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Autor Thema: Was macht Prof. Schaarschmidt anders?  (Gelesen 29370 mal)

ex.pectus

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Was macht Prof. Schaarschmidt anders?
« am: 25. Februar 2012, 13:06:00 »


Also irgendwas machen die in Berlin-Buch anders, ich weiß nur noch nicht was:

Eine interessante Frage, auf die ich auch noch keine umfassende, abschließende, in sich geschlossene, richtige Antwort habe.

Aber vielleicht kommt man der Antwort ja ein Stück näher, wenn man mal ein paar Mosaiksteinchen zusammenträgt.

Prof. Schaarschmidt macht selbst ungewöhnlich viel PR, Werbung, Öffentlichkeitskeitsarbeit oder wie man das nennen will, siehe Beispiele. Das ist meiner Meinung nach absolut außergewöhnlich.

Dabei geht es offenbar nicht nur um die pure, neutrale Information, sondern auch um die einseitige Hervorhebung von Vorteilen, ohne gleichzeitig auf die Nachteile hinzuweisen, siehe Beispiel.

Aber auch auch die herausgestellten Vorteile sind bei genauerer Betrachtung fragwürdig:

Im September 2006, genauer am 21.09.2006 schreibt schaar aka Prof. Schaarschmidt auf pectusinfo.com:
Zitat
We have developped a special bar fixation in Berlin and so far we have a zero bar dislocation rate in Berlin-Germany

Also die berühmte Modifikation der Nuss-Methode durch Verbesserung der Befestigungsmethode, mit der es keine Bügelverschiebungen mehr gibt.

Und das, obwohl in unmittelbaren Zusammenhang von Betroffenen zu lesen ist, dass nach einer OP in Berlin-Buch im Januar 2006 eine erneute OP nötig war, weil die Fäden am Bügel bzw. Rippe gerissen sind und der Bügel dadurch verrutscht ist, s. hier.

Eigentlich kann man den Widerspruch zwischen Darstellung und Patienten-Wirklichkeit hier nicht befriedigend auflösen.
« Letzte Änderung: 26. Februar 2012, 14:33:06 von ex.pectus »
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tbblabla

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Re: Was macht Prof. Schaarschmidt anders?
« Antwort #1 am: 28. Februar 2012, 21:41:03 »

Ich hab mich eigentlich schon immer gefragt, wieso er überhaupt so viel Werbung für Helios bzw. sich selbst macht?
Will er möglichst vielen Menschen helfen?
Will er ganz viel Geld verdienen?
Oder was ist es.
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annaj

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Re: Was macht Prof. Schaarschmidt anders?
« Antwort #2 am: 02. März 2012, 20:27:47 »

Ich gehe davon aus das er pro patient verdient, es scheint ihm ja sehr wichtig so viele patienten wie möglich operieren zu können. Die arbeitsverträge sind wahrscheinlich mehr flexibel, da Helios-Buch eine private klinik ist. Was ich mitbekommen habe ist das ein tb-op in der Charité ca 6.000€ kostet, im Helios ca 25.000€. Bügelentnahme ungefähr gleich, also im Charité 4.500-6.000€, und Helios 5.000-6.000€. Bitte um verständnis wenn ich diese preise missverstanden habe, also bitte in jeweiligen kliniken nachfragen...
Ich hab mich eigentlich schon immer gefragt, wieso er überhaupt so viel Werbung für Helios bzw. sich selbst macht?
Will er möglichst vielen Menschen helfen?
Will er ganz viel Geld verdienen?
Oder was ist es.
Ich denke das eine schliesst nicht das andere aus, ich denke alle freuen sich über eine gute arbeitsleistung, vor allem einer der jemandem richtig glücklich machen kann, wie jetzt eine gelungene trichterbrustop.
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2011/03 Nuss-OP (modifiziert), dr. Lützenberg, Berlin Charité. (fast 39 J)
2013/08 Stabentfernung, dr. Lützenberg, Uniklinik Magdeburg. Zusätzlich würde grossflächig Muskeln versetzt (versuch Brustrekonstruktion, Knorpel wurde abgeschliffen usw)
2014/04 Brustrekonstruktion, Silikon in beide Brüste. Kleine Korrektur 2014/09 bei dr. Lützenberg.

Müllie

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Re: Was macht Prof. Schaarschmidt anders?
« Antwort #3 am: 02. März 2012, 23:27:03 »

Es ist ja nicht so, dass es zur Kinderchirurgie Berlin-Buch nur die positiven Artikel und Postings von Schaar gibt:
Pfleger missbraucht Kinder auf Intensivstation
An diese Nachricht kurz vor Weihnachten 2010 kann ich mich noch gut erinnern, kam sie doch in den Hauptnachrichten.
Interessant dazu ist auch ein persönliches Statement von Schaar.
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Florian_B

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Re: Was macht Prof. Schaarschmidt anders?
« Antwort #4 am: 03. März 2012, 01:40:38 »

Er scheint ja seine "Nische" gefunden zu haben, in der er sich auch behauptet. Natürlich geht es den Herren auch um Geld, Wulff ist ja auch nicht nur aus Liebe zum Deutschen Volke Bundespräsident geworden. ;) Vielleicht ist es auch einfach die hohe Anzahl an durchgeführten Operationen, die für Sicherheit sorgt? Keine Ahnung, aber eine interessante Frage.
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annaj

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Re: Was macht Prof. Schaarschmidt anders?
« Antwort #5 am: 03. März 2012, 19:39:44 »

naja, ich würde ja echt nicht alles was im Helios-Buch abläuft prof. Schaarschmidt belasten. Sowas kommt leider überall vor.
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dachucky

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Re: Was macht Prof. Schaarschmidt anders?
« Antwort #6 am: 03. März 2012, 20:22:48 »

jo ich bin ihm bisher aufjedenfall richtig dankbar das er meine brust operiert hat, grüße an berlin.
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Val

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Re: Was macht Prof. Schaarschmidt anders?
« Antwort #7 am: 07. März 2012, 15:21:59 »

Da bist du nicht allein!

Ich selbst habe Herr Schaarschmidt mehr zu verdanken als man in Worte fassen könnte.

Auch da bin ich nicht der einzige.

Insofern kann ich es nicht verstehen, dass manche wirklich überall nach Kritikpunkten suchen und verwerfliche Absichten unterstellen.
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ex.pectus

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Re: Was macht Prof. Schaarschmidt anders?
« Antwort #8 am: 07. März 2012, 16:19:21 »

Da bist du nicht allein!

Sicher ist er nicht allein.
Es gibt Patienten, die Prof. Schaarschmidt dankbar sind und es gibt welche, die ihm nicht oder nicht nur dankbar sind. Daran gibt es gar keinen Zweifel. Und wenn auch vieles dafür spricht, dass erstere deutlich mehr sind als letztere, wäre das allerdings nur eine Vermutung. Ein repräsentatives Stimmungsbild kennt niemand. Eine Suche nach Schaarschmidt im Forum oder Google liefert bspw. immer ein verzehrtes Bild. Den Namen des Professors nennen meist nur die, die entweder zufrieden sind oder aus sicherer Entfernung im Ausland schreiben (Beispiel). Bei kritischen Berichten ergibt sich oft erst aus der mühsamen Rekonstruktion des Zusammenhangs, um wen es geht.
Auch wenn man vielleicht denken würde, dass Patienten mit negativen Erfahrungen ein starkes Bedürfnis haben, ihrem Ärger öffentlich Luft zu machen, irgendwie scheint das aber wohl meist anders zu sein (Ausnahmen bestätigen die Regel). Von dir, Val, kann man zwar desöfteren Lesen, dass du vor Prof. Schaarschmidt sehr schlechte Erfahrungen mit anderen Ärzten machen musstest. Den von Dir angekündigten Erfahrungsbericht über die OP bzw. den Alptraum in Gießen habe ich aber nicht gefunden. Entweder ist er so schwer zu finden oder es gibt ihn noch nicht. Vielleicht gibt es das gleiche Phänomen auch in Bezug auf negative Erfahrungsberichte zu Berlin-Buch und Prof. Schaarschmidt.

Ich selbst habe Herr Schaarschmidt mehr zu verdanken als man in Worte fassen könnte.

Auch da bin ich nicht der einzige.

Insofern kann ich es nicht verstehen, dass manche wirklich überall nach Kritikpunkten suchen und verwerfliche Absichten unterstellen.

Wo ist denn da bitte der Zusammenhang?
Nur weil du (und sehr viele andere) allen Grund hast, dankbar zu sein, haben andere auch dankbar zu sein und Kritikpunkte totzuschweigen?

OK, wenn es sich bei den Kritikpunkten um Nichtigkeiten handeln würde, wäre entsprechende Nörgelei sicher unangebracht. Allerdings finde ich die Frage, was wirklich dran ist an der "Modifizierung" der Nuss-OP eine sehr wichtige Frage. War das nur früher mal innovativ und ist das inzwischen nur ein Marketing-Gag? Und was stimmt davon überhaupt und was nicht?

Und bezüglich verwerflicher Absichten: Bis jetzt habe ich ihm solche noch nie unterstellt. Ich präsentiere nur Fakten, Indizien, Unstimmigkeiten, Widersprüche, für die ich Antworten und Lösungen suche.

Vielleicht ist es auch einfach die hohe Anzahl an durchgeführten Operationen, die für Sicherheit sorgt? Keine Ahnung, aber eine interessante Frage.

Vor der Frage, was für Sicherheit sorgt, bin ich noch bei der Frage, ob man überhaupt von mehr Sicherheit sprechen kann, siehe andere Diskussion.
« Letzte Änderung: 08. März 2012, 12:26:56 von ex.pectus »
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annaj

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Re: Was macht Prof. Schaarschmidt anders?
« Antwort #9 am: 07. März 2012, 20:15:53 »

Ich möchte nicht der Professor für kindermissbrauch in der Helios verantwortlich machen, da war jemand anderen am werk. Es gibt aber genügend material da, um ihm nicht empfehlen zu können. Wenn der Professor nun so erfahren ist, sollte diese "pannen" einfach nicht passieren. Das sind jetzt nur wenige beispiele.

"...I just recieved a (very quick) reply from Schaarschmidt and he says there's no risk with the wound, in fact he told me I can even shower and direct the water jet into the wound!..."
http://www.pectusinfo.com/board/viewthread.php?tid=8236


"...the only thing that kept me from the surgery last september was the high blood pressure. the anesthetists didnt want to take unneccessary risks. noone ever talked about possible complications regarding kidney-surgery with the bars still in. first of all, i think the docs have considered that point, since pkd was diagnosed in berlin and dr. schaarschmidt knew about it and still wanted to operate on me (he actually wanted to do it even back then in september) and secondly, lets all hope i wont need kidney surgery in the near future. of course, there is always a risk, but right now, my kidneys still work ok (of course i had to do a lot of tests) and there are no signs for kidney-failure in the very near future.."
http://www.pectusinfo.com/board/viewthread.php?tid=8927#pid86985

Von der gleiche patient:
Got another X-Ray yesterday morning to see if it worked, but unfortunately it was negative. There was still the same amount of air in there as it was 3 days ago. For me, that meant to prepare for another surgery. They used a camera to check my lungs for damages. At first they couldn't find anything, but then, after more than an hour, they noticed that part of my lung was accidentally stitched to my chest wall. However, they've now taken care of that!
http://www.pectusinfo.com/board/viewthread.php?tid=9406&page=2#pid88209

Der risikobereitschaft ist mir zu hoch. Es muss in die meisten fällen keine knorpel/rippen durchtrennt werden um eine gelungene tb-korrektur zu erzielen, und was noch schade ist, die meisten die im helios operiert werden, wissen nichts davon. Es wird nicht grundlich genug geklärt, ein perfektes brustkorb wird stattdessen versprochen. Es tut mir so leid das so viele patienten einfach nur sich blind auf ein zahl starrt, also wieviele op's in der helios gemacht wurde, statt sich besser zu erkündigen. Ich meine, wenn extra schäden zugefügt werden, wie bei knorpel trennen statt den brustkorb intakt zu bewaren, erhöht sich das gesundheitsrisiko gleich. Entzündungen, was jetzt keine nette geschichte ist bei ein nuss-op, können warscheinlich leichter in die knochen sein weg finden. Verletzungen an innere organe werden eher warscheinlicher als bei eine klassiche nuss, wo "nur" den brustkorb durch den pectus bar gehoben wird.

Wenn du dich in Berlin operieren lässt, was ich dir dringend empfehlen würde, kannst du übrigens sehr schnell auf der Seite oder auf dem Bauch schlafen. Anfangs tut das noch ziemlich weh aber nach ein paar Wochen sollte es gehen.
Manche Ärzte verbieten dies für 3 Monate oder länger, da ihre Methode die Patienten erstmal sehr "zerbrechlich" zurücklässt.

Patienten bei denen der knorpel/rippen nicht als routine getrennt wird, also in andere kliniken, wäre die mehr "zerbrechlich", was wie bitte? Alle die ein tb-op durchgemacht haben, wissen das Val's meinung das man nach zwei wochen eigentlich seitlich schlafen kann, der totale quatsch ist.
Übrigens, ich hätte gern ein foto von Val's narben gesehen, vielleicht im gleichen bild die tageszeitung von heute. Geht das, Val?

Übrigens, beispiel oben bezieht sich auf Berlin-Buch, also helios klinik. Nicht zu verwechseln mit Charité in Berlin.

« Letzte Änderung: 07. März 2012, 22:38:48 von annaj »
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Re: Was macht Prof. Schaarschmidt anders?
« Antwort #10 am: 07. März 2012, 22:34:19 »

Hallo Annaj,

bei Erwachsenen oder schweren Fällen müssen um eine richtige Verbesserung zu erreichen Knorpel oder Knochen durchtrennt werden.
Alles andere ist nichts halbes und nichts ganzes.

Ein Patient, bei dem dies in Berlin Buch durchgeführt wird ist in der Regel schneller belastbar als bei anderen Kliniken.
Der Grund ist insbesondere die Nahtmethode gegenüber veralteten "Stabilisatoren" (ein Name den sie nicht verdienen).
Ich kann dir das persönlich bestätigen.

Bilder kann ich dir senden, gib mir einfach deine E- mail Adresse.
Auf die Tageszeitung musst du dabei allerdings verzichten.
« Letzte Änderung: 07. März 2012, 22:37:46 von Val »
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annaj

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Re: Was macht Prof. Schaarschmidt anders?
« Antwort #11 am: 07. März 2012, 23:08:36 »

Ich bin persönlich kein fan von stabilisatoren, es war mir deshalb wichtig, keine zu bekommen. Helios ist ja nicht die einzige klinik die ohne stabilisatoren arbeiten.
Ich befürspreche hier nicht das man gar nicht knorpel oder rippen durchtrennen soll, in schweren fällen ist es angebracht ja, ich bin so eine. Es scheint, das für dr. Lützenberg es gar nicht so schwer vorkommt, ein gelungene korrektur zu machen ohne knorpel/rippen zu durchtrennen wie der fall scheint bei prof. Schaarschmidt. Ich habe ein paar gute beispiele kennengelernt, "alt" waren die auch, haller-index z.b 9,75, und ihre ergebnisse lassen sich blicken. Ich habe mein brustbein teils gelöst bekommen, knorpel würde getrennt. Es war ein sehr aufwändige op, ohne wäre es nicht möglich gewesen. Mit mein 1,5 cm zw. rippen und wirbelsäule ist das jetzt auch kein wunder.

Ob ein patient belastbarer nach ein op in Berlin buch ist als bei andere kliniken, lässt sich leicht sagen, aber wo kommt diese behauptung? Nach ein Ravitch haben die patienten auch weniger schmerzen, finde ich persönlich kurzsichtig gedacht. Die erhöhte risiko besteht immer noch wenn der eingriff im körper grösser ist als wenn nichts getrennt wird, ich bin offen für eine detalierte gegenanzeige.

Meine mail ist annajohansson@gmx.de. Aber bitte mit tageszeitung, sonst muss du dir die mühe nicht machen.
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Re: Was macht Prof. Schaarschmidt anders?
« Antwort #12 am: 08. März 2012, 07:58:31 »

Ein Patient, bei dem dies in Berlin Buch durchgeführt wird ist in der Regel schneller belastbar als bei anderen Kliniken.
Der Grund ist insbesondere die Nahtmethode gegenüber veralteten "Stabilisatoren" (ein Name den sie nicht verdienen).
Ich kann dir das persönlich bestätigen.

Das ist wieder so eine typische Berlin-Buch Geschichte!

Was kannst du, Val, bestätigen? Du hast Informationen darüber, wann Patienten in Berlin-Buch wieder belastbar sind und im Vergleich dazu Patienten aus anderen Kliniken? Und dann weißt du noch woran das liegt?

Wie sollen denn diese Informationen überhaupt zustande gekommen sein?

Prof. Schaarschmidt und Berlin-Buch stehen meiner Meinung nach für die organisatorische Perfektionierung der Trichterbrust-OP to go. D.h. es reicht, wenn man ausschließlich zur OP nach Berlin-Buch kommt, quasi die OP zum Mitnehmen, nur die OP selbst muss man in Berlin-Buch machen lassen, den Rest davor und danach können andere erledigen. Das hat Vorteile, sowohl für den Arzt und die Klinik, aber auch für viele entfernt lebende Patienten. Andererseits ist man natürlich nicht mehr so nah dran am Patienten. Man ist eigentlich sogar sehr weit weg.

Zwar ist es bei OP-Zentren schon wegen der Zentralisierung so, dass sie sich auf Patienten von weiter her einrichten müssten, aber nur sehr wenige dürften das so konsequent tun wie Prof. Schaarschmidt in Berlin-Buch, wo alles auf einen einzigen Aufenthalt hin optimiert ist. Nur wer für eine Kostenübernahmeerklärung noch einen Arztbrief von ihm will, muss zweimal nach Berlin.

Aber selbst, wenn man nur wenige Meter von der Klinik entfernt wohnt, hat man große Schwierigkeiten, bei medizinischen Problemen nach der OP in Berlin-Buch Gehör zu finden (wegen meiner Sternum-Fraktur/Deformierung), damit das Problem richtig zur Kenntnis genommen wird.

Bei wem und wann gab es in Berlin-Buch Nachuntersuchungen zwecks systemaischer Kontrolle und Überprüfung der OP-Ergebnisse?

Zu meiner Zeit (2010) gab es das jedenfalls nicht mehr! Und ein Patient, der bereits 2006 operiert wurde, schreibt: "Es gibt doch kaum jemanden, der mal ne schicke Nachuntersuchung hatte und zb richtig vermessen wurde, vorher/ nachher Fotos, wann ist der Patient schmerzfrei usw."

Als ich mit meinem Bügel-Brustbein-Problem wieder bei meiner Orthopädin war, habe ich zu ihr völlig arglos gesagt, leider habe ich von der Seite nur aktuelle Röntgenbilder und keine Vergleichsaufnahmen von kurz nach der OP, weil da keine gemacht wurden. Darauf meinte sie: vielleicht wurden ja absichtlich keine gemacht.

Unangenehme Informationen nicht zur Kenntnis zu nehmen, bedeutet nicht, dass es sie nicht gibt. Und OP to go bedeutet nicht, dass der Patient weniger Probleme haben wird, sondern nur, dass die Klinik davon weniger mitbekommt.

Und da der Prof. hier im Forum nicht so beschrieben wird, dass er bei Problemen so schnell wie möglich zur Stelle ist, sondern sich manchmal tagelang nicht blicken läßt, könnte ich mir auch sehr gut vorstellen, dass ihm dieses to-go-Verfahren sehr entgegenkommt ("Erst 9 Tage nach OP ist er bei uns aufgetaucht, aber auch nur weil wir uns ca. 20 x schon beschwert hatten", klingt wie ein Schönwetter-Professor).

Wie kann ich ehrlichen Gewissens von der Problemlosigkeit schwärmen, wenn ich nicht sicherstelle, von allen möglichen Problemen zu wissen, und längst bekannte Probleme ignoriere, verdränge oder unterschlage?
« Letzte Änderung: 08. März 2012, 18:08:57 von ex.pectus »
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Re: Was macht Prof. Schaarschmidt anders?
« Antwort #13 am: 08. März 2012, 22:49:08 »

Hallo zusammen!

Insofern kann ich es nicht verstehen, dass manche wirklich überall nach Kritikpunkten suchen und verwerfliche Absichten unterstellen.

Das Meinungsbild hier im Forum hat sich über die letzten 5 Jahre verändert. Nach meiner Erinnerung war früher die Empfehlung für ratsuchende Neulinge unisono: Nuss + Buch. Heute werden neben den Möglichkeiten einer OP auch die Risiken benannt und zum Abwägen geraten. Dazu ist es doch legitim die Praktiken der Operateure und Kliniken zu hinterleuchten.
Ich bin jedenfalls gespannt darauf, was T-T-T zu dem Thema 10-Jahre-geringere-Lebenserwartung berichten wird, ohne etwas Verwerfliches finden zu wollen.

Zitat von: annaj
Ich möchte nicht der Professor für kindermissbrauch in der Helios verantwortlich machen, da war jemand anderen am werk.
Er ist natürlich nicht persönlich für das Handeln des Pflegers verantwortlich, doch ist seine Reaktion keine männlichen Pfleger zu beschäftigen, ziemlich kurz gegriffen. Der Hinweis auf diesen Vorfall war ein Versuch die außergewöhnlichen PR-Aktivitäten zu erklären.
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Val

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Re: Was macht Prof. Schaarschmidt anders?
« Antwort #14 am: 09. März 2012, 00:05:03 »


Was kannst du, Val, bestätigen? Du hast Informationen darüber, wann Patienten in Berlin-Buch wieder belastbar sind und im Vergleich dazu Patienten aus anderen Kliniken? Und dann weißt du noch woran das liegt?

Wie sollen denn diese Informationen überhaupt zustande gekommen sein?

Prof. Schaarschmidt und Berlin-Buch stehen meiner Meinung nach für die organisatorische Perfektionierung der Trichterbrust-OP to go. D.h. es reicht, wenn man ausschließlich zur OP nach Berlin-Buch kommt, quasi die OP zum Mitnehmen, nur die OP selbst muss man in Berlin-Buch machen lassen, den Rest davor und danach können andere erledigen. Das hat Vorteile, sowohl für den Arzt und die Klinik, aber auch für viele entfernt lebende Patienten. Andererseits ist man natürlich nicht mehr so nah dran am Patienten. Man ist eigentlich sogar sehr weit weg.

Zwar ist es bei OP-Zentren schon wegen der Zentralisierung so, dass sie sich auf Patienten von weiter her einrichten müssten, aber nur sehr wenige dürften das so konsequent tun wie Prof. Schaarschmidt in Berlin-Buch, wo alles auf einen einzigen Aufenthalt hin optimiert ist. Nur wer für eine Kostenübernahmeerklärung noch einen Arztbrief von ihm will, muss zweimal nach Berlin.

Aber selbst, wenn man nur wenige Meter von der Klinik entfernt wohnt, hat man große Schwierigkeiten, bei medizinischen Problemen nach der OP in Berlin-Buch Gehör zu finden (wegen meiner Sternum-Fraktur/Deformierung), damit das Problem richtig zur Kenntnis genommen wird.

Bei wem und wann gab es in Berlin-Buch Nachuntersuchungen zwecks systemaischer Kontrolle und Überprüfung der OP-Ergebnisse?

Zu meiner Zeit (2010) gab es das jedenfalls nicht mehr! Und ein Patient, der bereits 2006 operiert wurde, schreibt: "Es gibt doch kaum jemanden, der mal ne schicke Nachuntersuchung hatte und zb richtig vermessen wurde, vorher/ nachher Fotos, wann ist der Patient schmerzfrei usw."

Als ich mit meinem Bügel-Brustbein-Problem wieder bei meiner Orthopädin war, habe ich zu ihr völlig arglos gesagt, leider habe ich von der Seite nur aktuelle Röntgenbilder und keine Vergleichsaufnahmen von kurz nach der OP, weil da keine gemacht wurden. Darauf meinte sie: vielleicht wurden ja absichtlich keine gemacht.

Unangenehme Informationen nicht zur Kenntnis zu nehmen, bedeutet nicht, dass es sie nicht gibt. Und OP to go bedeutet nicht, dass der Patient weniger Probleme haben wird, sondern nur, dass die Klinik davon weniger mitbekommt.

Und da der Prof. hier im Forum nicht so beschrieben wird, dass er bei Problemen so schnell wie möglich zur Stelle ist, sondern sich manchmal tagelang nicht blicken läßt, könnte ich mir auch sehr gut vorstellen, dass ihm dieses to-go-Verfahren sehr entgegenkommt ("Erst 9 Tage nach OP ist er bei uns aufgetaucht, aber auch nur weil wir uns ca. 20 x schon beschwert hatten", klingt wie ein Schönwetter-Professor).

Wie kann ich ehrlichen Gewissens von der Problemlosigkeit schwärmen, wenn ich nicht sicherstelle, von allen möglichen Problemen zu wissen, und längst bekannte Probleme ignoriere, verdränge oder unterschlage?

Wie das mit der Belastbarkeit in den ersten Wochen nach der Operation ist habe ich selbst erlebt.
In Berlin habe ich auch gesehen, dass die meisten Patienten bei der Physiotherapie Übungen gemacht haben, die von anderen Kliniken (in Anbetracht ihrer Technik zu Recht) untersagt werden.
Schau dir Merkblätter aus den Kliniken an.
Bei Verwendung von Stabilisatoren sind die Patienten zerbrechlich wie ein rohes Ei.
1 Woche lang die Arme nicht über den Kopf heben, 2 Wochen kein Drehen oder Beugen, Krafttraining nach 3 Monaten... liest sich nicht so angenehm.
Im Gegensatz dazu kann man sich nach einem Eingriff in Berlin sofort uneingeschränkt bewegen, Kraftraining ist auch bereits nach (wenn ich mich Recht erinnere) 10 Tagen erlaubt.

Einige Vorteile in Berlin sind die folgenden
weltweit die besten Chirurgen
weltweit die meiste Erfahrung
Techniken auf dem neuesten Stand
Station und Pflegepersonal speziell auf die Besonderheiten der Patienten ausgerichtet bzw. geschult.
Gezielte Schmerz- und Physiotherapie.

Das führt zu mehr Smileys in den Erfahrungsberichten.


Nachuntersuchungen sind übrigens in vielen Kliniken nicht die Regel.
Um es einfach auszudrücken, wenn etwas nicht in Ordnung ist, merkt man das als Betroffener deutlich.
Insofern würde ich selber auch nicht so viel Wert auf eine Nachuntersuchung ohne Anlass legen.
Ich kann mir aber auch nicht vorstellen, dass jemand, der aus welchen Gründen auch immer, unbedingt eine Nachuntersuchung möchte diese nicht bekommt.
« Letzte Änderung: 09. März 2012, 00:07:21 von Val »
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