unflexibler war und das Kräfteverhältnis zwischen Knochen und Metall dieses Ergebnis hervorbrachte. Außerdem gab es auch eine kleine Einsenkung links in der unteren Brust.

Das kommt jetzt auf dem Bild wirklich nicht gut herüber (vermutlich nicht nur wegen der Lichtverhältnisse und der Bildqualität, sondern auch, weil ich den Arm hebe und dies natürlich einen Effekt auf den Brustkorb ausübt). Aber ich habe mir diese Beobachtungen schon bestätigen lassen durch einen Außenstehenden, der meine Brust nach der OP und kürzlich sah.

Natürlich ist das Ergebnis sehr viel besser, als der Ausgangszustand, aber die konstante Angst vor weiteren Veränderungen und der Wunsch, einfach nur normal zu sein in dieser Angelegenheit, bringen mir da wenig geistigen Frieden.

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« Letzte Änderung: 13. Oktober 2020, 19:04:21 von albatros »
28, m
OP nach Nuss in Berlin-Buch mit 2 Bügeln: August 2020

joo

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Re: Erfahrungsbericht, August 2020, OP nach Nuss, Helios Klinikum Buch
« Antwort #2 am: 14. Oktober 2020, 19:09:20 »
Zwei Wochen nach der Op konnte ich gerade mal so alleine aufstehen ;D. Das Ergebnis finde ich gut (besser als bei mir), die beschriebene Asymetrie sieht man leicht, die Kuhlen sehe ich aber nicht. Den Wunsch nach Normalität kann ich verstehen, würde aber sagen dein Körper sieht normal aus.

albatros

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Re: Erfahrungsbericht, August 2020, OP nach Nuss, Helios Klinikum Buch
« Antwort #3 am: 14. Oktober 2020, 19:33:49 »
Du konntest erst zwei Wochen nach der OP aufstehen? Hattest du die OP nach Nuss? Bei mir kamen sie am ersten Tag nach der OP ans Bett und wollten mich auf jeden Fall auf die Beine bringen, ganz egal, wie es mir geht. Die Stationsärztin hat mich richtig angepampt, als ich am ersten Tag nach der OP total fertig war, nachdem ich allein vom Sitzversuch an der Bettkante kotzen musste und komplett erschöpft im Bett lag.^^

Ich habe hier schon einige Beiträge gesehen und Bilder, bei denen Menschen meinten, sie seien nicht 100%ig zufrieden prä- oder postoperativ und ich dies überhaupt nicht nachvollziehen konnte, weil ich entweder nichts sah oder es für mich überhaupt nicht schlimm aussah. Also glaube mir bitte, ich rede mir das nicht ein, wenn ich die Veränderungen der Brust beobachte und mir dies auch von außen gefeedbackt werde - und ich habe mir meine eigenen Fotos nach dem Aufnehmen auch angesehen und die spiegeln das einfach nicht wieder. Ich will auch gar nicht auf hohem Niveau jammern, ich bin ein genügsamer Mensch. Es geht nur auch um Relation von Leid zu Optik (auch, wenn Chirurgen nicht Bestellungen auf Wunsch anfertigen können^^) und die große Angst, dass es schlimmer wird (optisch und atemnottechnisch).

Liebe Grüße!
28, m
OP nach Nuss in Berlin-Buch mit 2 Bügeln: August 2020