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Autor Thema: Was macht Prof. Schaarschmidt anders?  (Gelesen 36392 mal)

annaj

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Re: Was macht Prof. Schaarschmidt anders?
« Antwort #15 am: 09. März 2012, 00:59:24 »

ich habe einige beiträge von Val gelesen, das einzige in prinzip was immer wieder gesagt wird ist wie gut prof. Schaarschmidt ist, er ist (ohne diskussion) der beste, alle andere sind schlecht....


Hier übrigens ein Beispiel, dass in Giessen offenbar nicht alles vertuscht wird: Komplikationsmanagement bei Trichterbrustkorrektur nach Nuss am Beispiel einer kardialen Verletzung. Es wird ganz offen zugegeben, dass es in Giessen bei einer Nuss-OP zu einer Herzbeutel-Verletzung gekommen ist.
 

Wann war dieser Vorfall?
Mir wurde in Gießen "von den zuständigen Ärzten" versichert es sei nie zu schwerwiegenden Komplikationen gekommen.
Einge Krankenschwestern haben mir hingegen von mehreren Fällen erzählt.

Ich weiß nicht ob es in Gießen kompetente Ärtze gibt, aber falls ja, haben die sicher nicht in der Thoraxchierugie gearbeitet als ich dort war.
Hinterhältig, skrupellos, unehrlich, inkompetent das sind Worte die mir einfallen, wenn ich an Gießen denke.

Für mich stellt sich schnell die frage, wer ist Val? Wieso macht er fast nur werbung (für den proffessor) und muss alle andere chirurgen auf dem gebiet so schlechtreden???
Ich bitte euch alle eure eigene meinung zu bilden, aber ich finde es eindeutig: Val ist prof. Schaarschmidt.
Was war das nochmal? Hinterhältig, skrupellos, unehrlich und inkompetent...

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2011/03 Nuss-OP (modifiziert), dr. Lützenberg, Berlin Charité. (fast 39 J)
2013/08 Stabentfernung, dr. Lützenberg, Uniklinik Magdeburg. Zusätzlich würde grossflächig Muskeln versetzt (versuch Brustrekonstruktion, Knorpel wurde abgeschliffen usw)
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ex.pectus

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Re: Was macht Prof. Schaarschmidt anders?
« Antwort #16 am: 09. März 2012, 10:16:31 »

Ich kann mir aber auch nicht vorstellen, dass jemand, der aus welchen Gründen auch immer, unbedingt eine Nachuntersuchung möchte diese nicht bekommt.

Liest du manchmal auch selber, was du schreibst und was andere schreiben?

So platt, wie du es dir nicht vorstellen kannst, dass man trotz unbedingtem Willen keine Nachuntersuchung bekommt, ist es auch nicht.

Es ist aber so ähnlich. Und das habe ich auch lang und breit, allerdings differenziert und nicht grob vereinfacht, bereits geschildert. Man bekommt sie, irgendwann, irgendwie:

Ich als Patient habe deutlich gespürt, dass mit meinem Brustbein etwas nicht in Ordnung war. Deswegen war ich zur Kontrolle/Nachuntersuchung in Berlin.

Trotzdem habe ich die gewünschte Nachuntersuchung bei Prof. Schaarschmidt zunächst nicht bekommen.

Als ich dann die Nachuntersuchung bei ihm bekommen habe, wurde mein Brustbeinproblem von ihm (ohne eine Röntgenkontrollaufnahme zu machen) zunächst falsch eingeschätzt und hat sich dann im Nachhinein mit nachgeholter Röntgendiagnostik als Sternum-Fraktur herausgestellt. In den folgenden Wochen hat sich mein Brustbein weiter deformiert, mit ungewissen Langzeitfolgen. Das habe ich alles schonmal geschrieben, vielleicht nur nicht so auf den Punkt gebracht.

Einige Vorteile in Berlin sind die folgenden
weltweit die besten Chirurgen

Wenn man schon so eine Schublade aufmacht, dann frage ich:

Was zeichnet beste Chirurgen aus? Wieviele Todesfälle (in Relation zur Anzahl der OPs) dürfen sie sich leisten?

Ich habe von insgesamt 4 Todesfällen bei Trichterbrust-OPs bei Prof. Schaarschmidt gehört? Ich kenne keinen anderen Trichterbrust-Chirurgen mit mehr als 1 Todesfall.

weltweit die meiste Erfahrung

Nur durch Zufall habe ich gestern gelesen, dass Dr. Pilegaard nicht so weit von hier auch schon über 1.000 Nuss-OP gemacht hat. Da macht jemand wo anders jahrelang, mächtig viele TB-OPs und man bekommt es einfach nicht mit (bzw. nur durch Zufall), dass es sooo viele sind. D.h.: Was weißt du, Val, denn schon, was anderswo geleistet wird? Wenn du es weißt, nenne doch mal die anderen Zahlen.

Und apropos Erfahrung:

Eine Menge OPs führen nicht automatisch zu mehr Erfahrung. Mehr Erfahrung bedeutet auch nicht automatisch weniger Risiko für den Patienten.

Eine Menge OPs ist doch nur eine Voraussetzung um Erfahrungen zu machen, Lehren und Konsequenzen zu ziehen. Die entscheidende Frage ist doch, welche Erfahrungen man gemacht hat und wie man damit umgeht.

Ein Akkord-Arbeiter wird mit mehr Routine auch immer besser. Akkord und Qualität haben aber gegensätzliche Einflüsse aufeinander. Masse bedeutet nicht Klasse. Mehr Quantität führt nicht (automatisch) zu mehr Qualität, sondern kann sogar zu weniger Qualität führen.

Und auch jemand, der immer wieder Grenzüberschreitungen machen will (egal ob Extrembergsteiger oder Extremchirurg) wird durch Erfahrungen eigentlich immer besser. Die Konsequenz aus der Erfahrung ist aber nicht die, künftig Grenzerfahrungen zu vermeiden, sondern diese anders anzugehen. Das Ziel der Grenzüberschreitung bleibt. Bei einem Bergsteiger ist vielleicht das Ziel, alle 8000er zubezwingen. Bei Prof. Schaarschmidt vielleicht den High-Score zu knacken oder irgendetwas anderes.

Man sollte sich auch mal genau überlegen, was Modifizierung einer Methode genau bedeuten kann. Das Ziel ist logischerweise die Verbesserung. Der Weg dorthin ist aber experimenteller Natur. Die entscheidende Frage ist nur, unter welchen Bedingungen "experimentiert" wird.

Und wie ist schließlich folgendes zu erklären: Vereinfacht und rund gerechnet: Die ersten 5 bis 6 Jahre bzw. ersten 500 TB-OPs gibt es in Berlin-Buch keinen Todesfall, aber dann: durchschnittlich alle 1 1/2 bis 2 Jahre bzw. alle 175 bis 250 Fälle.
« Letzte Änderung: 09. März 2012, 12:28:26 von ex.pectus »
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Val

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Re: Was macht Prof. Schaarschmidt anders?
« Antwort #17 am: 09. März 2012, 13:31:18 »

Und wie ist schließlich folgendes zu erklären: Vereinfacht und rund gerechnet: Die ersten 5 bis 6 Jahre bzw. ersten 500 TB-OPs gibt es in Berlin-Buch keinen Todesfall, aber dann: durchschnittlich alle 1 1/2 bis 2 Jahre bzw. alle 175 bis 250 Fälle.

Aus Zeitgründen kann ich nicht auf alles eingehen, was du und Annaj hier schreiben.

Ich denke die Erklärung könnte darin liegen, dass die Klinik zu dem Zeitpunkt einen guten Ruf ausgebaut hat und sich dementsprechend immer komplexere, schwierigere Fälle dort hin wenden.
Patienten mit mehreren missglückten Voroperationen, sehr alte Patienten...
Es ist doch klar (und es scheint fast als ob ihr das ignorieren wollt) dass hier ein größeres Risiko besteht und Komplikationen leider nicht immer ausgeschlossen werden können.
Wenn in einer Klinik, die im Jahr 3 Patienten im Alter von 8 Jahren behandelt keine Komplikationen auftreten, kann man deren Zahlen nicht mit denen aus Berlin vergleichen.

Drittfaktoren, bedingte Wahrscheinlichkeit sind 2 Begriffe die du recherchieren solltest, dann wirst du mir "wahrscheinlich" zustimmen.

Zur Frage warum so viel Werbung gemacht wird;
Wird überhaupt so viel Werbung gemacht?
Dass man in Zeitungsbeiträgen seine Arbeit positiv herausstellen möchte ist doch keine Überraschung.
Das machen andere Chirurgen auch und leider manchmal zu Unrecht.
Wo wird denn direkte Werbung gemacht?
Die beste Werbung für einen Chirurgen sind wohl zufriedene Patienten.
Von denen hat Berlin Buch tatsächlich viele.
« Letzte Änderung: 09. März 2012, 13:48:00 von Val »
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Re: Was macht Prof. Schaarschmidt anders?
« Antwort #18 am: 09. März 2012, 16:27:28 »

Ich denke die Erklärung könnte darin liegen, dass die Klinik zu dem Zeitpunkt einen guten Ruf ausgebaut hat und sich dementsprechend immer komplexere, schwierigere Fälle dort hin wenden.
Patienten mit mehreren missglückten Voroperationen, sehr alte Patienten...

OK, Einwand verstanden.
Bleibt die Frage: Kann man einen Chirurgen, der komplexe, schwierige Fälle freiwillig angenommen hat, mit denen er dann offensichtlich überfordert war, als besten Chirurgen bezeichen?

Der Fall Andy ist so ein komplexer, schwieriger Fall eines älteren Patienten, den Prof. Schaarschmidt übernommen hat. Andy hat es überlebt und meint: "I have very mixed feelings about Prof Schaar, on one hand I am so grateful to have survived but on the other I feel that he should have know that my case was pretty unique, I mean to go all thought this and have a satisfactory repair is one thing but after all this for it to be a total failure is unbearable."

Zu einem guten Arzt gehört auch, dass er seine Grenzen kennt.

(Und nur zur Erinnerung nochmal: Der Todesfall, bei dem die Details bekannt sind, war ein 16jähriger Junge und kein komplexer, schwieriger Fall, in dem von Val gemeinten Sinn.)

Es ist doch klar (und es scheint fast als ob ihr das ignorieren wollt) dass hier ein größeres Risiko besteht und Komplikationen leider nicht immer ausgeschlossen werden können.

Ich glaub, ich bin im falschen Film. Erkläre das mit der Aufklärung über die Risiken und Komplikationen mal lieber Prof. Schaarschmidt. Der hätte das offensichtlich nötiger.

Wenn in einer Klinik, die im Jahr 3 Patienten im Alter von 8 Jahren behandelt keine Komplikationen auftreten, kann man deren Zahlen nicht mit denen aus Berlin vergleichen.

Richtig. Die Zahlen kann man nicht vergleichen. Macht aber auch niemand!

Drittfaktoren, bedingte Wahrscheinlichkeit sind 2 Begriffe die du recherchieren solltest, dann wirst du mir "wahrscheinlich" zustimmen.

Ich gebe zu, dass meine Zahlen nicht dazu geeignet sind, um auf einer Skala vom schlechtesten Chirurg bis zum besten Chirurg genau die Position von Prof. Schaarschmidt zu bestimmen.
Ich bleibe aber dabei, dass die Zahlen ausreichen, ihm nicht den Titel bester Chirurg zu verleihen. Und nicht nur das.

Zur Frage warum so viel Werbung gemacht wird;
Wird überhaupt so viel Werbung gemacht?

Ja, es ist viel Werbung, PR, Öffentlichkeitsarbeit oder wie man das nennen will. Und es ist teilweise irreführend. Und das, was du machst, ist darüber hinaus oft auch noch vergleichende Werbung, indem du die Konkurrenz schlecht machst.

Dass man in Zeitungsbeiträgen seine Arbeit positiv herausstellen möchte ist doch keine Überraschung.

Die eigentliche Überraschung ist, dass seine Arbeit nicht auch durch andere herausgestellt wird:
Ich kenne keinen anderen Arzt, der ihn aktiv empfiehlt oder auch nur von selbst erwähnt hat, obwohl ich in der Nähe wohne und sogar im Helios Berlin-Buch auch sonst in Behandlung bin, bspw. in der Kardiologie bei Dr. Derer (Chef der kardiologischen Poliklinik). Die Trichterbrust war zunächst nie Thema. Und als ich mich dann für die OP entschieden hatte, habe ich meine Trichterbrust erstmals angesprochen. Die Antworten waren äußerst diplomatisch.

Und auch sonst im allgemeinen:
Auf der deutschen Trichterbrust-Seite von Helios läuft er unter fernerliefen. Inhaltlich steht auf der Seite fast das komplette Gegenteil von dem, was Prof. Schaarschmidt vertritt. Wenn das nicht merkwürdig ist.
Und auch auf der internationalen Helios Healthcare Seite wird er nur aufgelistet. Aber dass Berlin-Buch "the European reference centre for chest deformities and redos" sein soll, bewirbt nur Prof. Schaarschmidt selbst.
« Letzte Änderung: 11. März 2012, 18:33:37 von ex.pectus »
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Re: Was macht Prof. Schaarschmidt anders?
« Antwort #19 am: 09. März 2012, 22:19:57 »

Bei Verwendung von Stabilisatoren sind die Patienten zerbrechlich wie ein rohes Ei.

Ich bin wirklich unschlüssig. Lässt man einigen Unsinn unkommentiert stehen und läuft Gefahr, dass aus Behauptungen mit der Zeit Wahrheiten werden oder "müllt" man das Forum mit Richtigstellungen zu und macht es dadurch wegen der schieren Menge schwerer lesbar?

Auf pectusinfo.com gibt es eine sehr schöne Diskussion zum Thema Stabilisatoren. Es gibt einen kurzen Einblick in die Stabilisatoren-Szene und auch echte Stabilisatoren-Schicksale (sogar mit 3 Stück) kommen zu Wort und geben nachvollziehbare Ratschhläge. Hier der Link: Stabilizers.
« Letzte Änderung: 10. März 2012, 09:24:31 von ex.pectus »
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Re: Was macht Prof. Schaarschmidt anders?
« Antwort #20 am: 10. März 2012, 08:45:58 »

Hi Leute!

Muß mich auch mal zu diesem Thema melden. Bin hier einige Male schon zitiert worden und im Grunde ja auch "betroffen".

Also erstmal muß ich Val in Schutz nehmen, daß er nicht der Prof. ist...bei einem langem Telefonat haben wir uns mal kennengelernt.

Außerdem finde ich es äußerst unfair irgendwelche Verbindungen mit Kindesmißbrauch und dem Prof. herzustellen. Das ist ein so sensibles Thema, da kann mal schnell was Missverstanden werden, egal wie man/ er sich dazu geäußert hat. Und TB OP und Kindesmißbrauch hat nichts miteinander zu tun, leider gibt es sowas überall.

So, diese Frage warum Buch??
Habe ich bis heute, auch mir selber nicht beantworten können. Vlt habe ich mich damals auch von den paar positivien Berichten verleiten lassen. Schon 2005/ 06 gab es keine genauen Zahlen, halt nur viel Werbung. Heute sehen ich das alles mit Abstand und es bleibt für mich nix positives hängen, daß ich mich nochmal dort operieren lassen würde.
Ich weiß das der Prof. ständig versucht, seine Op-Technik zu verfeinern. Ich hatte ein langes Gespräch mit ihm, wo ich sogar mein eigenes Herz bzw. meine OP gesehen habe.
Dieses Gespräch hätte ich vlt mal als Aufklärungsgespräch bekommen sollen, dann wäre ich um einiges schlauer gewesen. Bei meinem vor OP Gespräch zur Bügelentnahme hatte ich einen Assistenz Arzt, der echt keinen Plan hatte. Sowas zb darf nicht vorkommen. Auch dieses übertriebene Atemtraining, ist m.M.n voller Mist. Und wenn ein Patient wirklich Schmerzen hat, sollte man das dann mal auch genauer untersuchen. Und nicht wie in vielen Fällen nach Hause schicken und hoffen das er nicht wiederkommt.

Auch trotz meiner mehrerer längeren Krankenhausaufenthalte, bin ich nie so richtig hinter die Op Methode gekommen.
Was, wie und warum genau gemacht wurde, ist für mich immernoch unbeantwortet. Halt so die Standartsachen wie sie hier immer rumkreisen: Wie Knorpel durchtrennt, Knochen angeknackst, Muskeln abgeschnitten, aber was stimmt nun??????
Kein Arzt wollte es mir in Buch sagen, ausgewichen sind sie immer.
Weiß denn jemand von euch was genaues??? Man reimt sich ne Menge durch Internet und Bettnachbarn zusammen.

Bis heute gibt es eh keine genaue Statistik in Buch, ob eine OP nun gelungen ist oder eben nicht. Da kann mir einer sagen was er will....
Ich weiß zumindest, daß meine OP und die vieler meiner Bettnachbarn, in die Hose gegangen ist.
Kann ja sein, daß sich heute vieles verbessert hat. Für mich bleibt Buch aber eine "Fließband-Klinik"...und andere Chirurgen können auch operieren.

Also bis denne
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Alter bei OP: 28
1.OP Jan. 06 1Bügel  mit vielen Komplikationen
2.OP März 06 1Bügel mit vielen Komplikationen
3.OP Juni 06 2Bügel  mit vielen Komplikationen
4.OP Febr. 09 Bügelentnahme mit Rippenkorrektur
5.OP Febr. 09 Komplikationen nach Entnahme

Punktionen kann ich schon nicht mehr zählen......

ex.pectus

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Re: Was macht Prof. Schaarschmidt anders?
« Antwort #21 am: 10. März 2012, 10:15:05 »

Vielen Dank, dass du nach so langer Zeit noch von Deinen Erfahrungen berichtest.

Dass die Nachkontrollen/Nachuntersuchungen nicht so sind, wie ich sie mir als Patient wünsche, wenn man sie braucht, ist das eine. Das ist nicht so toll. Mir geht es aber um etwas anderes. Du schreibst:

Ich weiß das der Prof. ständig versucht, seine Op-Technik zu verfeinern.

An der OP-Technik kann man natürlich unter vielen Gesichtpunkten feilen: kürzere OP-Zeiten, weniger OP-Zwischenfälle usw. usf. Wenn es aber darum geht, dass es dem Patienten mit dieser verfeinerten Methode nach der OP besser geht, bin ich doch auf das Feedback des Patienten angewiesen. Wie soll eine solche Verfeinerung ohne systematisches Feedback des Patienten praktisch funktionieren. So wie das in Berlin-Buch organisiert ist, leuchtet mir das einfach nicht ein, weder dass dies als Hauptziel (und nicht nur als Nebeneffekt) angestrebt wird, noch dass es sich erreichen läßt.

Gleiches gilt für die Aussagen, die man von Prof. Schaarschmidt über die Auswirkungen der Trichterbrust lesen kann:

              „Wenn wir unsere Patienten vor der OP messen, haben sie häufig schon bei kleinen Belastungen einen Puls von 200 oder mehr. Das liegt an der unphysiologisch hohen Schlagzahl des Herzens“, erklärt Klaus Schaarschmidt, Chefarzt der Klinik für Kinderchirurgie des Helios Klinikums Buch.
http://www.tagesspiegel.de/weltspiegel/gesundheit/krater-im-koerper/6125428.html

Ich bezweifle nicht, dass es diese Patienten mit dem hohen Puls tatsächlich gibt, aber wer soll dieses wir sein, und wie soll man das häufig verstehen, d.h. bei wievielen der gemessenen ist das so und bei wievielen wird überhaupt gemessen. Und welcher Puls wird nach der OP gemessen, um den Effekt der OP zu ermitteln?

Wäre ja wirklich sehr interessant, wenn bei den Patienten tatsächlich vor und nach der OP die Schlagzahl unter Belastung gemessen werden würde (Ergometrie). Bei über 1.000 TB-OPs würde Berlin-Buch über genügend Fälle verfügen. Aber bei wem wurde das tatsächlich mal gemacht und wo kann man die Ergebnisse nachlesen, außer der stark gekürzten Version im Tagesspiegel-Interview, die viele Fragen offen läßt.
« Letzte Änderung: 10. März 2012, 15:09:29 von ex.pectus »
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Re: Was macht Prof. Schaarschmidt anders?
« Antwort #22 am: 10. März 2012, 19:34:47 »

ich hatte inzwischen auch kontakt mit Val, er ist nicht prof. Schaarschmidt. Dann besteht die frage, wieso schreibt er als wäre er ein vertreter von  ihm? Er behauptet zweimal in Giessen operiert zu sein, in sein bericht lässt er seine 8 wochen op-erfahrung in Giessen einfach weg, im pectusinfo.com kann man die auch nicht finden. Es kann gut sein dass ich die übersehen habe, bitte poste denn hier gern den link, Val.

Andere kliniken zu diffamieren ohne irgendeine grund anzugeben finde ich persönlich kriminell. Es sind immer wieder kleine bedrohungen in seine ratschläge nach dem motto wenn du nicht zu prof. Schaarschmidt gehst, wirst du es bereuen. Es ist ein einfacher trick junge leute zu verunsichern.
Ich wundere mich das keiner der betroffene kliniken anklage erhoben hat.
« Letzte Änderung: 10. März 2012, 21:43:56 von annaj »
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Re: Was macht Prof. Schaarschmidt anders?
« Antwort #23 am: 13. März 2012, 18:25:29 »

Wenn es Vermutungen gibt, daß ein Arzt verdeckt Werbung für sich und andere macht, bitte einfach per Privatnachricht mitteilen. Ich überprüfe das dann. Bisher gab es erst einen solchen entdeckten Fall, aber das betraf nicht Herrn Schaarschmit.
Herr Schaarschmidt schaut hier in unregelmäßigen Abständen vorbei, verbirgt dabei aber seine Identität auch nicht.
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Re: Was macht Prof. Schaarschmidt anders?
« Antwort #24 am: 13. März 2012, 19:40:56 »

heisst das dass man nicht mal öffentlich vermuten darf? Wäre gut zu wissen.
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Re: Was macht Prof. Schaarschmidt anders?
« Antwort #25 am: 13. März 2012, 20:17:23 »

Doch, man kann hier mehr oder weniger machen was man will. Aber es wäre schneller und effizienter, wenn man mir bei begründeter Vermutung direkt schreibt, dann kann ich das untersuchen und bestätigten oder verneinen.
Ich mag es nämlich nicht, wenn hier Leute verdeckt Werbung machen. :)

Wenn Du einfach nur vermuten willst, so sei Dir das natürlich freigestellt. Ich wollte einfach darauf hinweisen, daß ich Möglichkeiten habe solchen Vermutungen nachzugehen.
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Re: Was macht Prof. Schaarschmidt anders?
« Antwort #26 am: 13. März 2012, 20:56:29 »

danke, da bin ich 100% einverstanden.
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Re: Was macht Prof. Schaarschmidt anders?
« Antwort #27 am: 23. März 2012, 02:37:28 »

Interessante Diskussion. Leider habe ich jetzt gar keine Lust mehr auf meine Bügelentnahme im Sommer in Buch ... ;)
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08.2012: Bügelentnahme in Berlin-Buch

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Re: Was macht Prof. Schaarschmidt anders?
« Antwort #28 am: 11. April 2012, 00:54:48 »

Ich auch nicht.

2010 gab es hier fast nur positives Feedback zu Berlin-Buch.
Und das lies mich auch dazu verleiten, mich dort operieren zu lassen, auch wenn mir der Prof. bei der Vorstellung schon etwas 'seltsam' vorkam.

Und dann hatte er auch direkt in ca. 1 Woche einen Termin für mich.
Auf die Frage, ob man vielleicht in 6 Monaten operieren könnte, erwiderte er, dass es ein halbes Jahr ist und es dann zu spät wäre.

Das kam mir schon mysteriös vor, denn ich wusste ja auch durch dieses Forum, dass auch schon 40-Jährige operiert werden.

Er stellte mir halt die Frage, jetzt in einer Woche oder vllt. kurz vor Weihnachten.

Da ich die OP halt doch unbedingt wollte, hatte ich mich dann doch für den kurzfristigen Termin entschieden, da man aber doch schon leicht gedrängt wurde, ohne große Überlegenszeit.

Die Bügelentnahme werde ich dort nicht vornehmen lassen.
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Re: Was macht Prof. Schaarschmidt anders?
« Antwort #29 am: 14. April 2012, 00:02:17 »

Früher hätte ich gedacht, dass ist ja eigentlich unglaublich. Es handelt sich bestimmt nur um ein Missverständnis oder es gibt irgendeine andere harmlose Erklärung. Ein Arzt wird einem Patienten doch wohl kaum einen OP-Termin in einer knappen Woche vorschlagen, wobei die Organisation eigenlich nicht vernünftig in einer Woche zu schaffen ist und sich der dadurch verursachte Stress durchaus negativ auf den Patienten und seine Angehörigen auswirken kann. Inzwischen habe ich keinerlei Zweifel, dass es sich genauso wie geschildert zugetragen hat. Es ist übrigens nicht das erste Mal, dass so etwas berichtet wird, siehe hier.

(Nur zur Klarstellung: Wenn der Wunsch nach einem sehr kurzfristigen Termin ausdrücklich vom Patienten selbst kommt, ist das etwas ganz und gar anderes. Das war hier offensichtlich aber nicht der Fall. Im Gegenteil.)

Und ergänzend noch: tbblabla und ich waren zufällig am gleich Tag in der Montags-Sprechstunde, wie wir hier im Forum im Nachhinein festgestellt haben. Deshalb kann ich noch ein paar Details dazu beisteuern:
Das Vorgespräch war also am 13.09.10 als die Wahlmöglichkeit zwischen in einer Woche oder vielleicht kurz vor Weihnachten angeboten wurde.
Als ich dann 79 min später im Vorgespräch war, wurde mir auf die Frage, wie es mit Terminen aussieht, gesagt, dass die eigentlich nie ein Problem wären, außer eben in der Ferienzeit könnte es problematisch werden, weil eben viele schulpflichtige Kinder auf die Ferien ausweichen. Als ich dann ca. 2 Wochen später bei der Sekretärin angerufen habe, um einen Termin zu vereinbaren, wurden mir mehrere ab dem 20. Oktober angeboten. Ich habe den 20.10. dann genommen. Ich habe mich dann noch gewundert, weil der 20.10.2010 sowohl recht kurzfristig als auch noch in vielen Bundesländern sogar ein Ferientag war.
Dass dann eigentlich doch noch so viele Termine frei waren (bzw. wieder frei wurden) macht die beiden tbblabla angebotenen Alternativen noch unverständlicher. Aber wie gesagt: Es passt absolut ins Bild.

Und dass es bei tbblabla mit den Voruntersuchungen nicht so genau genommen wurde, wurde ja bereits auch schon erwähnt. Kein CT (bzw. kein MRT).

Aber wie war das bei den anderen, die so einen Blitz-Termin bekommen haben? Wurden da alle sonst nötigen Voruntersuchungen durchgeführt? Mich würde da vor allem mal interessieren, wie das zeitlich mit dem Allergie-Test funktioniert. Bis zur Ablesung des Testergebnisses vergehen normalerweise mehrere Tage. So könnte das also nicht innerhalb von 24 h im Krankenhaus nachgeholt werden. Wird das dann anders getestet oder wird darauf verzichtet?


So sieht bspw. mein Testprotokoll aus, das in der Poliklinik des Helios-Krankenhauses Berlin-Buch gemacht wurde, also ambulant in Ruhe mit ausreichend Zeit vor der stationären Aufnahme.
« Letzte Änderung: 14. April 2012, 11:48:55 von ex.pectus »
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