Trichterbrustforum.de

Bitte loggen sie sich ein oder registrieren sie sich.

Einloggen mit Benutzername, Passwort und Sitzungslänge
Erweiterte Suche  

Neuigkeiten:

Seiten: 1 2 [3] 4 5 ... 10
 21 
 am: 10. Juli 2018, 20:32:44 
Begonnen von OS92 - Letzter Beitrag von OS92
Guten Abend,

Ich bin 26 Jahre Alt und leider habe auch ein Trichterbrust.
Die Tiefe schätze ich 2,5 bis 3 cm.
Ich fühle keine Schmerzen usw, es geht mehr um einer optischen/psychischen Belastung.
Ich würde mich gern an einem Artz wenden. Ich will einfach wissen, ob mein Teichterbrust welche Einfluss auf meine Gesundheit hat oder in der Zukunft haben kann. Falls nicht, ob ich zum Beispiel eine Sauglocke oder Implantat machen kann.

Ich  komme davon aus, wenn ich so eine Kontrolle beim Arzt ein mal im Leben mache, dann kann ich auch irgendwo weiterfahren um mich zu untersuchen. Hauptsache will ich durch einen Fachmann untersuchen werden.
Ein Platz, der als Schwerpunt die Treichterbrustprobleme hat.
Ich wohne in Bayern (in der Nahe von Würzburg). In welcher Klinik / Bei welchem Arzt soll ich am besten ein Termin ausmachen ?


Mfg

 22 
 am: 10. Juli 2018, 00:54:48 
Begonnen von AnnaMiau - Letzter Beitrag von AnnaMiau
Hallo,

Mein Name ist Anna und ich wurde vor ca 17 Jahren in Berlin Buch nach Nuss an meiner Trichterbrust operiert. Das Ergebnis ist gut, wenn auch nicht so wie ich es mir damals vorgestellt hatte....Ich dachte mein Oberkörper wäre dann so wie der von den andren Mädels 😬. Nach so langer Zeit ist immer noch alles an seinem Platz und nichts abgesunken. Die Zeit im Krankenhaus war schrecklich, da ich ein Pneu hatte und 2Wochen auf der Intensivstation war...und damals war das noch nicht diese schicke neue Klinik. Das alles so am Rande. Das ist jetzt so lange herund ich habe ein Trauma von der OP, das sich erst nach mehreren Jahren herauskristallisiert hat. Hat noch jemand soeine Erfahrung gemacht?

LG, Anna

P.S. Tut mir leid, wenn alles ein bisschen verwirrend klingt, ich bin aufgeregt. Man darf gern nachfragen.




So, jetzt hab ich viel Zeit für Ergänzungen. Wahrscheinlich kann mit meinen dürftigen Infos niemand was anfangen.
Also versuche ich mich mal zu erklären.
Ich wurde mit 15 Jahren in Berlin Buch von Prof. Dr. Schaarschmidt operiert und zwar zwei Wochen vor Weihnachten, damit ich nicht zu lange von der Schule fernbleiben musste. Mir wurden zwei Bügel eingesetzt, einer unter das Brustbein und einer über den Rippen. Mit einem Bogen wurde meine Lunge leicht verletzt, was dazu führte, dass sich ein Pneu gebildet hat. Dieses wurde nicht kleiner, darum blieb ich für zwei Wochen auf Intensiv, bis meine Eltern mit mir auf eigene Verantwortung nach Hause gefahren sind. Die Zeit im Krankenhaus war schrecklich, da ich Husten bekommen habe und die Medikamente nicht vertragen habe...Husten und sich übergeben ist nach so einer OP nicht unbedingt angenehm. Die ersten Tage waren wirklich schlimm, aber es wurde schnell besser. Ich war sehr froh, dass meine Mutter bei im Krankenhaus geblieben ist und mich unterstützt hat. Ich kann mich an die Tage vor der OP nicht mehr erinnern, wollte mir nicht erklären lassen, was genau gemacht wird. Ich weiß nur noch, dass Dr. Schaarschmidt irgendwelche Zeichnungen auf meinem Brustkorb gemacht hat. Auch an die Jahre vor der OP kann ich mich kaum erinnern. Als ich dann zuhause war und langsam wieder alles ok war, habe ich angefangen mich von meiner Familie zu entfernen und bin nur noch weg gewesen, viele Jahre lang. Ziemlich schnell kam ich in Therapie wegen Depressionen und Angststörungen. Ich bekam immer größere Schmerzen im ganzen Körper, war/bin fast immer müde und erschöpft. Zwischen meiner Familie und mir wurde alles immer schwieriger.

Die Bögen habe ich erst nach 7 Jahren entfernen lassen, aus Angst vor der OP. Meine Mutter hat mich wieder begleitet. Nach der OP hatte ich entsetzliche Schmerzen, welche von den Schwestern nur abgewunken wurden mit den Worten, dass ich nicht so jammern soll, weil es ja nur ne Materialentfernung war... nach ein paar Tagen stellte sich dann heraus, dass mir rechts die Rippen gebrochen wurden, weil sie noch einer Korrektur bedurften. Hm, hat uns nur leider niemand gesagt bzw. gefragt. Naja...

Ein Jahr später hatte ich einen Nervenzusammenbruch, war mittlerweile bei vielen Therapeuten, auch in einer psychosomatischen Klinik, aber erst vor gut zwei Jahren wurde zum ersten Mal die Vermutung geäußert, dass dies alles einen Zusammenhang haben könnte. Ich habe einfach nicht darüber gesprochen, über die Angst, dass ich keine Luft mehr bekomme, dass ich mich seit meiner OP nicht mehr an meinem eigenen Brustkorb angefasst habe, weil ich ihn als Fremdkörper empfinde. Das ist gerade das erste Mal, dass ich mich unter Menschen äußere, die auch so eine Operation hinter sich haben. Ich habe irgendwann auch mal einen Brief bekommen von einem Mädchen, das auch überlegt hatte sich operieren zu lassen. Ich habe immer noch ein schlechtes Gewissen, weil ich ihr nie geantwortet habe. Ich konnte einfach nicht. Nach der OP hat sich das Fernseh-Team von Brisant gemeldet bei mir, ob ich ein Interview geben würde. Habe ich auch gemacht. In der Folge wurde eine Operation von einem jungen Mann gezeigt und ich wurde befragt, wie es mir nach der OP geht, ob ich mehr Selbstwert habe. Ich kann mich nicht mehr erinnern, was ich in dem Interview von mir gegeben habe. Für mich ist meine Vergangenheit ziemlich verschwommen. Vielleicht finde ich die Videokassette zuhause noch irgendwo. Ich weiß, dass das alles nicht unbedingt an dieser speziellen OP liegt, ich hatte einfach das Bedürfnis endlich mit Menschen zu sprechen, die vielleicht eine ähnliche Erfahrung gemacht haben.  Ich spüre auch leider noch immer ein starkes Taubheitsgefühl am gesamten Brustkorb, immer wieder schießen mir Bilder in den Kopf, wie ich aufgeschnitten werde und wie alles einfällt und wieder ein Loch in meinem Körper ist. Oft habe ich das Gefühl ich hätte durch die OP etwas verloren, was unwiederbringlich ist.

Und nicht, dass man mich falsch versteht, Dr. Schaarschmidt hat mich sehr gut behandelt und alles war im Großen und Ganzen in Ordnung. Auch das Ergebnis ist, denke ich, gut.

Ich würde mich wirklich sehr freuen, wenn jemand etwas dazu sagen könnte.

 23 
 am: 08. Juli 2018, 11:31:50 
Begonnen von Gundam - Letzter Beitrag von Gundam
Hallo Tejot,

danke für dein Feedback. Ich hoffe dass deine OP erfolgreich verlaufen ist und dass neben der optischen auch eine gesundheitliche Verbesserung bzgl. deiner Herzschmerzen eingetreten ist. Ich habe aktuell keine Schmerzen am Herzen, aber mit zunehmendem Alter kann die Trichterbrust ja stärker werden und damit können auch die gesundheitlichen Probleme zunehmen. Diese Möglichkeit und die Tatsache dass die OP mit steigendem Alter an Komplexität zunimmt spielen bei meiner Entscheidungsfindung auch eine Rolle.

Vor den zwei OP‘s, möglichen Komplikationen und dem langen Weg der Genesung habe ich großen Respekt. Dank der zahlreichen Erfahrungsberichte bekommt man einen guten Überblick und macht sich so seine Gedanken, auch bei der Wahl des richtigen Operateurs.

LG Gundam

 24 
 am: 07. Juli 2018, 18:36:30 
Begonnen von DamianoS - Letzter Beitrag von Bachos84
Hallo!

Falls sie noch zu haben ist, ich hätte Interesse...

 25 
 am: 04. Juli 2018, 21:52:07 
Begonnen von Gundam - Letzter Beitrag von Tejot
Also eine leichte Kompression des Herzens kann die Pumpe schon ab.
Bei mir wurde es schlimmer (Haller 4.0) und machte Schmerzen am Herzen. Dann kam ich um die OP nicht mehr herum. Inwieweit es dich leistungsmäßig einschränkt bzw ob das die OP für dich rechtfertigt musst du entscheiden. In jedem Fall ist ein deutlicher Rundrücken und ein Hohlkreuz bzw. ein stark gekipptes Becken zu erkennen, wodurch ich sportliche Gegenmaßnahmen gepaart mit evtl Fitnessclub und Ausdauersport empfehlen werde. Ersteres für die Haltung, zweites zur mentalen/psychischen Verbesserung und letzteres für dich selbst um abzuwägen ob die aktuelle Leistungseinschränkung dich tatsächlich so einschränkt, um die OP zu machen.

Ich bin auch etwa so alt und bin froh es gemacht zu haben weil es sein musste aber ich habe der OP anfänglich zu wenig Respekt entgegengebracht.

Lass es in jedem Fall nicht in einer willkürlichen Klinik machen. Such dir einen guten Spezi!

VG

 26 
 am: 04. Juli 2018, 20:55:05 
Begonnen von Gundam - Letzter Beitrag von Gundam
Hallo zusammen,

nach einigen Jahren als stiller Mitleser möchte ich zunächst loswerden wie klasse ich dieses Forum und die Möglichkeit des Austauschs rund um das Thema Trichterbrust finde.

Ich bin Anfang 30 und habe seit jungen Jahren eine Trichterbrust mit einem recht großflächigen Trichter,  heraus stehenden Rippen und einem Hallerindex um die 3. Nach einigen Überlegungen habe ich euch mal ein paar Bilder zur Beurteilung eingestellt, kostet ja doch etwas Überwindung. Meine Trichterbrust hat zu einer leichten Kompression des Herzens, einer verminderten Leistungsfähigkeit bei hoher sportlicher Aktivität und Haltungsschäden geführt. Besonders zu schaffen macht mir jedoch die mentale Belastung mit der man sich über die Jahre jeden Tag auseinander setzen muss. Dabei fällt mir aktuell die Abwägung zwischen Chancen und Risiken einer OP extrem schwer, obwohl die Krankasse die Kostenübernahme bereits zugesagt hat.

Freue mich auf Eure Meinung und Erfahrungen, danke.

LG Gundam

 27 
 am: 04. Juli 2018, 18:50:59 
Begonnen von DamianoS - Letzter Beitrag von Harry94
Wie lange war die in Benutzung?
Wäre grundsätzlich interessiert.

 28 
 am: 03. Juli 2018, 12:17:30 
Begonnen von Hufflpuff - Letzter Beitrag von Hufflpuff
Und bitte schreibt dazu, falls bei euch syndromale Störungen, wie ein Marfan Syndrom zu Grunde liegen, da deren Erbgang ja bereits geklärt ist.

 29 
 am: 03. Juli 2018, 12:07:54 
Begonnen von Hufflpuff - Letzter Beitrag von Hufflpuff
Hallo  :),
da ich in der Literatur keine Aussage darüber finde, wie die Trichterbrust vererbbar ist und das Thema für jeden von uns von hohem Interesse ist, möchte ich vorschlagen, dass jeder schreibt, 1. Welcher von seinen Familienangehörigen betroffen ist (insb. Kinder, Eltern, Geschwister, Kinder der Geschwister) 2. Welche nicht betroffen sind.

Ich bin von einer stark ausgeprägten Trichterbrust betroffen. Mein Bruder von einer gering ausgeprägten. In unserer Familie ist sonst niemand betroffen. Mein Vater hat 2 Geschwister, dessen Kinder keine Trichterbrust haben. Meine Mutter ist Einzelkind. Meine Großeltern haben jwls. nicht beroffene Geschwister.

Vielen Dank und mit den besten Grüßen!

 30 
 am: 02. Juli 2018, 19:40:43 
Begonnen von BriiqX - Letzter Beitrag von annaj
Der Trichter ist klein aber deutlich finde ich. Darüber hinwegsehen kann man. Wenn es trotzdem stört, kann ich verstehen wenn du dein Optik verändern möchtest und zu einer der (wenigen aber sehr mediapräsenten) glatten Menschen die alle gleich aussehen gehören möchtest... ;) . Lass dich Zeit bei der Entscheidung, informiere dich gründlich. Alles Gute!

Seiten: 1 2 [3] 4 5 ... 10