Autor Thema: Trichterbrust/Kielbrust OP Ostercappeln  (Gelesen 394 mal)

Zwieback

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Trichterbrust/Kielbrust OP Ostercappeln
« am: 19. Oktober 2020, 09:51:40 »
Hallo :-)

Ich bin schon seit ganz vielen Jahren stille Mitleserin und hätte niemals gedacht, dass ich hier auch mal etwas posten würde.
Kurz zu mir: weiblich, 23, kombinierten Kiel-Trichterbrust/ Stierhorndeformität/ Pectus arcuatum
Meine Deformität hat sich während der Pubertät entwickelt und mir war auch sehr früh bewusst, dass das nicht normal ist. Nach etwas Internetrecherche wusste ich recht früh, was ich da wohl habe. Ich habe immer wieder überlegt, damit zum Arzt oder zu meinen Eltern zu gehen, aber hatte nie den Mut dazu. Weite Kleidung ohne Ausschnitt waren also mehr als 10 Jahre Standart für mich. Da ich so eine außergewöhnliche Deformität habe/ hatte passte aber nie wirklich ein Bild einer Trichterbrust oder einer Kielbrust zu mir. Anfang des Jahres habe ich mich dann endlich meinem Freund so richtig anvertraut, obwohl auch er natürlich schon viel früher wusste, dass ich da irgendwas habe. Und dann ging eigentlich alles ganz schnell.
Im Internet fand ich das Trichterbrustzentrum Düsseldorf und auf deren Website das erste mal ein Bild von einer Frau die aussah wie ich: Stierhorndeformität. Ich habe die dann angeschrieben und Bilder von meinem Oberkörper geschickt. Recht schnell kam die Antwort vom Arzt: Ja, sie haben eine Stierhorndeformität. Bitte Termin vereinbaren, zuvor Lungenfunktionstest und CT. Damit bin ich dann zu meiner Hausärztin und sie meinte nur: Ja ist wohl irgendwie eine Trichterbrust, würde ich aber nicht operieren lassen. Dann das Ergebnis vom Lungenfunktionstest: Knapp 41%. Plötzlich änderte sich die Meinung der Hausärztin. Dann CT gemacht: Der Arzt dort hatte auch wenig bis gar keine Ahnung von dem Thema. Dann bin ich in meiner Stadt noch zu einem Thoraxchirurgen gegangen. Auch dieser meinte nicht operieren, eventuell könnte man es mit Implantaten auffüllen. Da wurde ich langsam misstrauisch und wollte mich weiter informieren. Und stieß wieder auf dieses Forum (in dem ich früher schon öfter mitgelesen habe). Dr. Schaarschmidt und Dr. Lützenberg wurden viel genannt. Okay dachte ich mir, bei beiden Termine vereinbart. Zuerst war ich in Berlin bei Dr. Schaarschmidt. Ich fühlte mich von Anfang an sehr unwohl bei ihm. Das Gespräch dauerte recht lange und er erklärte alles auch verständlich, aber ich hatte das Gefühl, dass er mich am liebsten am selben Tag noch operieren würde. Er wollte bei mir zwei Bügel einsetzen. Nach dem Gespräch war ich etwas verunsichert. Kurz darauf war ich dann in Magdeburg bei Dr. Lützenberg und habe mich so unglaublich wohl gefühlt. Er hat sich auch den Bericht aus Berlin durchgelesen und meinte, dass mir zwei Bügel viel zu viel Schmerzen verursachen würden. Er würde aus meinem Brustbein ein Keil rausschneiden und von den Rippen Knorpel abtragen, oder so ähnlich :-D und eventuell noch einen Bügel einsetzen. Danach war ich mir sehr sicher: Das will ich machen.
Ich stellte den Antrag bei meiner Krankenkasse, das ging zwar kurz zum MDK, wurde aber recht schnell bewilligt.
Jetzt zur OP in Ostercappeln:
13.10. : Krankenhausaufnahme mit allen Voruntersuchungen. Die Nacht war dann recht unruhig.
14.10. : Tag der OP
Um 11:30 brachte mich eine Schwester zu zwei ganz lieben Anästhesisten. Ich war dort völlig am Ende mit den Nerven und bekam eine Panikattake, aber mir wurde dann etwas gegeben und dann war alles bestens :-D Etwa gegen 12:30 schlief ich dann ein. Das erste woran ich mich wieder erinnere ist dass ich gegen 17:30 auf der Intensivstation war. Dann kam auch schon Dr. Lützenberg und erzählte mir, dass alles gut gelaufen ist und er den Bügel eingesetzt hat. Kurz danach kam mein Freund, um nach mir zu schauen, das tat wirklich gut. Achja: ich hatte den Durst meines Lebens! :-D da ich erstmal noch nicht richtig trinken sollte bekam ich ein Gefäß mit Wasser und so ein Stiel mit einem Stück Watte am Ende, was sich vollgesaugt hat. Das tat soooo gut! Die Nacht war nicht so cool, ständig kam jemand rein, mir wurde irgendwas angehängt, ich habe mich zweimal übergeben müssen..
15.10.
Ich habe mich so sehr auf das Frühstück gefreut! Kam dann relativ früh wieder auf mein Zimmer und der erste Tag war eigentlich echt gut. Leider zu gut. Ich fühlte mich fit, habe schon zwei mal inhaliert..
Das bekam ich alles in der Nacht zurück. Die nächsten Tage und Nächte (16.10.,17.10.,18.10.) waren geprägt von Übergeben, Übelkeit, Schmerzen, Panikattaken, Heulkrämpfe, ... Ich bekam jeden Tag Besuch von meiner Familie und meinem Freund, das tat gut.
Gestern (18.10.) ging es mir nachmittags das erste Mal wieder einigermaßen gut und ich bin einmal kurz auf den Flur gegangen.
Letzte Nacht war mir zwar nicht übel aber ich hatte sehr starke Schmerzen und konnte absolut nicht mehr auf dem Rücken liegen, das macht mich wirklich fertig.
Heute (19.10.) war ich morgens dementsprechend fertig mit den Nerven, die Übelkeit kam wieder und ich wollte mal wieder nicht frühstücken (habe ich seit dem 15.10. nicht mehr). Mir wurde dann Zwieback gebracht und jetzt geht es langsam wieder etwas besser. Ich bin momentan einfach fertig weil es mir immer wieder zwischendurch so schlecht geht und ich eigentlich komplett übermüdet bin, aber ich kann nicht mehr auf dem Rücken schlafen. Vorhin war ein Arzt hier und ich habe ihn nach der Entlassung gefragt, er meinte dann meistens nach 7-8 Tagen (das wäre dann 21.10. Oder 22.10.) aber in Ausnahmefällen, wenn das mit Schmerzen und Übelkeit nicht besser wird auch mal 2 Wochen. Da habe ich direkt wieder einen Heulanfall bekommen, weil ich auf keinen Fall noch eine Woche hier bleiben möchte. Ich hätte nicht gedacht, dass ich das schreibe, aber ich glaube ich habe richtig Heimweh. Und das obwohl ich jeden Tag Besuch bekomme.

Ich halte euch die nächsten Tage mal auf dem Laufenden.

PS: Mein Name ist Zwieback, weil mir hier jeden Tag wegen der Übelkeit Zwieback gebracht werden muss ;-) :-D
« Letzte Änderung: 19. Oktober 2020, 10:03:30 von Zwieback »

peca

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Re: Trichterbrust/Kielbrust OP Ostercappeln
« Antwort #1 am: 19. Oktober 2020, 19:10:35 »
Hallo Zwieback,

das ist wirklich "schön" von einer Leidensgenossin zu hören, da ja diese Deformität auch bei Frauen relativ selten ist. Nicht schön das du so zu kämpfen hast. Ich würde dir gern Mut machen und kann dir nur aus meiner
Perspektive sagen, dass die Freude über das Ergebnis schnell die Schmerzen in den Hintergrund drängt ( aber das ist leichter gesagt wenn man nicht selbst über der Schüssel hängt ) . Interessant ist auch, dass deine Lungenvitalkapazität so niedrig war wie meine. Wie funktioniert deine Atmung jetzt ? Musste Dr. Lützenberg auch deine Rippenknorpel kürzen und die Brustmuskeln umsetzen ? Es wäre schön wenn du weiter berichtest. Alles Gute inzwischen.

LG

pec2020

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Re: Trichterbrust/Kielbrust OP Ostercappeln
« Antwort #2 am: 19. Oktober 2020, 20:11:58 »
Halte durch Zwieback! Ich liege denke ich nur einige Zimmer weiter weg von dir aktuell!

LG pec2020

Zwieback

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Re: Trichterbrust/Kielbrust OP Ostercappeln
« Antwort #3 am: 21. Oktober 2020, 07:32:57 »
Hallo :-)

Ein kurzes Fazit: Es ist alles deutlich besser geworden! :-)

Am 19.10. hatte ich immer mal wieder gute und schlechte Phasen, aber ich konnte wieder ein bisschen auf dem Flur laufen. Die Nacht war wieder geprägt von Übelkeit und Schmerzen und ich musste drei Mal die Nachtschwester holen, die mir letztendlich irgendeine Beruhigungs- oder Schlaftablette gegeben hat. Auf jeden Fall war ich nach einer Minute eingeschlafen und musste das erste mal morgens geweckt werden. :-D
Am 20.10. Habe ich doch tatsächlich das erste mal ein bisschen was gefrühstückt. Immerhin die Hälfte von einem halben Brötchen. Zwar ganz trocken, aber da habe ich gemerkt, dass es langsam bergauf geht. Das hat mich dann wirklich motiviert. Außerdem wollte ich den Ärzten und Schwestern zeigen, dass ich auf keinen Fall noch eine Woche hier bleiben muss. Ich bin dann gestern im Laufe des Tages viel auf dem Flur gewesen, habe brav inhaliert und meinen Atemtrainer genutzt. Das Ergebnis: Der Arzt meinte ich darf morgen wahrscheinlich nach Hause!!! :-)
Achja zur Essenssituation im Allgemeinen: Ich bin da wirklich kein einfacher Mensch, es gibt viele Sachen, die ich nicht mag und ich hatte vorher schon befürchtet, dass das mit dem Essen schwierig wird für mich. Mir schmeckt hier wirklich so gut wie gar nichts, ich glaube, dass mich das auch zusätzlich runter gezogen hat. Daher hat mein Besuch mir immer schön fleißig essen mitgebracht. Frisches Obst und Gemüse, selbstgebackenes Brot, Müsliriegel, ... Gestern hat mein Freund mir einen Cheeseburger und Pommes mitgebracht. Nicht wirklich das gesündeste, aber ich glaube so gut hat mir McDonalds noch nie geschmeckt! :-D

Also meine Atmung war die ersten Tage echt im Arsch. Nach jeder kleinsten Bewegung und bei jedem Sprechen hatte ich das Gefühl zu ersticken. Seit vorgestern/ gestern wird es besser. Ich würde sagen, inzwischen denke ich, dass meine Atmung genau so wie vor der OP ist oder vielleicht auch schon ein klein wenig besser. Ich halte mich hier ja nur auf der Station auf und bin gespannt, wie gut beispielsweise Treppen laufen klappen wird. Zuhause wohne ich im zweiten Stock. 
Ehrlich gesagt weiß ich gar nicht so genau, was Dr. Lützenberg jetzt alles gemacht hat. Er hatte mir das auf der Intensivstation nach der OP alles ganz genau erklärt, aber davon weiß ich kaum noch was. Ich möchte aber auch noch nach dem OP Bericht fragen, dann kann ich dir alles genau erklären. Leider ist er seit Freitag wieder in Magdeburg. Aber der Arzt hier meinte ich soll ihm einfach eine E-Mail schreiben und dann bekomme ich den Bericht.
Gestern war mal wieder Pflasterwechsel und ich habe das erste mal richtig bewusst hingeschaut. Das sieht ja erstmal ganz schön übel aus. Da konnte ich mir noch nicht so ganz vorstellen, dass das irgendwann mal schön aussehen soll.

Und noch zur Ergänzung: Ich habe/ hatte eine PCA. Die wurde zwischendurch aufgrund meiner Übelkeit schon runtergestellt. Seit vorgestern wurde es dann immer weniger und heute früh gegen 6 Uhr hat dann die Nachtschwester das Teil angeknipst. Ich habe jetzt also nur noch das Kabel am Rücken, das wird dann nachher gezogen. :-)

Das ist ja schön zu hören pec2020, ich hatte tatsächlich bisher das Gefühl, ich bin die einzige Patientin von Dr. Lützenberg hier zurzeit.

Euch beiden natürlich auch weiterhin gute Besserung! :-)

Liebe Grüße

peca

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Re: Trichterbrust/Kielbrust OP Ostercappeln
« Antwort #4 am: 23. Oktober 2020, 10:00:59 »
Hallo Zwieback,

das klingt doch gut und so lang her ist deine OP ja auch noch nicht.
Zu Hause wird es dann auch schneller besser. Hat die Umstellung auf Schmerztabletten funktioniert bei dir? Was meintest du mit Kabel im Rücken, war das eine Rückenmarksanästhesie ? Ich spüre aktuell die Muskeln deutlich, man merkt doch, dass jetzt alles woanders sitzt. Langsam
fange ich wieder an mit Muskeltraining und da zieht es hier und da noch etwas. Weiterhin dir auch gute Besserung.

LG

Meister

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Re: Trichterbrust/Kielbrust OP Ostercappeln
« Antwort #5 am: 03. November 2020, 14:11:36 »
Hallo, halte durch dass wird besser.
Du warst in den besten Händen und geb dir ein bisschen Zeit.
Gut Besserung

Zwieback

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Re: Trichterbrust/Kielbrust OP Ostercappeln
« Antwort #6 am: 03. November 2020, 14:50:04 »
Hallo :-)

Ich melde mich dann mal wieder mit einem kleinen Zwischenstand.

Peca: Ich meinte damit diese Schmerzpumpe, die im Rücken war. Ganz genau kenne ich mich mit den ganzen Begriffen gar nicht aus. :-D

Also ich wurde dann wie gesagt am 22.10. entlassen. Die Autofahrt zurück war trotz sehr bequemen Firmenwagens meines Vaters echt unangenehm. Jeder kleine Huckel und jede Kurve haben wieder solche Schmerzen ausgelöst.
Die ersten Tage zuhause waren tatsächlich ganz in Ordnung, abgesehen von den Nächten.
Zu dem Zeitpunkt habe ich folgende Tabletten genommen:
Novaminsulfon 500mg 1-1-1-1
Pantoprazol 0-0-1
Ondansetron 1-0-1
Celebrex 100mg 1-0-1
Direkt am Tag danach (23.10.) war ich beim Arzt. Leider nicht bei meinem richtigen Hausarzt,da dieser im Urlaub war. Er meinte die Wunden sehen gut aus und ich bräuchte kein neues Rezept für Ondansetron, weil die Schmerzen ja nicht  so stark sind. Wie gesagt von den Schmerzen her gingen die ersten Tage wirklich. Montag war ich dann wieder beim Arzt, allerdings wegen meiner Fersen. Ich hatte die mir im Krankenhaus wundgelegen und auf beiden Seiten einen Dekubitus, also zwei schöne dicke Blasen. Im Krankenhaus hieß es ich solle das ein bisschen eincremen. Zum Glück kannte meine Mutter sich damit aus und empfahl mir direkt die Füße hochzulegen. Das war aber leider zu spät, sodass mir an dem Montag die Blasen aufgestochen werden mussten. An dem Montag rief Dr. Lützenberg mich noch an und erkundigte sich nach meinem Wohlbefinden. Nochmal eine deutlich Empfehlung für Dr. Lützenberg an dieser Stelle.
Die Nächte vorher waren ja sowieso schon nicht so prall (Max. 3 Stunden Schlaf und danach immer wieder kurze Schlafphasen). Aber ab der Nacht zum Dienstag wurde es dann richtig übel. Ich habe überhaupt nicht geschlafen und auch tagsüber war es egal was ich tat, ich hatte höllische Schmerzen, weinte wieder mehrmals und bereute die OP. Donnerstag ging ich daher wieder zum Arzt. Die Wunde sieht nach wie vor gut aus, ich solle aber das Novaminsulfon jeweils auf 2 erhöhen,also 2-2-2-2 und bekam zusätzlich Tilidin 50mg für morgens und abends verschrieben. Abgesehen davon, dass ich mich nach der Einnahme von Tilidin teilweise leicht benebelt fühle merkte ich keinerlei Unterschiede. Nach wie vor tagsüber Schmerzen und nachts kaum bis gar kein Schlaf. Ich lief nachts manchmal einfach eine halbe Stunde durch die Wohnung in der Hoffnung das würde was bringen. Ich war physisch und psychisch wirklich am Ende. Vor zwei Tagen ging es mir tagsüber das erste mal etwas besser, sodass ich meinen Freund auf einer kleinen Gassi Runde mit unserem Hund begleitete. In der Nacht trotzdem wieder dasselbe Spiel. Daher bin ich gestern wieder zum Arzt. Nach wie vor sieht die Wunde super aus und langsam fallen an einigen Stellen die Borken ab. Aufgrund der starken Schmerzen nachts soll ich ab sofort vorm Schlafen gehen 2 Tilidin nehmen. Ich muss sagen: Die letzte Nacht war tatsächlich etwas besser. Nicht viel, aber ein kleines bisschen. Tagsüber habe ich momentan immer so Phasen. Also wirklich weg sind die Schmerzen nie. Aber die "Nicht-Auszuhalten" Phasen werden im Vergleich zu den "Damit-kann-ich-leben" Phasen immer weniger. Das macht wenigstens etwas Hoffnung.
Allerdings bin ich nach wie vor in jeder Lebenslage auf Hilfe durch meinen Freund angewiesen. Ich kann nicht alleine die Autotür öffnen oder mich anschnallen, ich kann mir nicht alleine Schuhe anziehen, ich kann nicht mal alleine aus dem Bett aufstehen. Und inzwischen kommen auch noch Rückenschmerzen zu den anderen Schmerzen. Ich bin dementsprechend auch echt häufig mit den Nerven völlig am Ende... Aber rückgängig machen kann ich es jetzt nicht mehr. Ich versuche mich immer mal wieder im Spiegel zu betrachten,um Kraft zu tanken. Denn das optische Ergebnis ist wirklich top.
Ich wünsche mir einfach so sehr, dass es jetzt langsam bergauf geht...

Liebe Grüße

Meister

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Re: Trichterbrust/Kielbrust OP Ostercappeln
« Antwort #7 am: 03. November 2020, 22:48:12 »
Hallo,
bei mir sind es 5 Monate nach OP.
Es wird schon besser du brauchst Geduld. Ich habe heute noch starke Schmerzen die Bügel sind halt da.
Ich hoffe dir gehts bald besser.
Gehe viel spazieren du musst dich bewegen und atmen, dass ist ein muß bei mir jeden Tag.
Gute Besserung

peca

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Re: Trichterbrust/Kielbrust OP Ostercappeln
« Antwort #8 am: 04. November 2020, 11:36:28 »
Hallo Zwieback,
ein 'halte durch' auch von mir. Merkst du eigentlich auch schon eine Verbesserung was das Herz betrifft ( das es weniger gegen das Brustbein schlägt und das Herzrasen abnimmt ) ? Ja der Herr Dr. Lützenberg ist spitze, auch was die Nachsorge angeht. Der Arzt dem die Frauen vertrauen,  wie es jemand in einem älteren Bericht treffend formuliert hat. Und Bewegung ist wichtig, beschleunigt die Heilung ungemein, meine Meinung. Ich wünsche dir das es bergauf geht.

Liebe Grüße

Meister

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Re: Trichterbrust/Kielbrust OP Ostercappeln
« Antwort #9 am: 04. November 2020, 15:59:53 »
Hallo wollte mich nochmals melden.
Ja das mit der selbstständigen aufstehen  hat bei mir auch nicht geklappt.
Mein Hausarzt hat mit meiner Krankenkasse mir ein elek. Betteinlegerahmen Genehmigt, das ist dann wie ein Krankenbett und du kommst dann alleine hoch.
Rückenschmerzen hat mir wärme Heizdecke, ibu Salbe und Krankengymnastik Massage Hausbesuch sehr geholfen.
Das Auto natürlich als Beifahrer habe ich vermieden in der ersten Zeit.
Und versuche spazieren gehen auch wenn es schwer fällt.
Sei tapfer halte durch, es wird besser.
Gute Besserung
Liebe Grüße

Zwieback

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Re: Trichterbrust/Kielbrust OP Ostercappeln
« Antwort #10 am: 11. November 2020, 08:54:28 »
Hallo :-)

Vielen Dank für eure aufmunternden Worte. Das tut wirklich gut sowas zu lesen.

Bei mir hat sich tatsächlich viel getan. Ich habe am 4.11. noch Dr. Lützenberg angerufen, weil ich wirklich nicht weiterwusste. Allerdings habe ich ihn nicht direkt erreicht und wartete dann auf den Rückruf. Wie durch ein Wunder ging es mir am 5.11. plötzlich viel besser. Nach wie vor natürlich viele Schmerzen, aber im Vergleich zu vorher war das ein Traum. Am 6.11. rief dann Dr. Lützenberg zurück. Da hatte sich das ganze ja bereits erledigt. :-D
Er sagte mir aber noch, dass ich natürlich, wenn es so weiter geht langsam die Tabletten reduzieren könnte, weil ich zu dem Zeitpunkt wirklich viel genommen habe. Inzwischen lasse ich die Tilidin morgens weg und nehme von dem Novaminsulfon/Metamizol (habe von meinem Hausarzt jetzt Metamizol bekommen) nur noch morgens 1, mittags 2, abends 1 und nachts 1. Also insgesamt 1 Tilidin weniger und 3 Schmerztabletten weniger. Von dem Celebrex nehme ich immernoch 1 morgens und 1 abends. Aber die Tabletten endlich zu reduzieren ist ein tolles Gefühl!
Ich habe inzwischen sogar für mich eine Technik gefunden, wie ich aus dem Bett aufstehen kann, ich kann mich alleine anziehen und bin gestern das erste mal als Beifahrerin wieder im Auto gesessen und selbst das war auszuhalten. Spaziergänge schaffe ich inzwischen so knapp anderthalb Stunden. Es geht also inzwischen bergauf. Ich hoffe, dass jetzt kein Rückschlag mehr kommt.

Peca: von meinem Herzen bekomme ich zurzeit eigentlich gar nichts mit, was aber ja definitiv ein positives Zeichen ist.

Liebe Grüße
« Letzte Änderung: 11. November 2020, 08:56:41 von Zwieback »

peca

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Re: Trichterbrust/Kielbrust OP Ostercappeln
« Antwort #11 am: 13. November 2020, 18:56:55 »
Hallo Zwieback,

wenn du mittlerweile anderthalb Stunden spazieren gehst, hast du es eigentlich schon geschafft. Der Rest wird dann bestimmt recht schnell besser. Das ist schon witzig, dass wir uns darüber freuen, das Herz nicht schlagen zu spüren. Aber mir geht es so, denn der vorangegangene Zustand war echt unangenehm.
Gute Genesung dir weiterhin.

Liebe Grüße