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Autor Thema: Diskussionskultur (6) (war: Patientenberatung - wie sie nicht sein sollte ...)  (Gelesen 11478 mal)

rabbit

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1. Du brauchst ein vernünftiges Gutachten. Dazu musst du in eine erfahrene Klinik fahren und es dir dort ausstellen lassen. Es gibt keinen anderen Weg.
2. Du brauchst jemanden der dir die OP bezahlt. Entweder du selbst oder eine Krankenkasse. Deine aktuelle KK wird dir die OP aus meiner Sicht nie mehr ohne Klage vor Gericht zahlen.

Du kannst Punkt 1 klären/abarbeiten ohne dass Punkt 2 geklärt ist. Punkt 2 würde mit dem Ergebnis aus Punkt 1 sicherlich leichter fallen.

Falls beide Punkte nicht abgearbeitet werden können, wird es keine OP geben. Dann musst du irgendwie mit deinem Brustkorb leben.
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tomsschulte

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Die Kosmetikerin zu der ich gehe, meinte zu mir, ich könnte doch zum Sozialamt gehen, und dort Sozialhilfe beantragen. Das wären nach aktuellem Stand dann 396 Euro pro Monat. Und die Vermögensverhältnisse der Eltern werden nur bis um 27. Lebensjahr geprüft. Das heißt, meine Eltern werden nicht mehr herangezogen, weil ich schon 31 Jahre jung bin. Und mit den 396 Euro im Monat kann ich dann die Raten abzahlen. Und zwar 300 Euro im Monat, nicht nur 200. Und somit sind das deutlich weniger Monate, bis ich alles abbezahlt habe. 3000 Euro wären nur 10 Monate und 2850 Euro wären nur 9,5 Monate bis alles abbezahlt wäre. Und ich müsste auf jeden Fall sicher gehen, dass ich auch Kosten für Komplikationen und / oder dadurch entstehende Operationen auch in Raten zahlen könnte, und nicht nur den Hauptbetrag, der jetzt schon feststeht.

Kennst du denn eine Klinik, die keine Kostenübernahmeerklärung vor einer Trichterbrust-OP haben möchte?

Mein Vater hat zwar mehr als genug Geld, aber er will mir die OP nicht zahlen. Und eine Bank würde mir bestimmt auch keinen Kredit geben, weil die ja keine Sicherheiten von mir haben, wenn ich kein Einkommen und keinen Beruf habe. Und ich habe bisher keinen Beruf und kein Einkommen. Mutter zahlt 200 Euro pro Monat auf mein Konto ein. Mehr nicht. Also daher wüsste ich im Moment kaum bis gar nicht, wie ich die 200 Euro pro Monat für die Raten überhaupt finanzieren sollte. Und ich habe 4000 Euro auf meinem Konto, mehr nicht. Deshalb wäre eine Anzahlung von 3500 Euro schon ein Großteil meines Vermögens.
« Letzte Änderung: 01. Oktober 2013, 21:53:08 von tomsschulte »
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ex.pectus

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Die Vermögensverhältnisse der Eltern werden gar nicht das entscheidende sein, sondern dass dein eigenes zu berücksichtigendes Einkommen zu hoch sein wird. Denn dazu zählen alle Einnahmen in Geld oder Geldeswert, insbesondere auch freiwilliger Unterhalt, nicht nur in Geld sondern auch in Sachwerten. D.h. solange deine Eltern oder wer auch immer, die Unterstützung für dich nicht einstellt und erstmal eine finanzielle Notlage vorliegt, solange hast du ohnehin keinen Anspruch. Und eine weitere Voraussetzung wäre dann natürlich auch, dass man alles unternimmt, um diese Notlage aus eigener Kraft zu beenden, sprich sich um Arbeit zu bemühen. Erst dann gibt es das sog. Hartz IV bzw. ALG II für Erwerbsfähige (Sozialhilfe ist dagegen für Erwerbsunfähige (es reicht aber nicht, sich dafür zu halten)).
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tomsschulte

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Meine Kosmetikerin sagte auch, dass im Moment das Zusammenleben mit meiner Mutter beim Sozialamt als eheähnliches Verhältnis gelten würde. Und somit hätte ich keinen Anspruch auf Unterstützung.
Aber sie machte den Vorschlag, dass ich eine kleine Wohnung vom Amt beantragen sollte. Und somit wäre für das Sozialamt gewährleistet, dass ich nicht mehr zu Hause wohne. Und somit hätte ich keine elterliche Unterstützung mehr, das Zusammenleben mit Mutter wäre nicht mehr, es würde somit auch kein eheähnliches Verhältnis mehr bestehen und ich hätte Anspruch auf 396 Euro im Monat. Und ich solle mir doch vom Hausarzt ein Gutachten schreiben lassen, dass ich nur eingeschränkt arbeitsfähig bin. Und somit würde ich auch vom Sozialamt nicht zu irgendwelchen Maßnahmen herangezogen, sondern würde die 396 Euro im Monat bekommen.
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ex.pectus

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Und warum erzählst du hier den Vorschlag deiner Kosmetikerin? Wie ist deine Meinung dazu?
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tomsschulte

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Naja, ich könnte die Raten für die OP bezahlen. Eine OP ist mein Ziel, und ich würde mein Ziel somit erreichen. Das wäre doch das wichtigste.
Ich würde mir den ganzen Aufwand natürlich auch gerne sparen, aber scheint ja nicht anders zu gehen.



Aber mal eine andere Frage:

Kennst du denn eine Klinik, die keine Kostenübernahmeerklärung vor einer Trichterbrust-OP haben möchte?
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Naja, ich könnte die Raten für die OP bezahlen. Eine OP ist mein Ziel, und ich würde mein Ziel somit erreichen. Das wäre doch das wichtigste.
Ich würde mir den ganzen Aufwand natürlich auch gerne sparen, aber scheint ja nicht anders zu gehen.

Moralische oder rechtliche Wertungen lasse ich mal komplett außen vor ...

Deine Kosmetikerin weiß, dass du es nicht mal geschafft hast, dir ein ärztliches Gutachten zu besorgen, mit dem du eine 6500-Euro-OP genehmigt bekommst. Aber sie traut dir zu bzw. schlägt dir vor, beim Hausarzt ein Gutachten zu besorgen, mit dem du 396 EUR/Monat ohne Gegenleistung erhalten würdest, 4.752 EUR im Jahr, Jahr für Jahr?

Und du traust dir das selber auch zu? Und würdest auch den ganzen Aufwand auf dich nehmen, obwohl du ihn dir natürlich lieber ersparen würdest ...
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tomsschulte

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Ich würde den Aufwand auf mich nehmen, wenn ich dann die Raten für eine OP bezahlen könnte.

Eine OP ist mein Ziel, und ich würde mein Ziel somit erreichen. Das wäre doch das wichtigste.

Ich habe ja nichts mehr zu verlieren, also könnte ich es doch einfach beim Sozialamt versuchen. Ich könnte ja nur gewinnen, denn jetzt habe ich ja auch keine Möglichkeit, die Raten zu zahlen. Also alles, was mich in die Lage versetzt, die Raten für die OP bezahlen zu können, wäre eine wunderschöne Verbesserung meiner jetzigen Situation.

Und wenn das Sozialamt mir sagen würde, dass ich eine Gegenleistung erbringen muss, damit ich weiterhin Geld bekomme, z.b. Arbeiten wie im Park Blätter auffegen oder ähnliche Ein-Euro-Jobs, dann wäre das auch ok. Denn ich habe ja immer das Ziel im Auge, da wird die schwerste Arbeit erträglich, wenn man weiß, wofür man es tut.
« Letzte Änderung: 01. Oktober 2013, 22:48:59 von tomsschulte »
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Und wenn das Sozialamt mir sagen würde, dass ich eine Gegenleistung erbringen muss, damit ich weiterhin Geld bekomme, z.b. Arbeiten wie im Park Blätter auffegen oder ähnliche Ein-Euro-Jobs, dann wäre das auch ok. Denn ich habe ja immer das Ziel im Auge, da wird die schwerste Arbeit erträglich, wenn man weiß, wofür man es tut.


Einerseits sich Erwerbsunfähigkeit attestieren lassen zu wollen, damit man Sozialhilfe beantragen kann. Anderseits von schwerster Arbeit sprechen, die erträglich wird, wenn man weiß, wofür man es tut.

Wer oder was hindert dich, auch ohne Aufforderung durch staatliche Stellen, dich nach (schwerster Hilfs-)Arbeit umzusehen?

Bisher war es bei dir wohl die zu geringe Entlohnung für die geforderte Arbeit. Aber das wäre ja dann wohl anders, wenn du weißt, wofür du es tust. Also kann es ja morgen gleich losgehen, oder?
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tomsschulte

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Ja, mal schauen.

Ich habe heute noch mit Dr. Brochhausen von der Uniklinik Mainz telefoniert. Er arbeitet als Pathologe dort und erforscht die Ursachen von Trichterbrust und Kielbrust und hat verschiedene Artikel zum Thema Trichterbrust verfasst. Er meinte heute zu mir, dass bei allen offenen Varianten die verbogenen Knorpel und Knochen entfernt werden, und bei der Nuss-Methode wird nichts entfernt, bei der Nuss-Methode werden nur die verbogenen Knorpel und Knochen gerade gebogen. Und man kann nur hoffen, dass die Knorpel und Knochen dann auch in der neuen Form bleiben. Und je älter ein Patient ist, und je steifer der Brustkorb somit ist, desto höher ist das Risiko, dass die Knorpel und Knochen NICHT in der neuen Form bleiben, also wieder teilweise oder komplett zurückfallen. Ist das so korrekt? Wenn nicht, lass ich mich gerne korrigieren.

Ich weiss ja nichtmal, was UpsUpsUps damit meint, wenn er sagt, dass ich mit allen offenen Varianten nie einen normal aussehenden Brustkorb haben werde. Inwiefern nicht normal? Meint er Dellen, Hubbel, ein Wiederauftreten des Trichters? Und er sagte ja, ihm hätte man das gesagt, dass man keinen schönen Brustkorb bekommt. Aber haben die Ärzte, die ihm das sagten, seine Altersklasse gemeint, dass man in seinem Alter keinen normalen Brustkorb mit offenen OP-Varianten bekommt, oder meinten diese Ärzte alle Altersklassen, also auch meine Altersklasse?
Das wäre alles wichtig zu wissen, ich hoffe mal, dass UpsUpsUps diese Fragen hier findet. Sonst schreibe ich ihm am besten noch eine private Nachricht hier im Forum.
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BlauTB

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"Ja mal schauen."

Wie wärs wenn du, anstatt das Sozialamt zu bescheißen, einfach arbeiten gehst? Sollte mit Anfang 30 ja langsam mal drin sein.
Zu deiner chronischen Rezidiv-Angst: Passieren kann dir das wohl bei jeder Methode und in jedem Alter. Damit du es verstehst: ES GIBT KEINE GARANTIEN!!!
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ex.pectus

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Ich habe doch gerade vor 2 Minuten einen Beitrag geschrieben,

Deinen Beitrag habe ich gelöscht. War im Thread Patientenberatung, also ein Thread, den du nicht selbst begonnen hast, und nicht im Off-Topic-Forum.

Deshalb möchte ich dich bitten, in Zukunft ausschließlich in Threads zu schreiben, die du selbst begonnen hast (Ausnahme: Offtopic-Forum) oder gar nicht mehr zu schreiben.

@Tom:

Du hast nur die Wahl zwischen den beiden Alternativen!
« Letzte Änderung: 03. Oktober 2013, 16:17:05 von ex.pectus »
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ergänzend:

Der gelöschte Beitrag in dem fremden Thread enthielt wieder etliche Fragen von dir, die außer für dich so gut wie niemand anderen sonst von Interesse sind. Und das, obwohl du bereits vor Monaten folgendes versprochen hattest:

1. Ich habe in Threads von anderen eigene Fragen untergebracht.
Das werde ich nicht mehr tun.

Ich war ja damals schon skeptisch, dass du dein Versprechen einhalten können wirst und hatte da eher an formales Unterlaufen gedacht, nicht an so offenen Wortbruch! Deinerseits!
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UpsUpsUps

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Bei den offenen Varianten werden die Knochen entfernt ? Ich kann mir nicht vorstellen das dir dieser Dr. das gesagt hätte, weil das doch wenig Sinn ergibt wenn die Knochen entfernt werden würden, hätten die Bügel nichts woran sie sich festhalten könnten. Die Ärzte meinten schon jede Altersklasse, wenn du mal mehr nachdenken würdest ergibt deine Frage mit der Altersklasse auch keinen Sinn. Ein Ergebnis mit einer Methode ist doch nicht im Zusammenhang mit dem Alter des Patienten. Zusammenhänge gibt es eher nur mit der Gefahr das es wieder einfällt und dem Alter des jeweiligen Patienten. Man kann einfach nicht mit den offenen Methoden den ganzen Trichter heben da ein Brustkorb ja eher gewölbt ist. Es sieht dann eher flach aus und ob es flach oder gewölbt ist, ist ein großer Unterschied. Wenn du dich mit einer offenen Variante operieren willst dann wird dein Brustkorb eher flach aussehen. So ne normale Wölbung kriegst du nur mit der Nuss Methode da die Bügel auch so geformt werden. Ich weiß nicht ob die Bügel bei den offenen Varianten überhaupt geformt werden oder die gerade rein kommen, ich glaub aber eher das 2, sieht zumindest bei mir so aus, weil so weit wie die am Anfang durch die Haut zu sehen waren.

Ich kenne mich natürlich auch nicht so extrem gut damit aus, aber genug das ich sagen kann das damit deine Anforderungen nicht erfüllt werden können. Wenn du mal die Ergebnisse vergleichst von Nuss und den der offenen Varianten kann man den Unterschied erkennen. Und was hört sich besser an sich mit einer Methode zu operieren von einen Prof. oder sonstiges, oder sich mit der Methode von einen der Weltbesten Chirurgen operieren zu lassen. In der Uni Klinik Jena wurden mal welche der Weltbesten Chirurgen eingeladen eine Demonstration zu bieten und bei der Trichterbrust Korrektur war es kein anderer als der Dr.Nuss, naja ich glaub zumindest es war in Jena ist schon länger her als ich das gelesen habe.
« Letzte Änderung: 03. Oktober 2013, 18:15:45 von UpsUpsUps »
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Männlich
OP Methode: Ich glaube eine Mischung aus Erlangen und Ravitch.