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Allgemeines => Erfahrungsberichte => Thema gestartet von: Zonki am 20. Mai 2017, 08:43:24

Titel: TB-OP bei Prof. Schaarschmidt
Beitrag von: Zonki am 20. Mai 2017, 08:43:24
Wenn ich das hier alles lese, bereue ich ja echt zu schaarschmidt anstatt zu lützenberg gegangen zu sein. Über schaarschmidt liest man ja gar nichts (positives) mehr. Jetzt Scheint Lützenberg der neue Super-Chirurg zu sein und schaarschmidt operiert überhaupt nicht mehr. Sehr eigenartig
Titel: Re: TB-OP bei Prof. Schaarschmidt
Beitrag von: TBmussweg am 20. Mai 2017, 19:04:56
Zitat von: Zonki am 20. Mai 2017, 08:43:24
Wenn ich das hier alles lese, bereue ich ja echt zu schaarschmidt anstatt zu lützenberg gegangen zu sein. Über schaarschmidt liest man ja gar nichts (positives) mehr. Jetzt Scheint Lützenberg der neue Super-Chirurg zu sein und schaarschmidt operiert überhaupt nicht mehr. Sehr eigenartig

Ich wurde im Dezember von Schaarschmidt operiert mit gutem Ergebnis und ohne größere Komplikationen.

Was offensichtlich ein Vorteil von Lützenberg ist, ist die bessere Erreichbarkeit. Ich hatte Schaarschmidt vor der OP zweimal versucht per Mail zu erreichen, aber Mails werden mittlerweile offenbar einfach ignoriert. Vieles vom Drumherum ist bei Schaarschmidt nicht ganz so optimal, auch was die extremen Wartezeiten bei der Sprechstunde, die Aufklärung, die Zusammenarbeit mit den Ã,,rzten auf Intensivstation und einiges weiteres angeht. Aber dass Schaarschmidt der schlechtere Operateur ist, glaube ich nicht. Aber natürlich ist das auch sehr schwer vergleichbar, denn die Bewertung des optischen Ergebnisses ist sehr subjektiv und alle Trichterbrust-Fälle sehr individuell.

Ich hatte mich auch über einige Dinge geärgert in Berlin. Aber was letztenendes zählt ist das Ergebnis. Und da muss sich Schaarschmidt weiterhin nicht verstecken.
Titel: Re: TB-OP bei Prof. Schaarschmidt
Beitrag von: Zonki am 20. Mai 2017, 21:19:56
Zitat von: TBmussweg am 20. Mai 2017, 19:04:56
Zitat von: Zonki am 20. Mai 2017, 08:43:24
Wenn ich das hier alles lese, bereue ich ja echt zu schaarschmidt anstatt zu lützenberg gegangen zu sein. Über schaarschmidt liest man ja gar nichts (positives) mehr. Jetzt Scheint Lützenberg der neue Super-Chirurg zu sein und schaarschmidt operiert überhaupt nicht mehr. Sehr eigenartig

Ich wurde im Dezember von Schaarschmidt operiert mit gutem Ergebnis und ohne größere Komplikationen.

Was offensichtlich ein Vorteil von Lützenberg ist, ist die bessere Erreichbarkeit. Ich hatte Schaarschmidt vor der OP zweimal versucht per Mail zu erreichen, aber Mails werden mittlerweile offenbar einfach ignoriert. Vieles vom Drumherum ist bei Schaarschmidt nicht ganz so optimal, auch was die extremen Wartezeiten bei der Sprechstunde, die Aufklärung, die Zusammenarbeit mit den Ã,,rzten auf Intensivstation und einiges weiteres angeht. Aber dass Schaarschmidt der schlechtere Operateur ist, glaube ich nicht. Aber natürlich ist das auch sehr schwer vergleichbar, denn die Bewertung des optischen Ergebnisses ist sehr subjektiv und alle Trichterbrust-Fälle sehr individuell.

Ich hatte mich auch über einige Dinge geärgert in Berlin. Aber was letztenendes zählt ist das Ergebnis. Und da muss sich Schaarschmidt weiterhin nicht verstecken.

Bei mir war es letztlich eine Bauchentscheidung zu Schaarschmidt zu gehen. Lützenberg ist ein absoluter Top-Arzt, allerdings war Prof Schaarschmidt im Gespräch entschlossener und hat vielleicht auch das gesagt, was ich in dem Moment hören wollte. Hinzu kommt, dass Lützenberg mir nochmal geraten hat, alles genau zu überlegen. Womöglich hätte ich mit dem Arztbrief von Lützenberg eher Probleme bekommen als mit dem von Schaarschmidt, da dieser nicht ganz so drastisch formuliert war. Lützenberg wollte mir zwei Bügel einsetzen und Schaarschmidt meinte, er kommt mit nur einem aus, was mir natürlich lieber war. Ich denke, dass Lützenberg durch einen zweiten Bügel die obere Brust weiter nach außen bekommen hätte, wobei nach der Schaarschmidt OP, noch eine kleine Delle bei mir zurückgeblieben ist... Ist es denn definitiv so, dass der "Trichter" nach der Bügelentfernung wieder leicht abfedert? Denn dadurch, dass mein Brustkorb nicht überkorrigiert wurde, sondern tendenziell ein Mini-Trichter noch vorhanden ist, habe ich Angst, dass nach der Bügelentfernung der Mini-Trichter zu einer Trichterbrust wird :((
Titel: Re: TB-OP bei Prof. Schaarschmidt
Beitrag von: ex.pectus am 20. Mai 2017, 21:44:47
Ich habe das Thema mal vom anderen Thread  (https://www.trichterbrustforum.de/index.php/topic,1559.msg17705.html#msg17705)abgetrennt. Dann kannst du, Zonki, auch noch viel ausführlicher berichten. (Ãœberschrift kann ich für dich ggf. noch ändern.)

allgemein: Man kann auch den Arztbrief von den Ã,,rzten A, B und C bei der KK und dem MDK einreichen. Und sich bei Arzt D operieren lassen. Man kann sich auch eine Kostenübernahme ohne Angabe eines Krankenhauses oder mit Nennung des Krankenhauses X holen und sich dann trotzdem in Krankenhaus Y operieren lassen. Nur die Fahrtkosten zu einem weiter entfernten KH gibt es von der KH nur, wenn das notwendig und genehmigt ist.

zum Minitrichter: mach doch mal ein Bild
Ich will dir keine Angst machen, aber ich bin auch so ein Patient, bei dem ein Bügel reichen sollte, aber dann doch nicht gereicht hat. Das ist zwar keine Katastrophe, aber alles andere als optimal. s.a. https://www.trichterbrustforum.de/index.php/topic,1086.html
Titel: Re: TB-OP bei Prof. Schaarschmidt
Beitrag von: TBistweg am 20. Mai 2017, 22:59:29
Meine TB ist im unteren Bereich auch ein klein wenig unterkorrigiert. Habe auch etwas angst vor einem neuen einsinken nach bügelentnahme. Ich habe deshalb vor, die bügel möglichst mindestens 3 jahre drin zu lassen. ob das was bringt ist natürlich fraglich, aber schaden wird es nicht.
Titel: Re: TB-OP bei Prof. Schaarschmidt
Beitrag von: Trichter8 am 20. Mai 2017, 23:30:13
Vom ' handwerklichen ' sehe ich beide Chirurgen nach meiner Sichtweise auf Augenhöhe .
Der Unterschied besteht in dem Komplettpaket
Da unterscheiden sich lützenbeg und schasrschmidt deutlich

Titel: Re: TB-OP bei Prof. Schaarschmidt
Beitrag von: annaj am 21. Mai 2017, 12:29:35
als Frau muss ich aber sagen, dass dr. Lützenberg eine viel grössere Palette an können anbieten kann. Brustrekonstruktionen sind bei manchen zusätzlich ein Bonus, da meistert er auch sein Hantwerk. Bei mir haben die Brüste erstens sehr gelitten während der Bügelzeit, sie sind einfach geschrumpft... Dann war das eine Brust, wo das Silikonimplantat um den Trichter aufzufüllen (zw. 1989-2011) komplett verstellt... sah richtig fies aus, wie halbiert. Bin für die Brustrekonstruktion sehr dankbar.

Ich habe nicht so viel Einblick wie individuell prof. Schaarschmidt arbeitet, ich habe aber das Gefüh, er verwendet eher eine Standardmethode. Was für vielen selbstverständlich ausreicht. Durch den Kontakt mit vielen Patienten (meist den Schwedischen) habe ich die variation der Arbeit von dr. Lützenberg mitbekommen, immer wieder was neues um die Behandlung anzupassen. Er ist kreativ begabt, wie ein lösungsorientierter Mensch sein muss.

@tbistweg: 3 Jahre ist standard, wegen einsinken solltest du dich keine Sorgen machen, es würde sich höchstens um wenige millimeter handeln, die optisch nicht sichtbar sind. Da spielt den Geist eher eine Rolle ;)
Titel: Re: TB-OP bei Prof. Schaarschmidt
Beitrag von: Zonki am 21. Mai 2017, 17:39:00
Zitat von: ex.pectus am 20. Mai 2017, 21:44:47
Ich habe das Thema mal vom anderen Thread

zum Minitrichter: mach doch mal ein Bild
Ich will dir keine Angst machen, aber ich bin auch so ein Patient, bei dem ein Bügel reichen sollte, aber dann doch nicht gereicht hat. Das ist zwar keine Katastrophe, aber alles andere als optimal. s.a. https://www.trichterbrustforum.de/index.php/topic,1086.html
(https://www.trichterbrustforum.de/index.php/topic,1559.msg17705.html#msg17705)

Warum sollte es bei einer leicht unterkorrigierten TB eher zu einem Absinken kommen, als bei einem überkorrigierten? Geht es nicht um die Aushärtung der Knochen, die nach 3 Jahren erreicht sein sollte, sondern um die Position/Neigung der Rippenbögen? Dein Thread gibt mir Aufschluss über einen undankbaren Bruch, allerdings ist das Verhalten der Brustwand nach Bügelentnahme nicht beschrieben. Ich habe nun nochmal im Forum gelesen und viele Fälle entdeckt, bei denen die obere Brist, wie bei mir, eine leichte Einmuldung vorweist. Leider gab es hierzu keine Bericjte über die Entwicklung der Brist nach der Bügeöentnahme. Ich bin keine Person, die wegen 1cm Trichter rumheult, jedoch sollte es schon so bleiben wie es jetzt ist und nicht weitere Zentimeter Absinken.
Titel: Re: TB-OP bei Prof. Schaarschmidt
Beitrag von: ex.pectus am 21. Mai 2017, 18:53:13
Zitat von: Zonki am 21. Mai 2017, 17:39:00Warum sollte es bei einer leicht unterkorrigierten TB eher zu einem Absinken kommen, als bei einem überkorrigierten?

Ich verstehe nicht ganz, was du damit sagen willst. Einerseits sollte es bei einem "leichteren" Fall zu weniger Fehlern oder Komplikationen kommen als bei einem "schwereren". Andererseits ist das eine etwas sehr vereinfachte Vorstellung. Vielleicht ist es so, dass eine TB, die man nur 3 cm "ausbeulen" musste, weniger zum Zurücksinken neigt, als eine TB, die man 5 cm ausgebeult hat. Vielleicht ist es aber auch so, dass bei einer größeren "Ausbeulung" bestimmte Rückstellkräfte überwunden/gebrochen wurden, so dass es im Ergebnis zu weniger Zurücksinken kommt. Oder es wirkt sich irgendetwas anderes auf das Maß und die Wahrscheinlichkeit einer Rückbildung aus.

Zitat von: Zonki am 21. Mai 2017, 17:39:00Geht es nicht um die Aushärtung der Knochen, die nach 3 Jahren erreicht sein sollte, sondern um die Position/Neigung der Rippenbögen? Dein Thread gibt mir Aufschluss über einen undankbaren Bruch, allerdings ist das Verhalten der Brustwand nach Bügelentnahme nicht beschrieben.

Was meinst du?
Bei mir war es so, dass das Brustbein nicht erst nach der Bügelentnahme zurückgesunken ist. Es muss bereits kurz nach der OP, manche meinen während der OP, zurückgesunken sein. Einfach weil 1 Bügel nicht ausgereicht hat. An diesem Zustand hat sich dann nach 3 Jahren als der 1 Bügel entfernt wurde, nichts mehr geändert, also auch nichts weiter verschlimmert.

Zitat von: Zonki am 21. Mai 2017, 17:39:00Ich habe nun nochmal im Forum gelesen und viele Fälle entdeckt, bei denen die obere Brist, wie bei mir, eine leichte Einmuldung vorweist. Leider gab es hierzu keine Bericjte über die Entwicklung der Brist nach der Bügeöentnahme. Ich bin keine Person, die wegen 1cm Trichter rumheult, jedoch sollte es schon so bleiben wie es jetzt ist und nicht weitere Zentimeter Absinken.

Ich kann mich jetzt nicht an Fälle von Prof. Schaarschmidt oder Dr. Lützenberg erinnern, bei denen es nach Bügelentnahme wieder zu einem Einsinken gekommen wäre.
Titel: Re: TB-OP bei Prof. Schaarschmidt
Beitrag von: Zonki am 21. Mai 2017, 20:04:13
Zitat von: ex.pectus am 21. Mai 2017, 18:53:13
Zitat von: Zonki am 21. Mai 2017, 17:39:00Warum sollte es bei einer leicht unterkorrigierten TB eher zu einem Absinken kommen, als bei einem überkorrigierten?

Ich verstehe nicht ganz, was du damit sagen willst. Einerseits sollte es bei einem "leichteren" Fall zu weniger Fehlern oder Komplikationen kommen als bei einem "schwereren". Anderseits ist das eine etwas sehr vereinfachte Vorstellung. Vielleicht ist es so, dass eine TB, die man nur 3 cm "ausbeulen" musste, weniger zum zurücksinken neigt, als eine TB, die man 5 cm ausgebeult hat. Vielleicht ist es aber auch so, dass bei einer größeren "Ausbeulung" bestimmte Rückstellkräfte überwunden/gebrochen wurden, so dass es im Ergebnis zu weniger zurücksinken kommt. Oder es wirkt sich irgendetwas anderes auf das Maß und Wahrscheinlichkeit einer Rückbildung aus.

Vielen Dank für deine Nachricht. Mit "unterkorrigiert" meine ich, dass die TB nicht vollständig ausgebeult wurde, völlig unabhängig davon, wie tief die vorher war. Ich habe dich zunächst so verstanden, dass du bei mir mit dem "Angst machen" bewusst machen wolltest, dass nach der Bügelentnahme der Trichter weiter Absinken könnte. Stattdessen wolltest du nur bekräftigen, dass die Gefahr einer weiteren Fraktur, so wie es bei dir der Fall war, besteht.Ich bin nun 2 Jahre postoperativ, habe gelegentlich starke Rückenschmerzen nach harten Trainingseinheiten im Fitnessstudio. Vor zwei Monaten hatte ich mir vermutlich die Rippen gebrochen, wovon ich die Ursache nicht kenne (evtl zu starkes Hohlkreuz beim Traning, dadurch extreme Belastung der Rippen in der Bügelregionen) häufig tun die vorstehenden Rippenbögen weh oder das rechte bügelende. Ich gehe davon aus, dass die OP für die Stabilität meines Brustkorbes sehr negativ war und auch das Lungenvolumen hat sich von 5 auf 2 L verringert (Pusteübungen mit Plastikteil) Optisch bin ich mit dem Ergebnis zufrieden und das war die Motivation der OP.

Ich kann mich jetzt nicht an Fälle von Prof. Schaarschmidt oder Dr. Lützenberg erinnern, bei denen es nach Bügelentnahme wieder zu einem Einsinken gekommen wäre.

Da du ja schon sehr lange hier aktiv bist, hoffe ich, dass es bei mir nicht anders sein wird und bin nun wieder beruhigt :) als Patient hat man außer durch Atemübungen und Fitness wenig Einfluss auf den postoperativen Verlauf bzw. das operative Ergebnis. Entweder, man steht die Zeit bis zur Entnahme durch, oder man lässt sich nochmals operieren. Da bei mir optisch alles gut ist und die Schmerzen nur in Zusammenhang mit intensiven Trainingseinheiten stehen, wobei hierbei normalerweise auch keine Schmerzen auftreten sollten!!, lasse ich meinen Bügel in einem Jahr, also 3 Jahre postoperativ bei Prof Schaarschmidt entfernen. Würdest du bei Entnahme noch was an den vorstehenden Rippenbögen machen oder ist das zu riskant? Schaarschmidt hatte es für die Bügelentnahme angeboten die Rippen zu korrigieren. Mir ist dabei nur sehr unwohl, weil er es selbst als komplizierten Eingriff bezeichnet hat. (Dies allerdings im englischsprachigen Forum. Im persönlichen Gespräch meinte er, dass es ein leichter Eingriff sei)

Warum bist du eigentlich zu Lützenberg gewechselt. Dr. Lützenberg selbst hatte mir empfohlen, unbedingt mit dem Chirurgen der Erst-OP alle möglichen Komplikationen zusammen durchzustehen und nicht wild die Ã,,rzte zu wechseln.
Titel: Re: TB-OP bei Prof. Schaarschmidt
Beitrag von: ex.pectus am 21. Mai 2017, 20:56:00
Zitat von: Zonki am 21. Mai 2017, 20:04:13Entweder, man steht die Zeit bis zur Entnahme durch, oder man lässt sich nochmals operieren.

Es ist zwar richtig, dass man sich nochmals operieren lassen kann, aber das ist so ziemlich die allerletzte Option. Auch aus gutem Grund. Es würde nicht reichen, dass man das will.

Zitat von: Zonki am 21. Mai 2017, 20:04:13
Würdest du bei Entnahme noch was an den vorstehenden Rippenbögen machen oder ist das zu riskant? Schaarschmidt hatte es für die Bügelentnahme angeboten die Rippen zu korrigieren. Mir ist dabei nur sehr unwohl, weil er es selbst als komplizierten Eingriff bezeichnet hat. (Dies allerdings im englischsprachigen Forum. Im persönlichen Gespräch meinte er, dass es ein leichter Eingriff sei)

Ich habe bei mir bei der Entnahme durch Dr. Lützenberg nichts an den Rippen machen lassen. In meinem OP-Bericht steht zutreffend:
ZitatÜber die lmplantatentfernung sind keine Maßnahmen im Bereich einer Nachkorrektur des Sternums oder Rippenbögen vom Patienten gewünscht. Dieses wird explizit so vereinbart. Der Patient stimmt dem Eingriff zu.

Zitat von: Zonki am 21. Mai 2017, 20:04:13Warum bist du eigentlich zu Lützenberg gewechselt.

Weil mich Prof. Schaarschmidt maßlos enttäuscht hat (1. wie er meine Sternum-Fraktur "behandelt" hat und 2. dass es überhaupt dazu kommen konnte). Er hat mich enttäuscht und ich fühlte mich auch getäuscht (= vor der OP hat er Zeit ohne Ende, nach der OP überhaupt gar keine). Mein Vertrauen war erschüttert. Und dann war ich mir auch nicht sicher, in wieweit meine sehr kritischen Beiträge hier im Forum das Verhältnis belastet haben. Wobei er sich jedenfalls nichts hat anmerken lassen: zum OP-Termin hat er mir eine Erinnerung per Mail geschickt und seine Sekretärin hatte versucht, mit mir einen OP-Termin abzusprechen.

Zitat von: Zonki am 21. Mai 2017, 20:04:13
Dr. Lützenberg selbst hatte mir empfohlen, unbedingt mit dem Chirurgen der Erst-OP alle möglichen Komplikationen zusammen durchzustehen und nicht wild die Ã,,rzte zu wechseln.

Ist das halbwegs wörtlich?
Was ich bestätigen kann, ist, dass er sich ausgesprochen kollegial verhalten hatte. D.h. solange ich nur eine "Zweitmeinung" von ihm wollte, hat er mich nicht gedrängt, mich von Prof. Schaarschmidt loszusagen und mich bei ihm operieren zu lassen. Die Initiative bzw. die Entscheidung, nicht mehr zu Prof. Schaarschmidt zu gehen, musste also von mir selber kommen.
Falls sich das inzwischen geändert haben sollte, könnte das auch damit zusammenhängen, dass Dr. Lützenberg auch nur endliche Kapazitäten hat.
Titel: Re: TB-OP bei Prof. Schaarschmidt
Beitrag von: Zonki am 22. Mai 2017, 13:15:18
Vielen Dank für deine Nachricht. Mit "unterkorrigiert" meine ich, dass die TB nicht vollständig ausgebeult wurde, völlig unabhängig davon, wie tief die vorher war. Ich habe dich zunächst so verstanden, dass du bei mir mit dem "Angst machen" bewusst machen wolltest, dass nach der Bügelentnahme der Trichter weiter Absinken könnte. Stattdessen wolltest du nur bekräftigen, dass die Gefahr einer weiteren Fraktur, so wie es bei dir der Fall war, besteht.Ich bin nun 2 Jahre postoperativ, habe gelegentlich starke Rückenschmerzen nach harten Trainingseinheiten im Fitnessstudio. Vor zwei Monaten hatte ich mir vermutlich die Rippen gebrochen, wovon ich die Ursache nicht kenne (evtl zu starkes Hohlkreuz beim Traning, dadurch extreme Belastung der Rippen in der Bügelregionen) häufig tun die vorstehenden Rippenbögen weh oder das rechte bügelende. Ich gehe davon aus, dass die OP für die Stabilität meines Brustkorbes sehr negativ war und auch das Lungenvolumen hat sich von 5 auf 2 L verringert (Pusteübungen mit Plastikteil) Optisch bin ich mit dem Ergebnis zufrieden und das war die Motivation der OP.

Warum wolltest du damals an den Rippenbögen nichts korrigieren lassen und würdest du dies auch mir nicht empfehlen?


Lützenberg hatte mir im Vorstellungsgespräch gesagt, dass man sich für den richtigen Chirurgen entscheiden sollte und dann bei möglichen Komplikationen dies "gemeinsam" durchzustehen und nicht sofort zum einem anderen Arzt rennt.
Titel: Re: TB-OP bei Prof. Schaarschmidt
Beitrag von: rabbit am 22. Mai 2017, 14:54:07
Als Patient hat man kaum die Möglichkeit, sich vor der OP für den "richtigen" Chirurgen zu entscheiden. Das weiß man erst hinterher. Für den Fall, dass es dann der "falsche" war, macht es keinen Sinn darauf zu hoffen, mit diesem noch eine Besserung zu erzielen.
Solche Ratschläge kommen wohl nur dadurch zustande, dass man als Chirurg keine Lust hat die Baustelle eines anderen Arztes zu übernehmen. Ich habe als Patient nicht nur einmal einen Satz der Art "mit einer Primär-OP bei mir hätten Sie heute ein besseres Ergebnis", "ich hätte das besser als die Kollegen in XYZ machen können" und "es wäre besser wenn Sie damit in XYZ bleiben, Sie sind da in den besten Händen" gehört.
Im Falle einer Komplikation steht man als Patient alleine da und sollte meiner Meinung nach sehr wohl auch zu anderen Chirurgen gehen um die Optionen abzuklopfen.
Titel: Re: TB-OP bei Prof. Schaarschmidt
Beitrag von: Sascha am 23. Mai 2017, 09:12:50
Zitat von: rabbit am 22. Mai 2017, 14:54:07
Als Patient hat man kaum die Möglichkeit, sich vor der OP für den "richtigen" Chirurgen zu entscheiden. Das weiß man erst hinterher. Für den Fall, dass es dann der "falsche" war, macht es keinen Sinn darauf zu hoffen, mit diesem noch eine Besserung zu erzielen.
Solche Ratschläge kommen wohl nur dadurch zustande, dass man als Chirurg keine Lust hat die Baustelle eines anderen Arztes zu übernehmen. Ich habe als Patient nicht nur einmal einen Satz der Art "mit einer Primär-OP bei mir hätten Sie heute ein besseres Ergebnis", "ich hätte das besser als die Kollegen in XYZ machen können" und "es wäre besser wenn Sie damit in XYZ bleiben, Sie sind da in den besten Händen" gehört.
Im Falle einer Komplikation steht man als Patient alleine da und sollte meiner Meinung nach sehr wohl auch zu anderen Chirurgen gehen um die Optionen abzuklopfen.

Auch meine Erfahrung hierbei, der einzige der dennoch ernsthaft Interesse zeigt und an Lösungen arbeitet, auch nach etlichen Vor Ops ist Dr. Tarhan in Frankfurt. Schaut ziemlich genau redet nichts schön, aber dramatisiert auch nicht. Je nach vor Ops kann aber auch er nicht Zaubern. Muss man von Fall zu Fall sehen, bei mir scheint einfach enorm viel zerstört worden zu sein, zumindest innerlich, optisch ist es auf Normalniveau.
Titel: Re: TB-OP bei Prof. Schaarschmidt
Beitrag von: annaj am 23. Mai 2017, 14:00:15
Dr. Lützenberg hat ja letztendlich entschieden, kein re-op bei dir durchzuführen Sascha. Manchmal hilft eine Op nicht weiter. Wird dr. Tarhan eine bei dir machen?
Titel: Re: TB-OP bei Prof. Schaarschmidt
Beitrag von: ex.pectus am 23. Mai 2017, 20:37:05
Zitat von: Zonki am 22. Mai 2017, 13:15:18Warum wolltest du damals an den Rippenbögen nichts korrigieren lassen und würdest du dies auch mir nicht empfehlen?

Zur Diskussion stand bei mir damals nur, ob man die überstehende Spitze vom Brustbein abflacht/abträgt, so dass sie eben nicht so weit übersteht. Da es aber nur auf dem Röntgenbild so schlimm aussieht und nicht auch in echt, war der optische Aspekt für mich nicht so entscheidend. Entscheidender war, dass diese zusätzliche "Manipulation" am Brustbein ja auch unerwünschte Wirkungen und Risiken beinhalten kann. Rippenbögen waren für mich sowieso kein Thema. Dafür würde aber das gleiche gelten.

Zitat von: Zonki am 22. Mai 2017, 13:15:18Lützenberg hatte mir im Vorstellungsgespräch gesagt, dass man sich für den richtigen Chirurgen entscheiden sollte und dann bei möglichen Komplikationen dies "gemeinsam" durchzustehen und nicht sofort zum einem anderen Arzt rennt.

Das war dann also vorher, also vor der OP und vor eingetretenen "Komplikationen". Vielleicht ging es eher darum herauszustellen, wie weitreichend die (erste) Auswahl-Entscheidung ist, statt sie als kaum änderbar darzustellen.

Mich würde aber schon noch interessieren, wie deine Brust konkret aussieht. Also ob es da tatsächlich ein Problem gibt. Wenn du das jetzt noch nicht posten willst, könntest du das ja auch noch nach der Bügelentnahme nachholen.
Titel: Re: TB-OP bei Prof. Schaarschmidt
Beitrag von: Zonki am 23. Mai 2017, 20:42:06
Ja das war vor der OP. Lützenberg wollte nur bekräftigen, dass man dem behandelnden scheiterten vertrauen und von ihm überzeugt sein muss.

Willst du ein Röntgenbild ?
Titel: Re: TB-OP bei Prof. Schaarschmidt
Beitrag von: ex.pectus am 23. Mai 2017, 21:02:10
Zitat von: Zonki am 23. Mai 2017, 20:42:06Willst du ein Röntgenbild ?

Ja, gerne. Erkennt man da auch als Laie etwas? Wenn du es hier postest, haben alle etwas davon. Entweder als Anhang oder mit einem Bilderdienst (z.b.: www.picr.de). Bei manchen Viewern für Röntgenbilder kann man die Patientendaten über das Menu ausblenden, sonst eben mit einer Bildbearbeitung wegmachen/übermalen.
Titel: Re: TB-OP bei Prof. Schaarschmidt
Beitrag von: MistTB am 20. September 2017, 22:06:13
Hallo,

hier noch eine späte Antwort von mir.

Ich wurde 2010 von Prof. Schaarschmidt operiert und habe 2 Bügel bekommen.

Probleme hatte ich keine grosse, ich war zur OP schon fast 39 Jahre alt.

Allerdings gabs eben nach da OP keine weiteren Infos oder Kontrollen, das hätte man sich vielleicht nach 1 Jahr oder so gewünscht, aber muss ja nicht, wenn alles ok ist.

Ich hatte erst vor der Entnahme dann etwas Schmerzen und bin dann daher direkt wieder ins Klinikum, die Entnahme war dann gleich am nächsten Tag.

Hätte mich vielleicht schon eher anmelden sollen, da es schon 5 Jahre waren.  Ein Bügel hatte sich auch etwas verwachsen oder wie man es nennt.