Autor Thema: Bevorstehende TB OP bei Dr. Lützenberg  (Gelesen 300 mal)

Kiki25

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Bevorstehende TB OP bei Dr. Lützenberg
« am: 20. Juni 2020, 06:48:32 »
Hallo ihr Lieben, ich habe hier schon einige Erfahrungsberichte gelesen und habe dennoch so kurz vor meiner OP ein paar Bedenken.

Ich wurde bereits mit knapp 18 Jahren nach Nuss operiert, damals hatte ich über ein Jahr starke Schmerzen weshalb mir nach knapp 1,5 Jahren der Bügel wieder entfernt wurde. Diese OP bereue ich leider zu tiefst, der Bügel war an einer Seite gar nicht festgeschraubt, was wahrscheinlich auch der Grund für die Schmerzen war. Mittlerweile sind meine Rippen auf der Seite total verknöchert, Schmerzen habe ich dadurch ständig. Auch ist meine TB dadurch tiefer und asymmetrischer geworden. Nach jahrelangem Kampf mit der KK habe ich dank Dr. Lützenberg im August mit nun 26 Jahren endlich eine erneute OP.

Bedenken, ob das Ganze dann wirklich zufriedenstellend ist habe ich dennoch. Gibt es denn hier jemanden der seine 2. OP bei Dr. Lützenberg hat machen lassen und schon Erfahrungen dazu mitteilen kann? Und ist der Genesungsprozess bei einer 2. OP länger?

Wie habt ihr das denn mit der Betreuung danach gemacht? Ich kann mich leider kaum noch an die Zeit danach erinnern. Und mich würde interessieren wie ihr das so mit euren Partnern gehandhabt habt? Ich schätze mal kuscheln ist am Anfang nicht drin aber muss man den Partner direkt aus dem Bett verbannen oder gibt es eine Möglichkeit möglichst schmerzfrei weiterhin nebeneinander zu schlafen?

Und welche Atempbungen und co habt ihr gemacht um euch auf die OP vorzubereiten?

Sorry für die vielen Fragen aber so langsam steigt dann doch die Nervosität😅

Viele Grüße :)

Lotti74

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Re: Bevorstehende TB OP bei Dr. Lützenberg
« Antwort #1 am: 22. Juni 2020, 06:30:35 »
Guten Morgen!

Ich wurde 1994 in Münster nach Ravitch/Willital operiert (offen). Jetzt am 11.06. War die Rezidiv-OP bei Hr. Dr. Lützenberg.

Momentan schlage ich mich mit übelsten Schmerzen herum. Es wurde Ravitch und Nuss angewandt. Brust-und Bauchmuskel wurden korrigiert, waren falsch angesetzt bzw.wies der Brustmuskel eine 7cm-Lücke auf. Knorpel wurden wieder korrigiert, 2 Bügel und Stabilisatoren eingesetzt....

Im Vergleich zur 1. OP konnte ich beim Aufwachen atmen. Das war wesentlich besser als damals! Zwischendurch waren die Schmerzen auch recht okay- seit 2 Tagen aber kaum aushalten. Trotzdem denke ich, dass es für mich richtig war. Vielleicht lassen sich meine gesundheitlichen Probleme schon durch die nicht funktionsfähigen Muskeln erklären.
Positiver Nebeneffekt, ich habe optisch wieder eine Körpermitte. Könnte BH Kauf künftig erleichtern.

Bei Hr. Lützenberg fühle ich mich gut aufgehoben.  Operiert wurde ich in Ostercappeln.

Mein Mann muss mir helfen, aufzustehen und mich hinzulegen. Beine und Rücken waschen und Abtrocknen sind zu seinen Aufgaben geworden. Atmen kann ich gut, etwas laufen und sitzen auch, aber im Vergleich zu damals habe ich glaube ich stärkere Schmerzen. Allerdings bin ich keine 19 mehr, sondern 45 Jahre alt.

Schlafen... ist eher zum Warten und auf die Uhr sehen geworden. Neben meinem Mann würde ich das nicht aushalten, jede Bewegung tut halt weh. Über Kuscheln denke ich momentan null nach....

Tja, also wie gesagt stecke ich frisch im "Nachher" und quäle mich ganz schön, glaube aber daran dass alles gut werden wird.

Meine Angst durch damals war größer als es sich lohnte, die Schmerzen von heute sind stärker als erwartet, und so kann man sich wohl eh nicht vorbereiten, denn es kommt oft eben doch anders.

Liebe Grüße,  Lotti