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Autor Thema: Tipps für den Weg zur Trichterbrustoperation  (Gelesen 271 mal)

Rosi

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Tipps für den Weg zur Trichterbrustoperation
« am: 29. August 2019, 21:36:27 »

Hallo alle zusammen,

Mein Name ist Rosa. Ich bin 21 Jahre alt und wurde vor zwei Wochen in Ostercappeln von Dr. Lützenberg an meiner Trichterbrust nach Nuss operiert. Der Weg bis zur OP war lang und ich musste immer wieder wichtige Entscheidungen treffen. Nach der Operation hab ich nun vor, meine Erfahrungen in Form von Tipps aufzuschreiben und hoffe, dass es ein paar Lesern hilft.
Falls ihr Fragen habt, die ich in diesem Bericht nicht beantworte, könnt ihr mich gerne persönlich anschreiben.

1. Wichtig ist, sich mit der Trichterbrust auseinanderzusetzen und sich über die Gründe im Klaren sein, die für eine OP sprechen. Für mich war das Gespräch mit meinem Hausarzt sehr wichtig. Er war außenstehend, sodass es leichter für mich war mit ihm über dieses, für mich sehr persönliche, Thema zu sprechen. Mit meiner Familie darüber zu sprechen ist mir anfangs deutlich schwerer gefallen, obwohl die Wahrscheinlichkeit sehr hoch ist, dass wenn du eine Trichterbrust hast, andere in der Verwandtschaft auch eine Trichterbrust haben.

2. Vor der Operation werden medizinische Untersuchungen, wie z.B. ein Lungentest, ein EKG, Röntgen, ... gemacht. Dabei wird auch der Haller-Index bestimmt. Für mich war es auch sehr wichtig, diese Untersuchungen gemacht zu haben, um überhaupt zu wissen, wie sich die TB auf meine Organe auswirkt. Die Voruntersuchungen bieten eine weitere wichtige Grundlage für die Entscheidung für oder gegen eine OP. Auch die Krankenkasse entscheidet aufgrund dieser Voruntersuchungen, ob sie eine Kostenübernahme genehmigen oder nicht.
Die Voruntersuchungen verpflichten aber nicht, sich operieren zu lassen. Sie verpflichten auch nicht dazu, die Operation da durchzuführen, wo man auch die Voruntersuchungen gemacht hat. Also so war es bei mir. Es kann aber auch sein, dass man bei der Wahl des Krankenhauses auch im Gespräch mit seiner Krankenkasse bleiben sollte.

3. Bei den Voruntersuchungen spricht man auch mit dem Thoraxchirurg, also dem Arzt, der die Operation durchführen wird. Mir hat es geholfen schon vor dem Gespräch Fragen aufzuschreiben, die ich dann im Gespräch stellen konnte. Eine meiner wichtigen Fragen war dabei auch, wie oft der Chirurg jährlich die TB-Operation durchführt. Das ist ein Anhaltspunkt, wie geübt er in der Durchführung der OP ist. Wichtig ist außerdem, auf sein Bauchgefühl zu hören. Die Chemie zwischen Arzt und Patient sollte passen. Du solltest einen kompetenten Eindruck von dem Arzt haben und dir trauen, Fragen zu stellen. Er sollte sich viel Zeit für dich nehmen und dich auch ausreichend über die Risiken der OP aufklären.

4. Wenn du den OP-Termin ausmachst, achte darauf, dass du wirklich sechs Wochen danach nichts zu tun hast. Mir geht es nach zwei Wochen nach der OP gut, aber ich bin trotzdem sehr froh, keine Verpflichtungen zu haben, weil die Schmerzmittel mich sehr müde machen und ich auch in manchen Bewegungen noch eingeschränkt sind.

Mir ist wichtig, dass man sorgfältig mit dem Thema umgeht, sich viele Gedanken macht und sich selbst immer wieder fragt, wie es einem mit der TB geht und wo genau die TB einen im Alltag einschränkt. Gespräche mit Personen, denen man vertraut und die offen sind, zuzuhören, haben mich immer weiter gebracht und mir Kraft gegeben.
Für mich war es die richtige Entscheidung, mich von Dr. Lützenberg operieren zu lassen. Ich schätze ihn sehr als Arzt und würde ihn auch weiterempfehlen. Obwohl ich starke 500 km von Ostercappeln entfernt wohne, bin ich sehr froh darüber, den Weg auf mich genommen zu haben und würde es genau so nochmal machen.

Die OP lief bei mir gut. Ich hatte überraschenderweise so gut wie keine Schmerzen. Auf die OP an sich werde ich aber nicht weiter eingehen, denn dazu gibt es ja auch schon viele Erfahrungsberichte :)

So, mehr Tipps fallen mir grad nicht ein, aber falls mir doch noch was einfällt, werd ich den Beitrag erweitern :)

Liebe Grüße von Rosa





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jessidiesdas13

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  • TB OP am 16.07.2019
Re: Tipps für den Weg zur Trichterbrustoperation
« Antwort #1 am: 01. September 2019, 09:11:43 »

Hallo Rosa,
Ich hoffe bei dir ist das gröbste überstanden und du musst nicht, so wie ich, nochmal wegen einer Entzündung ins KH. Diese Tipps hätte ich vorher auch mal gebrauchen können, dachte echt nicht, dass sich die Genesung soo lange hinzieht. Ich habe jetzt nach fast 7 Wochen nach wie vor ganz schön mit dem drücken des Bügels zu tun und bin immer noch nicht von Schmerzmitteln weg.
Ich freue mich für dich, dass bei dir alles gut gelaufen ist und drücke dir für die Zukunft die Daumen, dass alles gut läuft 😊
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Rosi

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Re: Tipps für den Weg zur Trichterbrustoperation
« Antwort #2 am: 01. September 2019, 11:18:01 »

Hallo Jessi,

Danke für deine liebe Antwort!
Ich wünsch dir, dass das Drücken der Bügel bald aufhört und du dann auch keine Schmerzmittel mehr nehmen musst!
Mir geht es soweit ganz gut. Deshalb reduziere ich die Medikamente immer weiter in kleinen Schritten.
Ich bin einfach sehr froh, wenn ich keine mehr einnehmen muss, denn ich merke auch die Nebenwirkungen der Schmerzmittel

Liebe Grüße und weiterhin viel Kraft!

Rosa
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Rosi

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Re: Tipps für den Weg zur Trichterbrustoperation
« Antwort #3 am: 08. Oktober 2019, 20:07:52 »

Hallo alle zusammen,

Mein Name ist Rosa. Ich bin 21 Jahre alt und wurde vor zwei Wochen in Ostercappeln von Dr. Lützenberg an meiner Trichterbrust nach Nuss operiert. Der Weg bis zur OP war lang und ich musste immer wieder wichtige Entscheidungen treffen. Nach der Operation hab ich nun vor, meine Erfahrungen in Form von Tipps aufzuschreiben und hoffe, dass es ein paar Lesern hilft.
Falls ihr Fragen habt, die ich in diesem Bericht nicht beantworte, könnt ihr mich gerne persönlich anschreiben.

1. Wichtig ist, sich mit der Trichterbrust auseinanderzusetzen und sich über die Gründe im Klaren sein, die für eine OP sprechen. Für mich war das Gespräch mit meinem Hausarzt sehr wichtig. Er war außenstehend, sodass es leichter für mich war mit ihm über dieses, für mich sehr persönliche, Thema zu sprechen. Mit meiner Familie darüber zu sprechen ist mir anfangs deutlich schwerer gefallen, obwohl die Wahrscheinlichkeit sehr hoch ist, dass wenn du eine Trichterbrust hast, andere in der Verwandtschaft auch eine Trichterbrust haben.

2. Vor der Operation werden medizinische Untersuchungen, wie z.B. ein Lungentest, ein EKG, Röntgen, ... gemacht. Dabei wird auch der Haller-Index bestimmt. Für mich war es auch sehr wichtig, diese Untersuchungen gemacht zu haben, um überhaupt zu wissen, wie sich die TB auf meine Organe auswirkt. Die Voruntersuchungen bieten eine weitere wichtige Grundlage für die Entscheidung für oder gegen eine OP. Auch die Krankenkasse entscheidet aufgrund dieser Voruntersuchungen, ob sie eine Kostenübernahme genehmigen oder nicht.
Die Voruntersuchungen verpflichten aber nicht, sich operieren zu lassen. Sie verpflichten auch nicht dazu, die Operation da durchzuführen, wo man auch die Voruntersuchungen gemacht hat. Also so war es bei mir. Es kann aber auch sein, dass man bei der Wahl des Krankenhauses auch im Gespräch mit seiner Krankenkasse bleiben sollte.

3. Bei den Voruntersuchungen spricht man auch mit dem Thoraxchirurg, also dem Arzt, der die Operation durchführen wird. Mir hat es geholfen schon vor dem Gespräch Fragen aufzuschreiben, die ich dann im Gespräch stellen konnte. Eine meiner wichtigen Fragen war dabei auch, wie oft der Chirurg jährlich die TB-Operation durchführt. Das ist ein Anhaltspunkt, wie geübt er in der Durchführung der OP ist. Wichtig ist außerdem, auf sein Bauchgefühl zu hören. Die Chemie zwischen Arzt und Patient sollte passen. Du solltest einen kompetenten Eindruck von dem Arzt haben und dir trauen, Fragen zu stellen. Er sollte sich viel Zeit für dich nehmen und dich auch ausreichend über die Risiken der OP aufklären.

4. Wenn du den OP-Termin ausmachst, achte darauf, dass du wirklich sechs Wochen danach nichts zu tun hast. Mir geht es nach zwei Wochen nach der OP gut, aber ich bin trotzdem sehr froh, keine Verpflichtungen zu haben, weil die Schmerzmittel mich sehr müde machen und ich auch in manchen Bewegungen noch eingeschränkt sind.

5. Für mich war es die beste Entscheidung, die Operation im Sommer zu machen. Niesen tut immer noch sehr weh, und das Risiko, im Sommer eine Erkältung zu bekommen ist viel geringer als zu anderen Zeiten des Jahres.

Mir ist wichtig, dass man sorgfältig mit dem Thema umgeht, sich viele Gedanken macht und sich selbst immer wieder fragt, wie es einem mit der TB geht und wo genau die TB einen im Alltag einschränkt. Gespräche mit Personen, denen man vertraut und die offen sind, zuzuhören, haben mich immer weiter gebracht und mir Kraft gegeben.
Für mich war es die richtige Entscheidung, mich von Dr. Lützenberg operieren zu lassen. Ich schätze ihn sehr als Arzt und würde ihn auch weiterempfehlen. Obwohl ich starke 500 km von Ostercappeln entfernt wohne, bin ich sehr froh darüber, den Weg auf mich genommen zu haben und würde es genau so nochmal machen.

Die OP lief bei mir gut. Ich hatte überraschenderweise so gut wie keine Schmerzen. Auf die OP an sich werde ich aber nicht weiter eingehen, denn dazu gibt es ja auch schon viele Erfahrungsberichte :)

So, mehr Tipps fallen mir grad nicht ein, aber falls mir doch noch was einfällt, werd ich den Beitrag erweitern :)

Liebe Grüße von Rosa
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