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Autor Thema: Erfahrungsbericht, w/15, OP Dr. Lützenberg  (Gelesen 200 mal)

Fee15

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Erfahrungsbericht, w/15, OP Dr. Lützenberg
« am: 10. November 2019, 22:14:16 »

Hallo, 
Ich fand es vor der OP echt hilfreich,  Berichte von anderen,  die das gleich durchgestanden haben,  zu lesen. Deswegen will ich jetzt kurz erzählen,  wie es mir ergangen ist.

Meine Trichterbrust hat sich erst im Wachstum gebildet. Das etwas komisch ist,  irgendwie anders als bei allen anderen,  ist mir glaub ich erst vor einem Jahr aufgefallen.  Zu dem Zeitpunkt konnte ich das ganze noch überhaupt nicht benennen. Nachdem meine Mutter dann eine ganze Weile recherchiert hat,  sind wir auf Trichterbrust gekommen und auf den Namen Dr.  Lützenberg,  bei dem wir dann auch fast sofort einen Termin vereinbart haben.  Er hat mir dann aus medizinischer Sicht eine OP vollkommen empfohlen.  Ich war fassungslos,  da ich nie erwartet hätte,  das ich deswegen wirklich operiert werden muss.  Da Dr.  Lützenberg mir deutlich gesagt hat,  das es meine Entscheidung ist und es kein Kinderspiel wird,  war ich mir sehr unsicher, klar war mir aber,  wenn dann er.  (Weil einfach eine extrem sympathische Person) 
Nach einem halben Jahr Ärtzte- Marathon und von jedem Artzt(Kardiologe, Orthopäde...) eine Empfehlung für die OP,  hab ich mich dafür entschieden.  Die Kostenübernahme der Krankenkasse war dabei sehr unproblematisch,  sodass ich zeitnah einen OP Termin festlegen konnte.

 Ich bin dann einen Tag vor der OP in das Krankenhaus in Ostercappeln gefahren. Dort wurden dann noch einige Untersuchungen durchgeführt und den Rest des Tages hatte ich dann Zeit um mich "einzuleben".

Tag der OP(Do.26.09):
Ich würde früh morgens operiert, weshalb ich mich direkt nach dem Aufstehen schon für den OP fertig machen musste( Thrombose Strümpfe ect) Dann hab ich eine Beruhigungstablette bekommen,  ich hatte trz schrecklich Angst,  aber alle waren mega nett und verständnisvoll.  Mir wurden dann noch zwei Zugänge gelegt und dann war ich weg.
An den Rest des Tages hab ich nur schwammige Erinnerungen.  Auf der Intensivstation hatte ich eine echt nette Schwester und meine Mutter war die ganze Zeit bei mir.  Ich weiß noch das so jeden halbe Stunde Blutdruck gemessen wurde,  was mich ziemlich genervt hat und das ich im liegen noch geröntgt wurde.  Außerdem hab ich mich an dem Abend noch zweimal auf die Bettkante gesetzt,  was sehr anstrengend war,  mich aber auch sehr glücklich gemacht hat.  Schmerztechnisch war es schon hart.  Aber an den ersten Tag kann ich mich an die Schmerzen nicht richtig erinnern.
Ich war dann bis Dienstag im Krankenhaus.  Am Freitag,  also den Tag nach der OP,  bin ich auch schon das erstmal wieder aufgestanden und hab ein wenig gegessen.  Am schlimmsten von den Schmerzen war das hinlegen und aufstehen,  auch sitzen fand ich die ersten Tage sehr anstrengend. Aber alles aushaltbar,  wenn es zu schlimm wurde , konnte man immer noch nach etwas Schmerzmittel fragen. Als ich Samstag dann auch das erste Mal an der frischen Luft war,  hat das meine Laune und damit auch meine Gesundheit  merklich verbessert,  da ich von dem ganzen Tag nichts tun ungeduldig wurde.  Von da an wurde es mit jedem Tag,  fast mit jeder Stunde besser.  Die fiesesten Schmerzen waren dann lange Zeit noch so richtig Lachen, Schluckauf und natürlich niesen.  Die Autofahrt am Dienstag nach Hause war eigentlich voll okay.
Es war dann sehr komisch für mich nach der komplett behüteten Zeit im Krankenhaus nach Hause zu kommen. Zum Glück waren meine Eltern immer für mich da.

Jetzt:
Mir geht es echt gut. Schmerzen hab ich kaum noch und ich kann schon wieder problemlos auf der Seite liege.  Seit zwei Wochen gehe ich jetzt auch schon wieder schwimmen,  der einzige Sport den ich momentan machen kann.  Niesen und Husten fühlt sich nach wie vor ein bisschen komisch an und ab und zu pickst es noch.  Aber mir geht es es viel besser als gedacht.  Zweimal die Woche gehe ich zur Physiotherapie,  was mir echt gut tut.

So,  eigentlich wollte ich wirklich nur kurz beschreiben und könnte jz noch so viel schreiben.
Zusammenfassend sag ich auf jeden Fall,  das ich es keine Minute bereue. Das Ergebnis ich wirklich heftig,  das war es schon direkt nachdem ich auf der Intensivstation aufgewacht bin.  Kein Ansatz von einem Trichter mehr zu sehen.
Wenn ihr vllt noch Fragen habt meldet euch
Lg
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15 Jahre
OP nach Nuss Okt. 2019

YevPex

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Re: Erfahrungsbericht, w/15, OP Dr. Lützenberg
« Antwort #1 am: 30. November 2019, 15:02:31 »

Hallo Fee15,

es freut mich, dass du das Ganze so gut überstanden hast und mit dem Ergebnis zufrieden bist.

Du schreibst, dass Kardiologe, Orthopäde und Co. dir zur OP geraten haben, was bei mir (leider) nicht der Fall ist. Ich habe mich jedoch sowohl beim örtlichen Thoraxchirurg als auch bei Dr. Lützenberg vorgestellt und beide halten eine OP für durchaus sinnvoll. Da meine Situation jedoch etwas verzwickt ist und ich aktuell kurz vor dem Antrag auf Kostenübernahme durch meine KK stehe, interessiert mich, wie tief dein Trichter war und welche Auswirkungen er auf Herz, Lunge, Wirbelsäule usw. hatte. Einfach um abzuschätzen, wie hoch meine Chancen auf Kostenübernahme sind, weil bei dir anscheinend alles reibungslos verlief.

LG
Gespeichert

Fee15

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Re: Erfahrungsbericht, w/15, OP Dr. Lützenberg
« Antwort #2 am: 01. Dezember 2019, 19:33:28 »

Hallo,
Mein Haller Index lag bei 5.
Mein Herz und der Ventrikel  hat sich durch den Trichter nach links verschoben. Mein Brustwirbelsäule hatte auch seitliche Verkrümmung (Skoliose).
Meine Lungenwerte war nur ganz leicht unter dem Durchschnitt.
Ich wünsche dir noch alles Gute und hoffe das die KK keinen Aufstand macht
Viele Grüße
Gespeichert
15 Jahre
OP nach Nuss Okt. 2019