Autor Thema: OP Ausfall, wie mit Arbeitgeber umgehen?  (Gelesen 120 mal)

Mr.Black

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OP Ausfall, wie mit Arbeitgeber umgehen?
« am: 22. August 2021, 20:05:42 »
Hallo Leute,

Ich habe in 6 Monaten eine Rezidiv Trichterbrust OP nach Nuss.
Ich hatte bereits im Alter von 16 Jahren eine TB OP nach Nuss mit einem Bügel.
Ich bin jetzt 32 Jahre alt, 190cm groß und wiege 95 Kilo.
Meine TB ist nicht sehr tief aber sehr großflächig, sodass diesmal 2 Bügel eingesetzt werden sollen.

Ich habe vor 2 Monaten einen neuen Job angefangen, einer der Gründe dafür war, dass ich meinen alten Job nicht weiter hätte ausführen können nach der OP: Außendienst mit Kletter-/Steig- Einsätzen, schwerer Ausrüstung etc.
Der neue Job ist ein Bürojob, Homeoffice möglich.

Ich werde mich 1 Monat nach Beendigung meiner Probezeit operieren lassen.
Könnt Ihr mir Tipps geben, wie ich die ganze Sache mit meinem Arbeitgeber am besten kommuniziere?
Da Rezidiv OP und hohes Alter rechne ich damit, dass ich ca.2 Monate ausfallen werde.

Sollte ich dem Arbeitgeber am Ende der Probezeit darüber informieren?
Soll ich nichts sagen und mich dann einfach krank melden wenn ich im KH liege?
Sollte ich offen über die OP sprechen?

Am liebsten würde ich einfach Urlaub in der Anfangszeit der OP nehmen, und mich dann krank melden, sagen ich hatte einen schweren Unfall gehabt und eine OP.

Wie habt ihr es gemacht?
Wäre über Ratschläge sehr dankbar.

Viele Grüße
Black

Desca

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Re: OP Ausfall, wie mit Arbeitgeber umgehen?
« Antwort #1 am: 22. August 2021, 22:59:50 »
Hallöchen,

Ich bin da sehr offen mit umgegangen, da bei mir ein Ausfall von 2-3 Monaten voraussichtlich war. Letztendlich wurde es ein Jahr ( inklusive stationäre Reha,2 Re- OPs, diverse abgebrochenen Wiedereingliederung).
Ich habe allerdings einen körperlich anstrengenden Job und bin da auch schon etwas länger.
Ich habe nie Einzelheiten erzählt, nur grob, worum es geht ( Thorax- OP, Implantate).

Ich denke, es kommt auch etwas darauf an.
Bei mir ist es öffentlicher Dienst,sehr große Mitarbeiter- Zahl, auch innerbetriebliche Umsetzung etc möglich.
Das ist mit Sicherheit nicht überall so.
Und Probezeit natürlich auch ein heikles Thema.
Du darfst nicht vergessen, Verlauf kann sehr variabel sein.
Die Unfallschiene kannst du gleich vergessen, der Aufenthalt wird eh an den Arbeitgeber gegeben. Von " Lügen" im Beruf, und das kurz nach der Probezeit ist generell Mist.
Vielleicht biste ja schon in 6 Wochen soweit fit. Büro ist auch was anderes.
Besprech mit dem Arbeitgeber, ob eine Möglichkeit der verkürzten Stundenzahl gibt, falls du merkst, geht doch nicht.

Über den Hausarzt geht als Alternative Wiedereingliederung, das der Arbeitgeber nicht zustimmen muss.

Ja, ich kenne dein berufliches Umfeld jetzt nicht, das mußte letztendlich selbst entscheiden.
Bin halt immer mit dem Vorsatz in die " Verhandlungen"/ Gespräche:
- Ehrlichkeit
- zeigen, daß man trotzdem bemüht ist
- Zusammenarbeit mit den Vorgesetzten, sprich, rechtzeitig Bescheid geben, Lösungen suchen. Nicht erst, wenn es passiert.

Homeoffice wäre ja auch ein guter Ansatz, heißt: Einarbeitung bis zur OP.

Hoffe, etwas geholfen zu haben. Bin auch Ü30.
Ich weiß, doofe Situation.

Alles Gute