Hat zwar nichts mit dem Thema Trichterbrust zu tun, aber da der Name Schaarschmidt hier ja beinah jedem im Forum ein Begriff ist...hier ein aktueller Artikel aus der Welt.
http://www.welt.de/gesundheit/article117091907/Jetzt-ist-an-Annas-Lunge-alles-richtig-angeschlossen.html
Der Artikel ist wirklich sehr beeindruckend. Und ähnliche Berichte über medizinische Erfolge und Höchstleistungen von Prof. Schaarschmidt gibt es schon einige, seit Jahren.
Am wichtigsten ist natürlich, dass dem operierten Baby mit der "Speiseröhrenlunge" bestmöglich geholfen werden konnte. Es wurde quasi wieder ein kleines Wunder der Hochleistungsmedizin vollbracht, an dem Prof. Schaarschmidt als Chirurg mit seiner operativen Erfahrung und seinen speziellen operativen Tricks vermutlich den größten Anteil tragen dürfte. Tolle Sache.
Als TB-Forum-User mit Blick auf die speziellen Bedürfnisse TB-Betroffener fällt meine Bewertung etwas differenzierter aus:
überregional und länderübergrenzend gefragte Fachkompetenz:
Wie gesagt, solche Artikel über die Leistungen von Prof. Schaarschmidt gibt es einige. Neu in dem Artikel war für mich, dass Prof. Schaarschmidt und sein Team von Helios von anderen Fachkollegen um Hilfe gebeten wurden. Das ist für mich ein wichtiger Beleg für Expertise und Kompetenz. Allerdings, also kleine Einschränkung, bezieht sich dieser Beleg ja gerade nicht auf das Gebiet der Trichterbrust-Chirurgie. Auf dem Gebiet der TB-Chirurgie ist es nicht nur so, dass mir ein solcher Beleg der Anerkennung von Fachkollegen noch nicht über den Weg gelaufen ist, sondern es ist vielmehr sogar so, dass es indirekte Hinweise in die entgegengesetzte Richtung gibt, also eher kritischer Beurteilung von Fachkollegen bzgl. TB-Chirurgie. Ich habe noch nie davon gehört, dass jemand wegen seiner besonders schwierigen TB oder sonstigen Thoraxdeformität von einem anderen TB-Chirurgen an Prof. Schaarschmidt verwiesen wurde, weil der das besser kann. Das könnte fachliche Gründe haben. Es könnte auch am "vergifteten" (?) Klima in der "Tb-Chirurgen-Szene" liegen. Keine Ahnung. Jedenfalls kenne ich keinen postiven Beleg von Fachkollegen bzgl. TB-Chirurgie. Empfehlungen von TB-Patienten gibt es natürlich. Jede Menge und weltweit.
Hochleistungsmedizin und medizinischer Fortschritt:
Die beste Hochleistungsmedizin ist immer noch die, die man nicht benötigt. Es ist natürlich sehr gut, dass es Hochleistungsmedizin gibt und dass der medizinische Fortschritt dazu führt, dass immer mehr Patienten immer besser geholfen werden kann.
Umso schlechter es einem Patienten geht und umso weniger Behandlungsalternativen es gibt, desto mehr ist man auf die Hoffnung und den Glauben an die Möglichkeiten und Fähigkeiten der Hochleistungsmedizin angewiesen. Manchmal bleibt eben nichts anderes übrig, als auf ein kleines Wunder zu hoffen und alle möglichen Risiken notgedrungen in Kauf zu nehmen.
Und was bedeutet das für Patienten, die sich nicht in so einer extremen, fast "alternativlosen" bzw. lebensgefährlichen Situation befinden?
Wirklich interessant dieser Artikel muss ja eine riesen Operation gewesen sein erstaunlich das sie das geschafft haben wirklich eine Topleistung.