Autor Thema: Bevorstehende Trichterbrust OP in Ostercappeln  (Gelesen 821 mal)

Texas30

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Re: Bevorstehende Trichterbrust OP in Ostercappeln
« Antwort #15 am: 24. Februar 2021, 22:20:19 »
Bei dir Leo scheint ja alles ziemlich easy zu sein  ;D Gratuliere!!!
Texas30, dr. Lützenberg operiert auch Kielbrüste   ;)

Stimmt schon gehört. Ich bin jedoch aus verschiedenen Gründen unentschlossen. Eine Meinung zu meiner Kielbrust wäre für mich interessant. Also ob es sich lohnen würde. Ansonsten hoffe ich erstmal  ( wieder) mit anderen Kielbrustlern in Kontakt zu kommen. Es ist irgendwie alles mit der Zeit versandet...

LG

Leo8528

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Re: Bevorstehende Trichterbrust OP in Ostercappeln
« Antwort #16 am: 18. März 2021, 12:21:46 »
Hallo zusammen,

wollte mal ein Update geben. Die OP ist jetzt gut 3 1/2 Wochen her. Die Schmerzen hielten sich anfangs wirklich in Grenzen und habe dann zu Hause angefangen die Dosis von 4x2 Tabletten Novaminsulfon langsam zu reduzieren bis auf 2 Tabletten/täglich nur noch. Das hat sich dann als sehr großer Fehler herausgestellt. Bei mir wurden zusätzlich die Rippen korrigiert und jedesmal wenn ich aus dem Bett in Seitenlage aufstehen wollte, hatte ich einen extrem stechenden Schmerz am Rippenbogen. Es fühlte sich an, als ob mir jemand in einer klaffenden Wunde mit einem spitzen Gegenstand rumbohren würde. Einfach nur schrecklich!! Seit dem stehe ich nicht mehr über die Seitenlage auf. Mein Freund hilft mir nun und hebt meinen Rücken an, so daß ich dann aufrecht sitze und dann selber aufstehen kann. Ohne Hilfe geht das leider nicht und ich habe das total unterschätzt!! Nach einer solchen OP kann ich nur jedem raten zu Hause die ersten Wochen nicht alleine zu verbringen!! Ich möchte mir nicht vorstellen müssen was gewesen wäre, wenn ich alleine wohnen würde!!!

Mittlerweile nehme ich 4x1 Tabletten Novaminsulfon und komme damit zurecht. Was mich aber am meisten stört ist der Druck des Bügels auf dem Brustkorb. An manchen Tagen mehr und weniger. Einfach nur unangenehm.

Wann habt Ihr den Bügel nicht mehr gespürt?

Ich weiß ich stehe mit meinen 3 1/2 Wochen noch am Anfang aber die ganze Sache hat mich psychisch schon sehr mitgenommen und für den Partner ist das auch keine einfache Sache!

Ob die OP die richtige Entscheidung war weiß ich nicht. Ist vlt noch zu früh um ein Urteil darüber zu fällen.

Was ich noch sagen möchte ist, dass bei mir auf der linken Seite am Bügelende an der Narbe eine Entzündung entstanden ist. Ich habe mich dann umgehend bei Dr. Lützenberg gemeldet und ihm ein Foto davon geschickt. Er hat prompt geantwortet und mir gesagt, dass das öfters vorkommt.
Zitat:

bitte weiter kühlen. Das Foto zeigt die Rötung oberflächlich. Wir sehen das wenn sich in der Tiefe etwas Sekret um den Stab bildet. Es vergeht in der Regel innerhalb einer Woche. Bitte morgen wieder ein Bild senden. Haben Sie Fieber? Kommt Sekret aus der Wunde?

Das Kühlen hat tatsächlich geholfen und die Rötung ist nun fast vollständig zurück gegangen.

Was mich leider noch stört ist eine Narbe die leider nicht sehr schön aussieht. Ich habe auf der einen Brustseite nun wegen der Narbe so eine unschöne Kerbe.  Ich versuche die Narbe nun mit Narbengel zu behandeln. Vlt hilft das. Werde das aber bei meinem nächsten Besuch in Ostercappeln ansprechen.

Naja spätestens bei der Bügelentnahne in drei Jahren wird er die Narbe sicher korrigieren. Aber 3 Jahre damit so rumlaufen?

Ich werde es zusätzlich beim Hautarzt mit Microneedling (medizinisches Needling da sind die Nadeln länger) behandeln lassen. Habe da schon sehr gute Erfahrung mit gemacht, da ich eine große Narbe aus kindheitstagen habe und diese mit gutem Erfolg behandeln ließ.

LG
Leo




Leo8528

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Re: Bevorstehende Trichterbrust OP in Ostercappeln
« Antwort #17 am: 30. März 2021, 08:49:13 »
Hallo,

Wollte mal ein Update nach 5 Wochen geben. Mir ging es leider in den letzten 2 Wochen ziemlich schlecht. Ich bekam Atemprobleme und Schmerzen am Rücken rechts. Nachdem die Atemprobleme nicht besser wurden, rief ich meinen HA an und bat darum die Lunge zu checken. Er gab mir eine Überweisung zum Radiologen und es sollte vom Thorax ein CT gemacht werden. Am 29.03. noch am selben Tag habe ich den Termin wegen Dringlichkeit erhalten. Was auf dem CT Bild zu sehen war hat mich und die Ärzte sehr beängstigt.  Die  rechten Lunge war zu 2/3 mit Flüssigkeit befüllt und erklärte meine akute Atemnot. Noch  am selben Tag bin ich ins Krankenhaus in München (wohne hjer) gekommen und wurde auch gleich am Rücken punktiert. Die Ärzte haben im Pleura 1,5 Liter Flüssigkeit rausgeholt. Man schätzt, dass nochmal so viel Flüssigkeit in der Lunge vorhanden ist und ich soll nochmal punktiert werden. Es ist schon krass, dass sich fast 3 Liter Flüssigkeit in der Lunge angesammelt hat.

Herr Lützenberg hat den Befund von der Radiologie erhalten und sich umgehend bei mir gemeldet. Da befand ich mich schon im Krankenhaus. Er hat sich mit den Ärzten ausgetauscht und ihnen erklärt, dass das bei dieser OP schon öfters vorkommt. Er hat mir auch empfohlen nach Ostercappeln zu kommen und mich dort punktieren zu lassen. Da ich aber schub im Krankenhaus war und der Weg für mich auch bei meinem Zustand zu anstrengend gewesen wäre, habe ich mich erstmal entschieden in München zu bleiben.


peca

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Re: Bevorstehende Trichterbrust OP in Ostercappeln
« Antwort #18 am: 31. März 2021, 22:13:18 »
Hallo Leo,

das klingt nicht gut. Wie geht es dir und konnte die restliche Flüssigkeit abgelassen werden ?
Gibt es einen Hinweis auf die Ursache der Flüssigkeitsansammlung ?
Da wünsche ich dir gute Besserung.

LG

Leo8528

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Re: Bevorstehende Trichterbrust OP in Ostercappeln
« Antwort #19 am: 01. April 2021, 09:12:54 »
Hallo Peca,

Nein, damit habe ich am wenigsten gerechnet:-(. Mir wurde bei der zweiten Punktion auch wieder 1,5 Liter rausgeholt. Es Ist noch Flüssigkeit in der Lunge vorhanden, aber nicht mehr allzu viel. Schätzungsweise max  1 Liter. Werde nächste Woche wieder in die Klinik fahren und dann wird wieder ein Ultraschall gemacht. Die Ärzte wollen sehen,  ob es von alleine weniger wird oder doch wieder mehr (hoffe ich nicht). Dann soll nochmal punktiert werden und der Rest rausgeholt werden

Laut den Ärzten darf bei jeder Punktion max  1,5 Liter aus der Lunge abgelassen werden. Die Lunge dehnt sich ja wieder und wenn man zu viel auf einmal rausholt ist das für die Lunge nicht gut.