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Autor Thema: Operation am 02.04.2019 in Magdeburg bei Dr. Lützenberg  (Gelesen 422 mal)

Revilo

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Hallo Zusammen,
nachdem ich hier schon einige Berichte gelesen habe und bei mir nun auch bald die OP ansteht, möchte auch ich meine bisherigen Erfahrungen teilen.
Ich werde meinen Bericht etwas Gliedern, damit man sich die interessanten Passagen rauspicken kann.

1. Kurz zu mir:
Ich bin 24 Jahre alt und männlich, habe die TB schon seit mind. 10 Jahren (seitdem zumindest immer bewusst wahrgenommen), mein Hallerindex ist 3,8. Haltungsstörungen oder eine Skoliose habe ich glücklicherweise nicht.
Die TB macht mir vor allem beim Schlafen Probleme, da ich meistens auf der Seite schlafe und sich dann durch die seitliche Lage ein starker Druck auf das Brustbein aufbaut. Das führt dann meist so weit, dass ich nicht mehr liegen kann, Schmerzen habe und aufstehen muss. Desweiteren habe ich natürlich die üblichen Probleme beim Sport und bei Anstrengung (Gefühl, dass da eigentlich noch mehr Luft in die Lungen gehen müsste, schnell hoher Puls etc.).

2. Vorgeschichte zur operativen Behandlung
Bereits vor 6 Jahren habe ich mich mit dem Thema der OP beschäftigt. Damals war ich in zwei Krankenhäusern in meiner Heimatstadt. Allerdings fühlte ich mich in beiden nicht gut aufgehoben.
Im ersten war ich zum Erstgespräch und bin mit einem Termin für „vorgestern“ raus gegangen. Ich hatte den Eindruck der Arzt wollte mich am liebsten gleich im Gesprächszimmer operieren. Eine Kostenübernahme durch die Krankenkasse oder ähnliches wurde damals gar nicht erwähnt.
Im zweiten Krankenhaus wäre ich der erste Fall gewesen, man zeigte sich aber nicht abgeneigt die OP mal zu „probieren“…
Nach diesen Erfahrungen habe ich das Thema dann erstmal wieder verdrängt und nicht weiter darüber nachgedacht.

3. Der Weg nach Magdeburg
Da in den letzten Jahren die Beschwerden eher mehr als weniger geworden sind und ich mich auch in der Öffentlichkeit immer unwohler fühlte, drängte sich das Thema OP immer mal wieder in den Vordergrund.
Irgendwann begann ich dann zu Recherchieren und bin bei meiner Suche auf Prof. Dr. Schaarschmidt in Berlin gestoßen. Hier hatte ich allerdings einige Berichte gelesen, die gerade beim Thema Nachsorge dort noch Defizite aufzeigten. Nach weiterer Recherche stieß ich unter anderem hier im Forum auf den Namen Dr. Lützenberg und die positiven Erfahrungen.
Da inzwischen der Gedanke an die OP immer präsenter wurde, vereinbarte ich im Dezember 2017 einen Termin bei Dr. Lützenberg in Magdeburg zum Erstgespräch.

4. Der Weg zur OP (Kostenübernahme etc…)
Beim Erstgespräch verstärkte sich mein positiver Eindruck vom Doc noch weiter. Er erklärte mir in Ruhe nochmal die OP, machte sich erste Bilder und besprach dann das weitere Vorgehen mit mir.
Als nächstes Stand eine Untersuchung beim Pullmologen an (Lungenfunktion) und ein MRT sollte gemacht werden. Die Terminfindung hier gestaltete sich dann schwierig, so dass ich beide Befunde dann erst zur Jahresmitte 2018 vorliegen hatte. Nachdem Dr. Lützenberg die Berichte erhalten hatte, schrieb er mir noch einen Abschlussbericht mit der Empfehlung zur OP, da diese aus medizinischen Aspekten anzuraten wäre (auf Basis der Voruntersuchungen). Es zeigten sich unter anderem Einschränkungen in der Lungenfunktion und das mein Herz nicht gerade viel Platz in der Brust hat (die MRT Bilder haben mich hier schon sehr beunruhigt).
Mit den Unterlagen machte ich mich dann auf zur Krankenkasse (AOK Plus). Der Berater machte sich Kopien von allem und leitete alles an die entsprechende Abteilung weiter.
Nach Wochen des Wartens habe ich dann Ende August eine Rückmeldung erhalten, mit der Bitte noch die MRT Bilder und einen Kardiologischen Befund (Herzultraschall und Fahrrad fahren) nachzureichen. Terminiert war das Ganze bis Mitte Oktober. Das gestaltete sich äußerst problematisch, da ich bisher noch keinen Kardiologen aufgesucht hatte und die Wartezeit hier im Schnitt ein halbes Jahr+ betrug. Durch eine glückliche Fügung habe ich dann allerdings recht zeitnah noch einen Termin bekommen und konnte die Befunde einreichen.
Obwohl man mir bei der Krankenkasse gesagt hat, dass man die Frist von Mitte Oktober verlängern könne, denke ich im Nachgang, dass der MDK die Kostenübernahme abgelehnt hätte, wenn ich es nicht geschafft hätte die Unterlagen rechtzeitig einzureichen.
Im November letzten Jahres erhielt ich dann die Kostenübernahme. Danach war ich noch einmal in Magdeburg, hier haben wir unter anderem nochmal über den Kardiologen Befund gesprochen und nochmal die OP thematisiert. Bei mir sollen zwei Bögen eingesetzt werden und ein Schnitt auf dem Brustkorb wird wohl auch nötig sein. Allerdings meinte Dr. Lützenberg, dass der Trichter wohl gut zu korrigieren sei.

4. Heute
Nun ist das erste Gespräch in Magdeburg schon wieder über ein Jahr her, ich habe die Kostenübernahme in der Tasche und nächsten Dienstag ist es dann so weit. Mittlerweile steigen die Anspannung und auch die Angst. Gerade vor der Zeit nach der Narkose fürchte ich mich etwas, da ich nicht so recht einschätzen kann, was mich erwartet (Schmerzen und noch mehr Schmerzen, ich weiß…). In letzter Zeit häufen sich auch die Träume zum Thema OP, mein Unterbewusstsein scheint also ordentlich mit zu mischen.
Allerdings blicke ich auch positiv in die Zukunft. Sicher werden die nächsten Wochen hart, aber dafür habe ich dann hoffentlich den Rest meines Lebens Ruhe und keine Beschwerden mehr….

Danke für die Aufmerksamkeit an die, die bis hierhin gekommen sind. Abschließend möchte ich darauf hinweisen, dass ich aus eigenem Interesse für Magdeburg „geworben“ habe und nicht dazu gedrängt wurde o.ä. Ich werde versuchen die nächsten Wochen weitere Updates zu geben.
Sollten noch Fragen offen sein, einfach Fragen :)
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xyz123

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Re: Operation am 02.04.2019 in Magdeburg bei Dr. Lützenberg
« Antwort #1 am: 27. März 2019, 17:23:14 »

Hallo Revilo,

ich wurde vor genau 4 Wochen in Berlin operiert und bin deutlich älter als Du (39). Ich möchte Dir bezüglich der Ängste, die Du geäußert hast, Mut machen: Die ersten 4-5 Tage waren auch bei mir hart (der PDK saß nicht richtig und die Opiate haben extreme Übelkeit verursacht, das Antidot dazu (Vomex) machte extrem schläfrig und benebelt), danach ging es aber jeden Tag mit großen Schritten aufwärts. Nach 8 Tagen fuhr ich schon nach Hause (ging nur, weil ich in Berlin wohne - die Fäden wurden dann an Tag 12 ambulant gezogen), an Tag 9 fuhr ich Fahrrad, an Tag 14 ging ich joggen, an Tag 15 ins Fitnessstudio auf diverse Ergometer. Nach etwa 2 Wochen machte sich der Bügel nur noch wenig bemerkbar.
Will sagen: Es kann auch alles recht unkompliziert laufen. Ich drücke Dir die Daumen für eine gelungene OP und eine schnelle Erholung!
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Ina

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Re: Operation am 02.04.2019 in Magdeburg bei Dr. Lützenberg
« Antwort #2 am: 28. März 2019, 19:39:19 »

Hallo Revilo

Die Angst kann ich dir gut nachfühlen... aber nichtsdestotrotz bist du in Magdeburg ganz bestimmt in allerbesten Händen. Und die Zeit nach der OP wird wunderbar. ;-) Bin sehr gespannt auf deinen Bericht, denn ich plane den Eingriff ebenfalls in Magdeburg.

Augen zu, und durch: alles Gute, Revilo! :)
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Framussen

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Re: Operation am 02.04.2019 in Magdeburg bei Dr. Lützenberg
« Antwort #3 am: 28. März 2019, 20:15:45 »

Lieber Revilo,

alles gute für die OP. Ich denke nach allem was man hört ist es der richtige Arzt. Du scheinst reflektiert und weißt ungefähr was auf dich zukommt, dass sind gute Voraussetzungen.

Ich hoffe auch bald Dr Lützenberg kennenzulernen! Hoffe er meldet sich bald :)

Beste Grüße und alles gute!
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Revilo

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Re: Operation am 02.04.2019 in Magdeburg bei Dr. Lützenberg
« Antwort #4 am: 01. April 2019, 18:03:07 »

Hallo Leute,
Ich danke euch für die vielen lieben Worte :)
nun bin ich im Krankenhaus auf dem Zimmer und warte nur noch auf morgen. Gegen 11 Uhr mittags wird es wohl so weit sein und dann bin ich erstmal einen Tag auf der ITS. Die Op wird wohl ca 1 Stunde dauern.
Heute musste ich im Krankenhaus nochmal ein paar Runden laufen. Es musste nochmal angefertigt werden: EKG, Lungenfunktion, Röntgen, Bluttests und das Anästhesie Gespräch.
Gegen 10 heute morgen war ich hier und auf dem Zimmer war ich dann ca 16 Uhr.
Ein letztes Gespräch mit Dr Lützenberg gab es ebenfalls.
Nun heißt es warten und das letzte mal mit trichterbrust schlafen. Aufregung hält sich im Moment in Grenzen. Ich bin einfach froh, wenn ich es morgen hinter mir habe, diese Anspannung und die Ungewissheit machen einen echt fertig...

Ich denke Mitte/Ende der Woche werde ich mich wieder melden.

Bis dahin erstmal :)
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Revilo

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Re: Operation am 02.04.2019 in Magdeburg bei Dr. Lützenberg
« Antwort #5 am: 05. April 2019, 12:41:09 »

Hallo, da bin ich mal wieder.
OP habe ich so weit ganz gut überstanden, Komplikationen gab es bisher keine. Allerdings waren die letzten 3 Tage sehr hart. Nach der OP kam ich auf die ITS. Dort waren alle sehr lieb. Ich habe hier ca alle 2 Stunden eine Tablette morphin abgefragt. Mittwoch wurde ich dann früh wieder auf die normale Station verlegt. Mittwoch habe ich mich dann auch echt eklig gefühlt. Schon etwas schlecht gerochen, total verschwitzt. In der Nacht von Mittwoch zu Donnerstag habe ich mich dann übergeben. Das war sehr schmerzhaft und eine echte sauerei. Mein Bett hat dann noch bis morgens nach erbrochenem gerochen...
gestern wurden mir dann die drainage und der blasenkatheter gezogen und seit gestern darf ich auch alleine aufstehen und laufen. Das ist aber noch sehr anstrengend, da der Oberkörper noch recht steif ist.
Alles in allem lässt sich festhalten, dass ich die ganze Maßnahme etwas unterschätzt hab..
Das ist ne echte Hausnummer...
Gerade war der Doc nochmal da, nächsten Dienstag kann ich dann wohl wieder nach Hause.
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derenn

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Re: Operation am 02.04.2019 in Magdeburg bei Dr. Lützenberg
« Antwort #6 am: 05. April 2019, 18:59:17 »

Hallo Revilo,

eigentlich wollte ich bereits vor einer Woche hier etwas posten, habe es aber dann doch sein lassen.

Die 1. OP hat bei mir auch die Schmerzskala auf 10/10 getrieben und war die Hölle. Glücklicherweise musste ich mich jedoch nicht übergeben. Das ist wohl die Seltenheit. Du hast aber nun das schlimmste hinter dir, jedoch noch einen weiten Weg vor dir bis die Bügel endlich raus kommen.

Ich liege derzeit übrigens in Zimmer 6 und habe am Mittwoch meine Bügel endlich rausbekommen. Ich wurde Ende 2015 operiert und hatte eigentlich auch vor wie du einen Erfahrungsbericht zu schreiben, aber hab es dann mit der Zeit vergessen.

Auf jeden Fall ist es der schmerzhafte und lange Weg zu 100 % wert und Herr Lützenberg ist wirklich ein toller Arzt.  :)

Morgen darf ich dann auch endlich wieder nach Hause. Ich wünsche Dir weiterhin gute Genesung und viel Kraft.
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Revilo

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Re: Operation am 02.04.2019 in Magdeburg bei Dr. Lützenberg
« Antwort #7 am: 08. April 2019, 11:39:01 »

Heute wollte ich mich mal wieder melden, das letzte mal aus dem Krankenhaus, denn morgen darf ich wieder nach Hause :)
Die letzten 3 Tage waren gut, ich habe viele Fortschritte gemacht. Aufstehen klappt immer besser, laufen und sitzen ebenfalls. Auch wenn man hier den Druck auf dem Brustkorb noch deutlich spürt. Laut Dr Lützenberg wird das wohl auch noch ein paar Wochen so bleiben, er empfiehlt hier regelmäßig die atemübungen zu machen, um den Brustkorb zu dehnen.
Gestern konnte ich mich auch schon etwas raus an die frische Luft machen und abends klappte dann auch das Duschen alleine.
Schlafen ist noch so eine Sache, die letzten Nächte bin ich immer mindestens 1x wach geworden, da ich Rückenschmerzen hatte. Hier bin ich gespannt, wie sich das dann zu Hause entwickelt, so mit eigener (bequemer) Matratze.
Die nachunteruschung wird dann in 8 Wochen in Magdeburg sein, mit dem bisherigen Verlauf ist der Doc sehr zufrieden.

Kurzes Fazit nach der Woche im Krankenhaus:

Ich muss es nochmal sagen, Doktor Lützenberg ist ein Wahnsinns Arzt. Er hat jeden Tag nach mir gesehen, sich stets Zeit genommen, Fragen beantwortet und er hat eine super ruhige Ausstrahlung. Wahrscheinlich gibt es auf diesem Gebiet noch weitere tolle Ärzte, aber da habe ich ja keinen Vergleich.

Die OP an sich, gerade die ersten Tage, war doch schon sehr hart. Der Befreiungsschlag kam für mich dann, sobald ich aufstehen durfte. Seitdem ging es wieder bergauf. Am Anfang hatte ich doch schon große Schmerzen und auch im Moment ist der Druck auf den brustkorb noch unangenehm, es wird aber besser.

Das Ergebnis ist allerdings bisher auch der Wahnsinn. Wo vorher der Trichter war ist alles eben, meine Rippen stehen wie sie sollen, ich sehe endlich "normal" aus. Auf die Auswirkungen hinsichtlich der sportlichen Leistungen bin ich ebenfalls gespannt, das kann ich im Moment noch nicht beurteilen.
Meine Familie und Freundin waren ebenfalls erstaunt und haben sich sehr für mich gefreut.

Man sollte sich den Eingriff wirklich gut überlegen, es ist kein Zuckerschlecken. Gerade bei einem kleinen Trichter, der vielleicht auch keine körperlichen Einschränkungen mit sich bringt würde ich es wohl eher nicht machen lassen.

Ich werde mich in der kommenden Zeit immer mal wieder hier melden und einen neuen Stand geben. Bis dahin erstmal und allen auf dem weg zur OP viel Erfolg. :)
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So_Narna

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Re: Operation am 02.04.2019 in Magdeburg bei Dr. Lützenberg
« Antwort #8 am: 10. April 2019, 19:03:52 »

Hallo Revilo,
vielen Dank für deinen Bericht und erst einmal noch eine weitere gute Genesung! :)
Ich bin nächsten Monat dran, auch in Magdeburg und da finde ich deine Schilderungen schon ziemlich hilfreich - so langsam steigt die Aufregung nämlich. :o
Wurden bei dir auch Rippenknorpelresektionen gemacht? oder wofür war der Schnitt auf dem Brustkorb?
Viele Grüße
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Revilo

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Re: Operation am 02.04.2019 in Magdeburg bei Dr. Lützenberg
« Antwort #9 am: 13. April 2019, 21:51:55 »

Hallo Zusammen,

heute melde ich mich an Tag 11 nach der OP zurück :)

@So_Narna: Die Rippenknorpelresektion war ursprünglich angedacht, war dann aber scheinbar doch nicht nötig. Demzufolge habe ich doch keinen Schnitt auf der Brust, nur wie gewohnt seitlich an der Brust.

So, nun zurück zum Stand der Dinge:

Ich fühle mich im Moment eigentlich ziemlich gut. Die Bögen merke ich nach wie vor, gerade beim Sitzen und Stehen schon sehr deutlich. Schmerzen habe ich dadurch aber nicht. Generell kann man sagen, dass sich die Schmerzen zur Zeit in Grenzen halten. Im Krankenhaus wurde ich direkt am 2. Tag nach der OP von der Pumpe auf Tabletten umgestellt (3x Tilidin und ich glaube 4x Ibu 600 pro Tag). Derzeit nehme ich nur noch nach Bedarf 1 bis 2 Ibu 600 am Tag und mehr nicht. Bei sehr starken Schmerzen könnte ich mir auch noch Novalgin verschreiben lassen, allerdings ist das derzeit nicht nötig. Lediglich meine Brust und die OP Narben schmerzen derzeit noch, wenn man druck auf die Bereiche ausübt. Husten, Niesen und Lachen sind derzeit auch noch nicht so empfehlenswert. Tut alles ziemlich doll weh... 
Problematisch ist im Moment aber eher der Rücken. Hier habe ich schon noch Schmerzen, was gerade das Schlafen (zwangsweise auf dem Rücken) nicht gerade angenehm macht. Die letzten Nächte bin ich immer mindestens 2x wach geworden und meistens endete das damit, dass ich vom Schlafzimmer auf die Couch im Wohnzimmer gewandert bin und dort im Sitzen geschlafen habe. Erholsam ist das nicht gerade^^


Der Alltag gestaltet sich eigentlich  ganz gut. Ich bekomme so weit alles alleine hin (anziehen, ausziehen, duschen, leichte Hausarbeit...). Lediglich Dinge die sich über meiner Kopfhöhe befinden sind derzeit unereichbar. Die letzten 2 Tage war ich auch immer draußen etwas spazieren, was ziemlich gut getan hat. Gernerell glaube ich, dass Bewegung nach der OP gut tut. Man verfällt nur all zu leicht in diese "ich darf die nächsten 4 wochen erstmal gar nichts machen" Gedanken und schont sich viel zu sehr und sorgt sich bei jeder Bewegung.

Zwei Positive Erfahrungen möchte ich noch Teilen:

1. Durchatmen:
Es ist ein tolles Gefühl endlich richtig tief Luft holen zu können (so weit die Bögen es derzeit zulassen), ohne das Gefühl zu haben, dass man nicht weiter kann, weil das Brustbein im Weg ist.

2. Umarmungen:
So doof es klingt, aber jemanden zu Umarmen fühlt sich ganz anders an als vorher. Man spürt die andere Person jetzt am ganzen Oberkörper, was für mich zunächst noch ziemlich ungewohnt ist. :)         

Wie geht es weiter:

Ich bin jetzt erstmal bis Anfang Mai krank geschrieben (4 Wochen). Das wird dann ggf. um zwei weitere Wochen verlängert. Wenn die 4 Wochen um sind soll ich dann zur Physio und langsam wieder an sportliche Aktivitäten herangeführt werden. Gerne würde ich dann nach den 4 Wochen auch ab und zu mal schwimmen gehen, um die Beweglichkeit des Oberkörpers wiederherzustellen. Das werde ich dann aber zu gegebener Zeit noch mit Dr. Lützenberg absprechen.

So, ich denke das war es erstmal wieder.

Wenn es etwas neues zu Berichten gibt werde ich mich wieder melden. :)     
« Letzte Änderung: 13. April 2019, 22:07:09 von Revilo »
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Wayne93

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Re: Operation am 02.04.2019 in Magdeburg bei Dr. Lützenberg
« Antwort #10 am: 25. April 2019, 23:58:01 »

Hallo Revilo,

vielen Dank für deinen Bericht. Ich werde im Juli auch in Magdeburg operiert und da ich ähnlich alt bin wie du (25) hat mich dein Bericht besonders interessiert und mir auch sehr geholfen. Wie geht es dir mittlerweile? Hast du weiter so gute Fortschritte gemacht?

Was ich dich gerne fragen würde: Hast du dich körperlich irgendwie auf die OP vorbereitet?
Ich wurde vor drei Jahren schon mal in Karlsruhe operiert und habe damals das ganze etwas unterschätzt. Da ich in meinem ganzen Leben ziemlich wenig Sport gemacht habe, war mein Körper in einem ziemlich schlechten Zustand, was das ganze noch verschlimmert hat, da kaum Reserven da waren, von denen ich zehren konnte. Mittlerweile gehe ich regelmäßig ins Fitness-Studio und habe ein bisschen Muskeln aufgebaut, trotzdem habe ich das Gefühl, dass ich noch mehr machen sollte/könnte um meinen Körper auf die anstehenden Strapazen vorzubereiten.

Wünsche dir weiterhin gute Besserung!  :)
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