Eure Einschätzung m/26

Begonnen von dreda95, 22. August 2022, 17:15:05

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dreda95

Hallo liebes Forum,

ich möchte euch einmal um eine Einschätzung bitten. Anbei findet ihr Fotos meiner Trichterbrust. Ich habe manchmal Herzrasen und das Gefühl meinen Herzschlag sehr deutlich zu spüren. Außerdem habe ich Rückenschmerzen im Brustwirbelsäulenbereich, die bis in die Brust ausstrahlen. Das Lungevolumem ist nur gering eingeschränkt, aber bei großer Belastung bekomme ich manchmal schlechter Luft. Es wurde zwar ein Asthma diagnostiziert, aber ich vermute, dass die Trichterbrust auch ihren Anteil an dem ganzen hat. Und besonders schön finde ich meine Brust auch nicht. Ich bin m/26. Was ist eure Meinung? Kann ich mir damit schon einen Termin für eine OP Beratung holen oder werde ich da eher schief angeguckt.

Liebe Grüße! 

Tm26488

Hi,
eine Einschätzung nur Anhand von Fotos ist natürlich schwierig bis unmöglich...

Wenn du - außer der Optik - noch medizinische Beschwerden hast, solltest du dich über eine Behandlung informieren. Ich persönlich bin optisch ähnlich unterwegs wie du, habe aber keine anderen nennenswerten Einschränkungen - noch nicht.
Komisch angeguckt wird man bei guten Ärzten nicht. Es kann aber sein, dass Ärzte, die mit der Thematik Trichterbrust nicht so sehr vertraut sind, nicht zu 100% eine Notwendigkeit zum Handeln sehen... Davon aber nicht unterkriegen lassen!

Der Prozess zur Behandlung ist:
Hausarzt stellt Überweisung zum Orthopäden aus.
Orthopäde stellt Überweisung in die Chirurgie aus (ich kann Dr. Lützenberg in Ostercappeln empfehlen).
Des Weiteren brauchst du als Voruntersuchung ein MRT des Torax (Überweisung gibt's auch vom Orthopäden), umfangreiche pulmologische Untersuchungen (Überweisung gibt's beim Hausarzt) und kardiologische Untersuchungen (die Überweisung gibt's auch beim Hausarzt). 

Wenn du dann alles zusammen hast und beim Experten (z.B. bei Dr. Lützenberg) warst (es ergibt Sinn alle Voruntersuchungen vor dem Termin in der Chirurgie zusammen zu haben), schreibt dieser einen umfangreichen Bericht. Anschließend musst du mit dem Bericht zur Krankenkasse und einen Antrag auf Kostenübernahme des Eingriffs stellen. Je nach Kasse und Laune des MDKs (der Bewertet die medizinische Notwendigkeit des Eingriffs) wird der Antrag dann genehmigt oder abgelehnt.
Wenn er genehmigt ist, kannst du in der Chirurgie einen Termin für eine OP machen, die Krankenhauseinweisung dafür stellt dann wieder der Hausarzt aus.

Bei mir hat der gesamte Prozess wird nicht innerhalb von ein zwei Monaten ablaufen, sondern eher ein bis eineinhalb Jahre dauern, abhängig davon wie schnell man Termine bekommt und wie die Auslastung im Krankenhaus ist.

Bei Fragen gerne melden!
Gruß