Autor Thema: Trichterbrust und psychischer Druck  (Gelesen 36168 mal)

bummle

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Re: Trichterbrust und psychischer Druck
« Antwort #30 am: 20. Juli 2012, 08:27:37 »
War vielleicht bischen missverständlich von mir ausgedrückt. Ich kann nicht bestätigen, dass der Befund von Schaarschmidt eine Freikarte für die Op ist. Die wird es aber auch von keinem anderen Chirurgen geben.

Ansonsten lässt sich darüber streiten, inwieweit in den Befunden auf den jeweiligen Patienten und die Trichterbrust eingegangen wird. Finde leider gerade nichts brauchbares zum Vergleich, aber den allgemeinen Wortlaut kann man hier immer wieder mal lesen (wenn auch teilweise zwischen den Zeilen).

tim_b

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Re: Trichterbrust und psychischer Druck
« Antwort #31 am: 20. Juli 2012, 17:22:11 »
@nikla: Ne, muss mich erst noch entscheiden, wo ich die OP mache. Hatte als Termin so September/ Oktober angepeilt.

@bummle: sehe gerade, dass die Bilder zu groß sind. Ich kann sie Dir gerne per Email schicken.

bummle

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Re: Trichterbrust und psychischer Druck
« Antwort #32 am: 20. Juli 2012, 17:44:27 »
Kannst du die Bilder nicht kleiner machen, geht mit Paint oder Irfanview, und hier einfügen?

Denke mal ist für die anderen auch interessant. Vor allem später dann als Vergleich vorher/nachher  ;)

tim_b

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Re: Trichterbrust und psychischer Druck
« Antwort #33 am: 20. Juli 2012, 18:10:01 »
Ja, hab gerade herausgefunden, wie das bei MacOS geht ( da gibt es nämlich leider kein Paint ).


ex.pectus

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Re: Trichterbrust und psychischer Druck
« Antwort #34 am: 20. Juli 2012, 20:05:22 »
Musste auch keinen Widerspruch einlegen. Es wurden lediglich Bilder von der Trichterbrust und Angaben zu Größe und Gewicht verlangt ( warum auch immer).

Für eine TB-OP-Indikation gibt es zwei Gründe (einer von beiden reicht): Eine TB-OP ist medizinisch notwendig, wenn sie notwendig ist
1. Beeinträchtigungen von Körperfunktionen und/oder
2. eine "entstellende" körperliche Abweichung
zu heilen, ihre Verschlimmerung zu verhüten oder Krankheitsbeschwerden zu lindern (s.a. Voraussetzungen für Kostenübernahme).

Wenn Bilder angefordert werden, dann offenbar, um die "entstellende" körperliche Abweichung zu beurteilen.

Und entweder hat die TK die Bilder vorsorglich angefordert, um ggf. "2." beurteilen zu können, falls "1." nicht reicht. Oder die TK hat bei dir die Bilder angefordert, weil die eingereichten schriftlichen Befunde gerade nicht für "1." ausgereicht haben, und du die Kostenübernahme nur über "2." bekommen konntest.

Jedenfalls würde ich jedem empfehlen, das Gutachten von Schaarschmidt aus Berlin zu holen. Das scheint mittlerweile eine Freikarte für die OP zu sein ( unabhängig davon, wo man sie später durchführt)

D.h., dass du von Dr. Lützenberg keinen Arztbrief eingereicht hast?

Meine Theorie, die ich natürlich auch nicht beweisen kann, sieht etwas anders aus:

- Oft klappt es im ersten Anlauf, d.h. ohne Widerspruch usw. Woran das liegt, lässt sich nicht sagen, aber auf jeden Fall muss das nicht am Schaarschmidt-Arztbrief liegen, weil es ja bei vielen auch ohne Schaarschmidt-Arztbrief im ersten Anlauf klappt.

- Taktisch halte ich es nicht für optimal, den ersten Anlauf mit einem Arztbrief (egal ob von Prof. Schaarschmidt oder einem anderen TB-Chirurgen) zu starten (statt nur mir der Krankenhauseinweisung). Aus zwei Gründen: Erstens man verschenkt sich die Chance, ganz unauffällig ohne große Prüfung als ganz normale OP durchzurutschen (also wie bspw. eine Gallenstein-Entfernung). Und zweitens finde ich es erfolgversprechender, wenn man für sich für einen eventuellen zweiten Anlauf Steigerungspotential bei den "Arztbriefen" bereithält.
« Letzte Änderung: 20. Juli 2012, 21:01:16 von ex.pectus »
Trichter-/Kielbrust Nuss-OP 22.10.2010 (43 J, m, 185 cm, 71,5 kg, Berlin-Buch Prof. Schaarschmidt)
2. OP=Bügelentfernung 20.11.2013 (Magdeburg, Dr. Lützenberg)
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nikla584

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Re: Trichterbrust und psychischer Druck
« Antwort #35 am: 20. Juli 2012, 20:14:58 »
Hallo @ all.

Hey Tim - ok hattest ja auch geschrieben ;-) wer lesen kann ist klar im Vorteil.

Aber muss sagen Deine TB kommt meiner sehr nahe - also vom Ausmaß her würde ich sagen.
Denk is sollte mir auch mal einen Termin in Berlin holen oder braucht man ein psychologisches GUtachten oder sowas auch ncoh?


Gruß

tim_b

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Re: Trichterbrust und psychischer Druck
« Antwort #36 am: 20. Juli 2012, 21:04:28 »
@Nikla: Nein, mit psychologischen Gutachten würde ich gar nicht erst anfangen. Viele Kassen schieben das dann scheinbar auf die kosmetische Schiene.Wenn Du Dich entscheidest nach Berlin zu fahren, mach am besten gleich bei beiden Ärzten einen Termin.

@ex.pectus: Ne, den Brief von Dr. Lützenberg hatte ich noch nicht, als ich die Unterlagen eingereicht hatte. Das mit der Steigerung hatte ich mir damals auch überlegt. Aber ganz ehrlich: ich wollte die Zusage so schnell wie möglich. Wenn man bedenkt:
- den Termin bei Berlin Buch hatte ich nach 6 Wochen
- Die KK antwortete nach 3 Wochen auf meinen Antrag mit der Bitte um mehr Informationen. Also Fotos gemacht,usw...
- Dann musste ich wieder 2,5 Wochen auf die Zusage warten.

Hätte ich erst nur die Einweisung geschickt, hätte die KK vielleicht erstmal abgelehnt. Dann hätte sich das Widerspruchsverfahren bestimmt noch einige Monate gezogen...

ex.pectus

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Re: Trichterbrust und psychischer Druck
« Antwort #37 am: 20. Juli 2012, 21:41:20 »
- Die KK antwortete nach 3 Wochen auf meinen Antrag mit der Bitte um mehr Informationen. Also Fotos gemacht,usw...

Das sieht doch sehr danach aus, dass der Arztbrief allein noch nicht gereicht hat und deshalb Fotos angefordert wurden. Mit den Fotos kann man aber nur die kosmetische Seite beurteilen, und nichts weiter. Wenn es dann mit den Fotos geklappt hat, kann man das logischerweise nur so verstehen, dass eine "entstellende" Wirkung der körperlichen Unregelmäßigkeit bejaht wurde, dieses Kriterium also als erfüllt angesehen wurde. Und da dieses Kriterium (wenn es erfüllt ist) auch ganz alleine für eine OP ausreicht, spielt der Arztbrief nun gar keine Rolle mehr (nachdem er schon zuvor nicht ausgereicht hatte, um die OP ohne zusätzliche Fotos zu bekommen). D.h. nur mit dem Arztbrief hast du die OP nicht bekommen, aber nur mit den Fotos schon (jedenfalls formal rechtlich, praktisch ist das natürlich sehr spekulativ).
Nur das kann man aus deinem Fall meiner Meinung nach logisch schlußfolgern.

Hätte ich erst nur die Einweisung geschickt, hätte die KK vielleicht erstmal abgelehnt. Dann hätte sich das Widerspruchsverfahren bestimmt noch einige Monate gezogen...

1. Wenn man nur die Einweisung zum Abstempeln hinschickt, würde es entweder eine Zusage mit Stempel oder eine Aufforderung, weitere Unterlagen/Befunde einzureichen, geben, aber sicherlich keine Ablehnung. Und selbst wenn es eine Ablehnung gäbe, könnte man einfach die Unterlagen nochmal, diesmal mit Befunden hinschicken und um erneute Prüfung bitten. Ein zeitaufwändiges Widerspruchsverfahren ist dafür nicht nötig.

2. Die TK hat ja auch Geschäftsstellen vor Ort. Für manche bietet es sich da an, dass man versucht, die Einweisung persönlich sofort abstempeln zu lassen. Und wenn sich herausstellt, dass es mal nicht sofort gehen sollte, dass das also erst intern geprüft werden müsse, kann man ja sagen, dass man das lieber später zusammen mit den Befunden, die man leider nicht dabei hat, einreicht. Und entweder reicht man es dann mit den Befunden ein oder man probiert es nochmal ohne Befunde in einer anderen Geschäftsstelle bzw. bei einem anderen Mitarbeiter. (Dass es auch bei der TK Mitarbeiter gibt, die eine Einweisung für eine TB-OP ohne weitere Diskussion zum sofortigen Mitnehmen abstempeln wurde ja schon bestätigt.)
« Letzte Änderung: 21. Juli 2012, 09:00:10 von ex.pectus »
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ex.pectus

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Re: Trichterbrust und psychischer Druck
« Antwort #38 am: 21. Juli 2012, 10:23:33 »
Wenn es dann mit den Fotos geklappt hat, kann man das logischerweise nur so verstehen, dass eine "entstellende" Wirkung der körperlichen Unregelmäßigkeit bejaht wurde, dieses Kriterium also als erfüllt angesehen wurde.

Vorsorglich möchte ich noch darauf hinweisen, dass man solche Feststellungen natürlich nicht überbewerten sollte. Das bedeutet weder, dass die TB von tim_b so viel anders oder schlimmer aussieht als die von anderen, noch bedeutet es, dass andere mit einer ähnlichen TB wie tim_b den gleichen Erfolg durch Einsenden von Fotos haben werden.

@bummle:

Ansonsten lässt sich darüber streiten, inwieweit in den Befunden auf den jeweiligen Patienten und die Trichterbrust eingegangen wird. Finde leider gerade nichts brauchbares zum Vergleich, aber den allgemeinen Wortlaut kann man hier immer wieder mal lesen (wenn auch teilweise zwischen den Zeilen).

Mein Eindruck ist, dass der Arztbrief von Prof. Schaarschmidt sehr individuell formuliert wird. Ich habe mich noch gewundert, dass er bei der Formulierung der medizinischen Indikation mehrmals korrigiert hat, um die am besten passende Formulierung zu finden. Das war bei mir im September 2010.

Und auch sonst ist der Arztbrief vom formalen und inhaltlichen Aufbau meiner Meinung nach vorbildlich (das bezieht sich nur auf seinen Arztbrief für mich, Arztbriefe für andere kenne ich nicht):
Es wird nicht nur die Diagnose ausführlich genannt, sondern auch die zugehörigen Beschwerden/Symptome aufgeführt, einschließlich funktionaler Beeinträchtigungen.
Therapie der Wahl ist logischerweise die Nuss-OP. Und es wird auch darauf eingegangen, ob bzw. wie sich die Beschwerden/Symptome durch die OP bessern könnten. Gerade dieser Punkt scheint mir sehr wichtig. Vermutlich wird der Sinn/Nutzen einer Therapie von vielen Ärzten einfach stillschweigend vorausgesetzt, aber gerade bei einer TB-OP ist er doch unter Ärzten gerade sehr umstritten. Deshalb versteht sich das nicht unbedingt von selbst und sollte ausdrücklich genannt werden.

Als Probleme würde ich allerdings sehen, wenn Prof. Schaarschmidt solche Befunde, Therapieempfehlungen und Therapieprognosen ausschließlich auf Grund der Anamnese (also Befragung des Patienten) und eigener Untersuchung von außen trifft (also bspw. Leistungseinschränkung auf Grund komprimierter Lunge/Herz). Möglicherweise also ein Problem der Glaubwürdigkeit/Nachvollziehbarkeit.

Und wenn dann sein Befund im Widerspruch zu den Befunden der Kardiologen/Pulmologen (= alles OK) steht, sind Schwierigkeiten bei der Kostenübernahme nur konsequent. Oder etwa nicht?

Wer sich nur aus kosmetischen Gründen operieren lassen will, wird sich für die Gründe der unterschiedlichen Auffassungen von Ärzten nicht interessieren. Wer sich aber aus medizinischen Gründen operieren lassen will, müsste eigentlich auch aus eigenem Interesse daran interessiert sein, dass auch die eigentlichen Fachärzte für Herz und Lunge die medizinische Notwendigkeit befürworten und nicht nur der ausführende Chirurg selber.
« Letzte Änderung: 21. April 2013, 12:48:53 von ex.pectus »
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tim_b

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Re: Trichterbrust und psychischer Druck
« Antwort #39 am: 21. Juli 2012, 15:55:23 »
Zitat

Das sieht doch sehr danach aus, dass der Arztbrief allein noch nicht gereicht hat und deshalb Fotos angefordert wurden. Mit den Fotos kann man aber nur die kosmetische Seite beurteilen, und nichts weiter.

Hi Ex.pectus, ich glaube das ist bei denen ein Standard-Verfahren. Der neue Sachbearbeiter hatte ja nicht nur die Fotos, sondern auch fachärztlich e Stellungnahmen gefordert ( obwohl ich die schon geschickt hatte ). Zudem wurde ich darauf hingewiesen, dass sie den MDK zur Beratung heranziehen. Wahrscheinlich wusste der Sachbearbeiter nichts über die Trichterbrust und wollte sich so erst darüber informieren.

Es wäre auch ein hartes Urteil, die OP aufgrund " körperlicher Entstellung" finanziert zu bekommen...

ex.pectus

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Re: Trichterbrust und psychischer Druck
« Antwort #40 am: 21. Juli 2012, 19:40:03 »
Hi Ex.pectus, ich glaube das ist bei denen ein Standard-Verfahren.

Vermutlich gibt es viele verschiedene Standard-Verfahren, auch bei ein und derselben KK. Soll heißen, dass es vermutlich vom ganz konkreten Mitarbeiter abhängt, der die Sache in die Finger bekommt. Denn wie bereits geschrieben, gibt es eben auch bei der TK Versicherte, die eine TB-OP ohne weitere Prüfung/Diskussion sofort genehmigt bekommen haben.

Es wäre auch ein hartes Urteil, die OP aufgrund " körperlicher Entstellung" finanziert zu bekommen...

So ein Urteil hat natürlich eine deprimierende Komponente, aber es handelt sich ja schließlich nicht um ein Urteil in einem Schönheits- oder Beliebheitswettbewerb, sondern es wäre schlicht die "Freikarte" für die OP.
Die Orthopädin, bei der ich seit Jahren in Behandlung bin, hat früher auch TB in der Charité mitoperiert (allerdings in der Orthopädischen Klinik am Campus Berlin-Mitte, 1991-1998, und nicht in der Chirurgischen Klinik am Campus Benjamin Franklin, wo jetzt Dr. Lützenberg operiert). Und sie meint, dass sie eigentlich nur aus kosmetischen Gründen operiert haben. Sie hätten auch untersucht, ob es durch die OP funktionelle Verbesserungen gegeben hätte, was sich aber nicht bestätigen ließ. In einer Veröffentlichung des damaligen Teams heißt es ganz "offiziell": "In 85% der Fälle wurde die Indikation zur Operation ausschließlich oder überwiegend aus kosmetischen Gründen und psychischem Leidensdruck gestellt." Und das waren keineswegs etwa besonders extreme Formen von TB ("Im Mittel faßte der Trichter 78 ± 42 (10–200) ml Wasser").

Ich habe mir jetzt mal die Homepage der "alten" Trichterbrustchirurgie der Charité Berlin-Mitte angesehen. Unter Leistungsspektum und dort unter Kiel-und Trichterbrust gibt es zwei Fotobeispiele. Ich gehe mal ganz stark davon aus, dass der Patient mit der Kielbrust definitiv keine funktionellen/medizinischen Einschränkungen hatte. Somit bleibt für eine Kostenübernahme also nur die "entstellende Wirkung". Die wird man wohl zu seinen Gunsten bejaht haben, um ihm die OP zu ermöglichen, aber verstehen muss man das wohl nicht. Sicher, der Patient hat keine "normale" Brust. Ein Kenner erkennt sofort die Kielform. Aber die sieht doch nicht unbedingt unästhetisch aus, sondern würde einen entsprechenden Muskelaufbau sogar noch zusätzlich betonen. Der Schwimmer Paul Biedermann hat auch keine "normale", flache Brust, sondern eine ziemlich kielbrustartige Form (siehe Foto1, Foto2, Foto3). Meiner Meinung nach ähnlich ausgepägt, wie beim Kielbrust-Patient auf der Homepage vor der OP (Foto). Trotzdem habe ich bei google keinen einzigen Treffer gefunden, dass irgendjemand die Kielbrustform bei Paul Biedermann thematisiert oder gar daran Anstoß genommen hätte (warum auch).

Was ich damit sagen will: Der Kielbrust-Patient auf der o.g. Homepage hat seine OP sehr wahrscheinlich auch nur auf Grund seiner "körperlichen Entstellung" finanziert bekommen, obwohl er eigentlich das Potential hatte, sich so eine Hammer-Brust wie Paul Biedermann anzutrainieren. -> Finanzierung aufgrund "körperlicher Entstellung" sagt nicht viel!
« Letzte Änderung: 21. Juli 2012, 21:03:14 von ex.pectus »
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borkener

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Re: Trichterbrust und psychischer Druck
« Antwort #41 am: 21. Juli 2012, 23:29:56 »
Zu dem Beurteilungsverfahren einer Notwendigkeit durch die Krankenkasse und ihren med. Dienst werde ich euch die nächsten Tage mal ausführlich etwas schreiben, wenn meine Frau und ich wieder Zuhause sind. Das dürfte sehr interessant für euch sein.

martin_30

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Re: Trichterbrust und psychischer Druck
« Antwort #42 am: 23. Juli 2012, 12:02:52 »
Hallo Tim,

etwas spät - aber auch von mir noch Glückwunsch zur Zusage der Kostenübernehme. Das war der erste entscheidenende Schritt. Jetzt heißt es Daumen drücken, daß die OP erfolgreich verläuft!

Gruß,

Martin
- 48 Jahre / symmetrische Trichterbrust ca. 4 cm nach Linealmethode / keine OP

max007

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Re: Trichterbrust und psychischer Druck
« Antwort #43 am: 09. August 2012, 12:44:14 »
Hallo!
Ich bin 28 Jahre alt und JA ich hab auch eine Trichterbrust und JA sie stört mich enorm und JA ich habe enorme Probleme damit.

Ich weiß nicht wie es Euch geht, aber ich gehe seit JAhren nciht Oberkörperfrei oder schwimmen. Es ist das Schamgefühl wegen der TB angestarrt zu werden bzw das andere drüber reden. Dies ist womöglich abslouter Blödsinn da es wohl ein Großteil der anderen Menschen nicht interessieren würde, aber mich stört sie enorm.
Man versucht - besonders jetzt im Sommer - die Kleidung so zu tragen das es ja keiner sehen / erahnen kann.

Tja ich würde sagen diese dumme TB schränkt die Lebensqualität ein und das inzwischen mehrere Jahre.

Schamgefühl, Atembeschwerden, mangelndes Selbstbewusstsein

Ja das alles bin ich leid, will endlich mein Leben leben ohne diese negativen Gedanken udn EInschränkungen. Es ist sicherlich mehr ein psychisches als ein physischen Problem in meinem Fall. Wobei die TB bei mir denke schon ausgeprägt ist.

Nun stellt sich mir die Frage:
Bringt diese OP etwas?
Hilft sie einem danach das Leben voll zu genießen?
Das Selbstbewusstse in / Selbstwertgefühl zu verbesserb?

Wo sollte man die OP am besten machen lassen?
Übernimmt die Krankenkasse die Kosten?
Ist diese Problemlos im ALter von 28 noch machbar?

Für Eure Ratschläge, Anregungen und Tips vorab schonmal vielen Dank!

Hi Tim,

ich bin seit 3 Jahren mal wieder hier und das hört sich so an wie bei mir. Ich war 28 bei der OP;)
Nach der heftigen OP und der "Leidenszeit" danach erinnert mich nur noch der tägliche Schmerz und die Narben an die OP. Und das ist äusserst positiv zu bewerten. Und die Schmerzen werden nach der Bügelentnahme hoffentlich weg sein. Ansonsten spielt es keine so dominante Rolle mehr in meinem Leben.
Viel Erfolg wünsche ich dir.

Alter: 28
OP Termin: 5.3.2009 Berlin Buch  (falls ich nicht abspringe)

nikla584

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Re: Trichterbrust und psychischer Druck
« Antwort #44 am: 09. August 2012, 23:36:52 »
Hallo Max!

Danke Dir für Deine Nachricht.

Und Du hast immer noch Schmerzen?