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Allgemeines => Allgemeine Themen => Thema gestartet von: ex.pectus am 25. Februar 2012, 13:06:00

Titel: Was macht Prof. Schaarschmidt anders?
Beitrag von: ex.pectus am 25. Februar 2012, 13:06:00

Also irgendwas machen die in Berlin-Buch anders, ich weiß nur noch nicht was:

Eine interessante Frage, auf die ich auch noch keine umfassende, abschließende, in sich geschlossene, richtige Antwort habe.

Aber vielleicht kommt man der Antwort ja ein Stück näher, wenn man mal ein paar Mosaiksteinchen zusammenträgt.

Prof. Schaarschmidt macht selbst ungewöhnlich viel PR, Werbung, Öffentlichkeitskeitsarbeit oder wie man das nennen will, siehe Beispiele (http://web517.s13.okayspace.de/Trichter/index.php/topic,1003.msg10126.html#msg10126). Das ist meiner Meinung nach absolut außergewöhnlich.

Dabei geht es offenbar nicht nur um die pure, neutrale Information, sondern auch um die einseitige Hervorhebung von Vorteilen, ohne gleichzeitig auf die Nachteile hinzuweisen, siehe Beispiel (http://web517.s13.okayspace.de/Trichter/index.php/topic,1212.msg10036.html#msg10036).

Aber auch auch die herausgestellten Vorteile sind bei genauerer Betrachtung fragwürdig:

Im September 2006, genauer am 21.09.2006 schreibt schaar (http://www.pectusinfo.com/board/member.php?action=viewpro&member=schaar) aka Prof. Schaarschmidt auf pectusinfo.com (http://www.pectusinfo.com/board/viewthread.php?tid=3029&goto=search&pid=23547):
Zitat
We have developped a special bar fixation in Berlin and so far we have a zero bar dislocation rate in Berlin-Germany

Also die berühmte Modifikation der Nuss-Methode durch Verbesserung der Befestigungsmethode, mit der es keine Bügelverschiebungen mehr gibt.

Und das, obwohl in unmittelbaren Zusammenhang von Betroffenen zu lesen ist, dass nach einer OP in Berlin-Buch im Januar 2006 eine erneute OP nötig war, weil die Fäden am Bügel bzw. Rippe gerissen sind und der Bügel dadurch verrutscht ist, s. hier (http://web517.s13.okayspace.de/Trichter/index.php/topic,409.msg3871.html#msg3871).

Eigentlich kann man den Widerspruch zwischen Darstellung und Patienten-Wirklichkeit hier nicht befriedigend auflösen.
Titel: Re: Was macht Prof. Schaarschmidt anders?
Beitrag von: tbblabla am 28. Februar 2012, 21:41:03
Ich hab mich eigentlich schon immer gefragt, wieso er überhaupt so viel Werbung für Helios bzw. sich selbst macht?
Will er möglichst vielen Menschen helfen?
Will er ganz viel Geld verdienen?
Oder was ist es.
Titel: Re: Was macht Prof. Schaarschmidt anders?
Beitrag von: annaj am 02. März 2012, 20:27:47
Ich gehe davon aus das er pro patient verdient, es scheint ihm ja sehr wichtig so viele patienten wie möglich operieren zu können. Die arbeitsverträge sind wahrscheinlich mehr flexibel, da Helios-Buch eine private klinik ist. Was ich mitbekommen habe ist das ein tb-op in der Charité ca 6.000€ kostet, im Helios ca 25.000€. Bügelentnahme ungefähr gleich, also im Charité 4.500-6.000€, und Helios 5.000-6.000€. Bitte um verständnis wenn ich diese preise missverstanden habe, also bitte in jeweiligen kliniken nachfragen...
Ich hab mich eigentlich schon immer gefragt, wieso er überhaupt so viel Werbung für Helios bzw. sich selbst macht?
Will er möglichst vielen Menschen helfen?
Will er ganz viel Geld verdienen?
Oder was ist es.
Ich denke das eine schliesst nicht das andere aus, ich denke alle freuen sich über eine gute arbeitsleistung, vor allem einer der jemandem richtig glücklich machen kann, wie jetzt eine gelungene trichterbrustop.
Titel: Re: Was macht Prof. Schaarschmidt anders?
Beitrag von: Müllie am 02. März 2012, 23:27:03
Es ist ja nicht so, dass es zur Kinderchirurgie Berlin-Buch nur die positiven Artikel und Postings von Schaar gibt:
Pfleger missbraucht Kinder auf Intensivstation (http://www.morgenpost.de/berlin/article1488634/Pfleger-missbraucht-Kinder-auf-Intensivstation.html)
An diese Nachricht kurz vor Weihnachten 2010 kann ich mich noch gut erinnern, kam sie doch in den Hauptnachrichten.
Interessant dazu ist auch ein persönliches Statement von Schaar (http://464933.forumromanum.com/member/forum/entry_ubb.user_464933.2.1111143740.1111143740.1.missbrauch_kinderintensiv_klinikum_berlin_buch-kugelzelle.html).
Titel: Re: Was macht Prof. Schaarschmidt anders?
Beitrag von: Florian_B am 03. März 2012, 01:40:38
Er scheint ja seine "Nische" gefunden zu haben, in der er sich auch behauptet. Natürlich geht es den Herren auch um Geld, Wulff ist ja auch nicht nur aus Liebe zum Deutschen Volke Bundespräsident geworden. ;) Vielleicht ist es auch einfach die hohe Anzahl an durchgeführten Operationen, die für Sicherheit sorgt? Keine Ahnung, aber eine interessante Frage.
Titel: Re: Was macht Prof. Schaarschmidt anders?
Beitrag von: annaj am 03. März 2012, 19:39:44
naja, ich würde ja echt nicht alles was im Helios-Buch abläuft prof. Schaarschmidt belasten. Sowas kommt leider überall vor.
Titel: Re: Was macht Prof. Schaarschmidt anders?
Beitrag von: dachucky am 03. März 2012, 20:22:48
jo ich bin ihm bisher aufjedenfall richtig dankbar das er meine brust operiert hat, grüße an berlin.
Titel: Re: Was macht Prof. Schaarschmidt anders?
Beitrag von: Val am 07. März 2012, 15:21:59
Da bist du nicht allein!

Ich selbst habe Herr Schaarschmidt mehr zu verdanken als man in Worte fassen könnte.

Auch da bin ich nicht der einzige.

Insofern kann ich es nicht verstehen, dass manche wirklich überall nach Kritikpunkten suchen und verwerfliche Absichten unterstellen.
Titel: Re: Was macht Prof. Schaarschmidt anders?
Beitrag von: ex.pectus am 07. März 2012, 16:19:21
Da bist du nicht allein!

Sicher ist er nicht allein.
Es gibt Patienten, die Prof. Schaarschmidt dankbar sind und es gibt welche, die ihm nicht oder nicht nur dankbar sind. Daran gibt es gar keinen Zweifel. Und wenn auch vieles dafür spricht, dass erstere deutlich mehr sind als letztere, wäre das allerdings nur eine Vermutung. Ein repräsentatives Stimmungsbild kennt niemand. Eine Suche nach Schaarschmidt im Forum oder Google liefert bspw. immer ein verzehrtes Bild. Den Namen des Professors nennen meist nur die, die entweder zufrieden sind oder aus sicherer Entfernung im Ausland schreiben (Beispiel (http://www.kielbrust.info/forumNew/phpBB3/viewtopic.php?f=4&t=565#p2077)). Bei kritischen Berichten ergibt sich oft erst aus der mühsamen Rekonstruktion des Zusammenhangs, um wen es geht.
Auch wenn man vielleicht denken würde, dass Patienten mit negativen Erfahrungen ein starkes Bedürfnis haben, ihrem Ärger öffentlich Luft zu machen, irgendwie scheint das aber wohl meist anders zu sein (Ausnahmen bestätigen die Regel). Von dir, Val, kann man zwar desöfteren Lesen, dass du vor Prof. Schaarschmidt sehr schlechte Erfahrungen mit anderen Ärzten machen musstest. Den von Dir angekündigten Erfahrungsbericht (http://web517.s13.okayspace.de/Trichter/index.php/topic,857.msg8021.html#msg8021) über die OP bzw. den Alptraum in Gießen habe ich aber nicht gefunden. Entweder ist er so schwer zu finden oder es gibt ihn noch nicht. Vielleicht gibt es das gleiche Phänomen auch in Bezug auf negative Erfahrungsberichte zu Berlin-Buch und Prof. Schaarschmidt.

Ich selbst habe Herr Schaarschmidt mehr zu verdanken als man in Worte fassen könnte.

Auch da bin ich nicht der einzige.

Insofern kann ich es nicht verstehen, dass manche wirklich überall nach Kritikpunkten suchen und verwerfliche Absichten unterstellen.

Wo ist denn da bitte der Zusammenhang?
Nur weil du (und sehr viele andere) allen Grund hast, dankbar zu sein, haben andere auch dankbar zu sein und Kritikpunkte totzuschweigen?

OK, wenn es sich bei den Kritikpunkten um Nichtigkeiten handeln würde, wäre entsprechende Nörgelei sicher unangebracht. Allerdings finde ich die Frage, was wirklich dran ist an der "Modifizierung" der Nuss-OP eine sehr wichtige Frage. War das nur früher mal innovativ und ist das inzwischen nur ein Marketing-Gag? Und was stimmt davon überhaupt und was nicht?

Und bezüglich verwerflicher Absichten: Bis jetzt habe ich ihm solche noch nie unterstellt. Ich präsentiere nur Fakten, Indizien, Unstimmigkeiten, Widersprüche, für die ich Antworten und Lösungen suche.

Vielleicht ist es auch einfach die hohe Anzahl an durchgeführten Operationen, die für Sicherheit sorgt? Keine Ahnung, aber eine interessante Frage.

Vor der Frage, was für Sicherheit sorgt, bin ich noch bei der Frage, ob man überhaupt von mehr Sicherheit sprechen kann, siehe andere Diskussion (http://web517.s13.okayspace.de/Trichter/index.php/topic,1003.msg10085.html#msg10085).
Titel: Re: Was macht Prof. Schaarschmidt anders?
Beitrag von: annaj am 07. März 2012, 20:15:53
Ich möchte nicht der Professor für kindermissbrauch in der Helios verantwortlich machen, da war jemand anderen am werk. Es gibt aber genügend material da, um ihm nicht empfehlen zu können. Wenn der Professor nun so erfahren ist, sollte diese "pannen" einfach nicht passieren. Das sind jetzt nur wenige beispiele.

"...I just recieved a (very quick) reply from Schaarschmidt and he says there's no risk with the wound, in fact he told me I can even shower and direct the water jet into the wound!..."
http://www.pectusinfo.com/board/viewthread.php?tid=8236 (http://www.pectusinfo.com/board/viewthread.php?tid=8236)


"...the only thing that kept me from the surgery last september was the high blood pressure. the anesthetists didnt want to take unneccessary risks. noone ever talked about possible complications regarding kidney-surgery with the bars still in. first of all, i think the docs have considered that point, since pkd was diagnosed in berlin and dr. schaarschmidt knew about it and still wanted to operate on me (he actually wanted to do it even back then in september) and secondly, lets all hope i wont need kidney surgery in the near future. of course, there is always a risk, but right now, my kidneys still work ok (of course i had to do a lot of tests) and there are no signs for kidney-failure in the very near future.."
http://www.pectusinfo.com/board/viewthread.php?tid=8927#pid86985 (http://www.pectusinfo.com/board/viewthread.php?tid=8927#pid86985)

Von der gleiche patient:
Got another X-Ray yesterday morning to see if it worked, but unfortunately it was negative. There was still the same amount of air in there as it was 3 days ago. For me, that meant to prepare for another surgery. They used a camera to check my lungs for damages. At first they couldn't find anything, but then, after more than an hour, they noticed that part of my lung was accidentally stitched to my chest wall. However, they've now taken care of that!
http://www.pectusinfo.com/board/viewthread.php?tid=9406&page=2#pid88209 (http://www.pectusinfo.com/board/viewthread.php?tid=9406&page=2#pid88209)

Der risikobereitschaft ist mir zu hoch. Es muss in die meisten fällen keine knorpel/rippen durchtrennt werden um eine gelungene tb-korrektur zu erzielen, und was noch schade ist, die meisten die im helios operiert werden, wissen nichts davon. Es wird nicht grundlich genug geklärt, ein perfektes brustkorb wird stattdessen versprochen. Es tut mir so leid das so viele patienten einfach nur sich blind auf ein zahl starrt, also wieviele op's in der helios gemacht wurde, statt sich besser zu erkündigen. Ich meine, wenn extra schäden zugefügt werden, wie bei knorpel trennen statt den brustkorb intakt zu bewaren, erhöht sich das gesundheitsrisiko gleich. Entzündungen, was jetzt keine nette geschichte ist bei ein nuss-op, können warscheinlich leichter in die knochen sein weg finden. Verletzungen an innere organe werden eher warscheinlicher als bei eine klassiche nuss, wo "nur" den brustkorb durch den pectus bar gehoben wird.

Wenn du dich in Berlin operieren lässt, was ich dir dringend empfehlen würde, kannst du übrigens sehr schnell auf der Seite oder auf dem Bauch schlafen. Anfangs tut das noch ziemlich weh aber nach ein paar Wochen sollte es gehen.
Manche Ärzte verbieten dies für 3 Monate oder länger, da ihre Methode die Patienten erstmal sehr "zerbrechlich" zurücklässt.

Patienten bei denen der knorpel/rippen nicht als routine getrennt wird, also in andere kliniken, wäre die mehr "zerbrechlich", was wie bitte? Alle die ein tb-op durchgemacht haben, wissen das Val's meinung das man nach zwei wochen eigentlich seitlich schlafen kann, der totale quatsch ist.
Übrigens, ich hätte gern ein foto von Val's narben gesehen, vielleicht im gleichen bild die tageszeitung von heute. Geht das, Val?

Übrigens, beispiel oben bezieht sich auf Berlin-Buch, also helios klinik. Nicht zu verwechseln mit Charité in Berlin.

Titel: Re: Was macht Prof. Schaarschmidt anders?
Beitrag von: Val am 07. März 2012, 22:34:19
Hallo Annaj,

bei Erwachsenen oder schweren Fällen müssen um eine richtige Verbesserung zu erreichen Knorpel oder Knochen durchtrennt werden.
Alles andere ist nichts halbes und nichts ganzes.

Ein Patient, bei dem dies in Berlin Buch durchgeführt wird ist in der Regel schneller belastbar als bei anderen Kliniken.
Der Grund ist insbesondere die Nahtmethode gegenüber veralteten "Stabilisatoren" (ein Name den sie nicht verdienen).
Ich kann dir das persönlich bestätigen.

Bilder kann ich dir senden, gib mir einfach deine E- mail Adresse.
Auf die Tageszeitung musst du dabei allerdings verzichten.
Titel: Re: Was macht Prof. Schaarschmidt anders?
Beitrag von: annaj am 07. März 2012, 23:08:36
Ich bin persönlich kein fan von stabilisatoren, es war mir deshalb wichtig, keine zu bekommen. Helios ist ja nicht die einzige klinik die ohne stabilisatoren arbeiten.
Ich befürspreche hier nicht das man gar nicht knorpel oder rippen durchtrennen soll, in schweren fällen ist es angebracht ja, ich bin so eine. Es scheint, das für dr. Lützenberg es gar nicht so schwer vorkommt, ein gelungene korrektur zu machen ohne knorpel/rippen zu durchtrennen wie der fall scheint bei prof. Schaarschmidt. Ich habe ein paar gute beispiele kennengelernt, "alt" waren die auch, haller-index z.b 9,75, und ihre ergebnisse lassen sich blicken. Ich habe mein brustbein teils gelöst bekommen, knorpel würde getrennt. Es war ein sehr aufwändige op, ohne wäre es nicht möglich gewesen. Mit mein 1,5 cm zw. rippen und wirbelsäule ist das jetzt auch kein wunder.

Ob ein patient belastbarer nach ein op in Berlin buch ist als bei andere kliniken, lässt sich leicht sagen, aber wo kommt diese behauptung? Nach ein Ravitch haben die patienten auch weniger schmerzen, finde ich persönlich kurzsichtig gedacht. Die erhöhte risiko besteht immer noch wenn der eingriff im körper grösser ist als wenn nichts getrennt wird, ich bin offen für eine detalierte gegenanzeige.

Meine mail ist annajohansson@gmx.de. Aber bitte mit tageszeitung, sonst muss du dir die mühe nicht machen.
Titel: Re: Was macht Prof. Schaarschmidt anders?
Beitrag von: ex.pectus am 08. März 2012, 07:58:31
Ein Patient, bei dem dies in Berlin Buch durchgeführt wird ist in der Regel schneller belastbar als bei anderen Kliniken.
Der Grund ist insbesondere die Nahtmethode gegenüber veralteten "Stabilisatoren" (ein Name den sie nicht verdienen).
Ich kann dir das persönlich bestätigen.

Das ist wieder so eine typische Berlin-Buch Geschichte!

Was kannst du, Val, bestätigen? Du hast Informationen darüber, wann Patienten in Berlin-Buch wieder belastbar sind und im Vergleich dazu Patienten aus anderen Kliniken? Und dann weißt du noch woran das liegt?

Wie sollen denn diese Informationen überhaupt zustande gekommen sein?

Prof. Schaarschmidt und Berlin-Buch stehen meiner Meinung nach für die organisatorische Perfektionierung der Trichterbrust-OP to go. D.h. es reicht, wenn man ausschließlich zur OP nach Berlin-Buch kommt, quasi die OP zum Mitnehmen, nur die OP selbst muss man in Berlin-Buch machen lassen, den Rest davor und danach können andere erledigen. Das hat Vorteile, sowohl für den Arzt und die Klinik, aber auch für viele entfernt lebende Patienten. Andererseits ist man natürlich nicht mehr so nah dran am Patienten. Man ist eigentlich sogar sehr weit weg.

Zwar ist es bei OP-Zentren schon wegen der Zentralisierung so, dass sie sich auf Patienten von weiter her einrichten müssten, aber nur sehr wenige dürften das so konsequent tun wie Prof. Schaarschmidt in Berlin-Buch, wo alles auf einen einzigen Aufenthalt hin optimiert ist. Nur wer für eine Kostenübernahmeerklärung noch einen Arztbrief von ihm will, muss zweimal nach Berlin.

Aber selbst, wenn man nur wenige Meter von der Klinik entfernt wohnt, hat man große Schwierigkeiten, bei medizinischen Problemen nach der OP in Berlin-Buch Gehör zu finden (wegen meiner Sternum-Fraktur/Deformierung (http://web517.s13.okayspace.de/Trichter/index.php/topic,1100.msg9351.html#msg9351)), damit das Problem richtig zur Kenntnis genommen wird.

Bei wem und wann gab es in Berlin-Buch Nachuntersuchungen zwecks systemaischer Kontrolle und Überprüfung der OP-Ergebnisse?

Zu meiner Zeit (2010) gab es das jedenfalls nicht mehr! Und ein Patient, der bereits 2006 operiert wurde, schreibt: "Es gibt doch kaum jemanden, der mal ne schicke Nachuntersuchung hatte und zb richtig vermessen wurde, vorher/ nachher Fotos, wann ist der Patient schmerzfrei usw." (http://web517.s13.okayspace.de/Trichter/index.php/topic,1113.msg9484.html#msg9484)

Als ich mit meinem Bügel-Brustbein-Problem wieder bei meiner Orthopädin war, habe ich zu ihr völlig arglos gesagt, leider habe ich von der Seite nur aktuelle Röntgenbilder und keine Vergleichsaufnahmen von kurz nach der OP, weil da keine gemacht wurden. Darauf meinte sie: vielleicht wurden ja absichtlich keine gemacht.

Unangenehme Informationen nicht zur Kenntnis zu nehmen, bedeutet nicht, dass es sie nicht gibt. Und OP to go bedeutet nicht, dass der Patient weniger Probleme haben wird, sondern nur, dass die Klinik davon weniger mitbekommt.

Und da der Prof. hier im Forum nicht so beschrieben wird, dass er bei Problemen so schnell wie möglich zur Stelle ist, sondern sich manchmal tagelang nicht blicken läßt, könnte ich mir auch sehr gut vorstellen, dass ihm dieses to-go-Verfahren sehr entgegenkommt ("Erst 9 Tage nach OP ist er bei uns aufgetaucht, aber auch nur weil wir uns ca. 20 x schon beschwert hatten (http://web517.s13.okayspace.de/Trichter/index.php/topic,1087.msg9305.html#msg9305)", klingt wie ein Schönwetter-Professor).

Wie kann ich ehrlichen Gewissens von der Problemlosigkeit schwärmen, wenn ich nicht sicherstelle, von allen möglichen Problemen zu wissen, und längst bekannte Probleme ignoriere, verdränge oder unterschlage?
Titel: Re: Was macht Prof. Schaarschmidt anders?
Beitrag von: Müllie am 08. März 2012, 22:49:08
Hallo zusammen!

Insofern kann ich es nicht verstehen, dass manche wirklich überall nach Kritikpunkten suchen und verwerfliche Absichten unterstellen.

Das Meinungsbild hier im Forum hat sich über die letzten 5 Jahre verändert. Nach meiner Erinnerung war früher die Empfehlung für ratsuchende Neulinge unisono: Nuss + Buch. Heute werden neben den Möglichkeiten einer OP auch die Risiken benannt und zum Abwägen geraten. Dazu ist es doch legitim die Praktiken der Operateure und Kliniken zu hinterleuchten.
Ich bin jedenfalls gespannt darauf, was T-T-T zu dem Thema 10-Jahre-geringere-Lebenserwartung berichten wird, ohne etwas Verwerfliches finden zu wollen.

Zitat von: annaj
Ich möchte nicht der Professor für kindermissbrauch in der Helios verantwortlich machen, da war jemand anderen am werk.
Er ist natürlich nicht persönlich für das Handeln des Pflegers verantwortlich, doch ist seine Reaktion keine männlichen Pfleger zu beschäftigen, ziemlich kurz gegriffen. Der Hinweis auf diesen Vorfall war ein Versuch die außergewöhnlichen PR-Aktivitäten zu erklären.
Titel: Re: Was macht Prof. Schaarschmidt anders?
Beitrag von: Val am 09. März 2012, 00:05:03

Was kannst du, Val, bestätigen? Du hast Informationen darüber, wann Patienten in Berlin-Buch wieder belastbar sind und im Vergleich dazu Patienten aus anderen Kliniken? Und dann weißt du noch woran das liegt?

Wie sollen denn diese Informationen überhaupt zustande gekommen sein?

Prof. Schaarschmidt und Berlin-Buch stehen meiner Meinung nach für die organisatorische Perfektionierung der Trichterbrust-OP to go. D.h. es reicht, wenn man ausschließlich zur OP nach Berlin-Buch kommt, quasi die OP zum Mitnehmen, nur die OP selbst muss man in Berlin-Buch machen lassen, den Rest davor und danach können andere erledigen. Das hat Vorteile, sowohl für den Arzt und die Klinik, aber auch für viele entfernt lebende Patienten. Andererseits ist man natürlich nicht mehr so nah dran am Patienten. Man ist eigentlich sogar sehr weit weg.

Zwar ist es bei OP-Zentren schon wegen der Zentralisierung so, dass sie sich auf Patienten von weiter her einrichten müssten, aber nur sehr wenige dürften das so konsequent tun wie Prof. Schaarschmidt in Berlin-Buch, wo alles auf einen einzigen Aufenthalt hin optimiert ist. Nur wer für eine Kostenübernahmeerklärung noch einen Arztbrief von ihm will, muss zweimal nach Berlin.

Aber selbst, wenn man nur wenige Meter von der Klinik entfernt wohnt, hat man große Schwierigkeiten, bei medizinischen Problemen nach der OP in Berlin-Buch Gehör zu finden (wegen meiner Sternum-Fraktur/Deformierung (http://web517.s13.okayspace.de/Trichter/index.php/topic,1100.msg9351.html#msg9351)), damit das Problem richtig zur Kenntnis genommen wird.

Bei wem und wann gab es in Berlin-Buch Nachuntersuchungen zwecks systemaischer Kontrolle und Überprüfung der OP-Ergebnisse?

Zu meiner Zeit (2010) gab es das jedenfalls nicht mehr! Und ein Patient, der bereits 2006 operiert wurde, schreibt: "Es gibt doch kaum jemanden, der mal ne schicke Nachuntersuchung hatte und zb richtig vermessen wurde, vorher/ nachher Fotos, wann ist der Patient schmerzfrei usw." (http://web517.s13.okayspace.de/Trichter/index.php/topic,1113.msg9484.html#msg9484)

Als ich mit meinem Bügel-Brustbein-Problem wieder bei meiner Orthopädin war, habe ich zu ihr völlig arglos gesagt, leider habe ich von der Seite nur aktuelle Röntgenbilder und keine Vergleichsaufnahmen von kurz nach der OP, weil da keine gemacht wurden. Darauf meinte sie: vielleicht wurden ja absichtlich keine gemacht.

Unangenehme Informationen nicht zur Kenntnis zu nehmen, bedeutet nicht, dass es sie nicht gibt. Und OP to go bedeutet nicht, dass der Patient weniger Probleme haben wird, sondern nur, dass die Klinik davon weniger mitbekommt.

Und da der Prof. hier im Forum nicht so beschrieben wird, dass er bei Problemen so schnell wie möglich zur Stelle ist, sondern sich manchmal tagelang nicht blicken läßt, könnte ich mir auch sehr gut vorstellen, dass ihm dieses to-go-Verfahren sehr entgegenkommt ("Erst 9 Tage nach OP ist er bei uns aufgetaucht, aber auch nur weil wir uns ca. 20 x schon beschwert hatten (http://web517.s13.okayspace.de/Trichter/index.php/topic,1087.msg9305.html#msg9305)", klingt wie ein Schönwetter-Professor).

Wie kann ich ehrlichen Gewissens von der Problemlosigkeit schwärmen, wenn ich nicht sicherstelle, von allen möglichen Problemen zu wissen, und längst bekannte Probleme ignoriere, verdränge oder unterschlage?

Wie das mit der Belastbarkeit in den ersten Wochen nach der Operation ist habe ich selbst erlebt.
In Berlin habe ich auch gesehen, dass die meisten Patienten bei der Physiotherapie Übungen gemacht haben, die von anderen Kliniken (in Anbetracht ihrer Technik zu Recht) untersagt werden.
Schau dir Merkblätter aus den Kliniken an.
Bei Verwendung von Stabilisatoren sind die Patienten zerbrechlich wie ein rohes Ei.
1 Woche lang die Arme nicht über den Kopf heben, 2 Wochen kein Drehen oder Beugen, Krafttraining nach 3 Monaten... liest sich nicht so angenehm.
Im Gegensatz dazu kann man sich nach einem Eingriff in Berlin sofort uneingeschränkt bewegen, Kraftraining ist auch bereits nach (wenn ich mich Recht erinnere) 10 Tagen erlaubt.

Einige Vorteile in Berlin sind die folgenden
weltweit die besten Chirurgen
weltweit die meiste Erfahrung
Techniken auf dem neuesten Stand
Station und Pflegepersonal speziell auf die Besonderheiten der Patienten ausgerichtet bzw. geschult.
Gezielte Schmerz- und Physiotherapie.

Das führt zu mehr Smileys in den Erfahrungsberichten.


Nachuntersuchungen sind übrigens in vielen Kliniken nicht die Regel.
Um es einfach auszudrücken, wenn etwas nicht in Ordnung ist, merkt man das als Betroffener deutlich.
Insofern würde ich selber auch nicht so viel Wert auf eine Nachuntersuchung ohne Anlass legen.
Ich kann mir aber auch nicht vorstellen, dass jemand, der aus welchen Gründen auch immer, unbedingt eine Nachuntersuchung möchte diese nicht bekommt.
Titel: Re: Was macht Prof. Schaarschmidt anders?
Beitrag von: annaj am 09. März 2012, 00:59:24
ich habe einige beiträge von Val gelesen, das einzige in prinzip was immer wieder gesagt wird ist wie gut prof. Schaarschmidt ist, er ist (ohne diskussion) der beste, alle andere sind schlecht....


Hier übrigens ein Beispiel, dass in Giessen offenbar nicht alles vertuscht wird: Komplikationsmanagement bei Trichterbrustkorrektur nach Nuss am Beispiel einer kardialen Verletzung (http://www.egms.de/static/en/meetings/dgch2009/09dgch755.shtml). Es wird ganz offen zugegeben, dass es in Giessen bei einer Nuss-OP zu einer Herzbeutel-Verletzung gekommen ist.
 

Wann war dieser Vorfall?
Mir wurde in Gießen "von den zuständigen Ärzten" versichert es sei nie zu schwerwiegenden Komplikationen gekommen.
Einge Krankenschwestern haben mir hingegen von mehreren Fällen erzählt.

Ich weiß nicht ob es in Gießen kompetente Ärtze gibt, aber falls ja, haben die sicher nicht in der Thoraxchierugie gearbeitet als ich dort war.
Hinterhältig, skrupellos, unehrlich, inkompetent das sind Worte die mir einfallen, wenn ich an Gießen denke.

Für mich stellt sich schnell die frage, wer ist Val? Wieso macht er fast nur werbung (für den proffessor) und muss alle andere chirurgen auf dem gebiet so schlechtreden???
Ich bitte euch alle eure eigene meinung zu bilden, aber ich finde es eindeutig: Val ist prof. Schaarschmidt.
Was war das nochmal? Hinterhältig, skrupellos, unehrlich und inkompetent...

Titel: Re: Was macht Prof. Schaarschmidt anders?
Beitrag von: ex.pectus am 09. März 2012, 10:16:31
Ich kann mir aber auch nicht vorstellen, dass jemand, der aus welchen Gründen auch immer, unbedingt eine Nachuntersuchung möchte diese nicht bekommt.

Liest du manchmal auch selber, was du schreibst und was andere schreiben?

So platt, wie du es dir nicht vorstellen kannst, dass man trotz unbedingtem Willen keine Nachuntersuchung bekommt, ist es auch nicht.

Es ist aber so ähnlich. Und das habe ich auch lang und breit, allerdings differenziert und nicht grob vereinfacht, bereits geschildert. Man bekommt sie, irgendwann, irgendwie:

Ich als Patient habe deutlich gespürt, dass mit meinem Brustbein etwas nicht in Ordnung war. Deswegen war ich zur Kontrolle/Nachuntersuchung in Berlin.

Trotzdem habe ich die gewünschte Nachuntersuchung bei Prof. Schaarschmidt zunächst nicht bekommen.

Als ich dann die Nachuntersuchung bei ihm bekommen habe, wurde mein Brustbeinproblem von ihm (ohne eine Röntgenkontrollaufnahme zu machen) zunächst falsch eingeschätzt und hat sich dann im Nachhinein mit nachgeholter Röntgendiagnostik als Sternum-Fraktur herausgestellt. In den folgenden Wochen hat sich mein Brustbein weiter deformiert, mit ungewissen Langzeitfolgen. Das habe ich alles schonmal geschrieben, vielleicht nur nicht so auf den Punkt gebracht.

Einige Vorteile in Berlin sind die folgenden
weltweit die besten Chirurgen

Wenn man schon so eine Schublade aufmacht, dann frage ich:

Was zeichnet beste Chirurgen aus? Wieviele Todesfälle (in Relation zur Anzahl der OPs) dürfen sie sich leisten?

Ich habe von insgesamt 4 Todesfällen bei Trichterbrust-OPs bei Prof. Schaarschmidt gehört? Ich kenne keinen anderen Trichterbrust-Chirurgen mit mehr als 1 Todesfall.

weltweit die meiste Erfahrung

Nur durch Zufall habe ich gestern gelesen, dass Dr. Pilegaard nicht so weit von hier auch schon über 1.000 Nuss-OP gemacht hat. Da macht jemand wo anders jahrelang, mächtig viele TB-OPs und man bekommt es einfach nicht mit (bzw. nur durch Zufall), dass es sooo viele sind. D.h.: Was weißt du, Val, denn schon, was anderswo geleistet wird? Wenn du es weißt, nenne doch mal die anderen Zahlen.

Und apropos Erfahrung:

Eine Menge OPs führen nicht automatisch zu mehr Erfahrung. Mehr Erfahrung bedeutet auch nicht automatisch weniger Risiko für den Patienten.

Eine Menge OPs ist doch nur eine Voraussetzung um Erfahrungen zu machen, Lehren und Konsequenzen zu ziehen. Die entscheidende Frage ist doch, welche Erfahrungen man gemacht hat und wie man damit umgeht.

Ein Akkord-Arbeiter wird mit mehr Routine auch immer besser. Akkord und Qualität haben aber gegensätzliche Einflüsse aufeinander. Masse bedeutet nicht Klasse. Mehr Quantität führt nicht (automatisch) zu mehr Qualität, sondern kann sogar zu weniger Qualität führen.

Und auch jemand, der immer wieder Grenzüberschreitungen machen will (egal ob Extrembergsteiger oder Extremchirurg) wird durch Erfahrungen eigentlich immer besser. Die Konsequenz aus der Erfahrung ist aber nicht die, künftig Grenzerfahrungen zu vermeiden, sondern diese anders anzugehen. Das Ziel der Grenzüberschreitung bleibt. Bei einem Bergsteiger ist vielleicht das Ziel, alle 8000er zubezwingen. Bei Prof. Schaarschmidt vielleicht den High-Score (http://web517.s13.okayspace.de/Trichter/index.php/topic,1003.msg10126.html#msg10126) zu knacken oder irgendetwas anderes.

Man sollte sich auch mal genau überlegen, was Modifizierung einer Methode genau bedeuten kann. Das Ziel ist logischerweise die Verbesserung. Der Weg dorthin ist aber experimenteller Natur. Die entscheidende Frage ist nur, unter welchen Bedingungen "experimentiert" wird.

Und wie ist schließlich folgendes zu erklären: Vereinfacht und rund gerechnet: Die ersten 5 bis 6 Jahre bzw. ersten 500 TB-OPs gibt es in Berlin-Buch keinen Todesfall, aber dann: durchschnittlich alle 1 1/2 bis 2 Jahre bzw. alle 175 bis 250 Fälle. (http://web517.s13.okayspace.de/Trichter/index.php/topic,1003.msg10125.html#msg10125)
Titel: Re: Was macht Prof. Schaarschmidt anders?
Beitrag von: Val am 09. März 2012, 13:31:18
Und wie ist schließlich folgendes zu erklären: Vereinfacht und rund gerechnet: Die ersten 5 bis 6 Jahre bzw. ersten 500 TB-OPs gibt es in Berlin-Buch keinen Todesfall, aber dann: durchschnittlich alle 1 1/2 bis 2 Jahre bzw. alle 175 bis 250 Fälle. (http://web517.s13.okayspace.de/Trichter/index.php/topic,1003.msg10125.html#msg10125)

Aus Zeitgründen kann ich nicht auf alles eingehen, was du und Annaj hier schreiben.

Ich denke die Erklärung könnte darin liegen, dass die Klinik zu dem Zeitpunkt einen guten Ruf ausgebaut hat und sich dementsprechend immer komplexere, schwierigere Fälle dort hin wenden.
Patienten mit mehreren missglückten Voroperationen, sehr alte Patienten...
Es ist doch klar (und es scheint fast als ob ihr das ignorieren wollt) dass hier ein größeres Risiko besteht und Komplikationen leider nicht immer ausgeschlossen werden können.
Wenn in einer Klinik, die im Jahr 3 Patienten im Alter von 8 Jahren behandelt keine Komplikationen auftreten, kann man deren Zahlen nicht mit denen aus Berlin vergleichen.

Drittfaktoren, bedingte Wahrscheinlichkeit sind 2 Begriffe die du recherchieren solltest, dann wirst du mir "wahrscheinlich" zustimmen.

Zur Frage warum so viel Werbung gemacht wird;
Wird überhaupt so viel Werbung gemacht?
Dass man in Zeitungsbeiträgen seine Arbeit positiv herausstellen möchte ist doch keine Überraschung.
Das machen andere Chirurgen auch und leider manchmal zu Unrecht.
Wo wird denn direkte Werbung gemacht?
Die beste Werbung für einen Chirurgen sind wohl zufriedene Patienten.
Von denen hat Berlin Buch tatsächlich viele.
Titel: Re: Was macht Prof. Schaarschmidt anders?
Beitrag von: ex.pectus am 09. März 2012, 16:27:28
Ich denke die Erklärung könnte darin liegen, dass die Klinik zu dem Zeitpunkt einen guten Ruf ausgebaut hat und sich dementsprechend immer komplexere, schwierigere Fälle dort hin wenden.
Patienten mit mehreren missglückten Voroperationen, sehr alte Patienten...

OK, Einwand verstanden.
Bleibt die Frage: Kann man einen Chirurgen, der komplexe, schwierige Fälle freiwillig angenommen hat, mit denen er dann offensichtlich überfordert war, als besten Chirurgen bezeichen?

Der Fall Andy (http://www.asmmf.com/) ist so ein komplexer, schwieriger Fall eines älteren Patienten, den Prof. Schaarschmidt übernommen hat. Andy hat es überlebt und meint (http://www.asmmf.com/success-story/): "I have very mixed feelings about Prof Schaar, on one hand I am so grateful to have survived but on the other I feel that he should have know that my case was pretty unique, I mean to go all thought this and have a satisfactory repair is one thing but after all this for it to be a total failure is unbearable."

Zu einem guten Arzt gehört auch, dass er seine Grenzen kennt.

(Und nur zur Erinnerung nochmal: Der Todesfall, bei dem die Details bekannt sind, war ein 16jähriger Junge und kein komplexer, schwieriger Fall, in dem von Val gemeinten Sinn.)

Es ist doch klar (und es scheint fast als ob ihr das ignorieren wollt) dass hier ein größeres Risiko besteht und Komplikationen leider nicht immer ausgeschlossen werden können.

Ich glaub, ich bin im falschen Film. Erkläre das mit der Aufklärung über die Risiken und Komplikationen mal lieber Prof. Schaarschmidt. Der hätte das offensichtlich nötiger.

Wenn in einer Klinik, die im Jahr 3 Patienten im Alter von 8 Jahren behandelt keine Komplikationen auftreten, kann man deren Zahlen nicht mit denen aus Berlin vergleichen.

Richtig. Die Zahlen kann man nicht vergleichen. Macht aber auch niemand!

Drittfaktoren, bedingte Wahrscheinlichkeit sind 2 Begriffe die du recherchieren solltest, dann wirst du mir "wahrscheinlich" zustimmen.

Ich gebe zu, dass meine Zahlen nicht dazu geeignet sind, um auf einer Skala vom schlechtesten Chirurg bis zum besten Chirurg genau die Position von Prof. Schaarschmidt zu bestimmen.
Ich bleibe aber dabei, dass die Zahlen ausreichen, ihm nicht den Titel bester Chirurg zu verleihen. Und nicht nur das.

Zur Frage warum so viel Werbung gemacht wird;
Wird überhaupt so viel Werbung gemacht?

Ja, es ist viel Werbung, PR, Öffentlichkeitsarbeit oder wie man das nennen will. Und es ist teilweise irreführend. Und das, was du machst, ist darüber hinaus oft auch noch vergleichende Werbung, indem du die Konkurrenz schlecht machst.

Dass man in Zeitungsbeiträgen seine Arbeit positiv herausstellen möchte ist doch keine Überraschung.

Die eigentliche Überraschung ist, dass seine Arbeit nicht auch durch andere herausgestellt wird:
Ich kenne keinen anderen Arzt, der ihn aktiv empfiehlt oder auch nur von selbst erwähnt hat, obwohl ich in der Nähe wohne und sogar im Helios Berlin-Buch auch sonst in Behandlung bin, bspw. in der Kardiologie bei Dr. Derer (http://www.helios-kliniken.de/klinik/berlin-buch/fachabteilungen/kardiologie-und-nephrologie/leistungsspektrum/poliklinik.html) (Chef der kardiologischen Poliklinik). Die Trichterbrust war zunächst nie Thema. Und als ich mich dann für die OP entschieden hatte, habe ich meine Trichterbrust erstmals angesprochen. Die Antworten waren äußerst diplomatisch.

Und auch sonst im allgemeinen:
Auf der deutschen Trichterbrust-Seite von Helios (http://www.helios-vital.de/fachportal-aesthetisch-plastische-medizin/brust/trichterbrust/allgemeines.html) läuft er unter fernerliefen. Inhaltlich steht auf der Seite fast das komplette Gegenteil von dem, was Prof. Schaarschmidt vertritt. Wenn das nicht merkwürdig ist.
Und auch auf der internationalen Helios Healthcare Seite (http://www.helios-healthcare.com/experts/experts-profile/expert/18-prof-dr-med-drhc-klaus-schaarschmidt.html) wird er nur aufgelistet. Aber dass Berlin-Buch "the European reference centre for chest deformities and redos (http://www.pectusinfo.com/board/viewthread.php?tid=8836&goto=search&pid=82267)" sein soll, bewirbt nur Prof. Schaarschmidt selbst.
Titel: Re: Was macht Prof. Schaarschmidt anders?
Beitrag von: ex.pectus am 09. März 2012, 22:19:57
Bei Verwendung von Stabilisatoren sind die Patienten zerbrechlich wie ein rohes Ei.

Ich bin wirklich unschlüssig. Lässt man einigen Unsinn unkommentiert stehen und läuft Gefahr, dass aus Behauptungen mit der Zeit Wahrheiten werden oder "müllt" man das Forum mit Richtigstellungen zu und macht es dadurch wegen der schieren Menge schwerer lesbar?

Auf pectusinfo.com gibt es eine sehr schöne Diskussion zum Thema Stabilisatoren. Es gibt einen kurzen Einblick in die Stabilisatoren-Szene und auch echte Stabilisatoren-Schicksale (sogar mit 3 Stück (http://www.pectusinfo.com/board/viewthread.php?tid=9179&goto=search&pid=85611)) kommen zu Wort und geben nachvollziehbare Ratschhläge. Hier der Link: Stabilizers (http://www.pectusinfo.com/board/viewthread.php?tid=9179&goto=search&pid=85563).
Titel: Re: Was macht Prof. Schaarschmidt anders?
Beitrag von: zach am 10. März 2012, 08:45:58
Hi Leute!

Muß mich auch mal zu diesem Thema melden. Bin hier einige Male schon zitiert worden und im Grunde ja auch "betroffen".

Also erstmal muß ich Val in Schutz nehmen, daß er nicht der Prof. ist...bei einem langem Telefonat haben wir uns mal kennengelernt.

Außerdem finde ich es äußerst unfair irgendwelche Verbindungen mit Kindesmißbrauch und dem Prof. herzustellen. Das ist ein so sensibles Thema, da kann mal schnell was Missverstanden werden, egal wie man/ er sich dazu geäußert hat. Und TB OP und Kindesmißbrauch hat nichts miteinander zu tun, leider gibt es sowas überall.

So, diese Frage warum Buch??
Habe ich bis heute, auch mir selber nicht beantworten können. Vlt habe ich mich damals auch von den paar positivien Berichten verleiten lassen. Schon 2005/ 06 gab es keine genauen Zahlen, halt nur viel Werbung. Heute sehen ich das alles mit Abstand und es bleibt für mich nix positives hängen, daß ich mich nochmal dort operieren lassen würde.
Ich weiß das der Prof. ständig versucht, seine Op-Technik zu verfeinern. Ich hatte ein langes Gespräch mit ihm, wo ich sogar mein eigenes Herz bzw. meine OP gesehen habe.
Dieses Gespräch hätte ich vlt mal als Aufklärungsgespräch bekommen sollen, dann wäre ich um einiges schlauer gewesen. Bei meinem vor OP Gespräch zur Bügelentnahme hatte ich einen Assistenz Arzt, der echt keinen Plan hatte. Sowas zb darf nicht vorkommen. Auch dieses übertriebene Atemtraining, ist m.M.n voller Mist. Und wenn ein Patient wirklich Schmerzen hat, sollte man das dann mal auch genauer untersuchen. Und nicht wie in vielen Fällen nach Hause schicken und hoffen das er nicht wiederkommt.

Auch trotz meiner mehrerer längeren Krankenhausaufenthalte, bin ich nie so richtig hinter die Op Methode gekommen.
Was, wie und warum genau gemacht wurde, ist für mich immernoch unbeantwortet. Halt so die Standartsachen wie sie hier immer rumkreisen: Wie Knorpel durchtrennt, Knochen angeknackst, Muskeln abgeschnitten, aber was stimmt nun??????
Kein Arzt wollte es mir in Buch sagen, ausgewichen sind sie immer.
Weiß denn jemand von euch was genaues??? Man reimt sich ne Menge durch Internet und Bettnachbarn zusammen.

Bis heute gibt es eh keine genaue Statistik in Buch, ob eine OP nun gelungen ist oder eben nicht. Da kann mir einer sagen was er will....
Ich weiß zumindest, daß meine OP und die vieler meiner Bettnachbarn, in die Hose gegangen ist.
Kann ja sein, daß sich heute vieles verbessert hat. Für mich bleibt Buch aber eine "Fließband-Klinik"...und andere Chirurgen können auch operieren.

Also bis denne
Titel: Re: Was macht Prof. Schaarschmidt anders?
Beitrag von: ex.pectus am 10. März 2012, 10:15:05
Vielen Dank, dass du nach so langer Zeit noch von Deinen Erfahrungen berichtest.

Dass die Nachkontrollen/Nachuntersuchungen nicht so sind, wie ich sie mir als Patient wünsche, wenn man sie braucht, ist das eine. Das ist nicht so toll. Mir geht es aber um etwas anderes. Du schreibst:

Ich weiß das der Prof. ständig versucht, seine Op-Technik zu verfeinern.

An der OP-Technik kann man natürlich unter vielen Gesichtpunkten feilen: kürzere OP-Zeiten, weniger OP-Zwischenfälle usw. usf. Wenn es aber darum geht, dass es dem Patienten mit dieser verfeinerten Methode nach der OP besser geht, bin ich doch auf das Feedback des Patienten angewiesen. Wie soll eine solche Verfeinerung ohne systematisches Feedback des Patienten praktisch funktionieren. So wie das in Berlin-Buch organisiert ist, leuchtet mir das einfach nicht ein, weder dass dies als Hauptziel (und nicht nur als Nebeneffekt) angestrebt wird, noch dass es sich erreichen läßt.

Gleiches gilt für die Aussagen, die man von Prof. Schaarschmidt über die Auswirkungen der Trichterbrust lesen kann:

              „Wenn wir unsere Patienten vor der OP messen, haben sie häufig schon bei kleinen Belastungen einen Puls von 200 oder mehr. Das liegt an der unphysiologisch hohen Schlagzahl des Herzens“, erklärt Klaus Schaarschmidt, Chefarzt der Klinik für Kinderchirurgie des Helios Klinikums Buch.
http://www.tagesspiegel.de/weltspiegel/gesundheit/krater-im-koerper/6125428.html

Ich bezweifle nicht, dass es diese Patienten mit dem hohen Puls tatsächlich gibt, aber wer soll dieses wir sein, und wie soll man das häufig verstehen, d.h. bei wievielen der gemessenen ist das so und bei wievielen wird überhaupt gemessen. Und welcher Puls wird nach der OP gemessen, um den Effekt der OP zu ermitteln?

Wäre ja wirklich sehr interessant, wenn bei den Patienten tatsächlich vor und nach der OP die Schlagzahl unter Belastung gemessen werden würde (Ergometrie). Bei über 1.000 TB-OPs würde Berlin-Buch über genügend Fälle verfügen. Aber bei wem wurde das tatsächlich mal gemacht und wo kann man die Ergebnisse nachlesen, außer der stark gekürzten Version im Tagesspiegel-Interview, die viele Fragen offen läßt.
Titel: Re: Was macht Prof. Schaarschmidt anders?
Beitrag von: annaj am 10. März 2012, 19:34:47
ich hatte inzwischen auch kontakt mit Val, er ist nicht prof. Schaarschmidt. Dann besteht die frage, wieso schreibt er als wäre er ein vertreter von  ihm? Er behauptet zweimal in Giessen operiert zu sein, in sein bericht lässt er seine 8 wochen op-erfahrung in Giessen einfach weg, im pectusinfo.com kann man die auch nicht finden. Es kann gut sein dass ich die übersehen habe, bitte poste denn hier gern den link, Val.

Andere kliniken zu diffamieren ohne irgendeine grund anzugeben finde ich persönlich kriminell. Es sind immer wieder kleine bedrohungen in seine ratschläge nach dem motto wenn du nicht zu prof. Schaarschmidt gehst, wirst du es bereuen. Es ist ein einfacher trick junge leute zu verunsichern.
Ich wundere mich das keiner der betroffene kliniken anklage erhoben hat.
Titel: Re: Was macht Prof. Schaarschmidt anders?
Beitrag von: Pexc am 13. März 2012, 18:25:29
Wenn es Vermutungen gibt, daß ein Arzt verdeckt Werbung für sich und andere macht, bitte einfach per Privatnachricht mitteilen. Ich überprüfe das dann. Bisher gab es erst einen solchen entdeckten Fall, aber das betraf nicht Herrn Schaarschmit.
Herr Schaarschmidt schaut hier in unregelmäßigen Abständen vorbei, verbirgt dabei aber seine Identität auch nicht.
Titel: Re: Was macht Prof. Schaarschmidt anders?
Beitrag von: annaj am 13. März 2012, 19:40:56
heisst das dass man nicht mal öffentlich vermuten darf? Wäre gut zu wissen.
Titel: Re: Was macht Prof. Schaarschmidt anders?
Beitrag von: Pexc am 13. März 2012, 20:17:23
Doch, man kann hier mehr oder weniger machen was man will. Aber es wäre schneller und effizienter, wenn man mir bei begründeter Vermutung direkt schreibt, dann kann ich das untersuchen und bestätigten oder verneinen.
Ich mag es nämlich nicht, wenn hier Leute verdeckt Werbung machen. :)

Wenn Du einfach nur vermuten willst, so sei Dir das natürlich freigestellt. Ich wollte einfach darauf hinweisen, daß ich Möglichkeiten habe solchen Vermutungen nachzugehen.
Titel: Re: Was macht Prof. Schaarschmidt anders?
Beitrag von: annaj am 13. März 2012, 20:56:29
danke, da bin ich 100% einverstanden.
Titel: Re: Was macht Prof. Schaarschmidt anders?
Beitrag von: Florian_B am 23. März 2012, 02:37:28
Interessante Diskussion. Leider habe ich jetzt gar keine Lust mehr auf meine Bügelentnahme im Sommer in Buch ... ;)
Titel: Re: Was macht Prof. Schaarschmidt anders?
Beitrag von: tbblabla am 11. April 2012, 00:54:48
Ich auch nicht.

2010 gab es hier fast nur positives Feedback zu Berlin-Buch.
Und das lies mich auch dazu verleiten, mich dort operieren zu lassen, auch wenn mir der Prof. bei der Vorstellung schon etwas 'seltsam' vorkam.

Und dann hatte er auch direkt in ca. 1 Woche einen Termin für mich.
Auf die Frage, ob man vielleicht in 6 Monaten operieren könnte, erwiderte er, dass es ein halbes Jahr ist und es dann zu spät wäre.

Das kam mir schon mysteriös vor, denn ich wusste ja auch durch dieses Forum, dass auch schon 40-Jährige operiert werden.

Er stellte mir halt die Frage, jetzt in einer Woche oder vllt. kurz vor Weihnachten.

Da ich die OP halt doch unbedingt wollte, hatte ich mich dann doch für den kurzfristigen Termin entschieden, da man aber doch schon leicht gedrängt wurde, ohne große Überlegenszeit.

Die Bügelentnahme werde ich dort nicht vornehmen lassen.
Titel: Re: Was macht Prof. Schaarschmidt anders?
Beitrag von: ex.pectus am 14. April 2012, 00:02:17
Früher hätte ich gedacht, dass ist ja eigentlich unglaublich. Es handelt sich bestimmt nur um ein Missverständnis oder es gibt irgendeine andere harmlose Erklärung. Ein Arzt wird einem Patienten doch wohl kaum einen OP-Termin in einer knappen Woche vorschlagen, wobei die Organisation eigenlich nicht vernünftig in einer Woche zu schaffen ist und sich der dadurch verursachte Stress durchaus negativ auf den Patienten und seine Angehörigen auswirken kann. Inzwischen habe ich keinerlei Zweifel, dass es sich genauso wie geschildert zugetragen hat. Es ist übrigens nicht das erste Mal, dass so etwas berichtet wird, siehe hier (http://web517.s13.okayspace.de/Trichter/index.php/topic,1160.msg9670.html#msg9670).

(Nur zur Klarstellung: Wenn der Wunsch nach einem sehr kurzfristigen Termin ausdrücklich vom Patienten selbst kommt, ist das etwas ganz und gar anderes. Das war hier offensichtlich aber nicht der Fall. Im Gegenteil.)

Und ergänzend noch: tbblabla und ich waren zufällig am gleich Tag in der Montags-Sprechstunde, wie wir hier im Forum im Nachhinein festgestellt haben (http://web517.s13.okayspace.de/Trichter/index.php/topic,1051.msg9106.html#msg9106). Deshalb kann ich noch ein paar Details dazu beisteuern:
Das Vorgespräch war also am 13.09.10 als die Wahlmöglichkeit zwischen in einer Woche oder vielleicht kurz vor Weihnachten angeboten wurde.
Als ich dann 79 min später (http://web517.s13.okayspace.de/Trichter/index.php/topic,1051.msg9106.html#msg9106) im Vorgespräch war, wurde mir auf die Frage, wie es mit Terminen aussieht, gesagt, dass die eigentlich nie ein Problem wären, außer eben in der Ferienzeit könnte es problematisch werden, weil eben viele schulpflichtige Kinder auf die Ferien ausweichen. Als ich dann ca. 2 Wochen später bei der Sekretärin angerufen habe, um einen Termin zu vereinbaren, wurden mir mehrere ab dem 20. Oktober angeboten. Ich habe den 20.10. dann genommen. Ich habe mich dann noch gewundert, weil der 20.10.2010 sowohl recht kurzfristig als auch noch in vielen Bundesländern sogar ein Ferientag war.
Dass dann eigentlich doch noch so viele Termine frei waren (bzw. wieder frei wurden) macht die beiden tbblabla angebotenen Alternativen noch unverständlicher. Aber wie gesagt: Es passt absolut ins Bild.

Und dass es bei tbblabla mit den Voruntersuchungen nicht so genau genommen wurde, wurde ja bereits auch schon erwähnt. Kein CT (bzw. kein MRT).

Aber wie war das bei den anderen, die so einen Blitz-Termin bekommen haben? Wurden da alle sonst nötigen Voruntersuchungen durchgeführt? Mich würde da vor allem mal interessieren, wie das zeitlich mit dem Allergie-Test (http://de.wikipedia.org/wiki/Allergietest#Atopie-Patch-Test) funktioniert. Bis zur Ablesung des Testergebnisses vergehen normalerweise mehrere Tage. So könnte das also nicht innerhalb von 24 h im Krankenhaus nachgeholt werden. Wird das dann anders getestet oder wird darauf verzichtet?

(https://lh4.googleusercontent.com/-9aWJ3OivbSo/TK9lhqWqpWI/AAAAAAAABA8/edqTiKlWGg8/s288/Hauttest.JPG) (https://picasaweb.google.com/lh/photo/LgmJhGviRklSqgtOIx-BEdMTjNZETYmyPJy0liipFm0?feat=directlink)

So sieht bspw. mein Testprotokoll aus, das in der Poliklinik des Helios-Krankenhauses Berlin-Buch gemacht wurde, also ambulant in Ruhe mit ausreichend Zeit vor der stationären Aufnahme.
Titel: Re: Was macht Prof. Schaarschmidt anders?
Beitrag von: tbblabla am 14. April 2012, 00:39:34
Allergie-Test kann ich dir auch was erzählen.

Und wie gesagt, dass ist alles die Wahrheit, was ich hier schreibe.
Denn mir würde es hier auch gar nichts bringen, Lügen oder sonst etwas zu erzählen.

Ich habe gerade nachgeschaut, in meinem Bericht habe ich tatsächlich nichts über den Allergie-Test geschrieben.
Dann hole ich das hier mal kurz nach.

Am Tag vor der OP wurde ich gefragt, ob ich Allergien gegen Münzen/Metall hätte. (Weiß ich jetzt nicht mehr ganz genau).

Dann wurde ein Pseudo-Allergietest durchgeführt, undzwar wurde mir dann irgend so ein "Metall-Teil", in etwa in der Größe einer Münze an den Oberarm geklebt, und ich sollte es halt den ganzen Tag tragen, um dann am Abend zu gucken, ob die Haut anschlägt.

Ich habe es dann aber verloren, weil das nicht wirklich festgeklebt war.
Und dann durfte ich einfach eine Armbanduhr anziehen als Ersatz für das verloren "Metall-Teil".

Und dann war natürlich auch nichts, ich trage sowieso immer eine Uhr.

Das zum Thema Allergie-Test.

Wundert mich kaum etwas bei der Massenabfertigung an Patienten.



Und Lob an dich ex.pectus, du machst das echt gut, hinterfragst alles usw. Weiter so.

Titel: Re: Was macht Prof. Schaarschmidt anders?
Beitrag von: dachucky am 14. April 2012, 13:40:14
Ich denk doch es ist besser das die ärzte den Bügel entfernen, die ihn auch rein gebracht haben oder?

Ich weiß auch nicht warum aufeinmal soviele Negative Dinge "Gesucht" werden in berlin buch.

Wenn man sucht findet man immer was, sucht ihr evt. auch mal in anderen Kliniken nach fehlern?

Grob geschätzt wenn ich die berichte anschau, find ich berlin buch am positivsten.
Und so waren auch meine Erfahrungen, abgesehen von der Delle rechts ist alles bestens gelaufen.

Abgesehen von 2 Schwestern auf der Kinderstation waren auch alle freundlich und kompetent.
2 Schwestern waren unfreundlich, so ne dicke alte kleine  und ne blonde große molligere ^^
Titel: Re: Was macht Prof. Schaarschmidt anders?
Beitrag von: neochaos am 14. April 2012, 19:25:11
Ich wurde 2008 in Buch operiert und habe mich stets in besten Händen gefühlt. Mir kam Schaarschmidt wie ein etwas unorganisierter, aber liebenswerter und professioneller Chirurg vor. Bei mir wurden sämtliche Voruntersuchungen und auch ein Allergietest gefordert. Als mein Termin wegen Notfällen mehrmals in der letzten Minute verschoben werden musste, ist er am Abend vor dem tatsächlichen Termin nochmal zu mir ins Zimmer gekommen und hat sich persönlich bei mir entschuldigt. Da habe ich das Gefühl gehabt, dass ihm seine Patienten auch am Herzen liegen.

Dass er vor allem im Hinblick auf seinen internationalen Ruf vielleicht in den letzten Jahren seit meiner OP seine Kapazitäten und Fähigkeiten hier und da überschätzt hat, halte ich für vorstellbar - Ärzte sind eben auch keine Götter. Vielleicht hätte er auch mit seinen Problemfällen besser umgehen müssen, dazu kann ich persönlich nichts sagen. Und ja, er macht vor allem im englischsprachigen Raum "Werbung" - wenn man das so nennen will - in dem er sich hier und da in Foren beteiligt.

Klar ist jedoch auch, dass auf der anderen Seite Kliniken wie Erlangen jahrelang eine Schneise der Verwüstung hinter sich gelassen haben, die zahllose Patienten betroffen hat - und die meisten davon sind nicht einmal in diesem Forum präsent. Und auch im Ausland hört man immer wieder von schlimmen OP-Fehlgriffen, weil den Chirurgen die Erfahrung oder Kenntnis fehlt. Von Fachärzten, besonders älteren, werden immer noch Falschinformationen zur TB verbreitet (mir schlug man damals noch Ravitch vor, eine Alternative gäbe es laut Aussage des Internisten nicht), und somit tun sich vermutlich jedes Jahr viele TB-Patienten Risiken an, die vermutlich um ein Vielfaches größer sind als eine OP in Buch. Sollte man seine Energie nicht lieber darauf konzentrieren?

Klar ist Kritik angebracht, und in Buch hat sich womöglich in den letzten Jahren einiges verändert. Aber Anschuldigungen, wie etwa, dass Schaarschmidt hier inoffizielle PR-Propaganda betreibt (was sich ja auch als falsch erwiesen hat), sind ja nun wirklich haarsträubend lächerlich. Der Mann muss seinen Ruf nicht verteidigen - das machen seine Patienten für ihn, und das aus gutem Grund.
Titel: Re: Was macht Prof. Schaarschmidt anders?
Beitrag von: annaj am 14. April 2012, 19:45:39
sehr selten reagieren patineten auf metallimplantate, die sollen eig. ziemlich sicher sein. Wenn man nickelallergie hat, dann weiss man es auch, dafür finde ich die tests meistens überflüssig. Charité hat bei mir nur gefragt, also kein test gemacht.

Ich finde nicht das wir hier eine ungerechte kritik ausüben. Manchmal ist es gut sachen unter die lupe zu nehmen, wer kritik gut umsetzt kann besser werden. Und da prof. Schaarschmidt meint, er verbessert sein technik ständig, dann ist diese kritik für ihm doch gold wert.
Und was Val hier im forum betrifft, warum er immer wieder alle andere kliniken als wertlos behauptet, und Helios sei der einzige richtige (sonst wirst du es bereuen-bedrohung), da habe ich kein bisschen schlechtes gewissen dass ich ihm als prof. Schaarschmidt verwechsele. Der ton kam mir irgendwie bekannt vor.

Titel: Re: Was macht Prof. Schaarschmidt anders?
Beitrag von: ex.pectus am 14. April 2012, 21:22:30
Als mein Termin wegen Notfällen mehrmals in der letzten Minute verschoben werden musste, ist er am Abend vor dem tatsächlichen Termin nochmal zu mir ins Zimmer gekommen und hat sich persönlich bei mir entschuldigt. Da habe ich das Gefühl gehabt, dass ihm seine Patienten auch am Herzen liegen.

Natürlich ist es ein schönes Gefühl, wenn man im Lotto gewonnen hat und sich alle Geldsorgen in Luft aufgelöst haben. Aber bedeutet das, dass Lotto-Spielen eine empfehlenswerte Methode ist, um seine Geldprobleme zu lösen?

Dass du neochaos (neben vielen anderen) ein gutes Gefühl hattest, bedeutet für alle anderen, die diese gute Gefühl nicht hatten, genau was?

Das was du neochaos beschreibst, ist eine oft gehörte Anekdote, nämlich dass der Professor manchmal noch spät abends durch die Station geht und sich mit den Patienten unterhält. Das will ich gar nicht schlecht machen.

Aus deinem Erlebnis, neochaos, aber zu schlußfolgern, dass der Professor extra deswegen zu dir ins Zimmer gekommen ist, weil er sich entschuldigen wollte und er sich dazu verpflichtet gefühlt hätte, weil ihm seine Patienten am Herzen liegen, halte ich für falsch. Oder wie erklärst du dir, dass man immer wieder von seinen Patienten lesen kann, dass er sie im Regen stehen lassen hat?

Läßt sich folgende Erfahrung einer Patientin auch nur irgendwie erklären, geschweige denn rechtfertigen? Wenn ja, wie? "Bei meinem letzten Aufenthalt haben sich vor allem auch die "ausländischen" Patienten aus Australien etc. im Stich gelassen gefühlt. Erst 9 Tage nach OP ist er bei uns aufgetaucht, aber auch nur weil wir uns ca. 20 x schon beschwert hatten..." (http://web517.s13.okayspace.de/Trichter/index.php/topic,1087.msg9305.html#msg9305)

Nach welchen Kriterien wählt der Professor aus, um welche Patienten er sich kümmert und um welche nicht? Gibt es da irgendein System oder ist das reine Glückssache wie beim Lotto-Spielen? OK, die Wahrscheinlichkeiten sind anders, aber ist das Prinzip das gleiche?

(Es müsste ja nicht immer gleich der Professor sein, aber bezüglich Trichterbrust-OP-Probleme ist Berlin-Buch quasi eine One-Man-Show.)

Klar ist jedoch auch, dass auf der anderen Seite Kliniken wie Erlangen jahrelang eine Schneise der Verwüstung hinter sich gelassen haben, die zahllose Patienten betroffen hat - und die meisten davon sind nicht einmal in diesem Forum präsent. Und auch im Ausland hört man immer wieder von schlimmen OP-Fehlgriffen, weil den Chirurgen die Erfahrung oder Kenntnis fehlt. Von Fachärzten, besonders älteren, werden immer noch Falschinformationen zur TB verbreitet (mir schlug man damals noch Ravitch vor, eine Alternative gäbe es laut Aussage des Internisten nicht), und somit tun sich vermutlich jedes Jahr viele TB-Patienten Risiken an, die vermutlich um ein Vielfaches größer sind als eine OP in Buch. Sollte man seine Energie nicht lieber darauf konzentrieren?

Da ich in Berlin-Buch operiert wurde, kann ich auch nur dazu etwas aus eigener Erfahrung sagen.
Titel: Re: Was macht Prof. Schaarschmidt anders?
Beitrag von: ex.pectus am 14. April 2012, 22:58:15
Ich denk doch es ist besser das die ärzte den Bügel entfernen, die ihn auch rein gebracht haben oder?

Das wäre aber auch in Berlin-Buch meist nur Zufall. Denn Prof. Schaarschmidt ist sowieso nicht bei jeder Bügelentfernung dabei und die anderen Chirurgen wechseln auch bzw. du kennst die sowieso nicht.

Ich weiß auch nicht warum aufeinmal soviele Negative Dinge "Gesucht" werden in berlin buch.

Viele negative Dinge sind nicht neu, sondern uralt. Und sie sind auch nicht neu an die Öffentlichkeit gelangt, d.h. auch die Berichte darüber sind uralt. Wenn einem das neu vorkommt, dann handelt es sich nur um ein selektives Wahrnehmungsproblem.

Wenn man sucht findet man immer was, sucht ihr evt. auch mal in anderen Kliniken nach fehlern?

Ausgangspunkt war ja nicht die Suche nach irgendwelchen Fehlern, sondern sinngemäß die Behauptung, dass bestimmte Fehler in Berlin-Buch gar nicht vorkommen, also die Behauptung, dass Berlin-Buch besser als andere ist. Wenn sich herausstellt, dass das nicht stimmt, heißt das natürlich nicht, dass in Wirklichkeit die anderen besser sind. Es heißt nur, dass man Berlin-Buch bzw. Prof. Schaarschmidt nicht alles glauben kann.

Grob geschätzt wenn ich die berichte anschau, find ich berlin buch am positivsten.

Ja, und?
Manche wollen aber nicht nur grob geschätzt wissen, welche Klinik am meisten positive Berichte hat.
Manche wollen auch wissen, ob sie sich überhaupt für eine OP entscheiden sollen. Dafür ist unter Umständen nicht ganz unwichtig, dass die gemachten Aussagen zutreffen und sich nicht als falsch herausstellen.
Titel: Re: Was macht Prof. Schaarschmidt anders?
Beitrag von: dachucky am 15. April 2012, 00:40:13
Ich denk doch es ist besser das die ärzte den Bügel entfernen, die ihn auch rein gebracht haben oder?

Das wäre aber auch in Berlin-Buch meist nur Zufall. Denn Prof. Schaarschmidt ist sowieso nicht bei jeder Bügelentfernung dabei und die anderen Chirurgen wechseln auch bzw. du kennst die sowieso nicht.

Ich weiß auch nicht warum aufeinmal soviele Negative Dinge "Gesucht" werden in berlin buch.

Viele negative Dinge sind nicht neu, sondern uralt. Und sie sind auch nicht neu an die Öffentlichkeit gelangt, d.h. auch die Berichte darüber sind uralt. Wenn einem das neu vorkommt, dann handelt es sich nur um ein selektives Wahrnehmungsproblem.

Wenn man sucht findet man immer was, sucht ihr evt. auch mal in anderen Kliniken nach fehlern?

Ausgangspunkt war ja nicht die Suche nach irgendwelchen Fehlern, sondern sinngemäß die Behauptung, dass bestimmte Fehler in Berlin-Buch gar nicht vorkommen, also die Behauptung, dass Berlin-Buch besser als andere ist. Wenn sich herausstellt, dass das nicht stimmt, heißt das natürlich nicht, dass in Wirklichkeit die anderen besser sind. Es heißt nur, dass man Berlin-Buch bzw. Prof. Schaarschmidt nicht alles glauben kann.

Grob geschätzt wenn ich die berichte anschau, find ich berlin buch am positivsten.

Ja, und?
Manche wollen aber nicht nur grob geschätzt wissen, welche Klinik am meisten positive Berichte hat.
Manche wollen auch wissen, ob sie sich überhaupt für eine OP entscheiden sollen. Dafür ist unter Umständen nicht ganz unwichtig, dass die gemachten Aussagen zutreffen und sich nicht als falsch herausstellen.

Was halt auffällt sind die zur Zeit gehäuften negativen Diskussionsthemen über den Professor/ Berlin buch.
Als ich auf diese Seite gestoßén bin, waren soweit ich mich errinern kann fast nur positive Threads über den
Prof und die Klinik im auffällig im Vordergrund.
( Also so hab ich das wahrgenommen, wehalb ich mich auch für Buch entschieden hab
trotz der fast 700 Km ).

Das mit der bügelentfernung das es nicht der Prof selber macht, kann ja sein.
Doch die Ärzte von Buch sind mit dieser methode des bügels eher vertraut als die anderer kliniken,
da in Buch ja bestimmte Dinge anders gemacht werden.
( So hab ich das verstanden, da es sich ja um eine Modifizierte Methode handelt ).

Ok manche wollen es nicht grob geschätzt haben, aber wenn es keine andere möglichkeit gibt und der Wille zur OP,
 größer ist als das Risiko bzw. der Wille zur Entscheidung mit TB weiterzuleben.

Könnte man es dann rein prozentual gesehen entscheiden?
Klingt vielleicht seltsam, aber ist auch nachvollziehbar das man die Chance einschätzt, ob es gut läuft oder nicht.
Schief gehen kann immer etwas, egal wo und bei was, doch. . .

Da wäre doch Berlin buch die beste option, oder irr ich mich da?

Eigentlich wollte ich mich bei dieser Diskussion nicht beteiligen, doch die behauptung das der Prof hier propaganda macht unter anderem Anonym find ich auch schon ziemlich krass.
Titel: Re: Was macht Prof. Schaarschmidt anders?
Beitrag von: annaj am 15. April 2012, 01:13:28
Da wäre doch Berlin buch die beste option, oder irr ich mich da?

Bügelentfernung im Buch ist ein option, wenn es die beste ist, kann man nicht so sagen. Andere chirurgen haben redo's von prof. Schaarschmidt gemacht, also kennen die seine arbeit.

Eigentlich wollte ich mich bei dieser Diskussion nicht beteiligen, doch die behauptung das der Prof hier propaganda macht unter anderem Anonym find ich auch schon ziemlich krass.

ich hatte inzwischen auch kontakt mit Val, er ist nicht prof. Schaarschmidt.

Titel: Re: Was macht Prof. Schaarschmidt anders?
Beitrag von: ex.pectus am 16. April 2012, 00:01:17
Und ja, er macht vor allem im englischsprachigen Raum "Werbung" - wenn man das so nennen will - in dem er sich hier und da in Foren beteiligt.

Wo beteiligt er sich denn an Diskussionen um der Sache willen?

Ich habe mir heute mal die Diskussionen hier im Forum angeguckt und bin gleich über einen Diskussionsbeitrag von ihm gestolpert, den ich entsprechend kommentiert habe, siehe hier (http://web517.s13.okayspace.de/Trichter/index.php/topic,315.msg10311.html#msg10311).

Worum ging es in dem Beitrag? Um eine ehrliche Antwort auf eine Frage oder darum, die spezielle Bügelfixierung anzupreisen?

Es ist doch überhaupt nicht von der Hand zu weisen, dass sich Prof. Schaarschmidt damit einen Wettbewerbsvorteil gegenüber anderen Ärzten verschafft hat. Und zwar in der Weise, dass er überhaupt wahrgenommen wird und sich TB-Patienten an ihn wenden. Durch solche Beiträge bekommt er einfach mehr TB-Patienten als seine Kollegen.

Aber wo sind solche TB-Patienten, wie sie Prof. Schaarschmidt in seinem Beitrag als Beispiele genannt hat, die selber in Erfahrungsberichten davon schreiben, dass sie ihren Sport nach 4 Wochen (verbotenerweise) oder nach 7 Wochen wieder voll durchgezogen haben?

Wo ist quasi die Bestätigung durch seine Patienten, dass die Werbung auch wahr und zutreffend ist? Kann es sein, dass es kein einziges bestätigendes Beispiel für Prof. Schaarschmidts Aussagen gibt aber jede Menge Gegenbeispiele ?

Und für das englische Forum sieht die Bilanz noch schlechter aus. Die peinlichen Einträge, wo offensichtlich an den Fragen vorbei einfach nur plumpe Werbung gemacht wird, sind in der deutlichen Mehrzahl.

Im Prinzip ist mir das vollkommen egal, ob er dort Werbung macht und die Leute permanent auffordert, ihm Bilder zu schicken (um sich dann später bei ihm operieren zu lassen). Man muss das eben nur berücksichtigen, wenn man die Patientennachfrage als Gradmesser für irgendeinen Ruf nehmen will.
Schon mal auf die Idee gekommen, dass manche Ärzte es gar nicht mit ihrem Gewissen vereinbaren könnten, TB-Patienten kurz nach einer TB-OP wieder zurück nach Australien zu schicken, u.a. wegen Komplikationen.
Trauriges Beispiel eines von Prof. Schaarschmidt behandelten Australiers, siehe Bar visible under skin - Again (http://www.pectusinfo.com/board/viewthread.php?tid=9495). Der Beitrag ist vielleicht auch für die interessant, die meinen Metall-Allergien sind selten. Klar, sie sind selten. Und ich weiß nicht, ob es sich dabei um eine Allergie handelt, aber der Verdacht scheint mir nicht abwegig.

Der Mann muss seinen Ruf nicht verteidigen - das machen seine Patienten für ihn, und das aus gutem Grund.

Wie ist denn sein Ruf eigentlich genau?

Dass man mit der Nuss-Methode sehr ansehnliche Ergebnisse hinbekommt, ist das jetzt ein spezieller Verdienst von Prof. Schaarschmidt oder liegt das an der Nuss-Methode, die weltweit von vielen anderen Kollegen angewendet wird.

Oder anders gefragt: Wer ruft denn eigentlich wen? Oft genug noch geht der Ruf vom Professor aus.
Titel: Re: Was macht Prof. Schaarschmidt anders?
Beitrag von: neochaos am 16. April 2012, 06:05:19
Zu mir persönlich kann ich nur sagen - ich habe nach 8 Wochen (vorsichtig) wieder mit dem Kraftsport angefangen. Und auch zu deiner anderen Aussage in einem Thread hier, es wäre "absurd" dass man den Bügel "vergisst" muss ich sagen - genau so ist es mir und bestimmt auch vielen anderen ergangen. Dass es auch gegenteilige Fälle gibt sollte jedem vernünftigen Menschen klar sein, jeder erholt sich unterschiedlich gut.

Hast du dir schonmal überlegt, dass von den 1xxx Fällen, die Schaarschmidt operiert, möglicherweise einfach so viele zufrieden sind, dass sie keine Lust und keinen Grund mehr dazu haben, sich weiterhin in TB-Foren rumzutreiben um irgendwelche Behauptungen zu "bestätigen"? So ist es jedenfalls mir persönlich ergangen, nach meiner OP war ich auch jahrelang nicht mehr hier - wofür auch, wenn's mir gut geht? - und habe jetzt nur noch einmal durch Zufall reingeschaut. Es liegt doch auf der Hand, dass die einschlägigen Foren genau vor allem von den Personen genutzt werden, die Probleme haben oder sich beschweren möchten. Das ist nicht nur bei Nuss-OPs so sondern bei so ziemlich allen Produkten und Dienstleistungen auf der Welt und sagt überhaupt NICHTS über die Menge der Patienten aus, die tatsächlich zufrieden sind.

Und mit deiner Aussage zu Schaarschmidts "Ruf" lehnst du dich nun WIRKLICH ganz weit aus dem Fenster, um deinen Schaarschmidt-Kreuzzug (aus welchen Gründen auch immer) auf Teufel komm raus fortzuführen. Der Mann hat jahrelang einen makellosen und exzellenten Ruf gehabt (v.a. eben auch hier, wie bereits in diesem Thread diskutiert wurde). Willst du mir wirklich sagen, dass dies völlig grundlos und unangebracht ist/war und sich nur aus seinen Marketing-Fähigkeiten ergab? Dass die Nuss-Methode gute Ergebnisse bringt, ist auch alles andere als selbstverständlich - noch vor ein paar Jahren gabs bei Pectusinfo immer wieder oft Threads über Bügelverrutschungen, Fälle, bei denen Bügel wegen extremen Schmerzen o.ä. wieder rausgenommen werden mussten, mangelhafte kosmetische Ergebnisse und so weiter. Willst du wirklich behaupten, dass der operierende Chirurg für das Ergebnis der Nuss-OP keinen Unterschied macht?

Also bitte...Kritik an Schaarschmidt ist angebracht, aber so langsam wird's albern.
Titel: Re: Was macht Prof. Schaarschmidt anders?
Beitrag von: ex.pectus am 16. April 2012, 10:33:40
Zu mir persönlich kann ich nur sagen - ich habe nach 8 Wochen (vorsichtig) wieder mit dem Kraftsport angefangen.

also vorsichtig angefangen

Und auch zu deiner anderen Aussage in einem Thread hier, es wäre "absurd" dass man den Bügel "vergisst"

Wo soll ich das gesagt haben? Kann es sein, dass Du das mit einem Beitrag (http://web517.s13.okayspace.de/Trichter/index.php/topic,1212.msg10033.html#msg10033) von Andre verwechselst?

muss ich sagen - genau so ist es mir und bestimmt auch vielen anderen ergangen.

Offenbar kennst Du den Unterschied zwischen folgenden Begriffen:
- vorsichtig anfangen und voll durchziehen
- manchmal vergessen und immer vergessen
- keiner, einer, manche, viele und alle

Um solche Unterschiede geht es, unter anderem.

Ich weiß nicht was schlimmer ist: Dass Prof. Schaarschmidt seine Patienten nicht realistisch über die Auswirkungen seiner OP aufklärt oder dass er seine Arbeit tatsächlich nicht realistisch einschätzen kann.

Dass es auch gegenteilige Fälle gibt sollte jedem vernünftigen Menschen klar sein, jeder erholt sich unterschiedlich gut.

Die Frage ist nicht, ob es gegenteilige Fälle gibt. Die Frage ist einzig und allein, ob seine Aussagen der Wahrheit entsprechen und zwar nicht irgendeiner spitzfindigen guttenbergschen oder wulffschen Wahrheit, sondern ob man sich als Patient auf sein Wort verlassen kann. Und zwar in jeder Hinsicht. Was nützt es mir, wenn mich ein Arzt über irgendetwas aufklärt, von dem ich noch keine Ahnung habe, und ich quasi schlauer sein muss, um zu Wissen, was ich von dem Werbegerede glauben kann und was nicht?
Bei einem Gebrauchtwagen-Kauf würden viele einem blauäugigen Kunden die Schuld geben, wenn er sich über den Tisch ziehen lässt, alles dem Verkäufer blind glaubt, sich nicht selbst schlau gemacht hat. Aber was haben diese Verkäufer-Vergleiche und Werbe-Entschuldigungen bei Ärzten verloren? Ist man als Patient selber schuld, wenn man die Aussage eines Professors nicht von anderen Ärzten gegenchecken lässt? Zu empfehlen ist das sicher, keine Frage, ganz meine Meinung. Aber ist das ein Freibrief für den Arzt, oder wie? Und was ist überhaupt, wenn der Professor so sagt und andere Ärzte anders? Wem kann man dann glauben? Bezüglich Leistungseinschränkungen und Leistungsverbesserungen ist es ja leider so, dass es da unterschiedliche Auffassungen in der Medizin gibt. Wenn sich der Professor zu solchen Dingen äußert, was kann man ihm dann glauben?
Oder wenn er sich zu den individuellen Risiken der OP oder zum individuellen möglichen optischen/ästhetischen Ergebnis äußert, kann man sich dann darauf verlassen?

Hast du dir schonmal überlegt, dass von den 1xxx Fällen, die Schaarschmidt operiert, möglicherweise einfach so viele zufrieden sind, dass sie keine Lust und keinen Grund mehr dazu haben, sich weiterhin in TB-Foren rumzutreiben um irgendwelche Behauptungen zu "bestätigen"?

Das, was du sagst, führt nur dazu, dass Schaarschmidt auf dem gleichen guten Niveau ist, wie die vielen anderen Ärzte, mit denen ihre Patienten zufrieden sind. Warum sollte ich das bestreiten? Das habe ich auch doch auch nie gemacht.

Es ist doch Schaarschmidt selber, der sagt, dass seine Methode besser ist als andere. Bei seiner Methode kann man nach 4 Wochen verbotenerweise den Vereinssport wieder konsequent durchziehen. Das war aber nur der erste Sportler. Dann gibt es noch mindestens 3 weitere, die den Sport nach 7 Wochen wieder konsequent durchgezogen haben. Das war im Jahr 2005.

Wenn ich mich jetzt darüber wunder, dass ich solche "Erfolgsmeldungen" nur von Prof. Schaarschmidt selber lese, dann wirft das ein schlechtes Licht auf mich?

Und es ist ja nicht so, dass man zu diesem Thema nur nichts zu lesen finden würde. Nein, das, was ich finde, widerspricht dem nur. So ist das!

Es liegt doch auf der Hand, dass die einschlägigen Foren genau vor allem von den Personen genutzt werden, die Probleme haben oder sich beschweren möchten.

Sollte man denken.
Aber wo sind alle die Patienten, deren Ärzte und Bügelfixierungsmethoden Prof. Schaarschmidt als schlechter darstellt?

Und mit deiner Aussage zu Schaarschmidts "Ruf" lehnst du dich nun WIRKLICH ganz weit aus dem Fenster, um deinen Schaarschmidt-Kreuzzug (aus welchen Gründen auch immer) auf Teufel komm raus fortzuführen. Der Mann hat jahrelang einen makellosen und exzellenten Ruf gehabt (v.a. eben auch hier, wie bereits in diesem Thread diskutiert wurde).

Ich kann dir nicht ganz folgen.
Reden wir hier von der Realität, von der Wahrnehmung, der verblassten Erinnerung oder irgendwelchen Legenden?

Nur mal eine Aussage über eine Schaarschmidt-OP aus dem Jahre 2006 hier in diesem Forum als Beispiel: "Oh Mann, deine OP klingt nach einer wahren Katastrophe", siehe hier (http://web517.s13.okayspace.de/Trichter/index.php/topic,388.msg3654.html#msg3654) Interessant ist aber nicht nur die dort genannte 1 OP, sondern alle 3 Fälle und 25-30 Leute (http://web517.s13.okayspace.de/Trichter/index.php/topic,388.msg3750.html#msg3750) haben es in sich.

Wieso denkst du, neochaos, Prof. Schaarschmidt einen makellosen Ruf andichten zu müssen? Oder sind Todesfälle und katastrophale OPs kein Makel oder spielen sie für den Ruf keine Rolle?

Willst du mir wirklich sagen, dass dies völlig grundlos und unangebracht ist/war und sich nur aus seinen Marketing-Fähigkeiten ergab?

Der Unterschied zwischen schwarz/weiß und den Schattierungen dazwischen ist dir bekannt?

Nur weil ich finde, dass vieles auf seine Marketing-Fähigkeiten zurückzuführen ist, heißt das doch noch lange nicht, dass er ein kompletter Hochstapler wäre. Überhaupt nicht.

Also bitte...Kritik an Schaarschmidt ist angebracht, aber so langsam wird's albern.

Ich finde es nicht albern, sondern schade, dass meine detaillierte Kritik als pauschaler Angriff verstanden wird, dem mit pauschalen Glaubensbekenntnissen begegnet wird.

In einer anderen wichtigen Frage, nämlich dem Risiko und der Sicherheit, wurde oftmals die These vertreten, dass es bei ihm sicherer wäre als bei anderen, unter anderem wegen seiner großen Erfahrung. Dazu habe ich gesagt, dass der zeitliche Verlauf der Todesfälle bei TB-OPs genau das Gegenteil widerspiegelt (Vereinfacht und rund gerechnet: Die ersten 5 bis 6 Jahre bzw. ersten 500 TB-OPs gibt es in Berlin-Buch keinen Todesfall, aber dann: durchschnittlich alle 1 1/2 bis 2 Jahre bzw. alle 175 bis 250 Fälle. (http://web517.s13.okayspace.de/Trichter/index.php/topic,1003.msg10125.html#msg10125)) Mit zunehmender Erfahrung stieg also die Todesfallrate bei TB-OPs.
D.h. natürlich nicht, dass die Erfahrung eine Ursache für die steigende Todesfallrate ist, logisch. Es heißt erstmal nur, dass die Todesfallrate gestiegen ist, trotz der gestiegenen Erfahrung. Und man kann ja auch gerne darüber streiten, wie aussagekräftig die gestiegene Todesfallrate an sich ist. Was man aber nicht ersthaft machen kann, ist, das Gegenteil von dem zu behaupten, was Sache ist.

Übrigens: ...-rate ist ein relativer Wert. Die absolue Anzahl an OPs spielt dafür keine Rolle. Das wird herausgerechnet. Beispiel: Beim Vergleich der Säuglingssterblichkeitsrate verschiedener Länder spielt es keine, wieviele Säuglinge in den Ländern insgesamt geboren werden oder insgesamt sterben. Entscheidend ist das Verhältnis der gestorbenen zu den geborenen (also relativ, nicht absolut).
Die absolute Anzahl der durchgeführten TB-OPs spielt also nur für die Berechnung, nicht aber für den Vergleich der Todesfallraten eine Rolle. Somit spielt es für die Beurteilung und Bewertung der TB-OP-Todesfallraten auch keine Rolle, ob Prof. Schaarschmidt 500, 1000 oder 10.000 TB-OPs macht oder gemacht hat. Was aber sein kann, ist, dass sich eine zu hohe Anzahl von Operationen negativ auf die Rate auswirkt, bspw. wenn eben nicht mehr sorgfältig genug oder zu leichtfertig gearbeitet wird.

Du schreibst:

Ich kann mir gut vorstellen, dass Schaarschmidt aufgrund seines Erfolges vielleicht mit gewissen Patienten zu leichtfertig umgegangen ist. Ich halte es aber für stark unwahrscheinlich, dass anderen Kliniken (insbesondere mit großer OP-Anzahl) nicht auch schon, womöglich tödliche Fehler unterlaufen sind.

Es ist überhaupt nicht nötig, dieses Thema wieder ins nebulöse zu ziehen. Natürlich gab es auch in anderen Kliniken vereinzelt (seltenst) Todesfälle. Darüber gibt es sogar veröffentlichungen, die man ergooglen kann.

Mal abgesehen davon, dass ich deinen Erklärungsversuch, warum es in Berlin-Buch zu Todesfällen gekommen ist, für wenig schmeichelhaft oder Ruf-dienlich halte, interessiert die meisten ja wohl, wie sicher eine TB-OP in Berlin-Buch im Vergleich zu anderen erfahrenen TB-Kliniken ist.

Und wieso wirken sich die Todesfälle, von denen man weiß und deren zeitlichen Verlauf (d.h. Zunahme in den letzten Jahren) man kennt, für dich nicht entscheidend auf seine chirurgische Kompetenz und seinen Ruf aus? Wie hoch müsste die TB-OP-Todesfallrate erst werden, um an seinem "Ruf" zu kratzen, deiner Meinung nach?

Nur noch mal zur Erinnerung: TB-OPs kann man ja schlecht mit sonstigen OPs von lebensbedrochlich Verletzen oder Erkrankten vergleichen, die manchmal schon totgeweiht sind, bevor sie überhaupt auf dem OP-Tisch landen.

Abschließend muß ich nochmal auf den Vergleich mit dem Glück beim Lotto-Spielen (http://web517.s13.okayspace.de/Trichter/index.php/topic,1226.msg10293.html#msg10293) zurückkommen. Du schreibst: "Ich kann mir gut vorstellen, dass Schaarschmidt aufgrund seines Erfolges vielleicht mit gewissen Patienten zu leichtfertig umgegangen ist. "

Gibt es dafür irgendein System, mit welchen Patienten er deiner Vorstellung nach zu leichtfertig umgeht und mit welchen nicht?

Wäre ja vielleicht vorher gut zu wissen.
Titel: Re: Was macht Prof. Schaarschmidt anders?
Beitrag von: annaj am 16. April 2012, 19:07:23
Es liegt doch auf der Hand, dass die einschlägigen Foren genau vor allem von den Personen genutzt werden, die Probleme haben oder sich beschweren möchten.

Ich denke ex.pectus hat sehr viel info zu diesem forum beigetragen, und dabei leute geholfen. Ich finde die leute hier und auf andere ausländische tb-foren aufrichtig hilfsbereit, und für menschen die erst dachten die waren die einzige im welt mit tb, können dort erfarungen austauschen, eine feine sache. Ich würde das nicht unterschätzen. Persönlich habe ich ein bedürfnis, da ich 38 j mit tb gelebt habe, info über meine erfarungen im netz zu verbreiten, so dass junge menschen die unter tb leiden geholfen werden können. Es gibt tatsächlich sowas.
Titel: Re: Was macht Prof. Schaarschmidt anders?
Beitrag von: ex.pectus am 16. April 2012, 21:41:36
Und mit deiner Aussage zu Schaarschmidts "Ruf" lehnst du dich nun WIRKLICH ganz weit aus dem Fenster, um deinen Schaarschmidt-Kreuzzug (aus welchen Gründen auch immer) auf Teufel komm raus fortzuführen. Der Mann hat jahrelang einen makellosen und exzellenten Ruf gehabt

Es steht zwar schon so ähnlich im allerersten Beitrag in dieser Diskussion, aber hier nochmal deutlicher:

schaar aka Prof. Schaarschmidt schreibt am 04.01.2006 auf pectusinfo.com (http://www.pectusinfo.com/board/viewthread.php?tid=1675&goto=search&pid=12439)
Zitat
Dear Kayenrose,

where do you come from?
A problem in America seems to be, that they don´t send all their patients to one! supranational reference center, but that surgery is done by many surgeons with very different experience all over the country.

If you don´t find an adequate solution, it may help to go to Europe, where you get more experience and lower cost.
In Berlin we improved the Nuss method a great deal and did 435 cases so far ( 119 in 2005, age 12-41) , which is the second largest experience world-wide (for example we are the only hospital worldwide with a bar-dislocation rate of zero)...
(Hervorhebung von mir)

Es geht noch weiter. Ich kann aber nicht alles zitieren. Wer sich dafür interessiert, wie der internationale Ruf von Prof. Schaarschmidt mitentstanden ist, sollte sich das durchlesen.

Quasi zeitgleich im Januar 2006 gibt es die OP von zach bei der die Fäden am Bügel bzw. Rippe gerissen sind und der Bügel dadurch verrutscht, wodurch eine zweite OP im März 2006 nötig wird, beide in Berlin-Buch bei Prof. Schaarschmidt (siehe hier (http://web517.s13.okayspace.de/Trichter/index.php/topic,409.msg3871.html#msg3871) und detaillierter hier (http://www.michaelsworld.eu/cgi-bin/tb/berichte/show.cgi?nummer=70)).

Trotzdem postet schaar aka Prof. Schaarschmidt im September 2006 erneut (http://www.pectusinfo.com/board/viewthread.php?tid=3029&goto=search&pid=23547):
Zitat
We have developped a special bar fixation in Berlin and so far we have a zero bar dislocation rate in Berlin-Germany
(Hervorhebung von mir)

Mich macht das sprachlos.
Und es ist ja nicht nur der Umgang mit der Wahrheit, der da zum Ausdruck kommt.
Ich sehe darin auch einen nicht vorhandenen Respekt gegenüber seinen Patienten, und zwar nicht nur gegenüber denen, die bereits von einer bar dislocation betroffen waren, sondern auch denen gegenüber, die davon in Zukunft betroffen waren oder betroffen sein könnten.
Titel: Re: Was macht Prof. Schaarschmidt anders?
Beitrag von: Müllie am 17. April 2012, 01:01:48
Hallo zusammen,

Was halt auffällt sind die zur Zeit gehäuften negativen Diskussionsthemen über den Professor/ Berlin buch.
Als ich auf diese Seite gestoßén bin, waren soweit ich mich errinern kann fast nur positive Threads über den
Prof und die Klinik im auffällig im Vordergrund.
Ich hatte es zu beginn des Threads schon mal gesagt, dass gerade diese kritische Auseinandersetzung mit der OP-Methode und den Kliniken allgemein und insbesondere mit der veränderten Methode von Schaar in Berlin-Buch macht dieses Forum so informativ und wertvoll. Es stimmt, vor ein paar Jahren war die Stimmung einhellig pro Nuss und Schaar, sodass eine Empfehlung zur OP für ratsuchende Betroffene schnell ausgesprochen war, ohne auch auf die Risiken hinzuweisen.

Könnte man es dann rein prozentual gesehen entscheiden?
Klingt vielleicht seltsam, aber ist auch nachvollziehbar das man die Chance einschätzt, ob es gut läuft oder nicht.
Schief gehen kann immer etwas, egal wo und bei was, doch. . .

Da wäre doch Berlin buch die beste option, oder irr ich mich da?
Das ist reine Statistik. Wenn eine Komplikation selten, d.h. bei 1 von 1000 Patienten auftritt, dann ist es nur logisch, dass dieser eine Fall bei >1000 durchgeführten OPs mit hoher Wahrscheinlichkeit auch eintritt. Sichere Vergleichszahlen gibt es jedoch nicht, da diese -immernoch- kleine Fallzahl nicht in den Qualitätsberichten aufgeführt wird.

Es ist überhaupt nicht nötig, dieses Thema wieder ins nebulöse zu ziehen. Natürlich gab es auch in anderen Kliniken vereinzelt (seltenst) Todesfälle. Darüber gibt es sogar veröffentlichungen, die man ergooglen kann.
Hast du dazu eine Quelle zum nachlesen? Ich weiß nur vom hören-sagen, dass es auch in anderen (deutschen) Kliniken Todesfälle gab.

Für mich sind es die Einzelberichte /-schicksale, welche mir ein Bild von OP-Methode und Operateur liefern. Im Fall von Berlin-Buch gibt es nun mal so einige, auch negative Berichte, die im Kontrast zu den Äußerungen von Schaar stehen. Aktuell mache ich mir große Sorgen, um den Australier (http://www.pectusinfo.com/board/viewthread.php?tid=9495) mit wiederholten (!) Wundheilungsstörungen/Infektionen/Allergie. Komplikationen können immer auftreten, aber diese waren IMO vermeidbar. Es ist mir unbegreiflich, wie er überhaupt entlassen werden konnte, gerade im Hinblick auf die schweren Komplikationen vom letzten Aufenthalt vor einem Jahr.

Und mit deiner Aussage zu Schaarschmidts "Ruf" lehnst du dich nun WIRKLICH ganz weit aus dem Fenster, um deinen Schaarschmidt-Kreuzzug (aus welchen Gründen auch immer) auf Teufel komm raus fortzuführen. Der Mann hat jahrelang einen makellosen und exzellenten Ruf gehabt (v.a. eben auch hier, wie bereits in diesem Thread diskutiert wurde). [...]
Also bitte...Kritik an Schaarschmidt ist angebracht, aber so langsam wird's albern.
Ich verstehe diesen Thread nicht als Versuch hier auf Teufel komm raus etwas Kritisches zu finden, hilft es doch die  Äußerungen von Schaar besser einzuordnen.
Titel: Re: Was macht Prof. Schaarschmidt anders?
Beitrag von: ex.pectus am 21. April 2012, 17:47:00
Hast du dazu eine Quelle zum nachlesen? Ich weiß nur vom hören-sagen, dass es auch in anderen (deutschen) Kliniken Todesfälle gab.

Von anderen deutschen Kliniken weiß ich nichts. Die Todesfälle, von denen ich weiß, waren im Ausland oder aber eben in Berlin-Buch bei Prof. Schaarschmidt. Mehr zu diesem Aspekt in folgender Forum-Diskussion Todesfälle bei Trichterbrust-OPs (http://web517.s13.okayspace.de/Trichter/index.php/topic,1003.msg10350.html#msg10350)
Titel: Re: Was macht Prof. Schaarschmidt anders?
Beitrag von: ex.pectus am 09. Juni 2012, 02:23:16
Weil es hier thematisch besser passt, antworte ich zu Bügelentnahme am 5.6.2012 (http://web517.s13.okayspace.de/Trichter/index.php/topic,1269.msg10431.html#msg10431) lieber hier:

Was wäre ein Thread ohne die üblichen Schaarschmidt- und Helios-Seitenhiebe von ex.pectus. Egal, ob der anfangs gar nix damit zu tun hatte: Du findest schon deinen Weg, deine Hetze hier unterzubringen.

Was genau soll denn bei mir "Hetze" sein?

Wie du hier Moderator sein und deine Autorität nutzen kannst,

Es sollte keine Autorität eines Moderators geben. In der Diskussion sollte nur die Überzeugungskraft der Argumente zählen.

um deinen persönlichen Frust über nicht geglückte Erlebnisse

Mache ich wirklich so einen gefrusteten Eindruck.
Das, was ich bisher geschrieben habe, war aber die Wahrheit:
auf die Frage: Wie gehts dir jetzt: "Kurz zusammengefasst: sehr gut! (http://web517.s13.okayspace.de/Trichter/index.php/topic,1238.msg10216.html#msg10216)"

zu jeder Gelegenheit in Diffamierungen und nachweislose Behauptungen zu verwandeln, ist mir unverständlich.

gehts auch konkreter, zum Beispiel?

Hier ist es ein Aufenthalt, der nur darum so lang sein kann, weil irgendwas "geheimgehalten" oder sehr schlecht gemacht wird.

Kann es sein, dass du irgendwie "blind" vor ... (keine Ahnung, was es bei dir ist) bist?

dachucky hat die Frage/Vermutung aufgeworfen, dass es finanzielle Gründe haben könnte. Daraufhin habe ich gemeint, dass ich mir das eigentlich nicht vorstellen kann und das entsprechend untermauert.

Weiter habe ich gesagt, dass es wohl nur medizinische Gründe sein können. Wo steht da etwas von "schlecht gemacht"? Tatsache ist doch aber wohl, dass es anders gemacht wird.
Und jeder Tag mehr im Krankenhaus ist eigentlich per se schlecht, bspw. wegen der höheren Ansteckungsgefahr.

Was meinst Du denn, warum in der Schweiz die Bügelentnahme sogar ambulant bzw. bei einem 41jährigen mit nur einer KH-Übernachtung durchgeführt werden kann?

Im anderen Thread dann das fehlende "Qualitätsmanagement"

Was meinst du genau?
Meinst du, dass es nicht stimmt, dass es kein "Qualitätsmanagement" (in dem von mir gemeinten Sinne) gibt?
Oder meinst du, dass das fehlende "Qualitätsmanagement" nicht kritikwürdig ist, weil es durch andere Vorteile kompensiert wird oder andere Kliniken noch schlechter sind?

und die Implikation, dass Schaarschmidt unverhältnismäßig viel Geld bekommt, dass er warum auch immer nicht verdient hat.

Das ist deine Fehl-Implikation.
In meinem letzten Beitrag (http://web517.s13.okayspace.de/Trichter/index.php/topic,1231.msg10428.html#msg10428) zu den Kosten habe ich bspw. ausdrücklich darauf hingewiesen, dass die Chefärzte (von denen Prof. Schaarschmidt einer ist) nur den relativ kleinen roten Anteil bekommen (zusätzlich zu ihrem normalen KH-Gehalt natürlich). Wie sich der grüne Anteil zusammensetzt würde mich selbst interessieren. Wie der grüne Anteil zwischen Schaarschmidt und Helios aufgeteilt wird, weiß ich nicht. Und woraus schlußfolgerst du, dass impliziert wird, dass er seinen Anteil nicht verdient?

Mit derartigen Anschuldigungen dieses Forum zu repräsentieren, ist absolut unmöglich. Für noch unoperierte Patienten ist in diesem Forum eine objektive und neutrale Bewertung der vorhandenen Behandlungsmöglichkeiten dank deiner "Arbeit" in jedem einzelnen Thread fast unmöglich geworden.

Ich weiß nicht, was du damit genau meinst, mit "objektiv" und "neutral". Welche Rolle spielt "richtig", "wahr, "Wahrheit"?
Man kann sich zwar um Objektivität und Neutralität bemühen, aber letztlich ist alles mehr oder weniger subjektiv. Deshalb bemühe ich mich bspw. meine Meinung immer sehr detalliert zu begründen, damit andere nachvollziehen können, warum ich eine bestimmte Meinung habe oder einen bestimmten Schluß gezogen habe. Dadurch wird es dann auch möglich, eventuelle Fehler oder Widersprüche zu erkennen und zu diskutieren. Daran bin ich selber sehr interessiert, sowohl dass andere das mit meiner Meinung tun, als auch, dass ich dies mit der Meinung anderer mache. Ich finde, dass nur das der Weg ist, um sich selbst ein möglichst umfassendes, halbwegs objektives, d.h. zutreffendes Bild zu machen.

Lutzenberg = Gut, Schaarschmidt = Geldgieriger Sack, der nur Fließbandarbeit macht und Dollarzeichen in den Augen hat.

Letzteres wäre eine mögliche Schlussfolgerung. Und ich finde, es gibt einige Indizien, die darauf hindeuten.

Wie wäre es, du beschränkst dich mit deiner Propaganda mal auf dein eigenes Blog und lässt es zu, dass sich Leute hier eine vorurteilsfreie Meinung bilden können?

Wieso traust du anderen nicht zu, dass sie sich eine eigene, vorurteilsfreie Meinung bilden? Dass ich hier eine "autoritäre Meinung" bzw. Vorurteile vorgeben würde, bildest du dir ein.

Aber wie wäre es, wenn Prof. Schaarschmidt auf "Propaganda" verzichten würde? Aktuelle Beispiel der letzten Tage gefällig? - gerne:

1.
Auf pectusinfo.com gab es eine Diskussion zur Anzahl der Bügel, die die verschiedenen Operateure verwenden (three bars vs one bar (http://three bars vs one bar)). Dazu Prof. Schaarschmidt u.a. "I use whatever is required (http://www.pectusinfo.com/board/viewthread.php?tid=9640&goto=search&pid=90171)", eingebettet in einer Mehrzeiligen Anpreisung seiner Leistungen. Allerdings ist bspw. mein Fall einer, bei dem gerade nicht "required" Bügel eingesetzt wurden. Dies ist eines der selten Beispiele, bei denen ich mich selbst betroffen fühle.

2.
Ebenfalls auf pectusinfo.com meldet sich ein bei Pilegaard operierter, der ein "Hautfaltenproblem" hat. Der Patient hatte sich mit seinem Problem auch an Prof. Schaarschmidt gewandt: "I have been writing with Dr. Schar as well, who says that its caused by the sutures being to close to my muscle, and that it will need a re-op. (http://web517.s13.okayspace.de/Trichter/index.php/topic,983.msg10429.html#msg10429)". Im Laufe der Diskussion auf pectusinfo.com stellt sich dann heraus, dass die Empfehlung einer re-op wohl voreilig war.
Christian meint zwar, dass bei ihm ein anderes Problem vorliegt, als bei T-T-T. Ich sehe da aber trotzdem Gemeinsamkeiten. Auf jeden Fall würde mich die Meinung von T-T-T interessieren, insbesondere wie Prof. Schaarschmidt auf sein Hautfaltenproblem reagiert hat und welche Lösungen er vorgeschlagen hat. Vielleicht schreibt er dazu noch etwas.
In seinem Blog schreibt T-T-T, dass er sich an einen anderen Chirurgen gewandt hat.
Für mich sieht es so aus, als ob Prof. Schaarschmidt sich intensiver um Patienten anderer Chirurgen kümmert als um seine eigenen. Wäre schön, wenn T-T-T mich widerlegen würde. (Wobei das "intensiver kümmern" jetzt nicht bei einer unaufschiebbare Notfallversorgung gemeint war, was ja uneingeschränkt begrüßenswert wäre. Nein, das Problem des Patienten soll letztlich an einem Fehler seines alten Chirurgen liegen und sich durch eine neue OP beheben lassen: eine Re-OP eines fremden Patienten macht sich für den eigenen Ruf besser als die Re-OP eines eigenen Patienten.)

3.
Immernoch auf pectusinfo.com in dem Thread des Australiers likewhatever (http://www.pectusinfo.com/board/viewthread.php?tid=9495&goto=search&pid=88971), der von Prof. Schaarschmidt operiert wurde, und bei dem es zum wiederholten Male zu so starken Komplikationen gekommen ist, dass das blanke Metall des Bügel offen zu sehen ist. Man sollte sich die Bilder ansehen, sonst kann man es sich kaum vorstellen. Fast 2 Monate lang ruht der Thread. Dann gibt jemand (pectusq8) einen Kommentar ab "I hope you took randy's and the other's advice to fly back to berlin. Hope you're ok now man.". Und plötzlich äußert sich auch schaar. Dazu muss man wissen, dass pectusq8 in den Tagen bzw. Stunden davor u.a. überdeutlich mit der Frage hausieren ging , ob er sich von schaar operieren lassen soll bzw. dies eine gute Wahl wäre (Schaar vs. J (http://www.pectusinfo.com/board/viewthread.php?tid=9645&goto=search&pid=90165) und nochmal which doctor (http://www.pectusinfo.com/board/viewthread.php?tid=9643&goto=search&pid=90143)).

In dem Thread "Bar visible under skin - Again" äußert sich dann schaar wie folgt:

               posted on 6-5-2012 at 06:43 AM
Extremely rare problem with Nuss 1or 2 in 1000 but a solvable problem
we had this more often in Ravitch times

as we agreed the bar is close to bar removal, so we remove the bar,
clean and close the wound

infection is superficial and open, so it will be well tratable as soon as the bar is removed
http://www.pectusinfo.com/board/viewthread.php?tid=9495&goto=search&pid=90172

Ich habe das jetzt mal komplett zitiert, weil ich es unglaublich finde:

Ich frage mich wirklich, ob das Prozedere bei dem Australier tatsächlich verantwortungsvolle Medizin auf ausreichend hohem Niveau ist.
Titel: Re: Was macht Prof. Schaarschmidt anders?
Beitrag von: ex.pectus am 12. Juni 2012, 18:23:26
               Extremely rare problem with Nuss 1or 2 in 1000 but a solvable problem

Mich stört noch etwas anderes an dieser Formulierung, nämlich dass sie missverständlich ist und deshalb einen falschen Eindruck vermittelt.

Wie ist "1 or 2 in 1.000" gemeint bzw. zu verstehen? Wie versteht ihr das?

Vielleicht so: "Bei den ersten 1.000 Nuss-OPs hatten wir das nur 1 oder 2 Mal."

Statt der ersten 1.000 könnten es meinetwegen auch die letzten 1.000 Nuss-OPs gewesen sein, jedenfalls eine ganz konkrete, bestimmte Menge mit 1.000 OPs, auf die sich die Angabe bezieht und unter denen es in 1 oder 2 konkreten Fällen zu dem visible-Bar-Problem aus welchen Gründen auch immer gekommen ist. Jedenfalls vergangene Fälle, keine zukünftigen. Häufigkeiten, keine Wahrscheinlichkeiten (s.u.)

Oder ist das wie folgt gemeint:
"Bei 1.000 Nuss-OPs passiert das 1 oder 2 Mal."

Ich denke, dass es so gemeint ist und auch nur so Sinn ergibt, nämlich dass das visible-Bar-Problem zwar als seltene, aber doch "normale", immer mal wiederkehrende Komplikation, eben durchschnittlich alle 1.000 OPs 1 bis 2 Mal auftritt. Der so vermittelte Eindruck wäre aber meiner Meinung nach falsch. Im Gegenteil: Ich halte das visible-Bar-Problem gerade nicht für ein quasi zwangsläufiges, unvermeidliches Problem, dass alle 1.000 OPs ca. 1 bis 2 Mal auftritt. Wenn in Deutschland jedes Jahr 500 Nuss-OPs durchgeführt werden, also 1.000 in 2 Jahren, wären das also 1 bis 2 Patienten mit einem visible-Bar-Problem in den 2 Jahren. Weltweit entsprechend mehr, also jährlich mindestens viel mehr als ein Patient mit dem visible-Bar-Problem. Das glaube ich nicht.

Für mich sieht es eher so aus, als ob mit der meiner Meinung nach falschen statistischen Angabe "1 or 2 in 1.000" von den ganz konkreten individuellen Ursachen, die hier zu dem visible-Bar-Problem bei dem Australier geführt haben, abgelenkt wird und wohl auch abgelenkt werden soll.

Ich denke, dass das visible-Bar-Problem nicht nur lösbar ist ("a solvable problem"), sondern ein in diesem Ausmaß komplett vermeidbares Problem ist, dessen statistische Wahrscheinlichkeit 0 von 1.000 sein sollte.

In dem Zusammenhang noch:
Das ist reine Statistik. Wenn eine Komplikation selten, d.h. bei 1 von 1000 Patienten auftritt, dann ist es nur logisch, dass dieser eine Fall bei >1000 durchgeführten OPs mit hoher Wahrscheinlichkeit auch eintritt.

Medizin ist aber nicht nur reine Statistik bzw. die Rahmenbedingungen bleiben  nicht gleich. Zum Glück kann man  manchmal aus aufgetretenen Komplikation Erfahrungen ziehen, die die Wahrscheinlichkeit für das erneute Auftreten dieser Komplikation deutlich verringern. Das ist doch auch irgendwie die Hoffnung, die man mit der Erfahrung eines Chirurgen verbindet.

In der Auswertung von Dr. Nuss für über 20 Jahre Nuss-OP werden eine ganze Reihe von Komplikationen, early postoperative und late postoperative (PDF (http://157.21.35.7/documents/conferences/Nuss/2010/Publications/Minimally%20invasive%20surgical%20repair%20of%20pectus%20excavatum.pdf), S. 212 f.) aufgeführt. Die Auswertung bezieht sich konkret auf 1015 OPs, und zwar von 1987 bis 2008.

Die angegebenen Häufigkeiten der konkreten 1015 Nuss-OPs der Vergangenheit kann man natürlich nicht 1:1 als Wahrscheinlichkeiten für die Zunkunft nehmen. Schon alleine, weil die Zahlen eben auch die Nuss-OPs aus der allerersten Anfangszeit mitenthalten, also eine beträchtliche "Lernkurve" enthalten ist.

Für "Bar Displacements" sind 58 von 1015 angegeben. Von diesen 58 benötigten aber nur 50%, also die Hälfte, eine Revision. Das sind 29 von 1015 bzw. 2,9%. Erstaunlich, inklusive der Nuss-Anfangsjahre und ohne Schaarschmidt-Modifizierung hätte ich einen viel höheren Prozentsatz erwartet.

[Edit: Am Beispiel "Bar displacement" sieht man auch sehr schön wie so eine Entwicklung verlaufen kann. Im Fazit von Dr. Nuss zu seiner über 20-jährigen Nuss-OP Bilanz mit 1.015 Fällen heißt es nämlich (S. 213): "Bar displacement has been the biggest late challenge. The initial bar displacement rate was 15%. After the introduction of stabilizers, it dropped to 5%, and with the addition of pericostal sutures placed around the bar and underlying ribs, it dropped to less than 1%."]

Für Death sind 0% (early postoperative) angeben, also nicht 1, 2 oder 3 von 1.000 (http://web517.s13.okayspace.de/Trichter/index.php/topic,1003.msg10125.html#msg10125). (Nur bei late postoperative ist der Vollständigkeit halber ein Unfalltod 3 1/2 Jahre nach der OP (http://web517.s13.okayspace.de/Trichter/index.php/topic,1003.msg10417.html#msg10417) mit angegeben.)

Ich denke, wenn Dr. Nuss als Pionier der Nuss-Methode einen solchen 0%-Wert vorlegen konnte, müssen sich alle Nachfolger daran messen. (Als Erfinder der Nuss-Methode konnte Nuss am Anfang logischerweise noch keine 100 Nuss-OPs im Jahr Erfahrung haben).
Titel: Re: Was macht Prof. Schaarschmidt anders?
Beitrag von: ex.pectus am 16. August 2012, 14:11:26
Update:

Aktuell gibt es auch gerade wieder eine kritische Diskussion zu Prof. Schaarschmit auf dem englischsprachigem Trichterbrust-Forum pectusinfo.com: Not what I expected (http://www.pectusinfo.com/board/viewthread.php?tid=9719&goto=search&pid=91613).

(Zum besseren und schnelleren Verständnis: Andy, der am Anfang zitiert wird, ist HEGHOG1959 (http://www.pectusinfo.com/board/member.php?action=viewpro&member=HEGHOG1959), ein Patient, der von Prof. Schaarschmidt 2010 operiert wurde, im Koma lag und erst nach 4 1/2 Monaten entlassen werden konnte, s.a. Please PRAY for Andy (continued) (http://www.pectusinfo.com/board/viewthread.php?tid=7344&goto=search&pid=64094) und ASMMF (http://www.asmmf.com/))
Titel: Re: Was macht Prof. Schaarschmidt anders?
Beitrag von: annaj am 17. August 2012, 00:02:28
an expected overload... manche deiner beispiele kippt das boot ganz schön.
Titel: Re: Was macht Prof. Schaarschmidt anders?
Beitrag von: ex.pectus am 17. August 2012, 00:52:26
an expected overload... manche deiner beispiele kippt das boot ganz schön.

Wie bzw. Was meinst du damit?
Titel: Re: Was macht Prof. Schaarschmidt anders?
Beitrag von: annaj am 17. August 2012, 20:59:47
für mein geschmack zu viele vollkommen irrelevante details, es bringt sympathiepunkte für den professor und langweilt beim lesen. Sorry für den kritik, ich hoffe du kannst es gut umsetzen.
Titel: Re: Was macht Prof. Schaarschmidt anders?
Beitrag von: ex.pectus am 17. August 2012, 22:06:06
Danke für die Kritik. Da sprichst du eine sehr wichtige Sache an. Ich schreibe ja nicht, weil ich so ein Sendungsbewußtsein habe, sondern, weil ich hoffe, dass der Leser davon einen Nutzen hat. Und wenn er dann gelangweilt ist, bringt mir das nichts.
Und welche Details wichtig sind und welche nicht, ist natürlich Geschmackssache und von Leser zu Leser verschieden.

Von den beiden Alternativen, zu wenig schreiben oder zu viel schreiben, hat die zweite den Vorteil, dass der Leser die Wahl hat, ob und wieviel er liest. Man muss sich immer für einen Mittelweg entscheiden. Ich werde versuchen, diesen zu optimieren.

... es bringt sympathiepunkte für den professor ...

Ich denke, du hast es nicht so gemeint, aber ich stelle das mal trotzdem klar: Es geht mir natürlich nicht darum zu verhindern, dass der Professor Sympathiepunkte bekommt.
Ich kann es sehr gut nachvollziehen, dass viele Patienten ihn sehr sympathisch finden. Damit habe ich kein Problem und will das auch nicht ändern.