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Pectus arcuatum vor und nach der Korrektur

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peca:
Pectus arcuatum vor und knapp 6 Monate nach der Korrektur.
Operiert hat Dr. Lützenberg, nach Nuss + Ravitch. Es ist erstaunlich, was er mit der Korrektur erreicht hat. Vorher war das Herz stark komprimiert, besonders in liegender Position, so dass ich nachts aller 1 bis 2 Stunden aufstehen musste um es zu entlasten. Jetzt hat das Herz Platz und ich kann durchschlafen.
Zum Zeitpunkt der OP war ich 39 J. und wären die gesundheitlichen Probleme nicht gewesen, hätte ich den Trichter wahrscheinlich so gelassen.
Umso mehr freue ich mich jetzt, diesen Weg gegangen zu sein

Sxdxdr:
Hallo,

schön zu lesen, dass es dir nach der OP viel besser geht.
Ist also alles reibungslos verlaufen?

Alleine nachts nicht mehr alle 1-2h aufstehen zu müssen, muss ja eine große Erleichterung sein. So etwas wäre für mich eine unfassbare Belastung.

Auch rein optisch ein sehr gutes OP-Ergebnis

Liebe Grüße

peca:
Hallo Sxdxdr,

ja, die OP verlief völlig komplikationslos, obwohl der Chirurg eine ganze Menge korrigieren musste.
Unter anderem hat er durchgeführt:
-Keilresektion des Sternums ( komplett getrennt und in richtiger Position wieder vernäht)
-Rippenknorpelresektion C2 bis C7 beidseits, jeweils um 2 bis 4cm eingekürzt
-Versetzen des Brustmuskels und vernähen in gewünschter Position
Er hat auch den Nuss-Bügel so gesetzt, dass es eine leichte, seitliche Krümmung der Brustwirbelsäule wieder gerade gezogen hat.
Die Phasen, in denen ich nachts aufstehen musste, haben in den letzten Jahren zugenommen und die Abstände wurden immer kürzer. Rückblickend war es doch ganz schön anstrengend.
Trotzdem habe ich lange versucht den Eingriff zu umgehen. Hätte ich geahnt, dass OP und Heilung so unproblematisch verlaufen, hätte ich das schon viel eher machen lassen.
Der optische Aspekt war mir vorher nicht so wichtig, ich war aber doch erstaunt über das Ergebnis.
Doktor Lützenberg hat erstklassige Arbeit geleistet.

LG

Sxdxdr:
Hallo Peca,

da wurde bei dir ja wirklich viel gemacht. Umso besser, dass alles komplikationslos verlaufen ist und auch er Heilungsprozess ohne Probleme vonstattenging. Und das Ergebnis auch in allen Belangen zufriedenstellend ist.
Da liest man hier ja auch öfter mal ganz andere Sachen.

Obwohl ich mich schon lange mit der Thematik beschäftige, war Pectus arcuatum ehrlich gesagt neu für mich. Ich konnte mir da erstmal nicht so wirklich etwas darunter vorstellen und im Internet findet man auch nicht so viel darüber.

Meine Trichterbrust ist wohl zum Glück nur eine rein kosmetische Angelegenheit. Ich habe das zwar erst einmal konkret untersuchen lassen, aber damals wurde mir gesagt, dass es mich gesundheitlich nicht beeinträchtigen wird. Das ist jetzt aber auch schon über 15 Jahre her.

Seit ein paar Jahren, habe ich aber auch leichte Herzprobleme (leichte Herzrhythmusstörungen), die laut Kardiologen aber aus einer vergangenen und verheilten Herzmuskelentzündung resultieren würden.

Aber manchmal frage ich mich, ob es nicht doch vielleicht auch mit der Trichterbrust zusammenhängen könnte, obwohl dies vermutlich aber eher ein psychologisch motivierter Gedanke ist.

Ich spiele aber immer mal wieder mit dem Gedanken die ganze Trichterbrust-Geschichte nochmal „professionell“ untersuchen zu lassen, da ich dort u.a. auch die Ursache von Rückenproblemen vermute.

Hat dein Herz eigentlich langfristige Beeinträchtigungen erhalten oder läuft das jetzt nach der OP ohne Probleme wieder „rund“?

Liebe Grüße

peca:
Hallo Sxdxdr,

es kann schon sein, dass auch eine nicht stark ausgeprägte Trichterbrust Rückenprobleme verursacht. Wenn man beispielsweise deshalb, auch unbewusst, die Schultern nach vorn zieht und bei deformiertem Sternum sind auch manchmal die gegenüberliegenden Brustwirbel in Mitleidenschaft gezogen.
Wenn du gesundheitliche Beschwerden hast, ist es eine gute Idee es mal professionell abklären zu lassen. Eine Herzmuskelentzündung ist auch nicht ohne.
Auch wenn es oft heißt, nach abgeschlossenem Wachstum verändert sich die Deformität nicht weiter, das stimmt nicht. Wie alt bist du ? Bei mir ist der Trichter in den letzten Jahren weiter eingesunken und da war ich weit über 30.
Dr. Lützenberg meinte auch, um das 40. Lebensjahr verstärken sich die gesundheitlichen Probleme aufgrund einer Brustkorbdeformität häufig. Lass dich aber nicht verrückt machen, ich wollte das nur erwähnen.

Gelegentliche Extrasystolen habe ich noch, aber das liegt an der falschen Atmung. Ich habe mich noch nicht 100% an eine normale Atmung gewöhnt, da vor der Korrektur tiefes Einatmen schmerzhaft war.
Das funktioniert jetzt wunderbar, nur manchmal vergesse ich, dass der Trichter jetzt korrigiert ist und tief Luft holen nicht mehr weh tut.
Das Herz ist völlig in Ordnung. Durch den starren und eingeengten Brustkorb war richtig tiefes Einatmen nicht möglich (die Vitalkapazität lag bei 42%, normal sind über 80%) und da das Herz zusätzlich massiv komprimiert war, stieg der Puls immer sehr schnell, besonders in liegender Position.
Das ist jetzt komplett weg und ich kann das Herz auch sportlich wieder voll belasten, muss mich, wie gesagt nur auf die richtige Atmung konzentrieren.
Eine Stärkung der Bauch- und Rückenmuskulatur hat mir auch mit Trichterbrust immer geholfen. Sport hat mir schon immer gut getan und jetzt klappts auch mit der Sauerstoffzufuhr  :).

LG

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