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Autor Thema: Einschätzung zu meiner Trichterbrust  (Gelesen 2182 mal)

kucklimuck

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Einschätzung zu meiner Trichterbrust
« am: 10. Februar 2015, 21:32:16 »

Ich bin 19, 1.97m groß und 83kg schwer. Ich bin sehr sportlich und betreibe seit circa 2 Jahren Kraftsport. Meine Trichterbrust entwickelte sich im späten Kindesalter, als das schnelle Wachstum los ging, bis ich circa 15 war, seitdem müsste sich von der tiefe unverändert sein. Habe keinerlei Einschränkungen und die Ärzte meine, es wäre ein rein kosmetischer Makel, der mit guter Haltung, Gewichtszunahme und Sport immer unauffälliger wird. ich selbst habe keine Probleme damit, aber es interessiert mich immer was andere darüber denken, im Familien und Freundeskreis bin ich noch nie auf negative Äußerungen gestoßen und es meinten alle,dass ich mir viel große Gedanken drum machen, da es überhaupt nicht schlimm aussieht. Ich mein trichter ist ziemlich eng und asymmetrisch, nach rechts flacht die untere Brust ein wenig ab und nach links ist alles normal. Die tiefe müsste so bei 2 cm liegen, wenn man die aufgebaute Muskelmasse verdrängt und wirklich auf den Knochen aufliegt, noch weniger. Ich wollte einfach mal eure Meinung wissen, was ihr davon haltet.
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Sascha

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Re: Einschätzung zu meiner Trichterbrust
« Antwort #1 am: 11. Februar 2015, 09:09:52 »

Sieht nicht schlimm bzw. großflächig aus, da würdest du bei Op Bedarf wohl mit einem Nuss Bügel auskommen, was in der regel schnell gemacht ist.

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OPs :
2000 (Nuss), vorzeitge Entnahme, da innere Blutungen, keine Schmerzen
2003 (Erlangen), Grausame Optik, direkter wiedereinfall, dauerhafte Schmerzen
2005 (Nuss) Brust stabil, nach Bügelentnahme bleibende Schmerzen
2014 (Erlangen-Synthes) vollständige Fixierung + optische verbesserung, bleibende schmerzen.
2016 Entnahme in FFM.
Seit 2017 Frührentner.

Alter bei Ops : 16,18,20,29,32.

ex.pectus

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Re: Einschätzung zu meiner Trichterbrust
« Antwort #2 am: 11. Februar 2015, 11:38:06 »

Wobei aber Schnelligkeit überhaupt kein Kriterium sein sollte. Ob eine OP nun 30 min oder 90 min dauert, ist für Chirurgen zwar tatsächlich ein Kriterium (unter sehr vielen). Übrigens genauso wie der Blutverlust während einer OP: weniger ist besser als mehr. Aber als Entscheidungskriterium für oder gegen eine OP sollten diese völlig in den Hintergrund treten. Man sollte eine OP nicht nur deshalb in Erwägung ziehen, weil die vielleicht theoretisch nur 30 Min. dauert oder nur 10 ml Blutverlust mit sich bringt, wenn man zu den Glücklichen gehört, wo alles nach Lehrbuch abläuft. Im Normalfall läuft es nicht nach Lehrbuch ab. Sonst würden "Lehrbuchfälle" nicht so eine herausgehobene Stellung haben. Und dann gibt es noch Fälle, in denen etwas richtig schief geht. Und das geht dann auch sehr schnell, zum Glück nur nicht so oft.

Ich denke, Sascha wird mir zustimmen, dass eine nicht symmetrische Deformität nur etwas für einen "erfahrenen" Chirurgen ist. Und wer genau wäre dann damit gemeint?

Ohne entsprechende Erfahrung würden sich die meisten Nuss-Chirurgen vermutlich erst gar nicht an die OP "herantrauen" und das zu Recht und zum Glück für die Betroffenen. Wenn sie sich herantrauen, bedeutet dass aber nicht, dass die OP dann so etwas wie reine Routine oder ein Heimspiel wäre, egal was sie erzählen.

Aus einer total auffälligen, "entstellenden" Asymmetrie eine halbwegs unauffällige Symmetrie hinzubekommen, haben Prof. Schaarschmidt und Dr. Lützenberg schon unter Beweis gestellt.  Aber eine relativ unauffällige Asymmetrie optisch so zu optimieren, dass sie komplett verschwindet, dafür fallen mir jetzt keine Beispiele ein. Und ich halte das Risiko, dass es nicht klappt bzw. sich sogar weiter verschlimmert, für relativ hoch.

Das alles betrifft nur den optischen Aspekt. Über die sonstigen gesundheitlichen Folgen ist damit noch nichts gesagt: also bspw. dauerhafte Schmerzen oder Beschwerden im Brustkorb nach der OP.
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Trichter-/Kielbrust Nuss-OP 22.10.2010 (43 J, m, 185 cm, 71,5 kg, Berlin-Buch Prof. Schaarschmidt)
2. OP=Bügelentfernung 20.11.2013 (Magdeburg, Dr. Lützenberg)
meine Trichterbrust-OP-Seite

Sascha

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Re: Einschätzung zu meiner Trichterbrust
« Antwort #3 am: 11. Februar 2015, 15:54:19 »

Sehe hier eine lediglich leichte Asymetrie, kann mir beim besten willen nicht vorstellen, dass es ein Problem für einen erfahrenen Nuss Chirurgen darstellt. Bei Bedarf solltest du da einfach mal vorsprechen, das wird es klären.
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ex.pectus

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Re: Einschätzung zu meiner Trichterbrust
« Antwort #4 am: 11. Februar 2015, 16:50:28 »

Also, je nach dem, zu welchem Chirurgen man geht, wird eine Vorsprache die Punkte, die ich angesprochen habe, nicht klären. Der Witz dabei ist ja gerade, dass es einem von manchen Chirurgen nicht vorher gesagt wird, sondern dass man es erst hinterher nach der OP selber merkt. Wobei das dann natürlich nicht so witzig ist.

Sehe hier eine lediglich leichte Asymetrie, kann mir beim besten willen nicht vorstellen, dass es ein Problem für einen erfahrenen Nuss Chirurgen darstellt.

Dass die Asymmetrie nur leicht ist, sehe ich auch so. Wenn es darum ginge, einfach einen Trichter auszugleichen, ohne dass einem die geringe Asymmetrie wichtig wäre, dann würde eine geringe Asymmetrie sicher keine große Rolle beim Ausbeulen des Trichters spielen. Wenn es aber gerade darauf ankommt, diese geringe Asymmetrie auszugleichen bzw. verschwinden zu lassen, dann wird eben genau das zum Problem.

Ich wollte einfach mal eure Meinung wissen, was ihr davon haltet.

Von Prof. Schaarschmidt bekommst du mit ziemlicher Sicherheit auch eine Meinung, wenn du ihm Bilder schickst. Wie es aktuell bei Dr. Lützenberg bzgl. Mail-Beantwortung auf solche Anfragen aussieht, weiß ich nicht.
« Letzte Änderung: 11. Februar 2015, 16:56:29 von ex.pectus »
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kucklimuck

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Re: Einschätzung zu meiner Trichterbrust
« Antwort #5 am: 11. Februar 2015, 17:56:33 »

Danke für die Infos, ich ziehe eine OP überhaupt nicht in betracht, körperlich schränkt es mich überhaupt nicht ein, es ist eben rein kosmetisch und ich habe eigentlich keine Hemmungen und versuche es mit Körpermasse und Muskeln so gut es geht zu kaschieren, wenn ich meinen Bauch anspanne in kaum noch etwas zu sehen, und wenn ich die Brust wegdrücke, sodass man wirklich nur die Verformung der Knochen sieht, fällt es kaum auf, deshalb habe ich noch nien und werde nie einen Grund sehen mich unters Messer zu legen. Ich möchte nur wissen was andere Menschen davon halten und vor allem Menschen, die auch eine Trichterbrust haben, man sieht zwar einige im Fitnessstudio oder im Schwimmbad, doch zu fragen traut man sich eben nicht.
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annaj

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Re: Einschätzung zu meiner Trichterbrust
« Antwort #6 am: 11. Februar 2015, 22:35:09 »

ich würde mich in deinem fall auch nicht operieren lassen, sei den ich hätte ein wahnsinnig schlechtes Selbstbewusstsein und wäre mir sicher, alle meine probleme nach einem op weg wären... ;)

Wenn du nicht körperlich fit wärest, würde man dein tb und oberkörper anders sehen. Ein untrainierter körper verstärkt den makel, bzw man hat kein augenschmaus zum ablenken da   :P
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Weiblich.
1989-2011/01 Silikonimplantat. (16 J)
2011/03 Nuss-OP (modifiziert), dr. Lützenberg, Berlin Charité. (fast 39 J)
2013/08 Stabentfernung, dr. Lützenberg, Uniklinik Magdeburg. Zusätzlich würde grossflächig Muskeln versetzt (versuch Brustrekonstruktion, Knorpel wurde abgeschliffen usw)
2014/04 Brustrekonstruktion, Silikon in beide Brüste. Kleine Korrektur 2014/09 bei dr. Lützenberg.

triggo

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Re: Einschätzung zu meiner Trichterbrust
« Antwort #7 am: 12. Februar 2015, 17:40:45 »

Nie im Leben operieren - ist etwa genau so tief wie meine, und die sieht man praktisch gar nicht mehr seit ich viel Masse aufgebaut habe. Man braucht viel Muskelmasse in der Brust um das zu kaschieren, aber wenn man einen gewissen Punkt überschritten hat sieht man die TB gar nicht mehr wenn man nicht weiß dass sie da ist.
Allerdings bin ich natürlich trotzdem immernoch neugierig wie es 'normal' bei mir aussähe, deswegen such ich grad ne Saugglocke.
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