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Autor Thema: Absage des MDK  (Gelesen 15233 mal)

tomsschulte

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Re: Absage des MDK
« Antwort #15 am: 14. April 2013, 19:29:17 »

Dr. Dichmann hat nie gesagt, ich soll nicht zum Kardiologen gehen, wieso sollte er auch. Und wieso interpretiert man meine Sätze immer in einer unklugen Art und Weise, als würde ich mit meinen Sätzen nicht immer das sinnvollste sondern immer nur sinnlosen Unsinn oft schreiben. Handlungen sind immer klug und gut überlegt, wenn ich sie ausführe, also kann man meine Sätze auch immer so interpretieren, dass das sinnvollste und klügste an Handlungen dort zu finden ist und zwar immer.

Und auf einem Ruhe-EKG kann man keine Rechtsherzbelastung feststellen, weil das ja nur bei Belastung auftreten kann.

Und mir ist es auch egal, ob ich cor pulmonale jetzt schon habe oder erst in Jahren oder Jahrzehnten bekommen könnte, Hauptsache die Trichterbrust kommt weg.

Und da ich gottseidank bis jetzt für den Antrag beim MDK keinen Kardiologen-Befund brauchte, brauch ich doch auch keinen Kardiologen im Moment. Und wenn die Trichterbrust operiert wäre, würde sich doch auch die Gefahr des cor pulmonale automatisch nicht mehr ergeben, die Gefahr für cor pulmonale läge dann bei 0 %. Also brauch ich weder vor der OP noch genausowenig nach der OP einen Kardiologen, also ist der Kardiologen-Termin ja nicht mehr nötig.

Ja genau, Dr. Lützenberg könnte ja dann die Echokardiographie machen vor der OP, dauert ja sicherlich nur wenige Minuten.
Ich habe meine Hausärztin gefragt, sie wollte es nicht selber machen, sie wollte es nur einen Kardiologen machen lassen.
« Letzte Änderung: 14. April 2013, 19:31:43 von tomsschulte »
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Re: Absage des MDK
« Antwort #16 am: 14. April 2013, 19:44:29 »

Dr. Dichmann hat nie gesagt, ich soll nicht zum Kardiologen gehen, wieso sollte er auch.

Wenn der Verdacht einer Herzbeteilung besteht, dann gehört es einfach zu einer sauberen Diagnostik dazu, diesem Verdacht nachzugehen, auch um diesen ggf. nur auszuschließen.

Und auf einem Ruhe-EKG kann man keine Rechtsherzbelastung feststellen, weil das ja nur bei Belastung auftreten kann.

Das "nur" ist falsch. Aber selbst wenn: Wieso wurde noch kein Belastungs-EKG gemacht?

Auf der Charite-Seite zur Trichterbrust ist auch von einem Belastungstest die Rede. Das hätte sich auch schon längst mal angeboten.

Und mir ist es auch egal, ob ich cor pulmonale jetzt schon habe oder erst in Jahren oder Jahrzehnten bekommen könnte, Hauptsache die Trichterbrust kommt weg.

Anderen mit Trichterbrust ist es aber nicht egal ob sie Cor pulmonale haben oder nicht. Und denen ist es vielleicht auch nicht egal, wenn Leute behaupten, dass es ja ganz klar ist, dass jeder mit Trichterbrust Cor pulmonale hat bzw. früher oder später bekommt. Kann dir natürlich egal sein.

Und da ich gottseidank bis jetzt für den Antrag beim MDK keinen Kardiologen-Befund brauchte,

Wieso gottseidank?

Und wenn die Trichterbrust operiert wäre, würde sich doch auch die Gefahr des cor pulmonale automatisch nicht mehr ergeben, die Gefahr für cor pulmonale läge dann bei 0 %.

Unsinn! Cor Pulmonale bekommen doch nicht nur Leute mit Trichterbrust.

Also brauch ich weder vor der OP noch genausowenig nach der OP einen Kardiologen, also ist der Kardiologen-Termin ja nicht mehr nötig.

Wenn du meinst.

Ja genau, Dr. Lützenberg könnte ja dann die Echokardiographie machen vor der OP, dauert ja sicherlich nur wenige Minuten.
Ich habe meine Hausärztin gefragt, sie wollte es nicht selber machen, sie wollte es nur einen Kardiologen machen lassen.

Und du meinst Dr. Lützenberg ist Kardiologe?
« Letzte Änderung: 14. April 2013, 19:48:01 von ex.pectus »
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Re: Absage des MDK
« Antwort #17 am: 14. April 2013, 19:58:13 »

Dr. Dichmann hat nicht gesagt, ich soll nicht zum Kardiologen gehen. Er hat es mir überlassen, ob ich da hingehe oder nicht.

Ein Belastungs-EKG wäre sicherlich sinnvoll, das stimmt. Jedoch brauch ich es nicht für den Antrag beim MDK, also muss ich es nicht unbedingt sofort machen. Und wenn Dr. Lützenberg das Belastungs-EKG braucht, dann kann man das ja vor der OP bei ihm machen.

Ich habe nie gesagt, dass jeder mit Trichterbrust cor pulmonale hat oder bekommen kann. Ich würde mich über ein Zitat meinerseits freuen, wo man diese Aussage finden kann. Man findet diese Aussage nicht bei mir, weil ich solche Verallgemeinerungen nie sagen würde. Das wäre auch nicht sinnvoll, denn jede Trichterbrust ist anders, jede hat eine unterschiede Tiefe, mal eher kleinflächig, mal eher grossflächig, und somit sind auch die Organbelastungen durch die Trichterbrust bei jedem Menschen anders, und somit ist auch die Gefahr des cor pulmonale bei jedem Menschen mit Trichterbrust anders.

Und gottseidank deshalb, weil ich froh bin, wenn ich nicht noch mehr Befunde für den MDK brauche, denn dann würde sich der ganze Antrag sicherlich noch länger hinziehen, als er sich schon hingezogen hat.

Und cor pulmonale bekommen auch Leute ohne Trichterbrust, jedoch liegt es bei mir daran, dass die Lunge nicht richtig belüftet wird, und somit würde dieser Risikofaktor für cor pulmonale nicht mehr vorhanden sein. Ein wichtiger Risikofaktor für cor pulmonale wäre dann bei mir nicht mehr gegeben.
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Re: Absage des MDK
« Antwort #18 am: 14. April 2013, 20:16:42 »

Ich habe nie gesagt, dass jeder mit Trichterbrust cor pulmonale hat oder bekommen kann.

Mir scheint, dass du die Begriffe "Trichterbrust" und "Lunge nicht richtig belüftet" gleichbedeutend verwendest.

Und du schreibst:

Und er meinte, da die Trichterbrust es verhindert, dass die KOMPLETTE LUNGE belüftet werden kann, können nicht nur im schlechten Fall Lungenbläschen in den unbelüfteten Stellen der Lunge absterben, sondern es kommt beim Sport oder anderer körperlicher Belastung zu einer pulmonalen Hypertonie, was jedes Mal kleine Schläge für mein Herz sind, was langfristig zur Rechtsherzinsuffizienz führen kann und somit das Herzinfarktrisiko erhöhen kann.

Danach ist schon eine nicht KOMPLETT belüftete Lunge der Anfang der vor dir geschilderten Kausalkette. Genaugenommen muss man davon ausgehen, dass bei keiner TB-OP das Ziel erreicht werden kann, dass die Lunge danach KOMPLETT belüftet wird. Nach der vor dir gemachten Aussage, würde man durch keine OP der Welt das Herzinfarktrisiko auf Grund einer nicht KOMPLETT belüfteten Lunge verringern können.

Was verstehst du denn unter einer "belüfteten Lunge" bzw. "schlecht belüfteten Lunge"?

Eine besonders schlecht belüftete Lunge stellt wohl die (teil-)entfernte Lunge dar. Dazu habe ich in einem der ersten Beiträge geschrieben: "Auch bei einer deutlichen Einschränkung der VC wie zum Beispiel nach Lungenteilresektion sind dennoch gute sportliche Leistungen möglich, da das Organ Lunge eine hohe funktionelle Reserve besitzt". Da steht auch, dass man da nicht einfach irgendwelche festen Schlüsse ziehen kann, sondern man muss es abklären, in wieweit sich die verminderte Lungenkapazität auswirkt.

« Letzte Änderung: 14. April 2013, 20:19:40 von ex.pectus »
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Re: Absage des MDK
« Antwort #19 am: 14. April 2013, 20:36:58 »

Dr. Dichmann meinte, dass meine nicht komplett belüftete Lunge der Anfang der Kausalkette ist. Dadurch, dass ich durch meine Trichterbrust nicht komplett einatmen kann und somit meine Lunge nicht komplett belüftet werden kann, kann es zum Absterben von Lungenbläschen kommen und wenn ich dann körperlicher Belastung ausgesetzt bin, entsteht durch die nicht komplett belüftete Lunge eine pulmonale Hypertonie und somit bekommt das Herz immer kleine Schläge ab.
Und wenn dann meine Trichterbrust nicht mehr da wäre, könnte ich endlich komplett und vollständig einatmen, die Lunge könnte somit komplett belüftet werden und bei Belastung würde keine pulmonale Hypertonie entstehen, und somit würde das Herz keine kleinen Schläge mehr abbekommen.

Das war die Aussage von Dr. Dichmann, und Dr. Lützenberg hat das auch telefonisch bestätigt, nachdem beide meine Bodyplethysmographie-Werte gesehen hatten. Diese medizinische Kausalkette, die bei mir zu cor pulmonale führt oder führen könnte, haben beide bestätigt.
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Re: Absage des MDK
« Antwort #20 am: 16. April 2013, 18:54:20 »

Das war vorhin die Antwort, die Dr. Lützenberg mir per E-Mail geschickt hat.


Sehr geehrter Herr Schulte,

mit den erhobenen Befunden erscheint es mir, wie bereits eingeschätzt, nicht möglich eine Zustimmung der Krankenkasse zu erhalten. Der MDK hat die Indikationskriterien gewürdigt und entsprechend entschieden. Hier kann ich nichts machen. Die Feststellung unserer Sekretärin bezieht sich auf Fälle wo die Indikationskriterien gegeben sind und dennoch eine Ablehnung erfolgt. Eine Beeinflussung der Befunde ist ausgeschlossen und es ist klar geregelt was Leistung der Krankenkasse ist und wo ein Patient entscheiden kann den Eingriff in eigener Initiative vornehmen zu lassen.



Was soll ich nun machen? Ich habe übermorgen noch bei einem Lungenfacharzt, aber nicht Dr. Dichmann, einen Termin um Befunde zu erheben, dann einen Widerspruch beim MDK einzureichen und den Ambulanzbrief des neues Arztes, zusammen mit dem Widerspruch zum MDK zu schicken. Macht das Sinn, den Termin wahrzunehmen?


Oder was soll ich nun machen? Die Lungenwerte sind doch schlecht genug, oder nicht?
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Re: Absage des MDK
« Antwort #21 am: 16. April 2013, 22:37:22 »

Das war vorhin die Antwort, die Dr. Lützenberg mir per E-Mail geschickt hat.

Und was sagst du zu der Antwort? Wie ist sie gemeint/zu verstehen? insbesondere:
- mit den Befunden ist keine Zustimmung zu erhalten,
- die Indikationskriterien sind nicht gegeben,
- eine Beeinflussung der Befunde ist ausgeschlossen

Was soll ich nun machen? Ich habe übermorgen noch bei einem Lungenfacharzt, aber nicht Dr. Dichmann, einen Termin um Befunde zu erheben, dann einen Widerspruch beim MDK einzureichen und den Ambulanzbrief des neues Arztes, zusammen mit dem Widerspruch zum MDK zu schicken. Macht das Sinn, den Termin wahrzunehmen?

Was ist denn der Plan dabei? Und welche Idee steckt denn dahinter, nicht zu versuchen, dass Dr. Dichmann das schriftlich zu Papier bringt, was er dir mündlich mitgeteilt hat? D.h. wieso greifst du nicht sein Angebot auf, ein "OP-nötig"-Arztbrief zu schreiben?

Oder was soll ich nun machen? Die Lungenwerte sind doch schlecht genug, oder nicht?

Wie meinst du die Frage? Schlecht genug, um nur damit sicher eine Kostenübernahme zu bekommen? Offensichtlich nicht.
« Letzte Änderung: 16. April 2013, 22:53:36 von ex.pectus »
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Re: Absage des MDK
« Antwort #22 am: 16. April 2013, 22:59:23 »

Zitat: Und was sagst du zu der Antwort? Wie ist sie gemeint/zu verstehen?

Antwort: Keine Ahnung, wie meinst du das? Ich weiss nicht, was er damit meint, wie er darauf kommt. Es verwundert mich ein wenig, aber er scheint keine Hoffnung zu haben, dass der MDK da zustimmt.
Was denkst du denn, wie er das meint? Du hast ja mehr Erfahrung bei sowas.


Naja mein Plan ist, übermorgen zu einem anderen Lungenfacharzt in der gleichen Strasse in Witten zu gehen, da ich Dr. Dichmann nach dem, was er da an Mist gebaut hat mit dem Ambulanzbrief, der den Namen "Ambulanzbrief" nichtmal verdient, verständlicherweise nicht mehr vertrauen kann. Dieser Lungenfacharzt, bei dem ich gottseidank für übermorgen noch einen Termin bekommen habe, obwohl reguläre Termine da erst in 3 Monaten zu bekommen wären (sie schieben mich dazwischen), soll dann einen Ambulanzbrief schreiben, in dem alle Beschwerden aufgeführt werden, dann wird das mit dem Widerspruch zusammen zum MDK geschickt und dann kann man nur hoffen, dass nicht wieder alles abgelehnt wird.

Wenn jemand was besseres weiss, bitte gerne sagen. Bin für jeden konstruktiven Ratschlag dankbar.

Ich dachte die Lungenwerte wären schlecht genug, der MDK hat wohl noch nie was von cor pulmonale gehört, noch nie was von Rückenschäden gehört durch nach vorne hängende Schultern, Hohlkreuz und ballonartig nach vorne gewölbtem Bauch, noch nichts von Barrett-Ösophagus gehört durch Sodbrennen, und anderen Langzeitfolgen oder Spätschäden durch eine Trichterbrust.
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Re: Absage des MDK
« Antwort #23 am: 17. April 2013, 11:25:17 »

Klingt vielleicht wieder wie schlaue Sprüche, ist aber ganz praktisch gemeint: Wenn man in einen Zug Richtung Alpen einsteigt, braucht man nicht zu hoffen am Meer anzukommen. Statt nur darauf zu hoffen, am richtigen Ziel anzukommen, sollte man lieber erstmal sicherstellen, im richtigen Zug zu sitzen.

Ja klar kommt in der Antwort keine Hoffnung zum Ausdruck. Aber das entscheidende ist doch nicht die fehlende Hoffnung sondern sind die fehlenden Indikationskriterien. Darüber würde ich mir Gedanken machen. Intensiv sogar.

1. Liegen die Indikationskriterien der KK/MDK beim Patienten tatsächlich nicht vor und sind auch nicht (ohne Manipulationen) nachzuweisen, so dass als Alternative zur Kostenübernahme auf die Eigeninitiative (Selbstzahlung) verwiesen wird?

2. Oder sind die beim Patienten möglicherweise vorliegenden Indikationskriterien der KK/MDK bisher nur unzureichend nachgewiesen, Fehlen die Indikationskriterien also "nur" im Nachweis?

Diese Unterscheidung scheint mir doch ganz wesentlich und entscheidend für das weitere Vorgehen zu sein. (Vielleicht liegt die Wahrheit auch irgendwo dazwischen.)


Die von dir vertretene These, dass eine OP selbstredend medizinisch notwendig ist, am besten so schnell wie möglich, hat bisher kein Arzt schriftlich bestätigt. Das ist bekannt. Nur woran liegt das. An der Unfähigkeit der Ärzte oder an etwas anderem?

Wenn dir Dr. Dichmann tatsächlich ein "OP-nötig"-Arztbrief in Aussicht gestellt hat, dann würde ich da zugreifen. Du tust dir keinen Gefallen, auf diesen Strohhalm zu verzichten.
« Letzte Änderung: 17. April 2013, 11:27:26 von ex.pectus »
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Re: Absage des MDK
« Antwort #24 am: 17. April 2013, 11:42:24 »

Die Kriterien wurden dem MDK bisher nicht ausreichend nachgewiesen, in dem halt wie du schon mal hier gesagt hast, nicht einmal das Wort cor pulmonale erwähnt wurde, nie auf Folgekrankheiten hingewiesen wurde, sondern einfach nur die nüchternen Lungenwerte dem MDK vorgelegt wurden, der daraus sich selber hätte ein Bild zusammen setzen müssen, was nicht gemacht wurde, wie ich sogar verstehen kann. Vor allem vor dem Hintergrund, das manchmal wie hier im Forum schon gesagt, keine vollmedizinische Prüfung stattfindet durch den MDK.

Es ist keine These von mir, sondern Dr. Dichmann hat gesagt, dass die OP notwendig und sinnvoll ist und der MDK sich an mir vergehen würde, wenn die OP nicht genehmigt würde.
Und anhand meiner Lungenwerte hat auch Dr. Lützenberg mir am Telefon bestätigt, dass die OP notwendig und sinnvoll ist, und das Dr. Dichmann absolut recht hat.

Und Dr. Hecker hat gesagt, dass es am zu niedrigen Haller-Index scheitert, dass er die OP machen kann. Somit musste erst ein Antrag bei der Kasse gestellt werden, weil der Haller-Index bei seiner Messung bei unter 3.25 lag. Und Dr. Dichmann vertrau ich kaum mehr, also gehe ich zu einem anderen Lungenfacharzt morgen, der gegenüber ist in der gleichen Strasse von Witten, und lass mir da ein Ambulanzbrief schreiben, der garantiert besser als 10 Briefe von Dr. Dichmann zusammen ist. Denn schlechter als Briefe von Dr. Dichmann können Briefe ja schon gar nicht mehr sein. Und die Messung der Lungenwerte wird morgen garantiert wieder eine mehr oder weniger starke Einschränkung ergeben. Kann ja auch nicht anders sein bei meiner Brust, war ja bei 2 Messungen so, einmal am 20.Februar 2013(Dr. Hecker) und einmal am 28. Februar 2013(Dr. Dichmann).
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Re: Absage des MDK
« Antwort #25 am: 18. April 2013, 20:53:38 »

Ich war heute beim Lungenfacharzt Weber / Franz, und dort wurde eine Bodyplethysmographie gemacht. War schon die 3. in den letzten 2 Monaten ungefähr. Dort kamen ungefähr wieder die gleichen Werte raus wie bei den anderen beiden Messungen beim Dr. Hecker und Dr. Dichmann. Der Doktor heute meinte, dass es wohl von den Lungenwerten her nicht reicht für den MDK, weil z.b. der FEV 1 wohl bei 86 % lag, und die Werte wohl für den MDK nicht schlecht genug sind. Er sieht auch nicht die Gefahr eines cor pulmonale gegeben. Er hat mich zu einem Internisten überwiesen, der eine Echokardiographie machen soll und schauen soll, ob die grossen Gefäße im Brustkorb verlagert sind. Wenn man am Herzen oder an den Gefäßen etwas finden würde, bestünde laut seiner Aussage noch eine Chance auf Kostenübernahme, auch wenn die Kostenübernahme dann auch nicht 100 % gesichert wäre. Ausserdem hat er mich noch zu einer Neurologin /Psychiaterin überwiesen, die dann psychosozialen Aspekt in einem Kurzgutachten hervorheben soll, und das dann zum MDK schicken, um über diesen Bereich vielleicht noch eine Kostenübernahme durch die Krankenkasse bekommen zu können. Also alles irgendwie enttäuschend heute. Für den 2. Mai, also heute in 2 Wochen, habe ich noch bei dem Internisten gottseidank einen Termin bekommen, mal schauen was bei dem Termin dann rauskommt.

Der Neurologin / Psychiaterin habe ich heute auf den Anrufbeantworter gesprochen, hoffe ich erreiche sie morgen.


Wenn jemand einen besseren Weg weiss, bitte immer gerne sagen.

Ich wollte nur alle hier auf dem laufenden halten.

Für weitere Fragen stehe ich jederzeit gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüssen

Tom-Sebastian Schulte
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Re: Absage des MDK
« Antwort #26 am: 18. April 2013, 22:15:18 »

Der Doktor heute meinte, dass es wohl von den Lungenwerten her nicht reicht für den MDK,

Klingt so, als ob der MDK da bestimmte Lungenwerte voraussetzen würde. Halte ich für ein Gerücht. Frage doch mal, wie die angeblich sind.

weil z.b. der FEV 1 wohl bei 86 % lag, und die Werte wohl für den MDK nicht schlecht genug sind.

Der FEV1 ist ein Maß für verengte Atemwege (Obstruktion). Bekannte Beispiele sind Asthma, COPD. Hat also in der Regel erstmal nichts mit der Trichterbrust zu tun. Hier gilt eher die Regel je schlechter der FEV1 desto schlecher für den MDK bzw. die Kostenübernahme. Also genau das Gegenteil von deiner Vermutung.

Ich habe versucht, dass etwas zu erläutern, siehe Lungenvolumen - Lungenfunktionstest - Spirometrie Das ist natürlich alles sehr laienhaft, aber man kann sich ja auch anderswo dazu schlauer machen.

Er sieht auch nicht die Gefahr eines cor pulmonale gegeben.

Überrascht mich jetzt natürlich nicht wirklich. Und hast du auch gefragt, wieso nicht?

Ausserdem hat er mich noch zu einer Neurologin /Psychiaterin überwiesen, die dann psychosozialen Aspekt in einem Kurzgutachten hervorheben soll, und das dann zum MDK schicken, um über diesen Bereich vielleicht noch eine Kostenübernahme durch die Krankenkasse bekommen zu können.

Den psychosozialen Aspekt hat die KK doch in ihrer Antwort deutlich hervorgehoben. Als Lösung der psychosozialen Probleme empfiehlt die KK aber keine TB-OP sondern psychologische bzw. psychotherapeutische Behandlungen. Da macht es meines Erachtens keinen Sinn, die psychosozialen Probleme noch weiter hervorzuheben. Sinnvoll wäre nur, wenn ein Fachmann für psychosoziale Probleme meint, dass da keine Psychotherapie hilft, sondern eine TB-OP.

Wenn jemand einen besseren Weg weiss, bitte immer gerne sagen.

Zusätzlich würde ich auf jeden Fall versuchen, den "OP-nötig"-Arztbrief von Dr. Dichmann zu bekommen.
« Letzte Änderung: 19. April 2013, 00:22:08 von ex.pectus »
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Re: Absage des MDK
« Antwort #27 am: 18. April 2013, 22:29:54 »

danke für die antwort. ich versuche mal die fragen so gut ich kann zu beantworten.

Der Doktor heute meinte, dass ich wohl keine grossartige Ventilationsstörung habe, und daher sieht er auch nicht die Gefahr eines cor pulmonale bei mir gegeben. Also aus der Gesamtheit der Lungenwerte die heute gemessen wurden, sieht er keine hohe Einschränkung meines Lungenvolumens, meiner gesamten Lungenkapazität, keine Einschränkung egal von welchem lungenwert, die es rechtfertigen würde, dass die Krankenkasse die Kosten übernimmt, und auch somit keine Einschränkung, die zu einem cor pulmonale führen könnte.

Ich möchte ja genau erreichen, dass die Psychiaterin mir schreibt, dass ich eine Trichterbrust-OP brauche und dass eine Psychotherapie nie helfen könnte.

mal schauen was der Internist in 2 Wochen noch bei der echokardiographie findet.

ich hoffe mal, dass ich die Psychiaterin morgen erreiche.


und er meinte noch, dass ich ja gegen die nach vorne stehenden Schultern Krankengymnastik machen könnte. das ist doch aber hoch ineffizient und behebt nie die Ursache, oder nicht?
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Re: Absage des MDK
« Antwort #28 am: 21. April 2013, 00:07:31 »

Ich fasse nochmal zusammen:

Mein Argument war ja, dass allein aus dem niedrigem Zahlenwert bei der Vitalkapazität noch keine zwingenden Schlußfolgerungen bezüglich Krankheitswert verbunden sein müssen. D.h. trotz niedriger VC könnte man trotzdem leistungsfähig und dementsprechend gesund sein.

Die Schlußfolgerung daraus wäre dann, dass man zusätzlich zur niedrigen VC noch einen Krankheitswert (Leistungseinschränkung, Beschwerden) darstellen muss. Und eigentlich ist es so auch mit vielen anderen Befundwerten, die man so erheben kann. Hat vielleicht ja auch der ein oder andere schonmal bei einem abweichenden Laborwert vom Arzt gehört: das hat für sich allein nichts zu bedeuten. D.h. ohne entsprechende Symptome/Beschwerden haben viele abweichende diagnostische Messergebnisse keine bzw. nur eine eingeschränkte oder fragwürdige Bedeutung.

Deine beiden ersten Ärzte haben keinerlei Aussagen über körperliche Symptome/Beschwerden/Einschränkungen getroffen. (Wenn man mal davon absieht, dass der niedrige VC-Wert mitgeteilt wurde.)

Und der MDK drückt sich sogar folgerichtig korrekt aus:
- auf Grund der vorliegenden Informationen konnte ein krankheitswertiger Befund nicht festgestellt werden und
- objektivierbare Einschränkung von Leistungsfähigkeit oder Organfunktion wurden nicht beschrieben

Der MDK sagt also nicht, dass du nicht krank genug bist oder so, sondern eher, dass die Unterlagen nicht genug hergeben.

Soweit also der Stand bis vor dem Besuch beim neuen Lungenfacharzt mit dem Ziel, die Unterlagen nachzubessern.

Wenn ich dich aber richtig verstanden habe, bist du dem Ziel keinen Schritt näher gekommen, jedenfalls wird der neue Lungenfacharzt selbst nichts dazu beitragen, eher im Gegenteil (abgesehen von den beiden ÜW).

Dass er keine Gefahr für Cor Pulmonale sieht, leuchtet ja durchaus ein, aber der Rest kommt mir wieder komisch vor.

Du berichtest davon, dass Messwerte ermittelt und bewertet wurden. Wurde auch über Beschwerden/Symptome im Zusammenhang mit der Lunge gesprochen? Hat er danach gefragt, hast du davon erzählt? Wie hat er die eingeordnet? Was kann man dagegen tun? Mit anderen Worten: Symptom, Anamnese, Untersuchung, Diagnose, Therapie?

und er meinte noch, dass ich ja gegen die nach vorne stehenden Schultern Krankengymnastik machen könnte. das ist doch aber hoch ineffizient und behebt nie die Ursache, oder nicht?

Und wenn?
- Ob eine Therapie nur die Folgen oder auch die Ursache beheben kann, ist doch nicht das einzige oder wichtigste Kriterium, um sie zu bewerten. Schmerzmittel beheben auch nie die Ursache.
- geht es um die nach vorne stehenden Schultern an sich oder um mit dem MDK zu fragen, haben die einen konkreten Krankheitswert bzw. welchen? -> dann mach diesen doch auch geltend (über einen ärztlichen Befund)
« Letzte Änderung: 21. April 2013, 12:37:16 von ex.pectus »
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Re: Absage des MDK
« Antwort #29 am: 21. April 2013, 09:26:04 »

@tomschulte: Du könntest vielleicht zu Schaarschmidt in die Sprechstunde gehen. Der hat mir damals einen ziemlich "eindeutigen" Brief geschrieben. Der weiß scheinbar genau, was da rein gehört, damit man die OP bezahlt bekommt und schreibt es auch rein, um mehr OPs zu bekommen. Auf Deinen Bildern sieht der Befund ja ähnlich aus, wie bei mir vor der OP. Deswegen kann ich mir nicht vorstellen, dass Dir die Kostenübernahme verweigert werden kann.
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