Vorgehen Kostenübernahme Krankenkasse

Begonnen von jan97, 02. November 2022, 18:14:36

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jan97

Hallo zusammen,

ich bin 24 Jahre und habe meinen Ärztemarathon hinter mir und einen Bericht vom Kardiologen, Pneumologen und zwei Berichte von Herrn Dr. Lützenberg. Laut dem Pneumologen und Herrn Dr. Lützenberg besteht bei meiner Trichterbrust mit einem Hallerindex von 3,4 eine OP-Indikation. Für mich persönlich kommt eine Operation auf jeden Fall in Frage, da ich bspw. beim Treppen laufen, obwohl ich relativ fit bin, sehr schnell aus der Puste bin und mich ehrlicherweise die Optik auch stört.

Da ich mit meinem Studium erst fertig werden wollte, bevor die Operation überhaupt infrage kommt, sind die Berichte ca. 1 Jahr alt. Ist das für eine Kostenübernahme der KK schlimm? Generell wollte ich Fragen, wir Ihr bei der Kostenübernahme vorgegangen seid. Habt ihr die Krankenkasse angerufen, den Sachverhalt geschildert und alles an eine Person geschickt oder wie muss ich mir das vorstellen?

Vielen Dank vorab für die Antworten!

Tm26488

Moin.
Ich habe bei meiner Krankenkasse (AOK) angerufen und um einen Termin im örtlichen Service Center mit einem Mitarbeiter, der ab sofort dauerhaft mein Ansprechpartner sein wird, gebeten.
Einen Tag später bin ich dann dort hin, habe der Mitarbeiterin meine Geschichte erzählt und habe auch dabei ein kleines bisschen auf die Tränendrüse gedrückt. Mit wurde dann das Verfahren erläutert: Dr. Lützenberg schreibt, nachdem ich bei ihm war, den Bericht, ich reiche den Bericht zusammen mit der Bitte um Kostenübernahme ein, die Krankenkasse schickt das zur Bewertung an den medizinischen Dienst der Krankenkassen (MDK) und je dach Bewertung des MDKs wird das Ganze dann übernommen oder abgelehnt.

Mein Haller-Index lag auch bei 3,4. Ich habe den Bericht von Dr. Lützenberg zusammen mit ein paar Fotos, zwei MRT Screenshots und einem relativ kurzen Anschreiben bei "meiner" Krankenkassenmitarbeiterin abgegeben.

Nach ca. 2 1/2 Wochen (also wirklich sehr fix) kam die Antwort: Die Kasse übernimmt die Kosten. In den Schreiben steht, dass die Zusage solange gilt, wie ich bei der Kasse versichert bin.

Dass das Ganze derart schnell ging und dass die Antwort positiv ausfällt, hätte ich ehrlich gesagt nicht gedacht... Hier im Forum gibt es einige Berichte, in denen selbst bei großen Indexen und wirklich schweren Fällen eine Kostenübernahme abgelehnt wurde. Ich gehe davon aus, dass es durchaus etwas gebracht hat der Mitarbeiterin meine Leidensgeschichte vorab zu schildern. Auch wenn diese Mitarbeiterin bestimmt nicht die endgültige Entscheiderin ist, hat sie vielleicht doch ein kleines bisschen Einfluss oder gibt sich beim Weiterleiten etwas mehr Mühe. Man ist auf jeden Fall dann nicht einfach nur eine Nummer, sondern hat die hat dann ein Gesicht vor Augen.