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 21 
 am: 07. Juni 2019, 19:46:35 
Begonnen von So_Narna - Letzter Beitrag von So_Narna
Hallo nochmal :)

Ja bezüglich der Schmerzen ist es tatsächlich so wie ex.pectus sagt. Es sind Momente und die gehen vorbei. Im Nachhinein ist meistens alles doch nur halb so schlimm - weil man es ja "überlebt" / geschafft hat :)
Für mich ist es jetzt so ein bisschen mit Sport zu vergleichen, bei dem man seine Grenzen überschreitet. In dem Moment wo man denkt man kann nicht mehr, aber kämpft und trotzdem weitermacht. Der Körper ist zu Einigem fähig und unsere Grenzen sind weitaus belastbarer als wir das manchmal denken - weiß man nur erst, wenn diese Grenze überschritten wurde.

@starfox, @Ina, danke für die Genesungswünsche :)
nach drei Wochen kann ich aktuell schon fast alles wieder machen - zumindest was den Alltag angeht. Ich gehe sehr viel spazieren, erstens weil ich gerne draussen bin und zweitens weil es meinem Rücken sehr gut tut in Bewegung zu sein.
Lange in einer Position bleiben ist nicht drin, für mich ist sitzen am unangenehmsten, da muss ich häufig die Position ändern oder zwischendurch herumlaufen bzw. mich auf den Rücken legen. Beim Schlafen liege ich auch noch nur auf dem Rücken, ich weiß auch gerade gar nicht, ob ich schon auf der Seite liegen dürfte, fühlt sich aber noch nicht so an als sollte ich das versuchen. Ich habe mir angewöhnt auf nem Heizkissen zu liegen, wenn ich schlafen gehe, das entspannt die Muskeln im Rücken ein bisschen. Trotzdem werde ich nachts manchmal von den Schmerzen wach, geht aber alles auch schon deutlich besser und ich konnte die Schmerzmittel bereits etwas reduzieren.

@starfox: Glückwunsch, dass es mit der OP klappt und du auch in Magdeburg bist - da bist du auf jeden Fall in guten Händen :)
Die Schmerzmittel konnten in den schlimmen Nächten leider nicht weiter erhöht werden. Ich habe da schon alle vier Stunden was bekommen (Tillidin und Ibus) und musste zwischendurch, also quasi zwischen dem vier-stunden-Abstand noch immer ne Dosis bekommen. Da hab ich dann immer Tropfen bekommen, ich glaube das waren Novalmin-Tropfen. War also schon recht viel... Ich vermute, dass ich aber generell auch ziemlich dünnes Fell hatte, durch das ganze Übergeben und weil ich nicht essen konnte. Ich habe erst am 3. Tag nach OP wieder essen können..

zum Atemtrainer: ich habe dieses typische Plastikding mit 3 Bällchen drin und nem Schlauch zum trainieren bekommen. als ich ein paar Tage nach der OP angefangen habe zu üben, habe ich nicht mal das erste Bällchen hochsaugen, geschweige denn -pusten können. Ich habe aber immer mal wieder geübt - tat am Anfang auch ziemlich weh, die Lungen waren doch ziemlich mitgenommen. Bei der Entlassung hab ichs dann bis zum 2. manchmal sogar 3. Bällchen geschafft und mittlerweile schaffe ich jedes Mal alle 3. Ist also halb so wild, man muss halt nur trainieren, denke ich :)

 22 
 am: 07. Juni 2019, 17:56:59 
Begonnen von Davidf1895 - Letzter Beitrag von Davidf1895
Bügelentnahme in Bonn

Nun ist meine Geschichte mit der Trichterbrust OP hoffentlich beendet!
Die Bügelentnahme ist erfolgreich gelaufen. Weil ich im Ausland war jedoch erst nach 3,5 Jahren. Deswegen war der Bügel ein wenig verknorpelt, wodurch es sich an den Seiten noch so anfühlt als ob der Bügel noch da wäre. Das soll jedoch langsam weggehen, stört mich aber auch nicht.

Die Schmerzen schon direkt nach der OP waren keinesfalls zu vergleichen mit denen der ersten OP. Ich konnte sogar noch am OP Tag auf die Toilette gehen.
Ich bin dann am 4. Tag nach der OP nach Hause gekommen. Zuerst hatte ich wieder ein Unwohlfühlen in der Brust. Das ging jedoch nach einer Woche ca. weg. Ich hab schon direkt nach der OP gespührt, dass ich nicht mehr gegen ein Widerstand (wie vorher der Bügel) atme.
Nach einem Monat konnte ich eigentlich alles wieder machen.
Mir geht es sehr gut und hoffe nur, dass die Brust nicht wieder einfällt. Dies kann ich mir aber nur sehr schwer vorstellen.

Nun habe ich noch als Anhang ein vor und nachher Bild. Da sieht man nochmal die krasse Veränderung!!

 23 
 am: 07. Juni 2019, 13:38:57 
Begonnen von So_Narna - Letzter Beitrag von Ina
@ex.pectus: Ja, die gängige «Augen-zu-und-durch»-Methode... trotzdem wäre es tröstlich, sich da irgendwie drauf vorbereiten zu können. Doch du hast schon recht: die Schmerz-Stärke ist individuell, und der Zeitraum absehbar.

 24 
 am: 07. Juni 2019, 12:49:50 
Begonnen von So_Narna - Letzter Beitrag von ex.pectus
Ich frage mich ständig, ob man sich da irgendwie drauf vorbereiten kann, also mental. Man weiss, der Schmerz kommt, aber vielleicht gibts irgendwelche «Coaching»-Möglichkeiten, weiss doch auch nicht. x-D

Genaugenommen weiß man nur, dass es starke Schmerzen geben kann, aber nicht geben muss. Vielleicht hjat man Glück und zählt zu denen, die keine starke Schmerzen haben werden. Außerdem kommen die Schmerzen von ganz allein und gehen auch genauso wieder. D.h. man muss da direkt nichts aktiv für tun, also zum Vergleich wie bei einer Mutprobe vom 10 Meter Turm zu springen, wo man sich überwinden muss, oder bei einer vergleichbaren "Dschungelprüfung", dass man eklige Sachen Essen muss. Die Schmerzen kommen eventuell und man weiß, dass die nur vorübergehend sein werden. Es sind KEINE Schmerzen für den Rest des Lebens oder die man immer wieder mal schon hatte und von denen man ausgeht, dass man die immer wieder mal haben wird. Nein. Die sind einmalig vorübergehend da und dann bald für immer wieder verschwunden.

 25 
 am: 07. Juni 2019, 09:35:52 
Begonnen von So_Narna - Letzter Beitrag von Ina
Huhu!

Ich sollte mal langsam aufhören solche Berichte zu lesen... die ersten 2–3 Tage machen schon ziemlich Angst. Puhhh! Ich frage mich ständig, ob man sich da irgendwie drauf vorbereiten kann, also mental. Man weiss, der Schmerz kommt, aber vielleicht gibts irgendwelche «Coaching»-Möglichkeiten, weiss doch auch nicht. x-D

Dennoch, herzlichen Dank für dein wertvolles Feedback! Und grossartig, dass du es jetzt hinter dir hast, der Neid ist mit dir. ;-)

Den Fragen von Starfox schliesse ich mich gern an: wie bewältigst du den Alltag nach drei Wochen so? :-)

Weiterhin gute Besserung!

 26 
 am: 06. Juni 2019, 21:52:06 
Begonnen von Ilhan - Letzter Beitrag von Stromba
Hallo Ilhahn,
ist es so ähnlich wie in dem Beitrag den ich mal gepostet habe ? Bewegt sich dein Brustkorb beim aus und einatmen normal ?

 27 
 am: 06. Juni 2019, 21:39:14 
Begonnen von Johannes339 - Letzter Beitrag von Johannes339
Update:
Der Bügel wurde entfernt. Die OP dauerte ca. 15 min und ich konnte nach einer Übernachtung das Krankenhaus wieder verlassen. War anfangs noch ein bisschen ungewohnt, da bei der Bügelenfernung innerlich ein nicht sichtbater aber leicht merkbarer Bluterguss entsteht. Wird aber von Tag zu Tag besser. Nach 2- 3 Wochen konnte ich alles wieder normal belasten und auch wieder Sport machen.
Ich hoffe ich konnte euch mit meinen Erfahrungsberichten ein wenig weiterhelfen.
Gruß Johannes

 28 
 am: 06. Juni 2019, 17:28:18 
Begonnen von So_Narna - Letzter Beitrag von starfox
Hey,

erstmal Glückwunsch, schön dass es so gut gelaufen ist und es dir schon wieder viel besser geht!

Zitat
Ich habe mir hier Erfahrungsberichte durchgelesen und mit einer Bekannten gesprochen, die diese OP auch schon hinter sich hatte.. Ich war darauf eingestellt starke Schmerzen zu haben und dennoch hat es mich umgehauen. Ich erinnere mich an eine Nacht, 2. oder 3. weiß ich nicht mehr, da habe ich wirklich alles bereut und wäre am liebsten gestorben.

Scheiße klingt echt übel.
Hätte man die Schmerzmitteldosis an Tag 2 und 3 denn nicht etwas erhöhen können um das ganze wenigstens im Ansatz erträglich zu machen?

Ich bin in drei Wochen an der Reihe, auch in Magdeburg. Männlich, 30. Ähnliche Symptome wie du: Kompression des rechten Vorhofs sowie Herzkammer und Leber.

Wie sieht es bei dir aus mit Atemübungen? Hab hier viel gelesen über Atemübungen bzw. Atemtrainer..
Wie ist das mit schlafen bis jetzt? Nur Rückenlage?
Was machst du aktuell nach 3 Wochen so? Spazieren gehen, schlafen, viel rumgammeln?


Wie du vielleicht merkst, ich bin etwas neugierig. Werde langsam auch etwas nervös.


Wünsche dir schon mal weiterhin gute Besserung :)

 29 
 am: 05. Juni 2019, 20:23:05 
Begonnen von andi_99 - Letzter Beitrag von andi_99
Hallo,

ich suche eine Saugglocke nach Klobe mit 19 cm Durchmesser. 
Falls jemand eine verkaufen möchte, kann er sich gern melden.

Schöne Grüße
Andi

 30 
 am: 05. Juni 2019, 18:00:05 
Begonnen von So_Narna - Letzter Beitrag von So_Narna
Hallo Zusammen,

nachdem ich vor gut 3 Wochen in Magdeburg operiert worden bin, möchte ich nun meine Erfahrungen mir euch teilen.

Kurz zu meinen Eckdaten:

- ich bin weiblich und 29 Jahre alt
- mein Haller-Index betrug 4,3
- Rippenbögen 4cm über Normalebene
- Asymmetrische TB mit 75° gedrehtem Brustbein
- meine Beschwerden sind/waren chronische Rückenschmerzen, Schmerzen in der Tiefe des Trichters, häufige Magenprobleme (Kompression von Magen und Leber), typische vorgebeugte Haltung, Kompression des Herzens - dadurch häufig Schwindel bei Anstrengung, bereits leichte Vergrößerung der Aorta durch den Druck auf das Herz.

- ich habe 2 Pectus Bar bekommen und eine Rippenknorpelresektion


Erfahrungsbericht:

Ich reiste montags in Magdeburg an und musste erstmal alle üblichen "Stationen" abklappern (EKG, Röntgen, Lungenfunktion, Narkosegespräch).
Dann hatte ich noch mal ein Gespräch mit Dr. Lützenberg, welcher durch seine tolle und beruhigende Art nicht nur mir, sondern vor allem meiner Mutter einiges an Aufregung nehmen konnte.

Am nächsten Morgen war ich dann direkt als erste dran. Ich erinnere mich, dass ich nach der OP aufwachte und nicht atmen konnte und einige Leute um mich rum hektisch wurden und mich erstmal hochhievten und mir mein Asthmaspray gaben. Das war wohl noch im Aufwachraum. Ich bin sehr dankbar für die Anästhesistin, die mir am Tag vorher sagte ich solle mein Asthmaspray unbedingt mit in den OP nehmen... Ich hatte schon viele OP's/Vollnarkosen aber noch nie danach nen Asthma-Anfall, deshalb wäre ich selbst nicht auf die Idee gekommen, zumal bisher auch noch nie ein/e Arzt/Ärztin darauf eingegangen ist im Narkosegespräch... Nun ja.. Danach kam ich auf die Kinder ITS und verbrachte dort die erste Nacht. An schlafen war nicht zu denken, denn ich habe mich ständig übergeben müssen... Schmerzmäßig ging es aber und ich war gut mit Mittelchen versorgt  8)

Als ich dann am nächsten Morgen zurück auf die normale Station kam, ging es mir allerdings nicht mehr so gut. Ich hatte keine Schmerzpumpe mehr und ich muss sagen, dass Tag 2 und 3 nach OP mit Abstand die schlimmsten waren.
Ich habe mir hier Erfahrungsberichte durchgelesen und mit einer Bekannten gesprochen, die diese OP auch schon hinter sich hatte.. Ich war darauf eingestellt starke Schmerzen zu haben und dennoch hat es mich umgehauen. Ich erinnere mich an eine Nacht, 2. oder 3. weiß ich nicht mehr, da habe ich wirklich alles bereut und wäre am liebsten gestorben. Das klingt jetzt vielleicht etwas theatralisch aber ich in dem Moment konnte nicht mehr... Ich konnte mich NULL bewegen - weder den Kopf heben noch wirklich die Arme und hatte so höllische Schmerzen.. da fühlen sich ein paar Stunden wie eine Unendlichkeit an und ich wollte nur noch, dass es vorbei ist.. aber gut. Es ging ja dann zum Glück schnell bergauf :P

Am 3. Tag wurden die Drainagen gezogen und ich übte fleißig mich aufzusetzen und aufzustehen, was auch recht schnell und gut klappte, sodass ich am 4. Tag die ersten Runden durch die Station drehen konnte. Von da an ging es jeden Tag bergauf und am Wochenende ging ich viel und oft bei bestem Wetter auf dem Klinikgelände spazieren.

Am 7. Tag Post-OP wurde ich dann entlassen.

Ingesamt lässt sich noch sagen, dass ich in der ersten Woche noch sehr starken Druck auf der Brust verspürt habe, dennoch eigentlich über die ganze Zeit die Rückenschmerzen das schlimmste waren und immer noch sind.

Mit dem Ergebnis bin ich bisher sehr zufrieden. Vielleicht für die Frauen* hier noch interessant:
Meine Brüste haben sich leider schon sehr verändert durch die OP. Ich hoffe, dass die sich noch ein bisschen zurecht rücken... Als ich das erste Mal das Ergebnis abgetastet habe und dann auch die Brüste, habe ich mich schon sehr erschrocken, dass die nun so sehr außen sind. Aber womöglich ist das ja auch die "natürliche" Position...

Des Weiteren ist der Bereich um die Brust noch sehr taub, jetzt nach 3 Wochen kommt so langsam das Gefühl zurück an einigen Stellen aber noch längst nicht wie vorher. Außerdem habe ich seit OP 8kg zugenommen :-O ich fühle mich wie ein aufgeschwemmtes Etwas... kennt das jemand? geht das wieder weg? :D

Jedenfalls freue ich mich nun, wenn ich bald endlich wieder Sport machen kann und mich auf die Seite drehen kann... Das ist aktuell das schlimmste... Ich fühle mich recht gut, aber darf noch nichts... Die Langeweile ist also groß.

Sobald ich Bilder habe (die gibts bei der Nachuntersuchung in 5 Wochen), werde ich auch mal welche reinstellen, da ich es selbst sehr schade fand kaum etwas von weiblichen TBlerinnen zu sehen. Man kann es nunmal nicht mit der männlichen Brust vergleichen und ich hoffe, dass es für die eine oder andere hilfreich sein wird :)

Zur Klinik bzw. meinem Aufenthalt möchte ich noch unbedingt erwähnen, wie begeistert ich von den Krankenschwestern und -brüdern bin. Ich habe viele Krankenhausaufenthalte hinter mir und habe mich noch nie so gut aufgehoben gefühlt. Alle waren sehr bemüht und freundlich, auch wenn es mal stressig auf Station war. Und Dr. Lützenberg ist sowieso der Beste :))

In diesem Sinne, das war es erstmal soweit von mir :)


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