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Autor Thema: Absage durch MDK - was tun?  (Gelesen 1344 mal)

Juan91

  • Neuling
  • *
  • Beiträge: 2
Absage durch MDK - was tun?
« am: 08. Januar 2015, 17:18:27 »

Hallo "Mitleidende",
mein Name ist Juan, ich bin 23 Jahre alt und habe eine asymmetrische Trichter/Kielbrust.
Seit gut 10 Jahren störe ich mich an meiner Brust und leide unter ihr. Es ging so weit, dass ich nicht auf Klassenfahrten und Urlaube mit Freunden mitgehen wollte, weil ich mich nicht so vor anderen zeigen wollte. Hatte als junger Teenager einige schlechte Erfahrungen gemacht mit Leuten die sich über mich lustig machten. Wenn auch nicht böse gemeint, hat das bei mir bis heute Spuren hinterlassen und so fühle ich mich nach wie vor sehr unwohl mit meinem Körper. Ich kann und will mich so einfach nicht akzeptieren. (Ich weiß meine Verformung ist bei Weitem nicht so schlimm wie bei anderen, aber für mich persönlich ist es wirklich etwas wofür ich mich sehr schäme. Das hier soll also keine Selbstinszenierung sein, genauso wenig möchte ich Komplimente fischen! Mir ist das wirklicih ernst!!)
Ich habe immer viel Sport gemacht und alles mögliche getan um meine Brust zu kaschieren, aber ich möchte nichts mehr kaschieren müssen und so kommt nur noch eine Operation für mich in Frage. Krankengymnastik habe ich mit etwa 15,16 im Übrigen auch schon gemacht, leider ohne sichtbaren Erfolg. Vor etwa einem halben Jahr war ich dann bei Herrn Schaarschmidt in der Sprechstunde. Er empfand meinen Befund als mittelstark ausgeprägt und konnte meinen Entschluss zur Operation gut nachvollziehen (klar so als Chirurg). Jedenfalls schrieb er mir einen Bericht, in welchem er natürlich alles noch mal eine Ecke dramatischer formulierte als es ist. Diesen Bericht, Fotos samt Lungenfunktionsanalyse (welche allerdings unauffällig war) schickte ich an meine Krankenkasse mit Bitte zur Kostenübernahme. Nach 3 Wochen jetzt habe ich die Absage vom MDK. Aus medizinischer Sicht sei ein Eingriff nicht notwendig, so hieß es. Meine Organe scheinen in der Tat einwandfrei zu funktionieren. Allerdings habe ich in den letzten Monaten mal mehr mal weniger ein starkes Druckgefühl in Brustbeingegend. Vorallem während und nach dem Sport, aber auch so tritt dieser Schmerz auf. Beispielsweise beim anspannen der Bauchmuskeln oder tiefen ausatmen. Auch bei längerem Liegen in Bauchlage, v.a bei hartem Untergrund, habe ich Schmerzen in der Brust. Sowas lässt sich aber natürlich nicht leicht nachweisen. Um mal zum Ende zu kommen: ich möchte diese Operation wirklich unbedingt und werde die Absage der KK anfechten. ex.pectus riet mir dazu, verschiedene Berichte von verschiedenen Ärzten einzureichen. Ich werde also morgen als erstes einen Termin beim Orthopäden machen. Habt Ihr vielleicht noch irgendwelche Tipps, wie ich meinen Einspruch am Besten und wirkungsvollsten einlege und durchbringe? Wäre ein psychologisches Gutachten ratsam? Bin für jeden Tipp dankbar. Ich hoffe von Euch zu hören und wünsche einen gemütlichen Feierabend! Viele Grüße, Juan
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