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Autor Thema: OP in Magdeburg April 2017  (Gelesen 1138 mal)

hula

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OP in Magdeburg April 2017
« am: 23. April 2017, 16:06:30 »

Hallo zusammen,

ich lese hier schon einige Zeit still mit.
Nun ist es bei mir so weit... ich werde kommende Woche bei Dr. Lützenberg in Magdeburg operiert.
Ich bin männlich, Anfang 30 und habe eine asymmetrische TB. Haller Index um die 3, aber mit recht großflächigem Trichter
und spitzem Rippenbogen.
Ich bekomme 2 Bügel und eine Rippenknorpel-Resektion.

Ich werde hier je nach Möglichkeit meine Erfahrungen posten.  ;)

Viele Grüße
« Letzte Änderung: 23. April 2017, 21:23:55 von hula »
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ChristianM

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Re: OP in Magdeburg April 2017
« Antwort #1 am: 23. April 2017, 17:43:42 »

Alles gute für die OP! Du bist in guten Händen.
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annaj

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Re: OP in Magdeburg April 2017
« Antwort #2 am: 24. April 2017, 17:28:36 »

alles gute für dich!
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Weiblich.
1989-2011/01 Silikonimplantat. (16 J)
2011/03 Nuss-OP (modifiziert), dr. Lützenberg, Berlin Charité. (fast 39 J)
2013/08 Stabentfernung, dr. Lützenberg, Uniklinik Magdeburg. Zusätzlich würde grossflächig Muskeln versetzt (versuch Brustrekonstruktion, Knorpel wurde abgeschliffen usw)
2014/04 Brustrekonstruktion, Silikon in beide Brüste. Kleine Korrektur 2014/09 bei dr. Lützenberg.

hula

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Re: OP in Magdeburg April 2017
« Antwort #3 am: 06. Mai 2017, 21:11:47 »

Hallo und lieben Dank für Eure Wünsche!

Ich bin mittlerweile wieder zu Hause.
Bin nicht so der Schreiber, deshalb hier eine kurze Zusammenfassung. Auf Fragen antworte ich natürlich gerne:

Tag vor der OP: Ankunft. Habe mein Zimmer bezogen und meinen Bettnachbar kennengelernt. Ansonsten musste ich die bekannten Voruntersuchungen absolvieren.
Dies ging alles recht flott von statten. Abendbrot habe ich an diesem letzten Abend außerhalb eingenommen.  ;)
Ich erfahre noch, dass ich am nächsten Tag als erster dran bin. 7:30 geht los und 8 Uhr soll die OP sein.

OP-Tag: Bekomme die tollen Strümpfe und das OP Hemd, dazu die tolle Pille zum runterkommen.
Ca. 7:20 holt mich eine Schwester und ein Bruder  8) ab.
Im Vorraum zum OP sehe ich die Anästhesistin und noch ein paar andere Leute, die mich vorbereiten.
Danach werde ich in den OP geschoben. Ein sehr großer Saal, gefüllt mit diversen Menschen.
Ich bekomme meinen Zugang in die Vene gelegt. Dies tut ungewöhnlich weh. Ein sehr "einfühlsamer" Mitarbeiter sagt mir,
dass das ja noch gar nichts sei und dass noch viel schlimmere Schmerzen auf mich zukommen werden. Habe leider keine Zeit gehabt mich über den Typ aufzuregen.  ;D
Ich bekomme eine Sauerstoffmaske auf und dann das Schmerzmittel gespritzt. Mache noch einige Scherze mit der Anästhesistin. Dann höre ich sie noch sagen "bitte ruhe im OP, Patient schläft ein". Ich dachte mir noch so: "Wie jetzt, Patient schläft ein?!"....tja, das war das letzte, an das ich mich noch erinnern kann.  :o ;D

Ich kam wohl so gegen 12 Uhr aus dem OP und wachte ca. um 14 Uhr auf der Intensiv auf. Es war ein ganz entspanntes wach werden, so wie nach einem ausgiebigen Mittagsschlaf, ganz gechillt. 8) Ich merkte nur ein kratzen im Hals, von der Beatmungsmaschine. Diese wurde aber sogleich entfernt.
Mir ging es recht gut, ich merkte allerdings gleich (trotz Schmerzmittel), dass ich nicht tief einatmen konnte (aua). Ansonsten hatte ich keine Schmerzen.
War auf der Intensiv relativ fit und hatte auch eine sehr liebe und lustige Schwester. Habe am Abend sogar schon etwas gegessen.

Am nächsten Tag auf der Intensiv kam dann eine Frau vorbeigehuscht, hat mir so einen Atemtrainer (Acapella choice) aufs Bett geschmissen (um die Lunge frei zu machen) und gesagt ich solle jede Stunde 5-6 Mal damit üben. Und weg war sie.
Habe noch gefrühstückt und nach der Visite wurde ich dann auf die normale Station verlegt.

Sowie ich umgebettet wurde, fingen die unglaublichen Rückenschmerzen an. Die Matratzen auf der normalen Station sind einfach total unbequem.
Nach mehrmaliger Nachfrage habe ich dann netterweise eine zusätzliche Decke als Unterlage bekommen. Damit wurde es etwa 5% besser.  8)

Ich bekam ein paar orale Schmerzmittel und hatte aber hauptsächlich diese Schmerzmittelpumpe zum selbst drücken. Gefühlt ging da aber fast nichts durch. Wie bei vielen, wurde auch mir von dem Zeug übel und ich wurde dann komplett auf orale Schmerzmittel (9x am Tag) umgestellt.
Ich bekam zuerst Novalgin, Voltaren und Ibuprofen. Später wurde das Novalgin durch Tilidin ersetzt.
In den darauf folgenden Tagen ist nicht viel passiert. Ich wurde den tollen Katheter los und konnte dann irgendwann auch selbst aufstehen, was trotzdem manchmal schmerzhaft war. Wundflüssigkeit hatte ich kaum welche, die Flaschen war ich noch vor dem Katheter los.
Am 7. Tag nach der OP wurde ich entlassen. Die lange Zugfahrt war erträglich, da ich allerdings bisher im Krankenhaus immer mittags ein Schläfchen gemacht hatte, fehlte mir das natürlich. Und sitzen generell war anstrengend wegen der Rückenschmerzen, aber alles erträglich.
Daheim im eigenen Bett schlief es sich hervorragend. Sowieso sind die Rückenschmerzen quasi weg, wenn ich mich hinlege.

Das OP Ergebnis selbst ist als gut zu bezeichnen. Dr. L. hat super Arbeit geleistet! Ganz zufrieden bin ich natürlich nicht, aber das liegt nicht an Dingen, die man chirurgisch hätte anders machen können. Aber die OP ist noch nicht lange her, ich denke/hoffe, dass sich hier am Körper noch einiges verändern wird.
In jeden Fall hat sich die OP gelohnt, ich bin das blöde "Loch" los - die Schmerzen waren schon hart aber erträglich und Dr. Lützenberg ist einfach super.
Die 7 Einschnitte sieht man teilweise kaum. Auch die Schwestern haben sich erstaunt gezeigt über die tollen und kleinen Narben.

Bin nun dabei, die Schmerzmittel nach und nach abzusetzen und ca. bei eine drittel der ursprünglichen Dosis. Hoffe es wird bald weniger.
Ansonsten braucht mein Körper noch Erholung, Mittags muss ich bis jetzt immer noch so 2 Stunden schlafen...kannte ich vorher nicht, aber geht schon.  ;)
Habe bestimmt einiges vergessen und werde ggf. noch etwas nachreichen, wenn mir etwas einfällt. Ansonsten könnt ihr auch gerne fragen.  :D

Viele Grüße  :)

« Letzte Änderung: 06. Mai 2017, 21:19:26 von hula »
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annaj

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Re: OP in Magdeburg April 2017
« Antwort #4 am: 07. Mai 2017, 00:48:29 »

schönes Bericht, musste so lachen wegen die Op-saal-geschichte, irgendwie typisch. Hatte so oft Narkose, immer passiert was schräges. Gute Genesung wünsche ich dir.
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Weiblich.
1989-2011/01 Silikonimplantat. (16 J)
2011/03 Nuss-OP (modifiziert), dr. Lützenberg, Berlin Charité. (fast 39 J)
2013/08 Stabentfernung, dr. Lützenberg, Uniklinik Magdeburg. Zusätzlich würde grossflächig Muskeln versetzt (versuch Brustrekonstruktion, Knorpel wurde abgeschliffen usw)
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jule891611

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Re: OP in Magdeburg April 2017
« Antwort #5 am: 07. Mai 2017, 20:02:57 »

Freut mich für dich dass es dir soweit gut geht und du die op gut überstanden hast.
Dein Bericht klingt ja eigentlich den Umständen "ganz gut"!

Machst du so grundsätzlich eigentlich viel Sport?
Lebst du allein oder hast du jmd der dich "umsorgt"?

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hula

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Re: OP in Magdeburg April 2017
« Antwort #6 am: 08. Mai 2017, 10:31:32 »

Danke, Anna!

Ja, Jule - eigentlich ganz gut gelaufen, keine Komplikationen o.Ä.
Meine Frau war mit in Magdeburg und hilft mir, wo es erforderlich ist. Eigentlich kann ich schon wieder alles machen (nur eben langsam!). Aber Haushalt & Co. geht noch nicht.  ;) Sport mache ich bisher wenig bis gar nicht. Hoffe das ändert sich aber bald...
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jule891611

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Re: OP in Magdeburg April 2017
« Antwort #7 am: 08. Mai 2017, 11:08:03 »

Zu der Matratzensache wollte ich noch etwas fragen.
Waren die unbequem im Sinne von zu hart oder zu weich??

Ich werde wenn alles klappt Ende November operiert und würde mir evtl eine Matratzenauflage kaufen um mir den Aufenthalt so angenehm wie möglich zu gestalten.
Hast du hier einen Tip?
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hula

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Re: OP in Magdeburg April 2017
« Antwort #8 am: 08. Mai 2017, 11:36:52 »

Gratuliere zum OP Termin!  :)

Die Matratzen auf Station sind wesentlich dünner, als die Matratzen auf der Intensiv. Demnach also härter (für meinen Geschmack).
Das hatte bei mir den sowieso schon gereizten Rücken dann noch zusätzlich strapaziert.
War aber auszuhalten. Man sollte darauf achten, sein Kopfteil des Bettes wirklich ganz unten zu haben, damit man gerade liegt. Dann gehts eigentlich gut!
Problem ist wohl, dass wenn die Matratze zu weich ist, du mit der speziellen "Aufstehtechnik" nicht mehr hoch kommst.
Hatte ich bei meinem Bett zu Hause bemerkt. Da wird die Aufstehbewegung quasi weg gefedert und ich musste mich anfangs von meiner Frau aus dem Bett ziehen lassen.  ;D Habe mir mittlerweile eine andere Technik zugelegt und komme damit einigermaßen klar. Wichtig ist, dass du dich nicht falsch belastest oder gar den Oberkörper krümmst/einrollst.
« Letzte Änderung: 08. Mai 2017, 12:05:11 von hula »
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jule891611

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Re: OP in Magdeburg April 2017
« Antwort #9 am: 16. Mai 2017, 09:23:20 »

Hallo Hula wie gehts dir denn mittlerweile??
Bist du schon mobiler geworden?
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hula

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Re: OP in Magdeburg April 2017
« Antwort #10 am: 20. Mai 2017, 14:12:32 »

Hallo,

mittlerweile sind es knapp über 3 Wochen seit der OP.
Habe seit einigen Tagen komplett auf Schmerzmittel verzichtet. Ging soweit ganz gut.
Mobil bin ich eigentlich schon ne ganze weile. Hier und da zwickt und knackt es noch nach wie vor, aber daran gewöhnt man sich.
Einzig den Oberkörper einrollen oder manche gebückte Haltung ist ungut.
Autofahren geht auch, wenn auch eingeschränkt.
Seit einigen Tagen habe ich zudem zusätzlich zu den Rückenschmerzen im Schulterbereich noch starke Schmerzen im mittleren bis unteren Rücken.
Bin auch das ein oder andere Mal deswegen wach geworden. Da scheint dann ein weiches Bett nicht so vorteilhaft zu sein.
Aber wenn man dann mal wieder auf den Beinen ist, wird es eigentlich immer nach einer Zeit wieder besser.

Grüße
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Sascha

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Re: OP in Magdeburg April 2017
« Antwort #11 am: 20. Mai 2017, 22:21:03 »

Nach meiner Erfahrungen lassen die Schmerzen anch Nuss Op gerade im Rückenbereich schnell nach, wenn man anfängt mehr zu mobilisieren bzw. Muskelaufbau, zunächst Schwimmen, leichte Gewichte etc. Langsam steigern, am besten anch Absprache. Ich denke da wirst du wenig Probleme haben, da guter Chirurg.

Viel Erfolg
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OPs :
2000 (Nuss), vorzeitge Entnahme, da innere Blutungen, keine Schmerzen
2003 (Erlangen), Grausame Optik, direkter wiedereinfall, dauerhafte Schmerzen
2005 (Nuss) Brust stabil, nach Bügelentnahme bleibende Schmerzen
2014 (Erlangen-Synthes) vollständige Fixierung + optische verbesserung, bleibende schmerzen
Alter bei Ops : 16,18,20,29.

Größe : 1,70  Gewicht ca. 75 Kg

hula

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Re: OP in Magdeburg April 2017
« Antwort #12 am: 18. Juni 2017, 00:47:46 »

So, nun sind quasi 8 Wochen seit der OP rum. Kommende Woche bin ich bei Dr. Lützenberg zur Kontrolle.
Rückenschmerzen im oberen und Schulterbereich sind quasi weg. Habe nur noch im unteren Bereich Schmerzen. Denke aber, das kommt vom weichen Bett, welches mich nicht ausreichend stützt in diesem Bereich.

Husten ist immer noch unangenehm und Niesen die Hölle, deswegen versuche ich das zu vermeiden.  :-\
Ansonsten habe ich im Alltag wenig bis keine Schmerzen, nur bei einseitigen Kraftaufwendungen oder Schwerpunkt weit weg vom Körper.
Die Stellen an denen die Bügel auf den Rippen aufliegen sind zudem schon noch recht empfindlich....

Optisch bin ich leider nicht ganz so zufrieden. Direkt nach der OP habe ich mich nicht so genau damit auseinandergesetzt, da alles noch so fremd war.
Es sah aber soweit alles super aus, auch auf den post-OP Bildern. Mittlerweile sind aber alle Schwellungen abgeklungen und so zeichnet es sich nun ab, dass meine Brust an sich ordentlich raus steht (eine Seite etwas mehr als die andere), fast schon zu weit. Ist aber nicht schlimm.
Unten, also quasi am ehemals tiefsten Punkt des Trichters ist immer noch eine großflächige "Kuhle" - sprich eine Fläche, die etwas tiefer ist als die Rippen rechts und links davon.
Es ist nicht viel, aber deutlich zu sehen. Dadurch dass die Brust oben so weit raus steht und unten die Mitte tiefer ist, als die Rippen rechts und links, verstärkt das den optischen Effekt noch etwas und sieht schon ungut aus. Mir ist nicht ganz klar, warum das nicht auf einer Höhe mit den seitlichen Rippen ist.
Ohne Frage ist es 1000 Mal besser als vorher, das Loch ist weg - aber man sieht eben trotzdem noch einen Trichter bzw. man sieht eben, dass da was nicht stimmt.

Naja mal sehen, was Dr. Lützenberg da kommende Woche dazu sagt. Aber ich glaube kaum, dass da momentan bzw. überhaupt etwas zu machen ist.
Er sagte mir mal, dass es immer Grenzen gibt, wie weit man ein Brustbein anheben kann (wegen Nervenstängen usw.) - weiß es nicht mehr genau.

Schöne Grüße

hula
« Letzte Änderung: 18. Juni 2017, 00:52:46 von hula »
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hula

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Re: OP in Magdeburg April 2017
« Antwort #13 am: 18. Juni 2017, 00:53:21 »

So, nun sind quasi 8 Wochen seit der OP rum. Kommende Woche bin ich bei Dr. Lützenberg zur Kontrolle.
Rückenschmerzen im oberen und Schulterbereich sind quasi weg. Habe nur noch im unteren Bereich Schmerzen. Denke aber, das kommt vom weichen Bett, welches mich nicht ausreichend stützt in diesem Bereich.

Husten ist immer noch unangenehm und Niesen die Hölle, deswegen versuche ich das zu vermeiden.  :-\
Ansonsten habe ich im Alltag wenig bis keine Schmerzen, nur bei einseitigen Kraftaufwendungen oder Schwerpunkt weit weg vom Körper.
Die Stellen an denen die Bügel auf den Rippen aufliegen sind zudem schon noch recht empfindlich....

Optisch bin ich leider nicht ganz so zufrieden. Direkt nach der OP habe ich mich nicht so genau damit auseinandergesetzt, da alles noch so fremd war.
Es sah aber soweit alles super aus, auch auf den post-OP Bildern. Mittlerweile sind aber alle Schwellungen abgeklungen und so zeichnet es sich nun ab, dass meine Brust an sich ordentlich raus steht (eine Seite etwas mehr als die andere), fast schon zu weit. Ist aber nicht schlimm.
Unten, also quasi am ehemals tiefsten Punkt des Trichters ist immer noch eine großflächige "Kuhle" - sprich eine Fläche, die etwas tiefer ist als die Rippen rechts und links davon.
Es ist nicht viel, aber deutlich zu sehen. Dadurch, dass die Brust oben so weit raus steht und unten die Mitte tiefer ist, als die Rippen rechts und links, verstärkt das den optischen Effekt noch etwas und sieht schon ungut aus. Mir ist nicht ganz klar, warum das nicht auf einer Höhe mit den seitlichen Rippen ist, also warum es keine "ebene" Fläche ist von der einen Seite auf die andere.
Ohne Frage ist es 1000 Mal besser als vorher, das Loch ist weg - aber man sieht eben trotzdem noch einen Trichter bzw. man sieht eben, dass da was nicht stimmt.

Naja mal sehen, was Dr. Lützenberg da kommende Woche dazu sagt. Aber ich glaube kaum, dass da momentan bzw. überhaupt etwas zu machen ist.
Er sagte mir mal, dass es immer Grenzen gibt, wie weit man ein Brustbein anheben kann (wegen Nervenstängen usw.) - weiß es nicht mehr genau.

Schöne Grüße

hula
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TBmussweg

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Re: OP in Magdeburg April 2017
« Antwort #14 am: 18. Juni 2017, 12:36:45 »

Hula, ich glaube sehr viele Nuss-Operierten machen diese "Phase des Zweifels" durch. Mir ging es genauso. Ich bin etwa in deinem Alter und hatte auch eine relativ großflächige TB. Bin von Schaarschmidt operiert worden. Poste doch mal ein paar aktuelle Bilder. Dein Ergebnis klingt ähnlich wie meins. Bei mir steht auch oben eine Seite etwas mehr hervor, da ein Bügle schräg eingesetzt wurde und unten ist noch eine leichter Resttrichter zu sehen. Eine Zeit lang hat mich das gestört, mittlerweile macht es mir überhaupt nichts mehr aus. Der Trichter ist größtenteils weg und das unangenehme bohrende Druckgefühl durch die TB ist weg und vor allem habe ich jetzt endlich innerlich mit der ganzen Sache abgeschlossen. Die Hin- und Herüberlegerei "soll ich es operieren lassen oder nicht" ist zu Ende und das ist eine große Entlastung. Die Sache ist jetzt gelaufen, die OP ist gemacht, es gab keine dauerhaften Komplikationen und die TB ist größtenteils weg und mit dem jetzigen Ergebnis kann ich sehr gut leben.

Dadurch, dass die "big three" der TB Chirurgen (Lützenberg, Schaarschmidt, Jaroszewski) überall so sehr in den Himmer gelobt wurden und werden, entstehen halt auch hohe Erwartungen und man hat die Vorstellung, das kosmetische Ergebnis würde bei jedem perfekt werden. Hinzu kommt, dass man fremde Bilder immer weniger kritisch betrachtet als die eigenen und dass man im Spiegel kleine Unregelmäßigkeiten viel besser sehen kann als auf Bildern. So bekommt man schnell den Eindruck, bei einem selbst wäre das Ergebnis schlechter als bei den anderen, obwohl das vielleicht gar nicht unbedingt der Fall ist.

Der Chirurg kann noch so gut sein, er wird nie bei jedem Patienten eine perfekte Brustform hinbekommen, der man gar nicht mehr ansieht, dass mal etwas nicht stimmte. Besonders nicht bei uns schon etwas älteren Patienten. Aber das macht ja auch nichts, kleine Unterschiede machen uns besonders. Und mit jetzt konsequentem Mobilisieren und Atemtraining und später Krafttraining wirst du sicherlich eine sehr schöne Brustform erreichen.

Wie gesagt, poste doch mal ein paar Bilder, um ein paar Meinungen von anderen, unvoreingenommenen Betrachtern zu bekommen.
« Letzte Änderung: 18. Juni 2017, 12:39:04 von TBmussweg »
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