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Allgemeines => Allgemeine Themen => Thema gestartet von: nikla584 am 05. Juli 2012, 00:02:59

Titel: Trichterbrust und psychischer Druck
Beitrag von: nikla584 am 05. Juli 2012, 00:02:59
Hallo!
Ich bin 28 Jahre alt und JA ich hab auch eine Trichterbrust und JA sie stört mich enorm und JA ich habe enorme Probleme damit.

Ich weiß nicht wie es Euch geht, aber ich gehe seit JAhren nciht Oberkörperfrei oder schwimmen. Es ist das Schamgefühl wegen der TB angestarrt zu werden bzw das andere drüber reden. Dies ist womöglich abslouter Blödsinn da es wohl ein Großteil der anderen Menschen nicht interessieren würde, aber mich stört sie enorm.
Man versucht - besonders jetzt im Sommer - die Kleidung so zu tragen das es ja keiner sehen / erahnen kann.

Tja ich würde sagen diese dumme TB schränkt die Lebensqualität ein und das inzwischen mehrere Jahre.

Schamgefühl, Atembeschwerden, mangelndes Selbstbewusstsein

Ja das alles bin ich leid, will endlich mein Leben leben ohne diese negativen Gedanken udn EInschränkungen. Es ist sicherlich mehr ein psychisches als ein physischen Problem in meinem Fall. Wobei die TB bei mir denke schon ausgeprägt ist.

Nun stellt sich mir die Frage:
Bringt diese OP etwas?
Hilft sie einem danach das Leben voll zu genießen?
Das Selbstbewusstse in / Selbstwertgefühl zu verbesserb?

Wo sollte man die OP am besten machen lassen?
Übernimmt die Krankenkasse die Kosten?
Ist diese Problemlos im ALter von 28 noch machbar?

Für Eure Ratschläge, Anregungen und Tips vorab schonmal vielen Dank!
Titel: Re: Trichterbrust und psychischer Druck
Beitrag von: annaj am 05. Juli 2012, 22:25:25
wenn du wegen dein tb leidest, solltet ein op eigentlich deine probleme lösen.  Wieso glaubst du nicht selbst, das es was bringt?

Je länger man mit tb gelebt hat, desto tiefer steckt das trauma. Selbstbewusstsein muss du aufbauen und ein garantie von ein genussvolles leben als tb-frei gibt es auch nicht... vieles sprechen aber dafür, das du einige sachen hinter dir lassen kannst, und somit mehr lebensqualität bekommen kannst. Am besten fängt man nicht gleich an, neue fehlern zu suchen ;)

Ich habe mich bei dr. Lützenberg in Berlin, Charité operieren lassen. Habe mehrere patienten von ihm aus Schweden  kennengelehrnt, alle sehr zufrieden mit seine arbeit. Teils waren ihre tb's sehr ausgeprägt (15,4 und 9,75). Ich kann ihm sehr empfehlen! Seine älteste patinetin war 56, 28 sollte kein problem sein.
Die kk übernimmt meistens die kosten, manchmal nicht. Bei mir war es überhaupt kein problem, und irgendwie verstehe ich gar nicht wieso die kk diese entscheidung hat... finde sollte bei der arzt liegen. Egal. Liest dieses forum durch (...) und entscheide dich für ein arzt. Dann nimmst du mit den kontakt auf und fragt nach, was von dir erwartet wirst, es scheint unterschiedlich von klinik zu klinik sein. Manche brauchen eine überweisung vom orthopäde, ich bin direkt ohne irgendeiner arzt vorher gesehen zu haben in der Charité.
Titel: Re: Trichterbrust und psychischer Druck
Beitrag von: tim_b am 05. Juli 2012, 22:28:30
Hi Niklas?,

ich kenne das Problem. Bin 28 Jahre alt und habe auch eine ziemlich ausgeprägte Trichterbrust ( laut Schaarschmidt 9 cm Einsenkung ). Erst Ende letzten Jahres habe ich mich endgültig für die OP entschieden. Dann habe ich einen Termin in Berlin Buch gemacht und alles wurde vermessen.
Wollte eigentlich viel früher operieren, aber kann Studium usw...Im Prinzip war es wohl eher die Angst vor der OP, die mich die Sache aufschieben ließ. Jetzt habe ich aber keine Angst mehr vor der OP und möchte diese auf jeden Fall durchführen. Was mich auch echt belastet, ist die Sache mit den Frauen. Obwohl einige Frauen Interesse an mir hatten, musste ich sie immer zurückweisen. Ich bin da einfach nicht mehr so locker wie mit 18. Habe einfach den Eindruck, dass die nur solange Interesse haben, bis sie meine Brust sehen. Insbesondere weil es scheinbar eher die "oberflächlichen" Frauen sind, die auf mich stehen.Die Trichterbrust sieht man ja nicht, wenn man normal bekleidet ist. So, genug geheult:

Die TK prüft gerade meinen Antrag auf Kostenübernahme. Sollten diese sich weigern, würden meine Eltern die OP bezahlen. Die TK würde ich dann aber trotzdem auf Zahlung verklagen, zumal der Prof aus Berlin meinte, sie müssten ab einer bestimmten Tiefe zahlen.

Allerdings weiß ich noch nicht genau wo ich die OP durchführen werde. Herr Dr. Lützenberg von der Charité hat auch einen sehr guten Eindruck gemacht. Bei Berlin Buch bin ich etwas gespalten: Einerseits hat der Prof. dort die meiste Erfahrung auf dem Gebiet. Andererseits hat er auf mich in der Sprechstunde einen sehr geschäftstüchtigen Eindruck gemacht. Auch hier im Forum habe ich ein paar negative Sachen gelesen ( Inwieweit die stimmen, kann ich aber auch nicht beurteilen ).

Von meinem unstrukturierten Vortrag zu Deinen Fragen:

1. Ja, optisch wird die Brust ja ganz korrigiert. Sollte irgendwas schief gehen, wird notfalls nochmals korrigiert.
2. Ich denke schon, dass mir die OP zu mehr Lebensqualität verhelfen würde. Insbesondere beim Schwimmen und so würde es mich sehr viel besser gehen.
3. ja, auf jeden Fall ( denke ich)
4. Gute Frage: So wie ich es bisher erfahren konnte, sind Prof. Schaarschmidt aus Berlin Buch und Dr. Lützenberg von der Charité ganz gut. Auch aus Hannover soll einer Ahnung haben. Hab den Namen aber vergessen.
5. Die Kasse übernimmt die Kosten, wenn körperliche Einschränkungen vorliegen. Laut Prof. Schaarschmidt müssen die Kasse ab einer bestimmten Einsenkung zahlen.Ansonsten kostet die OP laut Dr. Lützenberg 10.500 Euro; Wenn es Dich sehr belastet, solltest Du im Notfall über einen Kredit oder was auch immer nachdenken.
6. Laut Schaarschmidt ist die OP in diesem Alter noch gut machbar.

Wir können uns auch gerne per PN oder besser per Email austauschen, zumal wir im gleichen Alter und in der gleichen Situation sind ;-)

VG,

Tim

Titel: Re: Trichterbrust und psychischer Druck
Beitrag von: annaj am 05. Juli 2012, 22:36:48
ich bin auch bei der tk, ich habe nur ein zettelchen persönlich eingereicht, es würde abgestempelt und gute besserung gewünscht  :)
Sie haben keine ct-/röntgen-aufnahmen oder sonstiges verlangen.
Titel: Re: Trichterbrust und psychischer Druck
Beitrag von: tim_b am 05. Juli 2012, 22:43:55
Danke Anna, das macht mir Hoffnung. Ich habe aber ( vielleicht ein Fehler ) schriftlich die Kostenübernahme beantragt und denen das Gutachten von Schaarschmidt und die Krankenhausüberweisung vom Hausarzt geschickt.
Dann haben die sich nach 3 Wochen gemeldet und eine Fotodokumentation  und Angaben zu Gewicht und Größe gefordert. Sie meinten auch, dass sie den MDK zur Beratung heranziehen werden. Das wirkt auf mich eher negativ. Naja, mal sehen...
Titel: Re: Trichterbrust und psychischer Druck
Beitrag von: annaj am 06. Juli 2012, 00:56:17
ich kann mich nicht errinnern wie der zettel hiess, es war aber nur so einer der höchstens zwei wochen vorher bis ein tag vor dem op abgestempelt werden musste. Darauf stand in kaum lesbare handschrift kurz und bündig trichterbrustop oder so was. Also überhaupt keine rede von meinem körperlichen zustand. Und der einzige grund warum es abgestempelt wird, ist um sicherzustellen das ich mein kk-beitrag regelmässig bezahlt habe. Angeblich haben tk schlechte erfahrungen von leute aus Berlin/Brandenburg... war routine, ist nicht nur weil ich ausländer bin so gewesen, wie es leider oft sonst vorkommen kann.
Jedenfalls scheint es bei vielen so viel komplizierter mit ihre kk zu sein, als es bei mir war. Ob das mit der klinik oder kk zu tun hat, wer weiss...
Titel: Re: Trichterbrust und psychischer Druck
Beitrag von: nikla584 am 07. Juli 2012, 19:55:05
Hey danke Euch für Eure Antworten und es hilft mir schon sehr.

Denke werde mal nen Termin machen
Titel: Re: Trichterbrust und psychischer Druck
Beitrag von: ex.pectus am 07. Juli 2012, 23:02:17
ich kann mich nicht errinnern wie der zettel hiess

Aber kannst du dich noch erinnern, von wem du den Zettel zum Abstempel bekommen hast?
Vermutlich nicht vom Krankenhaus bzw. einem Krankenhausarzt, sondern von einem niedergelassenen Kassenarzt (= "Vertragsarzt", d.h. normaler Haus-/Arzt)?

Und so müsste ein Krankenhauseinweisungs-Formular eigentlich aussehen:

(https://lh6.googleusercontent.com/-8PjwyEYgutI/To20xegv74I/AAAAAAAAA_g/alTpiZG0ocA/s288/Krankenhauseinweisung.jpg) (https://picasaweb.google.com/lh/photo/RxWWLC603cBC8z9xxmmxTT7-PatnvxUH3TMnmoyLbZY?feat=directlink)


Darauf stand in kaum lesbare handschrift kurz und bündig trichterbrustop oder so was. Also überhaupt keine rede von meinem körperlichen zustand.

Bei meiner Krankenhauseinweisung war das ebenfalls so. Ich habe nur die persönlichen Angaben nach dem Scannen hier grau überstrichen. Die ganzen leeren Felder sind auch in meinem Original leer, das ich eingereicht habe.

Und der einzige grund warum es abgestempelt wird, ist um sicherzustellen das ich mein kk-beitrag regelmässig bezahlt habe. Angeblich haben tk schlechte erfahrungen von leute aus Berlin/Brandenburg... war routine, ist nicht nur weil ich ausländer bin so gewesen, wie es leider oft sonst vorkommen kann.

Das Abstempeln ist die formale Bestätigung, dass die Kosten übernommen werden. Voraussetzung dafür ist natürlich, dass man (noch) Mitglied der entsprechenden KK ist. Aber auch, dass die Krankenhausbehandlung medizinisch notwendig ist.
Dass man eine Krankenhauseinweisung bei geplanten Eingriffen abstempeln lassen muss, war in der GKV schon immer so. Hat also nichts mit schlechten Erfahrungen oder so, zu tun.

Jedenfalls scheint es bei vielen so viel komplizierter mit ihre kk zu sein, als es bei mir war. Ob das mit der klinik oder kk zu tun hat, wer weiss...

Wenn das etwas anderes als Zufall sein soll, dann müsste es ja eine entsprechende interne Anweisung bei der entprechenden Krankenkasse für alle zuständigen Mitarbeiter geben, dass bei Trichterbrust-OPs allgemein (oder in der Klinik xy) immer ohne weitere medizinische Prüfung abzustempeln ist. Sehr unwahrscheinlich, insbesondere bei einer so großen (dezentralen) Krankenkasse mit 229 Geschäftsstellen vor Ort.

Speziell zur TK gibts hier auch einen alten Erfahrungsbericht aus 2005 (http://web517.s13.okayspace.de/Trichter/index.php/topic,274.msg2724.html#msg2724). Wer denkt, dass das nur vielleicht früher so war, kann dazu einen aktuellen Blog-Kommentar von 2012 (http://trichterbrustinfo.blogspot.com/2009/06/der-kampf-mit-der-krankenkasse.html?showComment=1331622459348#c3963152461928585354) lesen: 2 x von der TK abgelehnt, erst im 3. Anlauf 2011 genehmigt.

Auch wenn es leider nicht immer so einfach und unkompliziert funktioniert, wie annaj das beschrieben hat, versuchen würde ich es aber zumindest nach ihrer Methode: selbstsicher auftreten und nur noch schnell abstempeln lassen, vermutlich am besten in einer Geschäftsstelle mit viel Andrang kurz vor Feierabend, ohne Arztbriefe, Befunde oder selbstgeschriebene Anträge vorzulegen (um keine schlafenden Hunde zu wecken).
Titel: Re: Trichterbrust und psychischer Druck
Beitrag von: annaj am 08. Juli 2012, 16:35:15

Aber kannst du dich noch erinnern, von wem du den Zettel zum Abstempel bekommen hast?
Vermutlich nicht vom Krankenhaus bzw. einem Krankenhausarzt, sondern von einem niedergelassenen Kassenarzt (= "Vertragsarzt", d.h. normaler Haus-/Arzt)?


Das Abstempeln ist die formale Bestätigung, dass die Kosten übernommen werden. Voraussetzung dafür ist natürlich, dass man (noch) Mitglied der entsprechenden KK ist. Aber auch, dass die Krankenhausbehandlung medizinisch notwendig ist.
Dass man eine Krankenhauseinweisung bei geplanten Eingriffen abstempeln lassen muss, war in der GKV schon immer so. Hat also nichts mit schlechten Erfahrungen oder so, zu tun.


Der zettel kam aus der Charité. Hatte damals kein hausarzt, war nie bei einer gewesen ausser neulich. Meine frauenärztin hat die schmerzmittel nach dem op verschrieben, nicht nach regeln, aber regeln sind ja auch keine gesetze.

Mir würde erklärt, kein anderes bundesland ausser Berlin/Brandenburg hatte dieses verfahren, höchstens zwei wochen bis ein tag vor op den zettel abgestempelt zu bekommen. Wegen schlechte erfahrungen das zu viele op's in Berliner/BB krankenhäuser gemacht worden war, ohne das die patienten akutell versichert waren. Ich labere euch hier nicht voll mit igendwelche geschichten.
Titel: Re: Trichterbrust und psychischer Druck
Beitrag von: Pexc am 08. Juli 2012, 17:32:42
Bringt diese OP etwas?

Optisch definitiv, wenn die Delle vorher tief war. Perfekt sieht es danach aber nicht immer aus, bei mir sind die Rippen mitkorrigiert worden.

Hilft sie einem danach das Leben voll zu genießen?

Wenn zu Deinem vollen genießen Schwimmen dazugehört, dann ist es ein Schritt in die richtige Richtung. Die OP ist aber kein Allheilmittel. Ich gehe zum Beispiel immer noch nicht schwimmen, weil ich es nicht sehr gut kann und mich im Wasser nicht wohl fühle. (Ich wurde vor 10 Jahren operiert.) Ich ziehe auch so sehr ungern mein T-Shirt aus, weil ich es nicht gewohnt bin, auch nach der langen Zeit nicht.
Es hat aber doch schon Vorteile, das ständige Kontrollieren, ob das T-Shirt stramm genug sitzt, daß es vom Wind nicht in die Kuhle gedrückt wird entfällt, diese ganzen nervigen Kleinigkeiten sind weg.

Das Selbstbewusstsein / Selbstwertgefühl zu verbessern?

Das ist schwierig zu sagen. Ich würde sagen, daß hat sich bei mir nicht geändert. Danach war ich nicht einfach ein neuer Mensch.
Titel: Re: Trichterbrust und psychischer Druck
Beitrag von: ex.pectus am 08. Juli 2012, 17:51:13
Ich labere euch hier nicht voll mit igendwelche geschichten.

Das wollte ich auch nicht unterstellen. Krankenkassen-Bürokratie kann eine ziemlich komplizierte Sache sein. Und ich will auch nicht behaupten, dass ich da ein Experte bin. Kann gut sein, dass ich aus meinen Erfahrungen falsche Schlüsse ziehe und die entsprechenden Verallgemeinerungen dann falsch sind, dass es also vielleicht nur in Berlin und nicht bundesweit so ist.

Also es wäre ja wirklich schön, wenn man mit der von dir beschriebenen Methode das Risiko der intensiven Prüfung der medizinischen Notwendigkeit (mit dem Risiko eines negativen Ergebnisses und einer Ablehnung) wirksam umgehen könnte. D.h. es geht nicht so sehr darum, wie es damals bei dir genau war, sondern darum, wie man es bei Bedarf in Zukunft nachmachen könnte.

Auf einer Info-Seite der Charité zur stationären Aufnahme (http://www.charite.de/klinikum/behandlung_stationaer/stationaere_aufnahme/) steht folgendes:

             Für die stationäre Aufnahme benötigen Sie folgende Unterlagen:
...
eine gültige Kostenübernahmeerklärung Ihrer Krankenkasse oder eine von Ihrer Krankenkasse abgestempelte Krankenhaus-Einweisung

Auf diese Info-Seite verweist auch die Info-Seite der Chirurgischen Klinik I (http://chi.charite.de/patienten-information/stationen-op.html) von Dr. Lützenberg, scheint also auch für diese zu gelten.

Ich würde mir darauf nun folgenden Reim machen: Normalerweise, jedenfalls so meine Vermutung, kommen die Patienten mit einer von der KK abgestempelten Krankenhauseinweisung ins Krankenhaus. Wenn man keine abgestempelte Krankenhauseinweisung hat (und auch kein Notfall vorliegt) benötigt man die gültige Kostenübernahmeerklärung. Das müsste dann der von dir beschriebene Zettel sein. Und vermutlich bekommt man diesen Zettel von der Krankenhausaufnahme, also dort, wo man normalerweise die Krankenhauseinweisung abgeben würde. Ohne es genau zu wissen, sieht dieses Vorgehen doch sehr außergewöhnlich für mich aus. Aber vielleicht ist das ja genau der Weg, um von der (vorherigen) Prüfung der medizinischen Notwendigkeit abzulenken.
Titel: Re: Trichterbrust und psychischer Druck
Beitrag von: nikla584 am 08. Juli 2012, 19:25:43
Danke Pexc!
Ja das ist nervig und bescheuert maan zieht ständig hamd hemd rum, damit ja keiner was sieht bzw erahnen kann
Wurden dir Rippen dafür gebrochen?
Wo hast DU die OP machen lassen?
Titel: Re: Trichterbrust und psychischer Druck
Beitrag von: annaj am 08. Juli 2012, 19:44:27
um noch mehr ins detail zu gehen expectus, der zettel war sehr ähnlich deiner, nur mehr rosa, also nehme ich an, es war die kostenübernahme. Der zettel hatte ich 2 1/2 monat vor op bekommen, direkt aus dem Charité, und wollte gleich alles abgeklärt haben (stempel und ok von kk). Habe dann erfahren das der zettel erst kurz vor op bearbeitet wird, wegen oben genannte gründe. Ich musste nie eine antrag mit befunde od. ähnliches vorlegen, daran waren die nicht interessiert.
Ich sehe keine komplizierte sachen in das system, es sind logische schritte die abgewickelt werden müssen. Für mich ist es unlogisch das mein hausarzt eine kostenübernahme oder krankenhauseinweisung erstellen kann, er ist in diesem fall ein aussenspieler. Bei komplikationen würde ich mein hausarzt auch nicht anvertrauen, aber das ist eine andere geschichte.
In dein fall kann ich verstehen dass es komplizierter war. Als privat versicherte patient, und in ein privatklinik operiert zu werden. Ich kann mich gut vorstellen, dass kk universitätskrankenhäuser kompetent in der beurteilung sehen, nicht das ein privatklinik keine kompetente ärzte haben, sondern nur weil universitätskrankenhäuser mehr instutitionen sind und in erste linie nicht (offiziell) nach geld-verdienen arbeiten. Deswegen prüfen vielleicht nicht die kk, wenn in diesem fall dr. Lützenberg meint, diese patientin braucht ein op?

Titel: Re: Trichterbrust und psychischer Druck
Beitrag von: ex.pectus am 08. Juli 2012, 22:48:26
um noch mehr ins detail zu gehen expectus, der zettel war sehr ähnlich deiner, nur mehr rosa, also nehme ich an, es war die kostenübernahme.

Das mein geposteter Zettel so blass erscheint, liegt am Scanner. Ansonsten sehe ich jetzt keine gravierenden Unterschiede mehr zum sonstigen Verfahren. Dass die Krankenhausärzte der Charité selber Krankenhauseinweisungen "verordnen" dürfen, liegt vermutlich an einer entsprechenden Sondervereinbarung (http://www.kvberlin.de/20praxis/70themen/hochschulambulanz/index.html). Das ist ein Unterschied zu anderen Krankenhausärzten, deren Patienten sich nach der ambulanten Krankenhaussprechstunde erst eine KH-Einweisung von einem anderen Kassenarzt holen müssen. Klingt umständlich, ist es vielleicht auch, aber das ist mit Sicherheit kein großes Problem.

Der entscheidende Punkt ist vielmehr, dass die KH-Einweisung von der KK genehmigt werden muss, egal ob vom Krankenhaus-Arzt oder von niedergelassenen Kassenarzt ausgestellt. Und da vermute ich, dass es keine Unterschiede in der Erfolgsquote gibt. Auch wenn es oft nur eine Formalie ist bzw. so erscheint, manchmal artet das eben auch aus.

Der zettel hatte ich 2 1/2 monat vor op bekommen, direkt aus dem Charité, und wollte gleich alles abgeklärt haben (stempel und ok von kk). Habe dann erfahren das der zettel erst kurz vor op bearbeitet wird, wegen oben genannte gründe. Ich musste nie eine antrag mit befunde od. ähnliches vorlegen, daran waren die nicht interessiert.

Das ist bei vielen anderen auch so, quer durch alle KK und Kliniken. Leider nicht bei allen. Und es ist auch kein Muster oder System zu erkennen.

In dein fall kann ich verstehen dass es komplizierter war. Als privat versicherte patient, und in ein privatklinik operiert zu werden.

Bei mir war es nicht (http://ex-pectus.blogspot.de/2010/12/trichterbrust-op-und-kostenubernahme.html) kompliziert. Ich habe die KH-Einweisung am 16.09.10 20:38 Uhr an meine PKV gemailt und um eine Kostenübernahmeerklärung gebeten. Schon am 17.09.10 16:44 Uhr (einem Freitag!) hat mich ein Mitarbeiter angerufen, um mir mitzuteilen, dass ich eigentlich keine schriftliche Kostenübernahme als privat Versicherter benötige. Das stimmt auch und wird in vielen Fällen auch genau so gehandhabt, nämlich, dass das KH erst bei KH-Aufnahme direkt Kontakt mit der PKV aufnimmt und die das bürokratische untereinander regeln. Da aber die Kinderchirurgie des Helios-Krankenhauses speziell bei TB-OPs auf eine schriftliche Kostenübernahme Wert legt, wollte ich also eine schriftliche Kostenübernahme. Mitte der folgenden Woche hatte ich dann die Zusage auch schriftlich.

Bei greyman (http://greyman.blog.de/2009/11/29/29-november-2009-minus-8-tage-7479298/), der in der gleichen PKV ist, hat die Kostenübernahmeerklärung übrigens ca. 8 Wochen gedauert und es wurden zusätzliche Unterlagen angefordert (d.h. gleiche PKV und gleiche Klinik wie bei mir, aber unterschiedliche Handhabung).

BTW (http://web517.s13.okayspace.de/Trichter/index.php/topic,1164.msg9699.html#msg9699): Die Helios-Klinik (http://www.helios-kliniken.de/index.php?id=5141) ist keine Privatklinik. Die Helios-Privatklinik (http://www.helios-privatkliniken.de/de/nc/standorte/standort/helios-privatklinik-berlin-buch/ansicht/beschreibung.html) ist eine Privatklinik.

Ich kann mich gut vorstellen, dass kk universitätskrankenhäuser kompetent in der beurteilung sehen, nicht das ein privatklinik keine kompetente ärzte haben, sondern nur weil universitätskrankenhäuser mehr instutitionen sind und in erste linie nicht (offiziell) nach geld-verdienen arbeiten. Deswegen prüfen vielleicht nicht die kk, wenn in diesem fall dr. Lützenberg meint, diese patientin braucht ein op?

Die Probleme bei der Kostenübernahme für eine Trichterbrust-OP gibt es vermutlich schon länger als Berlin-Buch zu Helios gehört (afaik seit 2003, davor wie Charité). Und auch unter den Patienten, die sich an anderen Unikliniken operieren lassen wollen, gibt es welche, die Schwierigkeiten mit der Kostenübernahme haben. Und selbst Dr. Lützenberg hat mir gegenüber schon von einem eigenen Patienten berichtet, der beim Sozialgericht klagen mußte.
Titel: Re: Trichterbrust und psychischer Druck
Beitrag von: martin_30 am 09. Juli 2012, 17:05:17
Hallo,

"nicht oberkörperfrei und schwimmen" - ja, stimmte früher bei mir auch (in der Schule etc.), irgendwann hab ich darauf gepfiffen und mir gesagt, da verpasst man viel zu viel...

"dass ein Großteil der anderen nicht interessiert" - das kann ich aus eigener Erfahrung bestätigen: in all den Jahren hatte ich nur einmal im Schwimmbad einen Kommentar gehört, der unter die Gürtellinie ging, meist interessiert es aber in der Tat keinen.

Versuch es einfach mal mit einem guten Freund zusammen, der von Deiner TB weiß - Du wirst sehen, so schwer ist es gar nicht!

Gruß

Martin
Titel: Re: Trichterbrust und psychischer Druck
Beitrag von: nikla584 am 09. Juli 2012, 19:26:04
Hallo Martin!

Muss echt sagen "Hut ab" - Du gehst mit Deiner TB  äußerst offen um.
DU bsit bisher nicht operiert?

Nur selbst meine besten Freunde wissen nichts von meiner TB.

Is sicherlich total bescheuert aber hat  sich fest eingebrannt bei mir - also das negative
Titel: Re: Trichterbrust und psychischer Druck
Beitrag von: annaj am 09. Juli 2012, 23:51:59
BTW (http://web517.s13.okayspace.de/Trichter/index.php/topic,1164.msg9699.html#msg9699): Die Helios-Klinik (http://www.helios-kliniken.de/index.php?id=5141) ist keine Privatklinik. Die Helios-Privatklinik (http://www.helios-privatkliniken.de/de/nc/standorte/standort/helios-privatklinik-berlin-buch/ansicht/beschreibung.html) ist eine Privatklinik.

Helios Berlin Buch gehört die Helios Kliniken GmbH, die Fresenius Gesundheitskonzern gehört... in meine ohren klingt das privat, könnte aber wegen meine hintergrund als schwedin (wenn Schweden noch ein (kapitalistisches) sozialstaat war) leicht so interpretiert werden. Ich wollte gar nicht so weit weg vom thema gehen, sorry Niklas (?)! Ich kann mich errinnern was für eine erleichterung es war, freunde von meiner tb zu erzählen.. habe ich erst gemacht als ich wusste, dass ich mein tb loswerden konnte, ich hatte schon mein op-termin... davor wusste keiner was ausser meine eltern, grosse schwester und klar, meine männer. Es stellt sich schnell fest das fast jeder jemand mit tb kennt, ich habe zb rausgefunden das zwei meine freundinnen mit tb'ler zusammen sind...
Titel: Re: Trichterbrust und psychischer Druck
Beitrag von: ex.pectus am 10. Juli 2012, 00:29:50
"Privatklinik" ist ein feststehender Begriff im Gesundheitssystem. Gesetzliche Krankenkasse bezahlen keine Behandlungen in einer sogenannten Privatklinik (bis auf extrem seltene Ausnahmen).

Dass die Helios-Klinik einen privaten Betreiber/Eigentümer hat, hat damit nichts zu tun. Das ist ähnlich wie bei Ärzten. Es gibt reine Privatärzte/Privatpraxen/Privatsprechstunden nur für Privatpatienten (Selbstzahler). Und es gibt Kassenärzte, die zusätzlich auch noch Kassenpatienten behandeln. Aber auch der Kassenarzt ist kein staatlicher/öffentlicher Angestellter, arbeitet nicht gemeinnützig, sondern gewinnorientiert, und zwar für seinen eigenen, privaten Profit (extremes Beispiel: Millionenverdienst als Kassen-Laborarzt (http://www.augsburger-allgemeine.de/augsburg/Betrugsverdacht-gegen-Mediziner-Schaden-soll-78-Millionen-betragen-id19044141.html)).
Titel: Re: Trichterbrust und psychischer Druck
Beitrag von: martin_30 am 10. Juli 2012, 18:37:39
Ja, aber in der Schulzeit z. B. war es das gleiche Problem wie bei Dir (keine Ahnung wie ich damals den Schwimmunterricht rumbekommen hab). Nachdem mir später bewusst wurde was ich dadurch verpasse, hab ich es einfach oben ohne probiert. Und das war im Nachhinein betrachtet gut – weil kaum einer sich für interessiert.

Aber ich weiß, ist einfacher gesagt als getan. Aber ein Versuch wär´s doch allemal wert?

@nikla584:
nein, ich bin nicht operiert, ich habe meine Trichterbrust nach wie vor (siehe Galerie). OP ziehe ich heute nicht mehr in Betracht; hatte nur mal eine Weile mit der Saugglocke geliebäugelt, um den Trichter evtl. etwas anzuheben, falls der mit den Jahren doch noch Probleme machen sollte, körperlicher Art meine ich. Da das aber in meinem Alter auch nicht mehr so einfach ist mit dem dauerhaften Anheben, und auch weil etliche Leute doch von Hauptverfärbungen berichten (was ist optisch schlimmer: "Kriegsbemalung" wie hier kürzlich geschrieben wurde oder Delle?) habe ich davon wieder Abstand genommen.

Gruß, Martin
Titel: Re: Trichterbrust und psychischer Druck
Beitrag von: nikla584 am 10. Juli 2012, 21:49:37
Danke Euch!
Ja früher war mir die TB auch total egal und war ein verdammt offener kerl und so.

Dann sagte mein bescheuerter Lehrer im Schimmunterricht vor allen: " Was hast Du denn da für ne Delle -die wird ja wohl nciht ansteckend sein...."

Tja ud erst da wurde mir die TB erst richtig bewusst und das liegt inzwischen viele Jahre zurück.

Sie stört mich immer mehr, man ist ruhiger / nicht mehr so kommunikativ unbefangen wie damals
Inzwischen ertappe ich mich dabei mich immer mehr zurückzuziehen - zum Glück habe ich meine Freunde die immer wieder an Wochenenden sagen auf ab und DU kommst nun mit

Tja sie stört mich halt und "beschränkt" mich
Absolut bekloppt aber leider Realität
Titel: Re: Trichterbrust und psychischer Druck
Beitrag von: martin_30 am 11. Juli 2012, 12:32:03
Ja, das sind leider die fiesen Kommentare, die hin und wieder mal vorkommen. Kann Dich gut verstehen, dass einen so etwas erst mal zurückwirft, zumal wenn das aus dem Mund eines vermeintlichen Pädagogen kommt. Von Mitschülern wäre man das ja eher gewohnt…

Nichtsdestotrotz sollte man immer bedenken wie oft Kommentare dieser Art wirklich vorkommen und wie oft Leute keinerlei Notiz von der Trichterbrust nehmen, sei es weil sie nichts damit anzufangen wissen oder aus Höflichkeit. Die Relation zwischen beiden sollte man nicht außer Acht lassen.

Aber dafür ist ja ein solches Forum gut – nicht zum Erfahrungsaustausch bei Behandlung, Risiken derselben etc., sondern auch um anderen Betroffenen Mut zu machen, offener und unbekümmerter mit der Situation umzugehen, weil es eben auch positive Erfahrungen gibt.

Gruß, Martin
Titel: Re: Trichterbrust und psychischer Druck
Beitrag von: nikla584 am 11. Juli 2012, 18:30:57
Danke - aber das hat sich nunmal stark eingebrannt damals
Titel: Re: Trichterbrust und psychischer Druck
Beitrag von: annaj am 11. Juli 2012, 22:15:31
expectus, wenn du mir jedes wort anmerken muss, hast du zu tun... du muss dich auch keine sorgen machen das ich nicht weiss wie das system hier in Deutschland funktioniert, ich komme schon zurecht, danke.
Titel: Re: Trichterbrust und psychischer Druck
Beitrag von: ex.pectus am 11. Juli 2012, 23:02:14
Nochmal sorry, annaj. Tut mir leid, dass du dich offenbar irgendwie auf den Schlips getreten fühlst.

nikla584 wollte wissen, wo man sich operieren lassen sollte und ob die Krankenkassen die Kosten übernehmen, insofern muss er jetzt auch hier durch und sich durch die Antworten wühlen, sorry.

Wenn es immer wieder ungenauerweise heißt, dass die Helios Klinik eine Privatklinik sei, kann das ganz leicht zu dem Mißverständis führen, dass die Krankenkassen dafür keine Kosten übernehmen (oder nur in extremen Ausnahmefällen), siehe entsprechende Frage hier im Forum (http://web517.s13.okayspace.de/Trichter/index.php/topic,1164.msg9698.html#msg9698). 
Natürlich nicht zu Missverständnissen bei dir, aber bei anderen.
Titel: Re: Trichterbrust und psychischer Druck
Beitrag von: nikla584 am 15. Juli 2012, 15:29:23
Sorry das es hier durch meine Anfrage zu "Streitereien" kommt.

Danke Euch aber für die Antworten
Titel: Re: Trichterbrust und psychischer Druck
Beitrag von: annaj am 17. Juli 2012, 22:30:50
Ich bin so zu sagen kein schlipsträger, also ist alles gut  :P
Titel: Re: Trichterbrust und psychischer Druck
Beitrag von: tim_b am 19. Juli 2012, 17:51:42
So, habe gestern die Kostenzusage von der TK bekommen.  :D

Musste auch keinen Widerspruch einlegen. Es wurden lediglich Bilder von der Trichterbrust und Angaben zu Größe und Gewicht verlangt ( warum auch immer).

Bin mir jetzt nur noch nicht sicher, wo ich die OP mache. Entweder Helios oder Charité in Berlin. Beide Ärzte hatten auf mich einen sehr kompetenten Eindruck gemacht ( auch wenn einer von denen etwas zerstreut wirkte ).

Jedenfalls würde ich jedem empfehlen, das Gutachten von Schaarschmidt aus Berlin zu holen. Das scheint mittlerweile eine Freikarte für die OP zu sein ( unabhängig davon, wo man sie später durchführt)

Titel: Re: Trichterbrust und psychischer Druck
Beitrag von: nikla584 am 19. Juli 2012, 20:07:39
Glückwunsch  -  freue mcih für DIch und drücke die Daumen das alles gut klappt

Hast schon nen Termin genommen?
Titel: Re: Trichterbrust und psychischer Druck
Beitrag von: bummle am 19. Juli 2012, 21:19:23
Jedenfalls würde ich jedem empfehlen, das Gutachten von Schaarschmidt aus Berlin zu holen. Das scheint mittlerweile eine Freikarte für die OP zu sein ( unabhängig davon, wo man sie später durchführt)

Das kann ich so nicht bestätigen! Meiner Meinung nach ist der Befund aus Berlin Buch eher ein vorgefertigtes Formular, in welches paar Sätze über den jeweiligen Patienten eingefügt werden.
Kann sich natürlich mittlerweile geändert haben...

Kannst du vielleicht paar Bilder oder hier einen Thread bei den Erfahrungsberichten machen? Würde mich interessieren. Bei mir wars ein ähnlicher Ablauf, nur halt mit Absage  :P
Titel: Re: Trichterbrust und psychischer Druck
Beitrag von: borkener am 20. Juli 2012, 00:07:57
Ich kann nicht bestätigen, dass es in Berlin-Buch ein vorgefertigtes Formular gibt. Das mag vielleicht so erscheinen, weil es immer wieder die gleichen Symptome sind, die eine TB kennzeichnen und immer wieder die gleichen Probleme.
Die Helios-Kliniken in Berlin-Buch sind definitiv keine reine Privatklinik! Hier werden auch Kassenpatienten behandelt. Bei der TB muss allerdings natürlich die Kostenübernahme durch die Krankenkasse geklärt sein.
Titel: Re: Trichterbrust und psychischer Druck
Beitrag von: bummle am 20. Juli 2012, 08:27:37
War vielleicht bischen missverständlich von mir ausgedrückt. Ich kann nicht bestätigen, dass der Befund von Schaarschmidt eine Freikarte für die Op ist. Die wird es aber auch von keinem anderen Chirurgen geben.

Ansonsten lässt sich darüber streiten, inwieweit in den Befunden auf den jeweiligen Patienten und die Trichterbrust eingegangen wird. Finde leider gerade nichts brauchbares zum Vergleich, aber den allgemeinen Wortlaut kann man hier immer wieder mal lesen (wenn auch teilweise zwischen den Zeilen).
Titel: Re: Trichterbrust und psychischer Druck
Beitrag von: tim_b am 20. Juli 2012, 17:22:11
@nikla: Ne, muss mich erst noch entscheiden, wo ich die OP mache. Hatte als Termin so September/ Oktober angepeilt.

@bummle: sehe gerade, dass die Bilder zu groß sind. Ich kann sie Dir gerne per Email schicken.
Titel: Re: Trichterbrust und psychischer Druck
Beitrag von: bummle am 20. Juli 2012, 17:44:27
Kannst du die Bilder nicht kleiner machen, geht mit Paint oder Irfanview, und hier einfügen?

Denke mal ist für die anderen auch interessant. Vor allem später dann als Vergleich vorher/nachher  ;)
Titel: Re: Trichterbrust und psychischer Druck
Beitrag von: tim_b am 20. Juli 2012, 18:10:01
Ja, hab gerade herausgefunden, wie das bei MacOS geht ( da gibt es nämlich leider kein Paint ).

Titel: Re: Trichterbrust und psychischer Druck
Beitrag von: ex.pectus am 20. Juli 2012, 20:05:22
Musste auch keinen Widerspruch einlegen. Es wurden lediglich Bilder von der Trichterbrust und Angaben zu Größe und Gewicht verlangt ( warum auch immer).

Für eine TB-OP-Indikation gibt es zwei Gründe (einer von beiden reicht): Eine TB-OP ist medizinisch notwendig, wenn sie notwendig ist
1. Beeinträchtigungen von Körperfunktionen und/oder
2. eine "entstellende" körperliche Abweichung
zu heilen, ihre Verschlimmerung zu verhüten oder Krankheitsbeschwerden zu lindern (s.a. Voraussetzungen für Kostenübernahme (http://web517.s13.okayspace.de/Trichter/index.php/topic,1221.0.html)).

Wenn Bilder angefordert werden, dann offenbar, um die "entstellende" körperliche Abweichung zu beurteilen.

Und entweder hat die TK die Bilder vorsorglich angefordert, um ggf. "2." beurteilen zu können, falls "1." nicht reicht. Oder die TK hat bei dir die Bilder angefordert, weil die eingereichten schriftlichen Befunde gerade nicht für "1." ausgereicht haben, und du die Kostenübernahme nur über "2." bekommen konntest.

Jedenfalls würde ich jedem empfehlen, das Gutachten von Schaarschmidt aus Berlin zu holen. Das scheint mittlerweile eine Freikarte für die OP zu sein ( unabhängig davon, wo man sie später durchführt)

D.h., dass du von Dr. Lützenberg keinen Arztbrief eingereicht hast?

Meine Theorie, die ich natürlich auch nicht beweisen kann, sieht etwas anders aus:

- Oft klappt es im ersten Anlauf, d.h. ohne Widerspruch usw. Woran das liegt, lässt sich nicht sagen, aber auf jeden Fall muss das nicht am Schaarschmidt-Arztbrief liegen, weil es ja bei vielen auch ohne Schaarschmidt-Arztbrief im ersten Anlauf klappt.

- Taktisch halte ich es nicht für optimal, den ersten Anlauf mit einem Arztbrief (egal ob von Prof. Schaarschmidt oder einem anderen TB-Chirurgen) zu starten (statt nur mir der Krankenhauseinweisung (http://web517.s13.okayspace.de/Trichter/index.php/topic,1279.msg10491.html#msg10491)). Aus zwei Gründen: Erstens man verschenkt sich die Chance, ganz unauffällig ohne große Prüfung als ganz normale OP durchzurutschen (also wie bspw. eine Gallenstein-Entfernung). Und zweitens finde ich es erfolgversprechender, wenn man für sich für einen eventuellen zweiten Anlauf Steigerungspotential bei den "Arztbriefen" bereithält.
Titel: Re: Trichterbrust und psychischer Druck
Beitrag von: nikla584 am 20. Juli 2012, 20:14:58
Hallo @ all.

Hey Tim - ok hattest ja auch geschrieben ;-) wer lesen kann ist klar im Vorteil.

Aber muss sagen Deine TB kommt meiner sehr nahe - also vom Ausmaß her würde ich sagen.
Denk is sollte mir auch mal einen Termin in Berlin holen oder braucht man ein psychologisches GUtachten oder sowas auch ncoh?


Gruß
Titel: Re: Trichterbrust und psychischer Druck
Beitrag von: tim_b am 20. Juli 2012, 21:04:28
@Nikla: Nein, mit psychologischen Gutachten würde ich gar nicht erst anfangen. Viele Kassen schieben das dann scheinbar auf die kosmetische Schiene.Wenn Du Dich entscheidest nach Berlin zu fahren, mach am besten gleich bei beiden Ärzten einen Termin.

@ex.pectus: Ne, den Brief von Dr. Lützenberg hatte ich noch nicht, als ich die Unterlagen eingereicht hatte. Das mit der Steigerung hatte ich mir damals auch überlegt. Aber ganz ehrlich: ich wollte die Zusage so schnell wie möglich. Wenn man bedenkt:
- den Termin bei Berlin Buch hatte ich nach 6 Wochen
- Die KK antwortete nach 3 Wochen auf meinen Antrag mit der Bitte um mehr Informationen. Also Fotos gemacht,usw...
- Dann musste ich wieder 2,5 Wochen auf die Zusage warten.

Hätte ich erst nur die Einweisung geschickt, hätte die KK vielleicht erstmal abgelehnt. Dann hätte sich das Widerspruchsverfahren bestimmt noch einige Monate gezogen...
Titel: Re: Trichterbrust und psychischer Druck
Beitrag von: ex.pectus am 20. Juli 2012, 21:41:20
- Die KK antwortete nach 3 Wochen auf meinen Antrag mit der Bitte um mehr Informationen. Also Fotos gemacht,usw...

Das sieht doch sehr danach aus, dass der Arztbrief allein noch nicht gereicht hat und deshalb Fotos angefordert wurden. Mit den Fotos kann man aber nur die kosmetische Seite beurteilen, und nichts weiter. Wenn es dann mit den Fotos geklappt hat, kann man das logischerweise nur so verstehen, dass eine "entstellende" Wirkung der körperlichen Unregelmäßigkeit bejaht wurde, dieses Kriterium also als erfüllt angesehen wurde. Und da dieses Kriterium (wenn es erfüllt ist) auch ganz alleine für eine OP ausreicht, spielt der Arztbrief nun gar keine Rolle mehr (nachdem er schon zuvor nicht ausgereicht hatte, um die OP ohne zusätzliche Fotos zu bekommen). D.h. nur mit dem Arztbrief hast du die OP nicht bekommen, aber nur mit den Fotos schon (jedenfalls formal rechtlich, praktisch ist das natürlich sehr spekulativ).
Nur das kann man aus deinem Fall meiner Meinung nach logisch schlußfolgern.

Hätte ich erst nur die Einweisung geschickt, hätte die KK vielleicht erstmal abgelehnt. Dann hätte sich das Widerspruchsverfahren bestimmt noch einige Monate gezogen...

1. Wenn man nur die Einweisung zum Abstempeln hinschickt, würde es entweder eine Zusage mit Stempel oder eine Aufforderung, weitere Unterlagen/Befunde einzureichen, geben, aber sicherlich keine Ablehnung. Und selbst wenn es eine Ablehnung gäbe, könnte man einfach die Unterlagen nochmal, diesmal mit Befunden hinschicken und um erneute Prüfung bitten. Ein zeitaufwändiges Widerspruchsverfahren ist dafür nicht nötig.

2. Die TK hat ja auch Geschäftsstellen vor Ort. Für manche bietet es sich da an, dass man versucht, die Einweisung persönlich sofort abstempeln zu lassen. Und wenn sich herausstellt, dass es mal nicht sofort gehen sollte, dass das also erst intern geprüft werden müsse, kann man ja sagen, dass man das lieber später zusammen mit den Befunden, die man leider nicht dabei hat, einreicht. Und entweder reicht man es dann mit den Befunden ein oder man probiert es nochmal ohne Befunde in einer anderen Geschäftsstelle bzw. bei einem anderen Mitarbeiter. (Dass es auch bei der TK Mitarbeiter gibt, die eine Einweisung für eine TB-OP ohne weitere Diskussion zum sofortigen Mitnehmen abstempeln wurde ja schon bestätigt.)
Titel: Re: Trichterbrust und psychischer Druck
Beitrag von: ex.pectus am 21. Juli 2012, 10:23:33
Wenn es dann mit den Fotos geklappt hat, kann man das logischerweise nur so verstehen, dass eine "entstellende" Wirkung der körperlichen Unregelmäßigkeit bejaht wurde, dieses Kriterium also als erfüllt angesehen wurde.

Vorsorglich möchte ich noch darauf hinweisen, dass man solche Feststellungen natürlich nicht überbewerten sollte. Das bedeutet weder, dass die TB von tim_b so viel anders oder schlimmer aussieht als die von anderen, noch bedeutet es, dass andere mit einer ähnlichen TB wie tim_b den gleichen Erfolg durch Einsenden von Fotos haben werden.

@bummle:

Ansonsten lässt sich darüber streiten, inwieweit in den Befunden auf den jeweiligen Patienten und die Trichterbrust eingegangen wird. Finde leider gerade nichts brauchbares zum Vergleich, aber den allgemeinen Wortlaut kann man hier immer wieder mal lesen (wenn auch teilweise zwischen den Zeilen).

Mein Eindruck ist, dass der Arztbrief von Prof. Schaarschmidt sehr individuell formuliert wird. Ich habe mich noch gewundert, dass er bei der Formulierung der medizinischen Indikation mehrmals korrigiert hat, um die am besten passende Formulierung zu finden. Das war bei mir im September 2010.

Und auch sonst ist der Arztbrief vom formalen und inhaltlichen Aufbau meiner Meinung nach vorbildlich (das bezieht sich nur auf seinen Arztbrief für mich, Arztbriefe für andere kenne ich nicht):
Es wird nicht nur die Diagnose ausführlich genannt, sondern auch die zugehörigen Beschwerden/Symptome aufgeführt, einschließlich funktionaler Beeinträchtigungen.
Therapie der Wahl ist logischerweise die Nuss-OP. Und es wird auch darauf eingegangen, ob bzw. wie sich die Beschwerden/Symptome durch die OP bessern könnten. Gerade dieser Punkt scheint mir sehr wichtig. Vermutlich wird der Sinn/Nutzen einer Therapie von vielen Ärzten einfach stillschweigend vorausgesetzt, aber gerade bei einer TB-OP ist er doch unter Ärzten gerade sehr umstritten. Deshalb versteht sich das nicht unbedingt von selbst und sollte ausdrücklich genannt werden.

Als Probleme würde ich allerdings sehen, wenn Prof. Schaarschmidt solche Befunde, Therapieempfehlungen und Therapieprognosen ausschließlich auf Grund der Anamnese (also Befragung des Patienten) und eigener Untersuchung von außen trifft (also bspw. Leistungseinschränkung auf Grund komprimierter Lunge/Herz). Möglicherweise also ein Problem der Glaubwürdigkeit/Nachvollziehbarkeit.

Und wenn dann sein Befund im Widerspruch zu den Befunden der Kardiologen/Pulmologen (= alles OK) steht, sind Schwierigkeiten bei der Kostenübernahme nur konsequent. Oder etwa nicht?

Wer sich nur aus kosmetischen Gründen operieren lassen will, wird sich für die Gründe der unterschiedlichen Auffassungen von Ärzten nicht interessieren. Wer sich aber aus medizinischen Gründen operieren lassen will, müsste eigentlich auch aus eigenem Interesse daran interessiert sein, dass auch die eigentlichen Fachärzte für Herz und Lunge die medizinische Notwendigkeit befürworten und nicht nur der ausführende Chirurg selber.
Titel: Re: Trichterbrust und psychischer Druck
Beitrag von: tim_b am 21. Juli 2012, 15:55:23
Zitat

Das sieht doch sehr danach aus, dass der Arztbrief allein noch nicht gereicht hat und deshalb Fotos angefordert wurden. Mit den Fotos kann man aber nur die kosmetische Seite beurteilen, und nichts weiter.

Hi Ex.pectus, ich glaube das ist bei denen ein Standard-Verfahren. Der neue Sachbearbeiter hatte ja nicht nur die Fotos, sondern auch fachärztlich e Stellungnahmen gefordert ( obwohl ich die schon geschickt hatte ). Zudem wurde ich darauf hingewiesen, dass sie den MDK zur Beratung heranziehen. Wahrscheinlich wusste der Sachbearbeiter nichts über die Trichterbrust und wollte sich so erst darüber informieren.

Es wäre auch ein hartes Urteil, die OP aufgrund " körperlicher Entstellung" finanziert zu bekommen...
Titel: Re: Trichterbrust und psychischer Druck
Beitrag von: ex.pectus am 21. Juli 2012, 19:40:03
Hi Ex.pectus, ich glaube das ist bei denen ein Standard-Verfahren.

Vermutlich gibt es viele verschiedene Standard-Verfahren, auch bei ein und derselben KK. Soll heißen, dass es vermutlich vom ganz konkreten Mitarbeiter abhängt, der die Sache in die Finger bekommt. Denn wie bereits geschrieben, gibt es eben auch bei der TK Versicherte, die eine TB-OP ohne weitere Prüfung/Diskussion sofort genehmigt bekommen haben.

Es wäre auch ein hartes Urteil, die OP aufgrund " körperlicher Entstellung" finanziert zu bekommen...

So ein Urteil hat natürlich eine deprimierende Komponente, aber es handelt sich ja schließlich nicht um ein Urteil in einem Schönheits- oder Beliebheitswettbewerb, sondern es wäre schlicht die "Freikarte" für die OP.
Die Orthopädin, bei der ich seit Jahren in Behandlung bin, hat früher auch TB in der Charité mitoperiert (allerdings in der Orthopädischen Klinik am Campus Berlin-Mitte, 1991-1998, und nicht in der Chirurgischen Klinik am Campus Benjamin Franklin, wo jetzt Dr. Lützenberg operiert). Und sie meint, dass sie eigentlich nur aus kosmetischen Gründen operiert haben. Sie hätten auch untersucht, ob es durch die OP funktionelle Verbesserungen gegeben hätte, was sich aber nicht bestätigen ließ. In einer Veröffentlichung des damaligen Teams heißt es ganz "offiziell": "In 85% der Fälle wurde die Indikation zur Operation ausschließlich oder überwiegend aus kosmetischen Gründen und psychischem Leidensdruck gestellt." (http://www.springermedizin.de/operative-trichter--und-kielbrustkorrektur-nach-einer-modifizierten-methode-von-mark-ravitch/66464.html) Und das waren keineswegs etwa besonders extreme Formen von TB ("Im Mittel faßte der Trichter 78 ± 42 (10–200) ml Wasser").

Ich habe mir jetzt mal die Homepage (http://www.wirbelsaeule-charite.de/) der "alten" Trichterbrustchirurgie der Charité Berlin-Mitte angesehen. Unter Leistungsspektum und dort unter Kiel-und Trichterbrust gibt es zwei Fotobeispiele. Ich gehe mal ganz stark davon aus, dass der Patient mit der Kielbrust definitiv keine funktionellen/medizinischen Einschränkungen hatte. Somit bleibt für eine Kostenübernahme also nur die "entstellende Wirkung". Die wird man wohl zu seinen Gunsten bejaht haben, um ihm die OP zu ermöglichen, aber verstehen muss man das wohl nicht. Sicher, der Patient hat keine "normale" Brust. Ein Kenner erkennt sofort die Kielform. Aber die sieht doch nicht unbedingt unästhetisch aus, sondern würde einen entsprechenden Muskelaufbau sogar noch zusätzlich betonen. Der Schwimmer Paul Biedermann hat auch keine "normale", flache Brust, sondern eine ziemlich kielbrustartige Form (siehe Foto1 (http://www.zimbio.com/photos/Paul+Biedermann/10th+FINA+World+Swimming+Championships+25m/blNH8saO7tt), Foto2 (http://lh5.ggpht.com/_QOiLZelfhvk/SWNymLoJ-MI/AAAAAAAAAgc/B_fU2xaVYSA/biedermann_desillusioniert.jpg), Foto3 (http://www.mz-web.de/ks/images/mdsBild/1228777425701l.jpg)). Meiner Meinung nach ähnlich ausgepägt, wie beim Kielbrust-Patient auf der Homepage vor der OP (Foto (http://www.wirbelsaeule-charite.de/bilder/leistung/brustkorb/001%20präop.jpg)). Trotzdem habe ich bei google keinen einzigen Treffer gefunden, dass irgendjemand die Kielbrustform bei Paul Biedermann thematisiert oder gar daran Anstoß genommen hätte (warum auch).

Was ich damit sagen will: Der Kielbrust-Patient auf der o.g. Homepage hat seine OP sehr wahrscheinlich auch nur auf Grund seiner "körperlichen Entstellung" finanziert bekommen, obwohl er eigentlich das Potential hatte, sich so eine Hammer-Brust wie Paul Biedermann anzutrainieren. -> Finanzierung aufgrund "körperlicher Entstellung" sagt nicht viel!
Titel: Re: Trichterbrust und psychischer Druck
Beitrag von: borkener am 21. Juli 2012, 23:29:56
Zu dem Beurteilungsverfahren einer Notwendigkeit durch die Krankenkasse und ihren med. Dienst werde ich euch die nächsten Tage mal ausführlich etwas schreiben, wenn meine Frau und ich wieder Zuhause sind. Das dürfte sehr interessant für euch sein.
Titel: Re: Trichterbrust und psychischer Druck
Beitrag von: martin_30 am 23. Juli 2012, 12:02:52
Hallo Tim,

etwas spät - aber auch von mir noch Glückwunsch zur Zusage der Kostenübernehme. Das war der erste entscheidenende Schritt. Jetzt heißt es Daumen drücken, daß die OP erfolgreich verläuft!

Gruß,

Martin
Titel: Re: Trichterbrust und psychischer Druck
Beitrag von: max007 am 09. August 2012, 12:44:14
Hallo!
Ich bin 28 Jahre alt und JA ich hab auch eine Trichterbrust und JA sie stört mich enorm und JA ich habe enorme Probleme damit.

Ich weiß nicht wie es Euch geht, aber ich gehe seit JAhren nciht Oberkörperfrei oder schwimmen. Es ist das Schamgefühl wegen der TB angestarrt zu werden bzw das andere drüber reden. Dies ist womöglich abslouter Blödsinn da es wohl ein Großteil der anderen Menschen nicht interessieren würde, aber mich stört sie enorm.
Man versucht - besonders jetzt im Sommer - die Kleidung so zu tragen das es ja keiner sehen / erahnen kann.

Tja ich würde sagen diese dumme TB schränkt die Lebensqualität ein und das inzwischen mehrere Jahre.

Schamgefühl, Atembeschwerden, mangelndes Selbstbewusstsein

Ja das alles bin ich leid, will endlich mein Leben leben ohne diese negativen Gedanken udn EInschränkungen. Es ist sicherlich mehr ein psychisches als ein physischen Problem in meinem Fall. Wobei die TB bei mir denke schon ausgeprägt ist.

Nun stellt sich mir die Frage:
Bringt diese OP etwas?
Hilft sie einem danach das Leben voll zu genießen?
Das Selbstbewusstse in / Selbstwertgefühl zu verbesserb?

Wo sollte man die OP am besten machen lassen?
Übernimmt die Krankenkasse die Kosten?
Ist diese Problemlos im ALter von 28 noch machbar?

Für Eure Ratschläge, Anregungen und Tips vorab schonmal vielen Dank!

Hi Tim,

ich bin seit 3 Jahren mal wieder hier und das hört sich so an wie bei mir. Ich war 28 bei der OP;)
Nach der heftigen OP und der "Leidenszeit" danach erinnert mich nur noch der tägliche Schmerz und die Narben an die OP. Und das ist äusserst positiv zu bewerten. Und die Schmerzen werden nach der Bügelentnahme hoffentlich weg sein. Ansonsten spielt es keine so dominante Rolle mehr in meinem Leben.
Viel Erfolg wünsche ich dir.

Titel: Re: Trichterbrust und psychischer Druck
Beitrag von: nikla584 am 09. August 2012, 23:36:52
Hallo Max!

Danke Dir für Deine Nachricht.

Und Du hast immer noch Schmerzen?
Titel: Re: Trichterbrust und psychischer Druck
Beitrag von: max007 am 10. August 2012, 08:57:02
Hallo Max!

Danke Dir für Deine Nachricht.

Und Du hast immer noch Schmerzen?

Auf der rechten Seite scheint der Bügel nicht gut zu sitzen. Sobald ich mich körperlich betätige kommt der Schmerz schnell durch. Im normalen Alltag ist das kein Problem. Da ist das ziemlich unterdrückt.
Dadurch war es mir aber nie möglich richtiges Krafttrainig zu machen. Einzig schwimmen war ich viel.
Also wenn der Muskel sich da mit dem Bügel nicht verträgt oder reibt oder sonstwas..
Links habe ich keine Schmerzen.
Ich bin mir aber sicher, daß das Weg ist sobald die Bügel raus sind.
LG
Titel: Re: Trichterbrust und psychischer Druck
Beitrag von: nikla584 am 13. August 2012, 15:02:37
Ok! Und bist Du zufrieden mit dem Ergebnis der OP?