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Autor Thema: 16jähriger nach OP verstorben!  (Gelesen 32973 mal)

hans wurst

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Re: 16jähriger nach OP verstorben!
« Antwort #75 am: 05. Februar 2007, 18:08:00 »

himmel...das macht mich jetzt echt nachdenklich...als erstes mal mein beileid...ich mag mir nicht vorstellen wie schlimm es sein muss sein kind zu verlieren

nun...bei mir steht die op ende februar an...in buch...bisher war ich da ganz entspannt...aber jetzt...mir ist kotzübel...

und ich frage mich ob es das risiko wert ist..aber...ich komm mit der tb einfach nich klar...lich kann mich nich erinnern wann ich das letze mal schwimmen war...auch das t-shirt tragen im sommer ist mir schon unangenehm

puuuuuuh
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Mutter

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Re: 16jähriger nach OP verstorben!
« Antwort #76 am: 05. Mai 2007, 16:10:41 »

Hallo Scut, hallo Traxx und alle anderen,

danke für eure Antworten.
Ja, es scheint wohl so zu sein, dass kein Nicht-Betroffener nachvollziehen kann, wie groß das Leid mit einer TB ist. Ich habe inzwischen mit vielen Menschen gesprochen, darunter auch einigen 'Älteren' und Nichtoperierten. Ohne jede Wertung: mit Älteren meine ich hier über die sog. Pubertät hinausgehende, also ab Ende 20. Ich fand interessant, dass auch die noch ihre Probleme und Schwierigkeiten haben, z.B. sehr ungern baden gehen etc., aber meist -sofern es nicht echte Beschwerden gibt- relativ gelassen worden sind und das Risiko der OP höher schätzen, als den Nutzen. Letztes Zitat: 'Ich habe irgendwann begriffen, dass mich die Frauen auch so lieben'.
Zu deiner Frage, Traxx: Wenn das Verfahren inkl. Gutachten abgeschlossen sind, werden wir ganz sicher alle relevanten und hilfreichen Informationen zur Verfügung stellen. Das ist ja unser Anliegen: nicht Schrecken verbreiten oder Anklagen, sondern sensibilisieren, zum Nachdenken anregen. Nicht nur die Betroffenen selbst, auch Eltern, Freunde(innen), Ärzte....
In unserem Falle, wenn ich nach nunmehr 10 Monaten mal Bilanz ziehe, kann ich als Essenz aller Aussagen von Freunden, ob männlich oder weiblich, deren Eltern, allen Bekannten, Verwandten etc. klar sagen, dass NIEMAND, und das meine ich genau so, auch nur den geringsten Anstoss an der TB meines Sohnes genommen hatte. Die damalige Freundin schüttelt noch heute den Kopf, für sie war das weniger ein Problem als seine zu langen Haare...
Aber das nur am Rande, ich habe wirklich verstanden, dass es vielmehr das subjektive Empfinden des Betroffenen ist, um das es hier geht. Wobei ich doch ganz klar denke, dass durch den allgemeinen Schönheitswahn die Tendenz sicher verstärkt wird. Wohlgemerkt immer unter dem Aspekt, dass es sich um eine rein kosmetische OP handelt. Es ist und bleibt eben ein gewaltsamer Eingriff in einen menschlichen, verletzlichen Körper, ganz unmittelbar am Herzen. Ob nun nach Ravich oder Nuss. Mit all den Risiken, die bei einer OP eben auftreten können.

Ganz herzliche Grüße für heute und alles Gute für alle!
die Mutter
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scut

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Re: 16jähriger nach OP verstorben!
« Antwort #77 am: 05. Mai 2007, 19:25:00 »

Hallo Mutter,
kann deinem Beitrag nur zustimmen, denke mal, wenn ich in der Ritterzeit aufgewachsen wäre, wär das alles vll gar kein Problem mit der TB. Sendungen wie Topmodels etc. verändern nunmal die Erwartungen von den Menschen, jeder möchte perfekt sein.

Naja perfekt will ich gar nicht sein, hab z.b. auch ne richtig große Nase oder so aber die Delle wünsch ich mir trotzdem weg.

Wie auch immer, ich leb jetzt und muss damit klarkommen.

Wünsch Ihnen alles Gute weiterhin.

mfg
scut
Gespeichert
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Alter: 20
TB-Tiefe: ~2-3cm asymmetrie
Behandlung: per Saugglocke seit April'2007
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