Oida Mo! Darauf war ich nicht vorbereitet...

Begonnen von Camoesas, 22. Mai 2026, 13:27:19

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Camoesas

Hallo zusammen,

ich bin 40 und wurde vor einem Monat wegen einer Trichterbrust operiert.
Dieses Forum habe ich erst am Wochenende entdeckt – und es hat mich direkt für Stunden gefesselt. Mir ist aber auch klar geworden: Ich brauche einen catchy Titel, um irgendwann auf Seite 10 noch gelesen zu werden ...

Hintergrund:
   • männlich, 40 Jahre
   • Haller-Index: 3,7
   • Operation nach Nuss mit 3 (!) Bügeln

Bei mir war es – wie hier schon oft beschrieben – so, dass es ab der dritten Woche deutlich besser wurde. Am schmerzhaftesten ist aktuell noch das Hinlegen und Aufstehen. Niesen musste ich zum Glück erst einmal – das war furchtbar. Meist ist es so, dass schon das Einatmen vor dem Niesen so schmerzhaft ist, dass der Niesreiz wieder verschwindet.
Ich nehme inzwischen nur noch wenig Schmerzmittel (1–2 × 500 mg Metamizol pro Tag). Das Opiat habe ich schon etwa zwei Wochen nach der OP abgesetzt, weil es mich zu schläfrig gemacht hat. Rücken- und Schulterschmerzen sind aktuell oft sogar dominanter.
Gerade bin ich in einer Phase der Unsicherheit: Es ist zwar schon deutlich besser geworden, aber es liegt noch ein langer Weg vor mir. Und Ich frage mich täglich, ob die Operation die richtige Entscheidung war.

Im Vorbereitungsgespräch wurde mir gesagt, dass etwa sechs Wochen Schmerzen normal sind. Mir war allerdings nicht klar, welche Art von Schmerzen das sein würden. Auf eine längere Zeit ohne Sport war ich eingestellt, aber dass ich in meiner Bewegung so eingeschränkt sein würde, nicht. Das Gespräch selbst war sehr gut, und der Arzt hat sich viel Zeit genommen.

Gestern war ich auf eigene Initiative noch einmal zum Verlaufsgespräch. Das war leider weniger zufriedenstellend: Nach 1:45 h Wartezeit blieb kaum Zeit, alle meine Fragen zu klären.

Deshalb hoffe ich hier auf eure Erfahrungen:
– Gibt es jemanden mit ebenfalls drei Bügeln? Steigt das Risiko für Komplikationen mit der Anzahl der Bügel?
– Die Implantate sind ,,bedingt MRT-tauglich" (mit Tesla-Grenze). Das habe ich erst im Implantatausweis gesehen. Da ich wegen einer anderen Erkrankung regelmäßig MRTs (auch vom Bauchraum) brauche: Hat jemand damit Erfahrung?
– Bewegungseinschränkungen: Mir wurde gestern gesagt, dass ich bestimmte Bewegungen (Oberkörper drehen, Strecken, z. B. zum Sockenanziehen) während der gesamten Tragezeit vermeiden soll. Von so langfristigen Einschränkungen war vorher keine Rede, und hier habe ich dazu auch noch wenig gelesen. Kennt das jemand?
– Bedeutet das, dass ich drei Jahre lang keine Crunches/Sit-ups machen kann?
– Wann lassen die Schmerzen beim Hinlegen und Aufstehen nach?

Meine ,,Lessons Learned":
– Vor der OP ein paar XXL-T-Shirts und Sweatshirts mit Reißverschluss besorgen
– Wegen des Anziehens (Schuhe/Kleidung) die Operation eher in den Sommer legen
– Außer bei Allergien – dann lieber in eine Zeit ohne starken Pollenflug (Niesen!)
– In den ersten 6 Wochen: Arme nicht höher als 60° → Hocker in der Küche ist hilfreich
– Autofahren ist mit den Einschränkungen schwierig
– Rucksäcke/Taschen tragen geht etwa einen Monat lang nicht

nicolchen

Hallo,

wer war dein Chirurg?

Ich wünsche eine schnelle Schmerzfreiheit.


Camoesas

Hallo,

Danke für die Genesungswünsche!
Das ist an der LMU operiert worden.

mfg

Ü50

Hallo Camoesas,

erst einmal weiterhin gute Besserung!

Bzgl. deiner Fragen, kann ich folgendes beisteuern:

Die jüngeren Patienten, die mit mir im selben Zeitraum operiert wurden und mit denen ich gesprochen habe, sind alle mit 3 Bügeln versorgt worden. Das hat den Vorteil, dass der Druck besser verteilt wird und daher auch das Risiko einer Dislokation der Bügel geringer ist (zumindest habe ich das von meinen OP Gesprächen noch so in Erinnerung).
Der Chirurg entscheidet während der OP, ob 2 oder 3 Bügel notwendig sind.

Bzgl.der Schmerzen und Wiederherstellung der Beweglichkeit, ist etwas Geduld angesagt. Mir wurde 2 Monate nach der OP mitgeteilt, dass ich wieder alles machen dürfte, inkl. Krafttraining. Zwischen "dürfen" und "können" liegen aber manchmal Welten. Bei mir hat es ca. 5-6 Monate gedauert, bis die meisten Bewegungsmuster wieder halbwegs schmerzfrei funktionierten. Auf jedenfall sollte man sich langsam rantasten und sich anfangs nicht zuviel zumuten. Nach den ersten 2-3 Monaten reiner Schonzeit spricht jedenfalls nichts dagegen Streck-, Beuge- und Rotations-Bewegungen zu üben (soweit es schmerzfrei klappt). Mir wurde das vom Chirurgen/Physiotherapeuten sogar angeraten. Die Empfehlung deines Arztes kann ich daher nicht nachvollziehen (Schonhaltung über die gesamte Tragzeit ist eher kontraproduktiv)

Ich mache entsprechende Übungen fast täglich seit dem 3. Monat nach der OP (reine Bewegungs/Dehnungübungen ohne viel Kraft). Sit ups/Crunches habe ich erst nach ca. 6 Monaten angetestet. War aber kein Vergnügen (Stabilisator verursachte Schmerzen). Alternative Übungen für die Bauchmuskulatur wie z.B Dead-Bug gehen dagegen einwandfrei. Das ist zumindest meine Strategie mit der ich am Besten fahre: Testen, was schmerzfrei geht; ansonsten auf alternative Übungen ausweichen oder Kraftaufwand bzw. Anzahl der Wiederholungen reduzieren. Ich denke jeder TB-Patient entwickelt seine eigene Strategie um wieder "auf die Beine" zu kommen. Der Heilungsverlauf ist ja auch bei jedem anders.

Die Schmerzen beim Aufstehen/Hinlegen lassen mit der Zeit nach. Bei mir zwickt es nach 12 Monaten immer noch leicht. Stört aber kaum noch. Über die nächsten Wochen/Monate wirst du sicher auch Fortschritte feststellen. Wie gesagt, läuft bei jedem anders ab; nur nicht verrückt machen lassen; gibt vermutlich keine genauen Referenzwerte.

Bzgl. MRT kann ich nichts sagen, ausser dass die von dir beschriebene Problematik bzgl. der zugelassenen Feldstärke bei jedem im Implantatpass drinsteht. Da müsstest du dich beim Radiologen erkundigen, wenn ein MRT ansteht.

Alles Gute!



Jo1996

Hallo Camoesas,

ich bin vor etwas mehr als drei Jahren an der LMU München (Abteilung Thoraxchirurgie) operiert worden. Allerdings bekam ich "nur" zwei Bügel implantiert, die demnächst wohl – ebenfalls an der LMU – entfernt werden.

Anzahl der Bügel:

Ich habe damals erst auf dem Entlassungsbrief gesehen, dass zwei Bügel eingesetzt wurden. Das war für mich im ersten Moment auch ein kleiner Schock, da ich einen vergleichsweise niedrigen Haller-Index hatte. Im OP-Bericht stand, dass die Chirurgen erst versucht hatte, mit einem Bügel auszukommen. Optisch hätte wohl auch einer gereicht; der zweite wurde lediglich eingesetzt, um eine noch tastbare Vertiefung auszugleichen. Um ehrlich zu sein, bin ich im Nachhinein aber ganz froh darüber. Natürlich kann ich nicht beurteilen, ob die Einschränkungen mit einem Bügel geringer gewesen wären als mit zweien. Aber ich wäre definitiv sehr enttäuscht gewesen, wenn trotz aller Schmerzen und Unannehmlichkeiten ein nicht ganz zufriedenstellendes Ergebnis erzielt worden wäre.

Ich meine auch irgendwo mal gelesen zu haben, dass man bei Patienten, deren Größenwachstum bereits abgeschlossen ist und deren knöcherner Thorax daher bereits vergleichsweise steif ist, tendenziell eher mehrere Bügel einsetzt, und zwar gerade, um die Komplikationen durch eine bessere Druckverteilung zu vermeiden. Bei Kindern und Jugendlichen, deren Brustkorb noch elastischer ist, würde man dagegen eher versuchen, mit einem Bügel auszukommen. Letztlich hängt es aber vor allem von der Schwere, der genauen Lokalisation und der Symmetrie der Trichterbrust ab. Wie sich der Trichter aufrichtet, sieht man immer erst, sobald man den Bügel umgeflippt hat. Wenn die Korrektur dann noch nicht ausreicht, halte ich es persönlich für sinnvoller, weitere Bügel einzubringen, als den Trichter halb-korrigiert zu belassen. Ich persönlich merke heute zwar ab und zu noch, dass ich einen Fremdkörper in der Brust habe. Ob es ein oder zwei Bügel sind, würde ich vom bloßen Gefühl her aber nicht sagen können.

MRT-Tauglichkeit:

Ich war nach der OP schon mehrfach in der Röhre (CT und MRT). Ich hatte jedes Mal auf die Bügel hingewiesen. Eine MFA ließ sich einmal auch den Implantatpass zeigen, meinte dann aber nur, dass die Bügel kein Problem darstellten. Auch der Radiologe hatte anschließend kein Wort darüber verloren. Vermutlich hängt die MRT-Tauglichkeit letztlich von der MRT-Indikation ab (?).

An deiner Stelle würde ich es einfach so handhaben: Die Bügel auf dem Aufklärungsbogen angeben und explizit bei der Terminvereinbarung und dem Termin selbst gegenüber dem Personal ansprechen (Implantatpass dann natürlich mitnehmen). Im Zweifel wird der Radiologe dann schon auf potenzielle Probleme aufmerksam machen. Mehr als ausdrücklich auf die Implantate hinzuweisen, kann man aus meiner Sicht nicht.

By the way: Es gab bei Arztbesuchen immer wieder merkwürdige und lustige Situationen. Mein Orthopäde hat einmal ganz große Augen gemacht, als er die Röntgenbilder sah und meinte nur "heftig". Seine Arzthelferin sagte, ich hätte ihr sagen müssen, dass ich ein Korsett trage ;-)

Schmerzen und Bewegungseinschränkungen:

Mir ging es damals wie dir. Ich hatte länger Schmerzen und Einschränkungen, als es die Ärzte zuvor angekündigt hatten und es überall zu lesen war, und zwar in ähnlichen Situationen wie du (Rücken- und Schulterschmerzen, Schmerzen beim Hinlegen, Aufstehen, Liegen in Seiten- und Bauchlage, Bücken, Einschränkungen der allgemeinen Beweglichkeit, Schwierigkeiten, die Arme über Kopfhöhe zu nehmen, Schmerzen wegen der schlechten Straßen beim Autofahren etc.). Statt beim Niesen lag mein Problem allerdings eher beim Husten ;-).

Beim Fädenziehen (nach zwei oder drei Wochen) meinte der Assistenzarzt zu mir, dass die Beweglichkeit aber noch ausbaufähig sei. Das Ausziehen meines Shirts machte offenbar einen unbeholfenen Eindruck. Aber ich kann dich beruhigen: Ich dachte damals auch, dass meine Genesung besonders langsam verlaufen würde. Bei mir ging es dann erst mit dem Beginn der Physiotherapie merklich bergauf. Die sechs Wochen sind wohl eher optimistisch veranschlagt, wie du anhand der vielen Erfahrungsberichte hier im Forum sehen kannst. Wie stark die Schmerzen und Einschränkungen wirklich sind, weiß man erst, wenn man den Eingriff hinter sich hat. Und das haben wohl die wenigsten Operateure ;-).

Die Opiate habe ich – wie auch du – relativ schnell abgesetzt. Andere Schmerzmittel nahm ich wenige Wochen später auch nicht mehr ein, da sie meine Leber stark in Mitleidenschaft gezogen haben. Es ließ sich aber auch ohne relativ gut aushalten. Die von dir beschriebenen Schulter- und Rückenschmerzen hatte ich anfangs auch, bis ich mich an die neue, aufrichte Haltung gewöhnt habe. Heute habe ich – anders als vor der OP – kaum noch welche.

Ein Monat post OP ist noch ein sehr frühes Stadium der Genesung. Bei mir hielten die kontinuierlich bestehenden Schmerzen noch deutlich länger an (bestimmt einige Monate). Auch viele Monate später, teilweise heute noch, spürt man die Bügel bei blöden Bewegungen unsanft. Die Bügel samt Stabilisatoren gehören da anatomisch einfach nicht hin. Aber es wird mit der Zeit immer besser. Man darf sich dabei auch von kleineren Rückschlägen nicht entmutigen lassen.

Ich kann mich erinnern, dass ich mir anfangs auch die Frage stellte, ob die OP die richtige Entscheidung war. In der ersten Nacht nach dem Eingriff hatte ich solche Schmerzen, dass mir ständig durch den Kopf ging, ich würde die Ärzte bei der morgigen Visite bitten, die Bügel wieder zu entfernen ;-). Letztlich ist es wie immer: Solche Fragen stellt man sich, solange man noch leidet. Im Nachhinein schaut man anders auf die Situation. Ich würde heute keine Sekunde mehr an der Entscheidung zweifeln, auch wenn die Bügel noch nicht raus sind. Ich bin mittlerweile optisch und funktionell so zufrieden mit dem Ergebnis, dass ich mir gar nicht mehr vorstellen kann, wie es vor der OP gewesen war. Ich hoffe sehr, dass du auch bald an dem Punkt bist, an dem die Vorteile die Nachteile deutlich überwiegen.

In puncto Kraft, Beweglichkeit und Schmerzen hat mir damals die Physiotherapie enorm geholfen, die ich über mehrere Wochen bekam. Ich glaube, dass ich von Anfang an eher mental als körperlich gehemmt war. Ich nahm eine Schonhaltung ein, die es mir nicht unbedingt leichter gemacht hat. Ich habe mich nur so viel bewegt wie unbedingt nötig war, und dann auch nur besonders langsam und vorsichtig. Bewegungen, die auch nur potenziell schmerzen könnten, habe ich von vornherein vermieden. Körper und Bügel halten aber viel mehr aus, als einem das Gehirn weismachen will. Natürlich sollte man sich nicht übernehmen, aber man kann sich schon auch etwas zutrauen. Ich habe zum Beispiel wenige Wochen nach der OP bei der Physiotherapie schon Bankdrücken mit Gewicht gemacht, obwohl ich mit der Einstellung in die Praxis kam, nicht einmal richtig laufen und stehen zu können. Mein Physiotherapeut hat mich damals ins kalte Wasser geworfen und ich wollte mir keine Blöße geben. Machst du Physiotherapie und wenn ja, hilft sie dir?

Aus Interesse habe ich eben auch nochmal Entlassungsbrief und OP-Bericht angesehen. In beiden stand ausdrücklich, dass "die Beweglichkeit durch die OP nicht dauerhaft eingeschränkt" sei. Es wurde auch Physiotherapie nach einem bestimmten Schema angeraten, um die Beweglichkeit schmerzadaptiv Stück für Stück wieder aufzubauen (an das Schema hat sich mein Physiotherapeut aber ehrlich gesagt nicht wirklich gehalten). Bestimmte Bewegungen und Belastungen sollte ich nur für die ersten Wochen bzw. Monaten (z.B. Verwringungen des Oberkörpers), Extrem- und Kontaktsport dagegen für die ganze Tragezeit vermeiden. Davon, dass bestimmte Bewegungen dauerhaft gemieden werden sollten, stand bei mir nichts und wurde mir auch ansonsten nicht anempfohlen. Was steht denn in deinen Entlassungspapieren? Und hat man dir auch ein Physio-Schema ausgehändigt? Allein das widerspräche ja schon der Aussage des Arztes.

Insbesondere alltägliche Sachen wie Sockenanziehen und dergleichen gingen bei mir relativ schnell wieder, sobald die Schmerzen einigermaßen unter Kontrolle waren. Bestimmte Bewegungen, die ich als unangenehm (nicht schmerzhaft) empfinde, meide ich bis heute. Dazu zählen auch Crunches oder Situps, bei denen ich die Bügel und Stabilisationsplatten deutlicher spüre, als mir lieb ist. Ich mache daher lieber Planks und dergleichen, auch wenn das Training dadurch womöglich weniger gezielt und effizient ist.

Ich bin gut damit gefahren, Bewegungen einfach auszuprobieren: Was keine oder nur mäßige Schmerzen macht, wurde schrittweise ausgebaut; was noch sehr schmerzhaft war, habe ich zunächst vermieden und später wieder in Angriff genommen. Heute gibt es quasi keinerlei Bewegungen mehr, die noch wirklich schmerzhaft sind oder anatomisch nicht ginge. Ich mache alles, womit ich mich wohl fühle; alles andere lasse ich sein. Zu 99 Prozent der Zeit denke ich gar nicht mehr über die Bügel nach, sondern mache einfach, was ich will. Wenn dann doch mal etwas zwickt, ist das halt so.

Sprechstunde:

Darf ich fragen, welcher Arzt dich operiert hat? Dass man bei deiner Verlaufskontrolle eher kurz angebunden war, deckt sich überhaupt nicht mit meiner Erfahrung. Vielleicht war an dem Tag besonders viel los oder der Arzt hatte einen schlechten Tag (?). Ich wurde immer ermutigt, mich mit Fragen jederzeit wieder vorzustellen. Davon habe ich sowohl vor als auch nach der OP Gebrauch gemacht und war beide Male sehr zufrieden. Vielleicht kannst du ja eine E-Mail mit deinen Fragen an den behandelnden Arzt oder das Sekretariat schreiben und darum bitten, dass man dich in einer ruhigen Minute diesbezüglich zurückruft.

Ansonsten kann ich mich Ü50 – soweit ich es nicht eh schon getan habe – nur anschließen.

Alles Gute für die weitere Genesung und viele Grüße!

Camoesas

Hallo Ü50! Hallo  Jo1996!

Genau jetzt wo ich angefangen nicht mehr täglich hier rein zu schauen geht was vorwärts!
Vielen Dank für eure ausführlichen Antworten!

Mein Status:
   • Am Montag war ich das erste Mal wieder in der Arbeit das war physisch und aber vor allem Sozial sehr anstrengend. (Alles klar? Du warst lange weg?...) Aber es war total gut wieder Teil der Gesellschaft zu sein und am Leben teilzunehmen.
   • Am Mittwoch habe ich mit meiner Physiotherapeutin Bewegungen gemacht die habe ich nicht für möglich gehalten. Es fühlt sich halt brutal eklig an...
   • Ich bin jetzt ~7 Wochen nach der OP das erste mal vorsichtig optimistisch, dass es gut werden kann und nicht eine blöde Idee war.
   • Auch kann ich meine Kinder wieder in den Arm nehmen und das auch genießen
   • Nächste Woche gehe ich ins Fitness Studio und probiere mal aus, welche Bewegungen schon wieder gehen. Ohne Gewichte halt.
   
   
Die Begründung, dass bei 3 Bügeln die Kraftspitzen geringer und die Stabilität größer ist leuchtet total ein. Das ergibt Sinn und stimmt auch lieber einen Bügel mehr wie ein 70% Ergebnis. Trotzdem bin ich froh, dass sie bei 3 Bügeln aufgehört haben...
"Dead Bug" Die Übung kannte ich aber der Name war mir neu und hat mich amüsiert. Ich glaube das dauert noch bei mir.

Ich bin tatsächlich schon ein dutzend Mal operiert worden. Und wenn die Ärzte sagten 6 Wochen keinen Sport, dann habe ich spätestens nach 4 Wochen schon geschaut was wieder geht. Bisher hat das so geklappt jetzt war es so dass ich mich 1,5 Monate am Liebsten überhaupt nicht bewegt hätte...

Nicht verrückt machen, Optimistisch bleiben und Geduldig sein ist wahrscheinlich der beste Tipp - fählt mir schwer.

MRT-Tauglichkeit:
   • Hier bin ich auch noch nicht weiter.
   • Ich bin jetzt zwischenzeitlich zwar zweimal durch eine Sicherheitskontrolle aber die Bügel sind jetzt nicht aufgefallen.
   • In zwei Wochen habe ich mein erstes MRT - bis dahin warte ich mal

@Jo1996 - haben sie dich nicht auch schon im Krankenhaus zu Husten genötigt. Bei mir musste das ganze Zimmer - unabhängig von der Indikation. Das war damit sich die Lunge nach der OP nicht entzündet.

Ich habe nochmal nachgeschaut bei mir im Entlassbrief steht der gleiche Passus drin mit keine Bewegungseinschränkungen. Das ist mir damals nicht bewusst in Erinnerung geblieben - ich habe ja nix anderes erwartet. Ich weiß nicht warum in der zweiten Sprechstunde der Arzt das gesagt hat. Und ich habe wahrscheinlich auch das gleiche Schema wie du für die Physiotherapie da steht keine Bewegungslimitation ab Woche 7.
Was ich immer noch habe ist das ich die Schulter rechts unbewusst immer hochziehe was zu massiven Verspannungen führt. Das wird nur langsam besser.

Rest schreibe ich dir per PN