Trichterbrustforum.de

Allgemeines => Allgemeine Themen => Thema gestartet von: Zuversichtliche am 11. Februar 2008, 14:42:13

Titel: Lungenfunktionstest und Belastungs-EKG
Beitrag von: Zuversichtliche am 11. Februar 2008, 14:42:13
Hallo,

ich habe mal eine Frage zum Lungenfunktionstest und Belastungs-EKG:

diese Untersuchungen werden vor der TB-OP durchgeführt. Gibt deren Ergebnis ein Hinweis darauf, dass eine TB-OP gesundheitlich notwendig ist? Anders gefragt: hat ein Lungenfunktionstest bei gesundheitlichen Problemen einer TB immer ein schlechteres Ergebnis, als ohne TB? Und wie ist das bezüglich Belastungs-EKG?

Kann mir da jemand weiterhelfen?

Danke Euch herzlich, auch für dieses informative Forum.

Titel: Re: Lungenfunktionstest und Belastungs-EKG
Beitrag von: Rob am 11. Februar 2008, 16:11:54
aqlso mein lungenfunktionstest war völlig normal obwohl ich einen trichter mit 8,5 cm hatte.

gruß rob
Titel: Re: Lungenfunktionstest und Belastungs-EKG
Beitrag von: Kosmo am 11. Februar 2008, 17:18:59
Meine TB war auch so groß, mein Lungenvolumen war aber etwas eingeschränkt. Es gibt auch nicht DIE Trichterbrust. Meist sieht jeder anders aus. Meine war ziemlich großflächig.

Weiterhin gibt es viele Arten der gesundheitlichen Beeinträchtigung. Die sind aber alle auf dieser Heimseite aufgelistet. Eine Einschränkung der Lunge ist nicht zwingend. ;)

EKG: Leute mit TB neigen zu einem hohen Puls. Das wissen Internisten aber nicht immer. Daher musst du da vll. selbst drauf achten und das erfragen beim Belastungs-EKG. Unsportlichkeit kann natürlich auch ein Grund sein...
Titel: Re: Lungenfunktionstest und Belastungs-EKG
Beitrag von: Dominik92 am 11. Februar 2008, 17:28:29
Mir kommts grad so vor wie du schummeln willst bei Lungenf.Test ;) Probiers einfach und dass mit dem Puls stimmt bei mir nach 10 minuten Crosstrainer bei 60 u/min Puls von 180 ca...
Titel: Re: Lungenfunktionstest und Belastungs-EKG
Beitrag von: Zuversichtliche am 11. Februar 2008, 17:47:06
Hallo Dominik,

solltest Du mich meinen, bzgl. des Schummeln beim Lungenfunktionstest, dann irrst Du Dich aber gewaltig.
Ich bin nicht scharf auf eine TB-OP, wenn es keine gesundheitlichen Beeinträchtigungen geben würde, käme eine solche OP für mich nicht in Frage.

Mich interessiert es nur deshalb, weil ich zu einem Gespräch bzgl. der Trichterbrust dieses mitbringen soll. Daraufhin habe ich mir diese Frage gestellt, ob es da einen Zusammenhang geben muß.
Meine Atmung ist bereits eingeschränkt - wenn ich ein paar Treppen hoch gehe, hechle ich bereits jetzt wie so ein Hund, wenn er seinem Stöckchen nachgerannt ist. Ich weiß also schon, dass ich keine allzugute Lungenfunktion habe (wurde letztes Jahr auch bereits schon mal von einem Arzt festgestellt).

Dem Arzt, bei dem ich das Vorgespräch habe, habe ich auch gleich mitgeteilt, dass ich mich erst einmal informieren möchte - die Arzthelferin wollte nämlich, dass ich direkt schon im Vorfeld nach einer Kostenübernahme für die OP bei der Krankenkasse nachfrage und auch mitbringe. Dies ist für mich aber erst ein späterer Schritt - wenn eine OP notwendig wäre und ich mich dazu durchgerungen hätte.



Titel: Re: Lungenfunktionstest und Belastungs-EKG
Beitrag von: Dominik92 am 11. Februar 2008, 21:15:10
ne war jetzt allgemein gedacht nix gg dich ;) ich kenn halt doch einige bzw les davon dass die schummeln lg
Titel: Re: Lungenfunktionstest und Belastungs-EKG
Beitrag von: Rolf.Koch am 22. Februar 2008, 15:20:07
@Zuversichtliche

Dann hat es evtl. eher was mit Kondition zu tun :)  . Auch nach der Operation kann man nach dem Teppensteigen hecheln, wenn man keine Kondition hat.

Grundsätzlich glaube ich, dass eine einschränkung der Lungenfunktion durch die Trichterbrust nur äußerst selten tatsächlich so stark sein kann, dass dadurch ernsthaft Probleme auftreten. Die meisten die ich hier in Berlin getroffen habe, haben sich eher wegen kosmetischen Gründen unters messer gelegt - auch wenn natürlich jeder das Herz und die Lunge vorschiebt. Aber wenn man so zwishcen den Zeilen liest (hört), dann ist es doch meistens der psychischen Leidensdruck.

@Dominik92

Ja, die Schummler kenne ich auch. Irgendwie schon ein Armutszeugniss, dass die Krankenkassen die Kostenentscheidungen an so einfach manipulierbaren Kriterien festmachen.....
Titel: Re: Lungenfunktionstest und Belastungs-EKG
Beitrag von: Kosmo am 22. Februar 2008, 16:54:54
Ich glaube, so etwas solltest du lieber nicht öffentlich schreiben.
Titel: Re: Lungenfunktionstest und Belastungs-EKG
Beitrag von: Rolf.Koch am 22. Februar 2008, 17:27:15
hast recht. habs geändert. gruß
Titel: Re: Lungenfunktionstest und Belastungs-EKG
Beitrag von: Zuversichtliche am 11. März 2008, 18:53:09
So, nun habe ich einige Untersuchungsergebnisse: mein Lungenfunktionstest war vom Ergebnis nicht so gut. Falls sich jemand damit auskennt: mein ERV, IVC und FVC betragen nur zwischen 28 und 70% der Norm. Auch beim Belastungs-EKG ist ein schneller Pulsanstieg bei bereits geringer Belastung erkennbar.
An mangelnder Kondition kann es allerdins nicht liegen, da ich trotz Atemprobleme regelmäßig Sport treibe.
Mein Haller-Index beträgt 5,0 (bei einem Wert >3,2 wird bereits eine OP empfohlen). Mannheim hat dringend eine operative Korrektur empfohlen.

Jetzt muß ich wohl nach Berlin, um dort eine Meinung einzuholen. Bin mal gespannt, wann ich einen Beratungstermin bekomme. Vor der OP habe ich allerdings so großen Schiss, dass ich nicht weiß, ob ich mich wirklich dazu durchraffen kann. Meine Angst liegt allerdings weniger an den evtl. Schmerzen, sondern mehr daran, dass etwas schief geht, meine Atemprobleme doch nicht an der TB liegt oder nach der Bügelentnahme der Trichter wieder einfällt.

Keine Ahnung wie es weiter geht.

Lieben Gruß an alle und toll, dass es das Forum gibt!
Titel: Re: Lungenfunktionstest und Belastungs-EKG
Beitrag von: Kosmo am 12. März 2008, 09:14:30
Mit meiner Atmung nach der OP beim Sport wurde es besser. ;)
Titel: Re: Lungenfunktionstest und Belastungs-EKG
Beitrag von: Pexc am 12. März 2008, 14:50:35
Bei mir wurde es nach der OP schlechter.
Titel: Re: Lungenfunktionstest und Belastungs-EKG
Beitrag von: Zuversichtliche am 12. März 2008, 17:04:04
Ohje, was heißt denn "es wurde nach der OP schlechter"?
Meine Werte sind so ja schon recht schlecht - da kann ich mir gar nicht vorstellen wie es ist, wenn sie noch schlechter sind.

@Pexc: war das nur vorübergehend oder ist es seit der OP immer noch schlechter? Was sagt der Arzt dazu und wie war es bei Dir vor der OP?

Gruß
Titel: Re: Lungenfunktionstest und Belastungs-EKG
Beitrag von: Pexc am 12. März 2008, 17:15:10
Ich habe wohl nach der OP aus unbekannten Gründen Asthma bekommen. Vielleicht hatte ich es vorher schon und bemerkte es nicht? Keine Ahnung. Ich habe es halt bemerkt, als ich erkannte, daß das Japsen beim Treppensteigen unabhängig vom Fitnessgrad war. Ich habe mich mittlerweile daran gewöhnt, aber es war definitiv nicht erwartet. Ich war bei diversen Ã,,rzten, sie haben es auch nicht verstanden, irgendwann habe ich es dann gelassen. Ich hatte keinen Bock mehr auf Ã,,rzte, da eh jedesmal irgendwas gefunden wurde, was nicht behandelbar war.
Die OP bringt meiner Meinung nach hauptsächlich etwas für die Psyche, außer natürlich bei Extremfällen (http://web517.s13.okayspace.de/Trichter/index.php?topic=737.0). Vor der OP erhoffte ich mir alles mögliche (mehr Luft, keine Herzrhythmusstörungen mehr, ...), aber nichts davon erfüllte sich. Von daher ist es zwar nett, daß man es durch Angaben von körperlichen Problemen bezahlt bekommt, aber man sollte nicht hoffen, daß danach auch diese Beschwerden weg sind.
Titel: Re: Lungenfunktionstest und Belastungs-EKG
Beitrag von: Zuversichtliche am 12. März 2008, 17:48:52
Hallo Pexc,

danke für die Erläuterungen. Tja, Du bestätigst meine Bedenken. Ich habe auch schon bei einem Arzt nachgefragt, ob denn meine Atemprobleme von der TB kommen oder nicht. Der hat mir dann eine OP empfohlen und gemeint, dass 90% aller Patienten danach eine Besserung spürten. Er kann jedoch nicht sagen, ob es an der TB-OP oder an der Psyche (d.h. Patient unterstellt vom Kopf her, dass es besser ist und somit ist das Atem-Empfinden auch besser) liegt.
Diese Aussage hat mich total nachdenklich gemacht. Ich weiß nur, dass ich eine Verbesserung meiner Atmung benötige, da ich mich nicht mehr richtig bewegen kann ohne Atemprobleme zu bekommen. D.h. sobald ich mich irgendwie drehe (Becken oder Oberkörper), kann es zu noch stärkeren Atemprobs kommen.

Ich werde mir die Entscheidung auf jeden Fall nicht leicht machen und gut überlegen.

Dir weiterhin gute Besserung, dass Deine Atemprobleme möglichst bald besser werden.

Titel: Re: Lungenfunktionstest und Belastungs-EKG
Beitrag von: Cathy am 13. März 2008, 14:16:00
@ Zuversichtliche,

ich hatte auch ein sehr schlechtes Ergebnis bei dem Lungenfunktionstest und Belastungs-EKG. Obwohl ich immer viel Sport gemacht habe, jedoch aufhören musste, wo meine TB bzw. der ganze Brustkorb weiter nach innen wuchs und der Brustkorb dadurch noch flacher wurde. Dadurch hatte ich starke Atemprobleme und Herzstechen.
Jetzt nach meiner Op ist das komplett weg und ich kann wieder richtig durchatmen ohne Probleme und komme auch wieder besser eine Treppe hoch, obwohl ich im Moment auch noch kein Sport machen kann, da ich immer noch Schmerzen habe.
Das heißt natürlich nicht, dass das bei jedem so sein muss, wie das Beispiel von Pexc zeigt.
Ich drück Dir auf jeden Fall die Daumen, falls Du Dich zur OP entschließen solltest.

Viele Grüße
Titel: Re: Lungenfunktionstest und Belastungs-EKG
Beitrag von: Kosmo am 13. März 2008, 23:04:54
Zitat von: Zuversichtliche am 12. März 2008, 17:48:52
Hallo Pexc,

danke für die Erläuterungen. Tja, Du bestätigst meine Bedenken.

Nun ja, die gibts dir die Antwort selbst. Bei 90 % wird es laut dem Arzt (ich vertrau jetzt mal seinen Aussagen: er hat Erfahrung, du nicht!) besser, bei 10 % nicht. Pexc gehört zu den unglücklichen 10 %. Warum bestätigt das deine Bedenken? Es gibt keine OP mit einer 100 %igen Erfolgsquote - egal ob man nun eine Zahn-OP, Hüft-OP oder TB-OP macht. Fakt ist: Die Chancen stehen gut, wenn du was machen lässt. Wenn du nichts machen lässt, wird aber auch nicht besser werden. Wobei die OP natürlich kein Spaziergang ist. Wer Bedenken hat, wird in diesem Forum letztlich immer sehr gut fündig, weil er einen Haufen Sachen finden kann, die schiefgehen und die Bedenken bestätigen. Das Forum hier hat mich damals auch sehr geschockt. Trotzdem habe ich die OP druchgezogen, es war noch schwerer, als ich es mir vorstellte, trotzdem freue ich mich jetzt, dass ich es habe machen lassen. Ich hatte früher alle paar Wochen eine Bronchitis. Seit drei Jahren hatte ich keine einzige mehr!